Zum Inhalt springen
Trends

Über 108’000 Golferinnen und Golfer: was die Zahlen von Swiss Golf für Sie bedeuten

98 Clubs, 1'530 Löcher, 35'762 Frauen und ein 125-Jahr-Jubiläum 2027: was der Zuwachs für Ihre Startzeiten heisst.

La rédaction Panxis Golf · · 3 min
Blick über einen Golfplatz mit Grün, Bunker und Spielern.
Illustration. 1'530 Golflöcher zählt die Schweiz. — Foto Valeria Boltneva / Pexels

Swiss Golf zählt über 108’000 registrierte Golferinnen und Golfer, 98 Clubs und 1’530 Golflöcher nach USGA-Standard. Hinter diesen Zahlen steckt eine Entwicklung, die für Sie zwei konkrete Folgen hat: Die gefragten Startzeiten werden knapper, und der Verband richtet sein Angebot stärker auf Einsteiger aus. 2027 feiert er sein 125-jähriges Bestehen.

Was die Zahlen sagen

Von den über 108’000 registrierten Spielerinnen und Spielern sind über 35’762 Frauen und 2’177 Girls, dazu kommen über 4’706 Junioren. Der Verband organisiert rund 250 Turniere pro Jahr und verarbeitet etwa 390’000 Einzelergebnisse im Handicap-System.

Die Kennzahl, die am meisten über den Schweizer Golfsport aussagt, ist aber eine andere: 1’530 Löcher auf 98 Clubs. Das ist im Verhältnis zur Bevölkerung viel, und es erklärt, warum man in der Schweiz fast überall innerhalb einer Autostunde spielen kann – und warum die Plätze rund um Zürich, Genf und Basel trotzdem voll sind.

Die Frauen, die zweitgrösste Gruppe

Mit über 35’762 Frauen unter den registrierten Spielerinnen und Spielern liegt der Frauenanteil deutlich höher als in den meisten Outdoor-Sportarten, und weit vom Gleichgewicht entfernt. Bei den Girls sind es 2’177, bei den Junioren 4’706 – das Verhältnis im Nachwuchs ist unausgeglichener als bei den Erwachsenen.

Was daran praktisch relevant ist: Clubs mit einer aktiven Damensektion und festen Spielzeiten halten ihre Mitglieder deutlich besser. Wenn Sie einen Club suchen, ist die Frage nach der Sektion und ihren Spielzeiten aussagekräftiger als jede Platzbeschreibung.

Der Nachwuchs entscheidet über die nächsten zehn Jahre

Die Juniorenzahlen sind die Kennzahl, auf die Verbände am genauesten schauen, weil sie den Bestand in zwanzig Jahren beschreiben. Für Eltern heisst das umgekehrt: Das Angebot für Kinder ist heute besser und billiger als je zuvor. Bei beiden Public Golf Organisationen, ASGI und Migros GolfCard, zahlen Kinder unter 18 Jahren keinen Jahresbeitrag.

1893, und was daraus wurde

Die älteste noch bespielte Anlage des Landes ist der Engadine Golf Club in Samedan, eröffnet 1893, heute mit zwei 18-Loch-Plätzen und über 1’350 Mitgliedern. Zwischen diesem Ursprung auf 1’700 Metern und den heutigen öffentlichen Anlagen im Mittelland liegt die ganze Geschichte des Schweizer Golfs: von einem Sport für Kurgäste zu einem Freizeitangebot mit Startzeitbuchung im Netz.

2027 begeht der Verband sein 125-Jahr-Jubiläum. Erwarten Sie ein Jahr mit vielen Aktionen für Einsteigerinnen und Einsteiger – der günstigste Moment, um jemanden mitzunehmen, der es immer schon einmal probieren wollte.

Was das für Ihre Startzeiten bedeutet

Mehr Spielerinnen und Spieler bei gleichbleibender Zahl an Löchern heisst: Die Samstagvormittage sind zuerst weg, danach die Sonntagvormittage, und unter der Woche bleibt fast alles frei. Wer seine Runde verschieben kann, spielt günstiger und wartet weniger.

Zweite Folge: Die öffentlichen Anlagen absorbieren einen wachsenden Teil des Zuwachses, weil sie ohne Mitgliedschaft zugänglich sind. Wer neu anfängt, kommt heute schneller auf einen Platz als vor zehn Jahren, muss dafür aber flexibler sein bei Tag und Uhrzeit.

Wo Sie die Zahlen und das Angebot finden

Eine letzte Zahl, die im Alltag mehr zählt als alle anderen: Der Einstieg ohne Club kostet CHF 300.– im Jahr bei der Migros GolfCard und CHF 590.– bei der ASGI, Kinder unter 18 zahlen bei beiden nichts. Die Zahlen des Verbands werden jährlich nachgeführt. Prüfen Sie den Stand auf der Seite von Swiss Golf, bevor Sie sie irgendwo zitieren.

Ein Artikel pro Tag reicht Ihnen nicht?

Der monatliche Newsletter bündelt, was zu lesen war – ohne Lärm.