Zum Inhalt springen
Ausrüstung

Was ein Eisen-Fitting wirklich zeigt

Lie-Winkel, Schaftgewicht, Länge und Griffstärke erklären mehr Fehlschläge als jede Kopfform. Und die Wedge-Lücke, die niemand misst.

La rédaction Panxis Golf · · 2 min
Bois et fers posés sur l'herbe à côté d'une balle.
La règle autorise quatorze clubs ; presque personne n'en a besoin de quatorze. — Photo Mikhail Nilov / Pexels

Ein Eisen-Fitting gilt als Luxus für tiefe Handicaps. Tatsächlich profitieren Spieler mit Handicap 20 bis 36 am meisten — weil bei ihnen die Abweichungen am grössten sind. Was dabei wirklich gemessen wird.

Der Lie-Winkel erklärt mehr Fehlschläge als der Kopf

Steht die Sohle beim Treffmoment nicht flach auf, zeigt die Schlagfläche nach links oder rechts, bevor der Schwung überhaupt beginnt. Zwei Grad Abweichung kosten auf 150 Meter mehrere Meter Richtung. Der Test dauert Minuten: Klebeband auf die Sohle, ein paar Schläge von einer Platte, und die Markierung zeigt es.

Schaftgewicht vor Schaftflex

Über Flex wird viel geredet, über Gewicht zu wenig. Ein zu schwerer Schaft macht den Schwung kurz und hart, ein zu leichter macht ihn unkontrolliert. Das Gewicht ist die erste Grösse, die ein guter Fitter verändert.

Länge und Griffstärke

Standardlängen sind für eine Körpergrösse gebaut, die statistisch niemand hat. Und ein zu dünner Griff lässt die Hände zu aktiv werden — ein häufiger Grund für den Hook, der angeblich am Schwung liegt.

Wie eine seriöse Sitzung abläuft

Zuerst wird mit den eigenen Schlägern gemessen. Wer sofort neue Köpfe in die Hand gedrückt bekommt, sitzt in einem Verkaufsgespräch. Danach wird eine Variable nach der anderen verändert, damit nachvollziehbar bleibt, was welche Wirkung hatte.

Die Frage, die sich lohnt

«Was würden Sie an den Schlägern ändern, die ich bereits besitze?» Ehrliche Antwort ist häufig: Lie-Winkel und Griffe. Das kostet einen Bruchteil eines neuen Satzes und wirkt sofort.

Die Lücke am Ende des Bags

Viele Golfer tragen zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge eine Distanzlücke von vierzig Metern und wundern sich, warum Annäherungen aus 70 Metern schwierig sind. Ein zusätzliches Wedge, richtig abgestuft, ist die günstigste Verbesserung überhaupt.

Wann man nicht fitten sollte

Wer neu anfängt und dessen Schwung sich monatlich verändert, misst einen Schwung, den es in einem halben Jahr nicht mehr gibt. Eine Saison mit gebrauchten Schlägern und Unterricht, danach das Fitting.

Wo in der Deutschschweiz

Golfers Paradise führt Filialen in mehreren Deutschschweizer Städten mit Indoor-Abschlägen und Messtechnik; die Shops der Migros GolfParks arbeiten mit Radarmessung und bieten Testschläger an. Dazu kommen die Pro-Shops der Clubs, wo der Head-Pro Lie-Winkel und Griffe meist direkt anpasst. Online: golfshop.ch und die Schweizer Auftritte der Marken. Prüfen Sie vor der Fahrt telefonisch, ob am gewünschten Standort ein Fitting-Termin möglich ist — nicht jede Filiale bietet es an. Panxis Golf unterhält keine Geschäftsbeziehung zu diesen Anbietern.

Ein Artikel pro Tag reicht Ihnen nicht?

Der monatliche Newsletter bündelt, was zu lesen war – ohne Lärm.

Ebenfalls lesenswert