Was ein Eisen-Fitting wirklich zeigt
Lie-Winkel, Schaftgewicht, Länge und Griffstärke erklären mehr Fehlschläge als jede Kopfform. Und die Wedge-Lücke, die niemand misst.
Ein Eisen-Fitting gilt als Luxus für tiefe Handicaps. Tatsächlich profitieren Spieler mit Handicap 20 bis 36 am meisten — weil bei ihnen die Abweichungen am grössten sind. Was dabei wirklich gemessen wird.
Der Lie-Winkel erklärt mehr Fehlschläge als der Kopf
Steht die Sohle beim Treffmoment nicht flach auf, zeigt die Schlagfläche nach links oder rechts, bevor der Schwung überhaupt beginnt. Zwei Grad Abweichung kosten auf 150 Meter mehrere Meter Richtung. Der Test dauert Minuten: Klebeband auf die Sohle, ein paar Schläge von einer Platte, und die Markierung zeigt es.
Schaftgewicht vor Schaftflex
Über Flex wird viel geredet, über Gewicht zu wenig. Ein zu schwerer Schaft macht den Schwung kurz und hart, ein zu leichter macht ihn unkontrolliert. Das Gewicht ist die erste Grösse, die ein guter Fitter verändert.
Länge und Griffstärke
Standardlängen sind für eine Körpergrösse gebaut, die statistisch niemand hat. Und ein zu dünner Griff lässt die Hände zu aktiv werden — ein häufiger Grund für den Hook, der angeblich am Schwung liegt.
Wie eine seriöse Sitzung abläuft
Zuerst wird mit den eigenen Schlägern gemessen. Wer sofort neue Köpfe in die Hand gedrückt bekommt, sitzt in einem Verkaufsgespräch. Danach wird eine Variable nach der anderen verändert, damit nachvollziehbar bleibt, was welche Wirkung hatte.
Die Frage, die sich lohnt
«Was würden Sie an den Schlägern ändern, die ich bereits besitze?» Ehrliche Antwort ist häufig: Lie-Winkel und Griffe. Das kostet einen Bruchteil eines neuen Satzes und wirkt sofort.
Die Lücke am Ende des Bags
Viele Golfer tragen zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge eine Distanzlücke von vierzig Metern und wundern sich, warum Annäherungen aus 70 Metern schwierig sind. Ein zusätzliches Wedge, richtig abgestuft, ist die günstigste Verbesserung überhaupt.
Wann man nicht fitten sollte
Wer neu anfängt und dessen Schwung sich monatlich verändert, misst einen Schwung, den es in einem halben Jahr nicht mehr gibt. Eine Saison mit gebrauchten Schlägern und Unterricht, danach das Fitting.
Wo in der Deutschschweiz
Golfers Paradise führt Filialen in mehreren Deutschschweizer Städten mit Indoor-Abschlägen und Messtechnik; die Shops der Migros GolfParks arbeiten mit Radarmessung und bieten Testschläger an. Dazu kommen die Pro-Shops der Clubs, wo der Head-Pro Lie-Winkel und Griffe meist direkt anpasst. Online: golfshop.ch und die Schweizer Auftritte der Marken. Prüfen Sie vor der Fahrt telefonisch, ob am gewünschten Standort ein Fitting-Termin möglich ist — nicht jede Filiale bietet es an. Panxis Golf unterhält keine Geschäftsbeziehung zu diesen Anbietern.

