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Layout of Golfclub Leitershofen from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Layout of Golfclub Leitershofen from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Golfclub Leitershofen

Löcher

9

Von

36

Länge

3.002 m (Gelb), 2.671 m (Rot)

Greenfee

—

Beste Saison

—

Der Golfclub Leitershofen e.V. betreibt eine Neun-Loch-Anlage mit Par 36 am westlichen Rand von Stadtbergen, einer Stadt im Landkreis Augsburg, die unmittelbar an das Augsburger Stadtgebiet grenzt. Bis zur Augsburger Innenstadt sind es in Luftlinie rund fünf Kilometer. Der Platz liegt nach Darstellung des Clubs an einem sonnigen Südhang, eingebettet in eine leicht hügelige Park- und Waldlandschaft, und von der Terrasse des Clubhauses wie vom ersten Abschlag geht der Blick über die Stadt.

Die Geschichte der Anlage ist ungewöhnlich, weil sie zwei Wurzeln hat. Als Augsburg ein Standort der amerikanischen Streitkräfte war, betrieb dort der Golfclub „Bavarian Hills“ eine Freizeitanlage für die stationierten Soldaten. 1981 gründeten deutsche Golfer aus der Umgebung den Golfclub Leitershofen e.V. Der damalige Platz musste 1986 dem Bau der Bundesstraße B17 weichen; die heutige Anlage entstand daraufhin am Westrand von Stadtbergen. Nach der Auflösung des amerikanischen Standorts übernahm der Club die Anlage zum 1. August 1998. Den Namen „Bavarian Hills“ trägt er bis heute im Vereinswappen, zur Erinnerung an die Freundschaften jener Jahre. 2006, zum zwanzigjährigen Bestehen der Anlage, kaufte der Verein das zuvor gepachtete Gelände vom Bund.

Nach eigenen Angaben zählt der Club rund 700 Mitglieder, darunter etwa 100 Kinder und Jugendliche. Zur Anlage gehören neben dem Platz eine Driving Range, ein Clubhaus mit Restaurant und eine Golfschule mit einem PGA-Professional als Head Pro.

Was der Platz verlangt

Der Club beschreibt seinen Platz als Herausforderung für Golfer aller Spielstärken. Gespielt wird er von Anfängern ebenso wie von Turnierspielern, und eine volle Runde über achtzehn Löcher bedeutet hier, die neun Bahnen zweimal zu spielen. Die Scorekarte führt die zweiten neun deshalb mit denselben Längen und Pars, aber eigenen Handicap-Werten: Die ungeraden Vorgaben gehören zur ersten, die geraden zur zweiten Runde.

Die Zahlen hinter Par 36

Laut der Scorekarte des Clubs (Stand 2019) misst der Platz von den Herrenabschlägen (Gelb) 3.002 und von den Damenabschlägen (Rot) 2.671 Meter, über achtzehn Löcher also 6.004 und 5.342 Meter bei Par 72. Die Scorekarte selbst nennt keine Einheit; Golfportale geben die Werte teils in Metern, teils in Yards an. Wie in Deutschland üblich, lesen wir sie als Meter. Die Spielvorgabentabellen auf der Seite des Clubs nennen zusätzlich einen grünen Abschlag; seine Länge steht nicht auf der Scorekarte von 2019.

Par 36 setzt sich aus zwei Par 5, zwei Par 3 und fünf Par 4 zusammen. Die beiden Par 5 rahmen die Runde ein: die 1 mit 516 Metern von Gelb und die 9 mit 455 Metern. Die beiden Par 3 sind sehr unterschiedlich, die 2 mit 132 Metern ist kurz, die 7 mit 176 Metern verlangt von Gelb ein langes Eisen oder ein Holz. Dazwischen liegen fünf Par 4 zwischen 303 Metern (Loch 8) und 391 Metern (Loch 4).

Die Bahnen nach der Scorekarte

Die Handicap-Verteilung zeigt, wo der Club die Schwierigkeit sieht. Die 1, das längste Loch der Anlage, ist Handicap 1: Wer hier gleich zu Beginn mit einem verzogenen Abschlag startet, hat auf mehr als 500 Metern wenig Gelegenheit, den Fehler aufzuholen. Die 9 als zweites Par 5 folgt mit Handicap 3, danach die 3, ein Par 4 von 347 Metern, mit Handicap 5. Die 4 ist mit 391 Metern das längste Par 4 und trägt Handicap 7, die 5 mit 352 Metern Handicap 9.

Die leichteren Löcher liegen in der Mitte und am Ende der Runde: die 6 mit 330 und die 8 mit 303 Metern, beide Par 4, bei denen ein gerader Abschlag ein kurzes Eisen ins Grün lässt. Die 7, das lange Par 3, steht auf Handicap 15, die kurze 2 auf Handicap 17 und gilt nach der Scorekarte damit als leichtestes Loch.

Der Umbau von 2018 und 2019

Prägend für den heutigen Charakter ist ein Umbau, über den das Fachmagazin Golf Course Architecture im Mai 2019 berichtet hat. Der Club entschied sich Ende 2017 für eine Erneuerung; Anfang 2018 erhielt der Golfplatzarchitekt Thomas Himmel nach einem Wettbewerb den Auftrag. Ausgangspunkt waren alte, unbefriedigende Grüns, daraus wurde eine vollständige Neugestaltung aller neun Grünkomplexe. Ziel war nach Himmels Worten, neun optisch unterschiedliche und strategische Grüns zu schaffen, gerade weil jedes Grün in einer Achtzehn-Loch-Runde zweimal angespielt wird.

Die neuen Grüns erhielten sanfte Neigungen und eigene Sektoren für wechselnde Fahnenpositionen. Alle Bunker wurden neu gedacht: Einige verschwanden, andere wurden versetzt, neue kamen hinzu, und der Sand ist nun sichtbarer als in den früheren, flacheren Bunkern. Neben den Grüns der 1 und der 6 entstand ein neuer See, vor allem als optisches Element. Die Streckenführung blieb unverändert, weil sie als abwechslungsreich galt; einzelne Bäume wurden entfernt, um die Bespielbarkeit zu verbessern und den Schatten auf den Grüns zu begrenzen. Laut Bericht sollte der Platz im Juni 2019 wieder öffnen.

Wer den Platz anspielt, sollte die Grüns deshalb ernst nehmen. Bei gesteckten Fahnen in einem der Randsektoren reicht es nicht, irgendwo auf der Fläche zu landen; die Neigungen entscheiden, ob ein Putt einfach bleibt. Der Club selbst nennt Topographie, Bahnverlauf, strategisch angelegte Bunker und verschiedene Wasserhindernisse als das, was den Platz spannend macht. Dazu kommen Biotope und Teiche, die in den vergangenen Jahren angelegt wurden und laut Club neue Hindernisse bilden.

Was man vor dem ersten Abschlag wissen sollte

Für die Anmeldung gilt eine Stammvorgaben-Grenze von 45. Der Club stellt ein interaktives Birdie Book und Spielvorgabentabellen für Gelb, Rot und Grün bereit, jeweils für neun und achtzehn Löcher; ein Blick darauf lohnt sich vor der Runde. Eine Livekamera zeigt den Bereich am ersten Abschlag, und eine Seite zur Blitzwarnung informiert bei Gewitterlage. Gastspieler sind laut Club auch bei den offenen Turnieren willkommen, deren Kalender und Anmeldung online geführt werden.

Was Spielerinnen und Spieler sagen

Die folgenden Punkte fassen zusammen, was in öffentlichen Bewertungen auftaucht, unter anderem im Albrecht Golf Guide (1Golf), bei Golf Post, bei Hole19 und bei anderen Golfportalen. Viele Bewertungen bestehen nur aus Sternen ohne Text, das Material ist also schmaler als bei größeren Anlagen. Es sind fremde Meinungen, nicht unsere: Wir haben den Platz nicht gespielt und nennen oder zitieren niemanden.

Was gelobt wird

  • Die neuen Grüns aus dem Umbau werden ausdrücklich gelobt, bis hin zu der Einschätzung, sie gehörten zu den interessantesten in Bayern.
  • Die Bunker, an den Grüns wie an den Fairways, gelten als gelungen und gut platziert.
  • Dass hohes Rough entfernt wurde, wird als Gewinn beschrieben, weil der Abschlag mehr Spielraum bekommt.
  • Der Platz wird als schöner Parklandkurs beschrieben, der viel verzeiht und sich für Anfänger wie für Turnierspieler eignet.
  • Das Personal und die Stimmung im Club werden als freundlich empfunden.
  • Restaurant und Terrasse mit Blick über Augsburg schneiden besonders gut ab; die Einkehr nach der Runde wird oft eigens erwähnt.

Was kritisiert wird

  • Die Grüns werden wiederholt als zu langsam beschrieben, auch von Gästen, die ihre Form loben.
  • Die Fahnenpositionen empfand mindestens eine Bewertung als zu leicht für die anspruchsvollen Grüns.
  • Bei einem Mannschaftsspieltag waren die Fairways nach einer Bewertung tagelang nicht gemäht und voller Löwenzahn.

Die Kritik bezieht sich damit fast nur auf die Pflege zu bestimmten Zeitpunkten, nicht auf die Anlage selbst. Wer schnelle Grüns sucht, fragt am besten vor der Buchung nach dem aktuellen Zustand.

Für wen sich der Platz eignet

Leitershofen ist kein Ziel für eine lange Golfreise, sondern ein Stadtplatz im besten Sinne. Der Club wirbt selbst mit der kurzen Anfahrt aus dem Stadtgebiet: für eine Runde mit Freunden, für einen Besuch auf der Driving Range in der Mittagspause oder einfach für die Terrasse. Wer in Augsburg beruflich zu tun hat oder die Stadt besucht, findet hier eine Neun-Loch-Runde, die sich in einen halben Tag einbauen lässt. Mit zwei Par 5, einem langen Par 3 und Grüns, die ein Architekt bewusst als Herausforderung angelegt hat, ist der Platz auch für gute Spieler mehr als eine Übungsrunde. Für Anfänger mit Platzreife ist er wegen der überschaubaren Länge zugänglich, solange sie die Stammvorgaben-Grenze erfüllen.

Die Golfschule bietet Einzeltraining und begleitete Platzrunden an. Die Jugendarbeit hat im Club nach eigener Aussage Tradition; ein schriftliches Förderkonzept beschreibt Training vom Bambini-Bereich bis zum Leistungssport.

Anfahrt und beste Zeit

Die Anschrift lautet Deuringer Straße 20, 86391 Stadtbergen. Der Platz liegt am westlichen Ortsrand und ist mit dem Auto aus der Augsburger Innenstadt in wenigen Minuten erreichbar. Parkplätze sind vorhanden. Stadtbergen ist an das Augsburger Nahverkehrsnetz angebunden; eine Haltestelle direkt am Club nennt keine der Quellen, die wir gelesen haben. Prüfen Sie die Verbindung deshalb vorab in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds.

Feste Saisondaten veröffentlicht der Club nicht. Für die neuen Grüns und die Terrasse sind späteres Frühjahr, Sommer und Frühherbst die naheliegenden Wochen; an heißen Tagen spielt es sich auf dem Südhang morgens und abends angenehmer. Das Restaurant „Da Carlo“ im Clubhaus, seit 2002 vom selben Wirt geführt, ist laut Club dienstags bis sonntags geöffnet und montags geschlossen; die Zeiten können saisonal und wetterbedingt abweichen. Es steht ausdrücklich auch Besuchern offen, die nicht spielen.

Greenfee

Tarife und Startzeiten regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet zwischen neun und achtzehn Löchern, zwischen Werktagen und Wochenende und kennt eigene Tarife für Gäste in Begleitung eines Mitglieds, für Schüler und Studierende sowie Vergünstigungen für Mitglieder von Partnerclubs. Trolleys lassen sich leihen. Siehe die Seite des Clubs.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für die Lage; die Seite des Clubs für Anschrift, Gründung 1981, die Geschichte mit „Bavarian Hills“, den Umzug 1986, die Übernahme 1998, den Kauf 2006, die Mitgliederzahl, Par 36, die Platzbeschreibung, die Stammvorgaben-Grenze, Gastronomie, Golfschule und Jugend; die Scorekarte des Clubs (Stand 2019) für Längen, Pars und Handicap-Verteilung; das Fachmagazin Golf Course Architecture (Mai 2019) für den Umbau durch Thomas Himmel. Der Club spricht von der Gründung 1981 und vom zwanzigjährigen Jubiläum 2006; das Jubiläum zählt offenbar ab dem Bau der heutigen Anlage 1986. Wer den ursprünglichen Platz angelegt hat, nennt keine Quelle, die wir gelesen haben. Course Rating und Slope geben wir nicht an: Die Tabellen des Verbands waren für uns nicht erreichbar, und Golfportale nennen voneinander abweichende Werte. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und zitieren niemanden namentlich.

Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.

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