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Ausrüstung

Den richtigen Golfball wählen: was tatsächlich anders ist

Hülle, Schichten und Kompression. Vom Grün her denken, den zweiten Aufsprung beobachten und ein einziges Modell spielen statt sechs.

La rédaction Panxis Golf · · 3 min
Un joueur exécute un coup roulé sur un green rapide, bunkers en arrière-plan.
Sur un green rapide, c'est la longueur du mouvement qui change, pas le geste. — Photo Madison Wooley / Pexels

Der Ball ist die einzige Ausrüstung, die laufend nachgekauft wird — und diejenige, bei der Werbung und Wirklichkeit am weitesten auseinanderliegen. Was tatsächlich unterschiedlich ist, und wie man wählt, ohne für einen unbrauchbaren Vorteil zu bezahlen.

Was Bälle unterscheidet

Drei Dinge: das Material der Hülle, die Anzahl Schichten und die Kompression. Urethan-Hüllen auf teureren Bällen erzeugen bei kurzen Schlägen mehr Spin und damit mehr Kontrolle rund ums Grün. Hüllen aus Surlyn-Typen auf günstigeren Bällen spinnen weniger und halten länger.

Die Kompression beschreibt die Verformung: tief für moderate Schlägerkopfgeschwindigkeiten, fester für schnelle Schwünge.

Was weniger unterscheidet, als behauptet wird

Die Driver-Distanz. Zwischen einem Ball der Mittelklasse und einem Premium-Ball ist der Unterschied für die meisten Spieler klein — und kleiner als der Verlust durch einen Treffer ausserhalb der Mitte. Wer wegen der Länge Premium kauft, zahlt für das falsche Argument.

Die ehrliche Art zu wählen

Vom Grün her denken. Den Ball nehmen, dessen Verhalten im kurzen Spiel passt, und danach prüfen, ob er Distanz kostet. Der Test: zehn Chips mit dem bisherigen Ball und zehn mit dem Kandidaten, aus derselben Lage, und dabei den zweiten Aufsprung beobachten. Dort zeigt sich Urethan.

Wer keinen Unterschied sieht, nimmt den günstigeren. Das ist kein Kompromiss, das ist eine Ersparnis ohne Gegenleistung.

Kompression und Schwunggeschwindigkeit

Unterhalb von etwa 145 km/h Schlägerkopfgeschwindigkeit ist ein Ball mit tiefer Kompression angenehmer und mindestens ebenso leistungsfähig. Oberhalb von rund 170 km/h hält ein festerer Ball besser stand. Dazwischen entscheidet das Gefühl — und das ist keine Nebensache: Ein Ball, dessen Klang gefällt, wird besser geputtet, weil man ihm vertraut.

Ein einziges Modell spielen

Der häufigste Fehler ist ein Bag mit sechs verschiedenen, im Wald gefundenen Bällen. Die Distanzkontrolle mit dem Wedge wird damit unmöglich. Ein Dutzend eines Modells kaufen und aufbrauchen.

Kälte im Frühling

Bei Temperaturen unter zehn Grad fühlt sich jeder Ball härter an und fliegt kürzer. Das ist Physik und kein Argument für einen Modellwechsel — wohl aber ein Grund, im März und im November einen Schläger mehr zu nehmen.

Wo gespart wird

  • Premium-Bälle der Vorgängergeneration, nach dem Modellwechsel deutlich günstiger und technisch fast identisch.
  • Aufbereitete Bälle, sofern die Qualitätsklasse angegeben ist.
  • Grosspackungen statt einzelner Dutzend.

Wo in der Schweiz

Golfers Paradise und die Shops der Migros GolfParks führen das gängige Sortiment; Ochsner Sport deckt den Einstieg ab; online sind golfshop.ch und die Schweizer Seiten der Marken die üblichen Adressen. Der Pro-Shop des eigenen Clubs bleibt der einzige Ort, an dem ein Ball vor dem Kauf auf dem Putting-Grün ausprobiert werden darf. Panxis Golf unterhält keine Geschäftsbeziehung zu diesen Anbietern.

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