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Ausrüstung

Garmin Approach S70: 569,99 €, Grünkonturen im Abo und was Golfer loben und kritisieren

Die Approach S70 ist auch im September 2026 Garmins Spitzenmodell unter den Golfuhren und im Versandhandel deutlich unter der UVP zu haben. Gelobt werden Display, Akku und die automatische Aufzeichnung, kritisiert das Abo für Grünkonturen, die dünne Statistik der App und Updates, die Runden verloren haben.

La rédaction Panxis Golf, Deutschland-Desk (Thomas Berger) · · 7 min
Mann im grünen T-Shirt stellt im Freien die Smartwatch an seinem Handgelenk ein
Photo Ketut Subiyanto / Pexels

Kurz gefasst

  • Ein deutscher Händler führte die S70 in 47 mm im September 2026 für 569,99 € (UVP 649,99 €), die 42-mm-Version für 539,99 €.
  • Laut Garmin hält die 47-mm-Uhr bis zu 16 Tage als Smartwatch und bis zu 20 Stunden mit GPS.
  • Grünkonturen gibt es nur mit kostenpflichtiger Garmin-Golf-Mitgliedschaft, Putts werden ohne CT10-Sensoren nicht erfasst.
  • Vor handicaprelevanten Turnieren den Turniermodus einschalten: Höhen- und Windkorrekturen sind nach den Golfregeln nicht erlaubt.

Die Garmin Approach S70 ist seit Mai 2023 die teuerste Golfuhr des Herstellers, und im September 2026 ist sie es immer noch. Einen Nachfolger hat Garmin nicht angekündigt, im deutschen Versandhandel liegt der Preis deutlich unter der unverbindlichen Empfehlung, und wer die Uhr trägt, hat sich öffentlich eine recht klare Meinung gebildet: großartiges Display, gute Akkulaufzeit, und eine Software, über die sich mehr Besitzer ärgern als über die Hardware.

Diese Seite stellt die Uhr vor, fasst die Herstellerangaben zusammen, nennt den Preis bei einem deutschen Händler und sammelt, was Golferinnen und Golfer öffentlich über sie schreiben, im Guten wie im Schlechten. Es ist eine Vorstellung, kein Test: Niemand von uns hat die Uhr auf einer Runde getragen.

Was die Approach S70 ist und für wen sie gedacht ist

Die S70 ist eine vollwertige Garmin-Smartwatch mit eingebautem Golf-GPS. Auf dem Platz zeigt sie eine farbige Lochkarte, die Entfernungen zu Anfang, Mitte und Ende des Grüns, zu Bunkern, Wasser und Doglegs, und per Fingertipp die Distanz zu jedem Punkt auf der Karte. Im Alltag misst sie Schlaf, Herzfrequenz und Training, speichert Musik und bezahlt kontaktlos.

Es gibt zwei Gehäusegrößen. Die 47-mm-Version hat das größere Display und den längeren Akku, die 42-mm-Version ist leichter und passt an schmale Handgelenke. Im Handel ist die große Uhr in Schwarz, die kleine in Weiß oder Grau gelistet.

Gedacht ist sie für Spielerinnen und Spieler, die ein Gerät für Platz und Alltag wollen und die Rundenstatistik tatsächlich auswerten. Wer nur die Entfernung zur Grünmitte braucht, kauft hier sehr viel Uhr für eine einfache Aufgabe.

Die Angaben des Herstellers

Alle folgenden Werte stammen von Garmins Produktseiten für beide Größen. Nichts davon haben wir selbst gemessen.

  • Display: AMOLED-Touchscreen mit optionalem Always-on. 1,4 Zoll und 454 x 454 Pixel (47 mm), 1,2 Zoll und 390 x 390 Pixel (42 mm). Gorilla Glass 3, Keramiklünette.
  • Maße und Gewicht: 47 x 47 x 13,4 mm und 56 g beziehungsweise 42 x 42 x 12,6 mm und 44 g.
  • Akku: bis zu 16 Tage im Smartwatch-Modus und bis zu 20 Stunden mit GPS (47 mm), 10 Tage und 15 Stunden (42 mm). Geladen wird über Garmins eigenen Stecker an der Uhr.
  • Plätze: über 43.000 vorinstallierte Golfplätze weltweit, mit automatischen Updates.
  • Sensoren: Multiband-GPS mit GLONASS und Galileo, barometrischer Höhenmesser, Kompass, Herzfrequenzmessung am Handgelenk.
  • Golffunktionen: virtueller Caddie mit Streuungsanzeige, PlaysLike-Distanz, Windgeschwindigkeit und -richtung über die Smartphone-App, PinPointer, Green View mit manueller Fahnenposition, AutoShot-Schlagerkennung, digitale Scorekarte, Tempotraining und Turniermodus.
  • Wasserdichtigkeit: 5 ATM.

Zwei Fußnoten von Garmin sind wichtiger als die Tabelle. Putts werden nicht automatisch erfasst, und Chips rund ums Grün können unerkannt bleiben; dafür verkauft Garmin die Schlägersensoren Approach CT10. Und die Grünkonturen, also die Neigung ausgewählter Grüns, gibt es nur mit einer kostenpflichtigen Garmin-Golf-Mitgliedschaft.

Was sie in Deutschland kostet

Ein deutscher Händler führte die Approach S70 in 47 mm im September 2026 für 569,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 649,99 €; als niedrigster Preis der letzten 30 Tage waren 549,99 € ausgewiesen. Die 42-mm-Version in Weiß stand bei 539,99 €, UVP 599,99 €. Der Händler nennt dazu 100 Tage Rückgaberecht. Der Preis schwankt spürbar, rechnen Sie deshalb eher mit der UVP und nehmen Sie einen Abschlag als Bonus mit.

Zum Vergleich mit einem Laser gehören die Extras dazu: die Mitgliedschaft, wenn Sie Grünkonturen wollen, und die CT10-Sensoren, wenn Putts ohne Eintippen gezählt werden sollen.

Kommt bald eine Nachfolgerin?

Offiziell nicht. Am 7. September 2026 berichtete die Seite Garmin Rumors, eine Approach S72 werde in 43 und 47 mm erwartet. Die Begründung ist das Alter der S70 und Garmins üblicher Modellzyklus, nicht ein bestätigtes Datenblatt. Ein Gerücht also, aber ein Grund, nicht zu hetzen, wenn Ihr bisheriges Gerät noch funktioniert.

Was Golferinnen und Golfer sagen

Gesammelt aus veröffentlichten Erfahrungsberichten, deren Kommentarspalten und den Beiträgen von Besitzern im öffentlichen Garmin-Forum. Es sind die Punkte, die immer wiederkehren, keine Zählung.

Was gelobt wird

  • Das Display. Das AMOLED-Display und die detaillierteren Lochkarten mit Bäumen und Penalty Areas sind das Lob, das am häufigsten fällt. Auch der deutschsprachige Erfahrungsbericht von Checkpoint Golf hebt das hochwertige Display und die einfache Touch-Bedienung hervor.
  • Die Akkulaufzeit. Besitzer berichten von einer Woche und mehr zwischen zwei Ladungen, Runden eingeschlossen. Im Bericht von Checkpoint Golf hält die Uhr im Alltag rund zwei Wochen, und eine Clubmeisterschaft über 54 Loch an zwei Tagen ist mit einer Ladung zu schaffen.
  • Kein Störfaktor im Schwung. Selbst Golfer, die nie eine Uhr getragen haben, sagen, dass sie sie beim Schlag vergessen.
  • Die automatische Aufzeichnung. Platzerkennung in Sekunden, Scoreabfrage nach jedem Grün, Fairway- und Grüntreffer ohne eigenes Zutun: Das bringt viele erst dazu, jede Runde zu erfassen.

Was kritisiert wird

  • Grünkonturen im Abo. Der häufigste Einwand: Bei diesem Preis sollten Neigungsdaten nicht extra kosten. Checkpoint Golf führt die teils kostenpflichtigen Zusatzfunktionen ebenfalls als Minuspunkt.
  • Die Garmin-Golf-App. Im Garmin-Forum beschreiben Besitzer die Statistik als dünn im Vergleich zu Shot Scope und Arccos, ohne Strokes Gained, und klagen über verlorene Putt-Daten.
  • Updates, die Runden verlieren. Nach jüngeren Firmware-Versionen berichten Nutzer von Runden, die nicht aufgezeichnet oder gespeichert wurden, und von monatelangem Warten auf eine Lösung.
  • Kleine Zahlen auf der Karte. Wer mit Fernbrille spielt, findet die Entfernungen auf der Lochkarte zu klein und wünscht sich eine größere Schrift.
  • Genauigkeit und Bedienung. Checkpoint Golf nennt leichte Ungenauigkeiten bei den Entfernungen ohne Kopplung an einen Laser und Funktionen, die gerade bei Fitness-Workouts nicht sofort intuitiv sind.

Wo Sie die S70 in Deutschland kaufen und worauf Sie achten sollten

Beide Größen gibt es im deutschen Versandhandel, Garmin verkauft auch direkt. Das lange Rückgaberecht eines Versandhändlers ist bei einer Uhr dieser Preisklasse ein Argument, um die Größe am Handgelenk zu prüfen. Lesen Sie aber die Bedingungen, bevor Sie die Uhr koppeln und auf den Platz mitnehmen: Getragene Ware ist nicht immer gleich zu behandeln wie originalverpackte.

Drei Punkte sind für deutsche Golferinnen und Golfer wichtig. Erstens die Einheit: Stellen Sie die Uhr gleich auf Meter um, damit Karte, Schlägerdistanzen und Statistik zu den Angaben im Birdiebook und auf den Abschlagtafeln passen. Zweitens das Wettspiel: Die Golfregeln, die der Deutsche Golf Verband anwendet, erlauben Entfernungsmesser, solange keine Platzregel sie verbietet, nicht aber Funktionen, die Höhenunterschiede oder Wind berücksichtigen. Schalten Sie also vor einem handicaprelevanten Turnier den Turniermodus ein. Drittens der Winter: Zwischen November und März wird die S70 für viele vor allem Alltagsuhr, und dann zählt der Smartwatch-Akku mehr als die GPS-Stunden, 16 Tage bei 47 mm gegen 10 Tage bei 42 mm.

Wer noch zwischen Uhr und Laser schwankt, findet in unserem Überblick über Entfernungsmesser und Golf-GPS 2026 die deutschen Preise beider Gerätearten.

Für wen sie sich lohnt und für wen nicht

Sie lohnt sich, wenn Sie eine Garmin für jeden Tag wollen, mit dem besten Golf-Display der Reihe, regelmäßig spielen und bereit sind, für Grünkonturen zu bezahlen. Sie lohnt sich weniger, wenn Sie nur Entfernungen brauchen, denn die liefern ein Laser oder eine günstigere Uhr, oder wenn tiefe Statistik das Ziel ist, denn an der App entzündet sich die beständigste Kritik.

Alternativen

  • Garmin Approach S50 und S44. Neuere, kleinere Golfuhren mit AMOLED-Display zu einem deutlich niedrigeren Preis. Die S50 bringt PlaysLike-Distanz und Gesundheitsfunktionen mit.
  • Garmin fenix oder epix. Mehrere AMOLED-Outdooruhren haben die Golffunktionen der S70 an Bord, wie Antworten im Garmin-Forum betonen. Interessant für alle, die auch laufen oder wandern.
  • Ein Laser-Entfernungsmesser. Exakte Distanz zur Fahne, kein Abo, kein Laden auf der Runde, aber keine Scorekarte.

Wie diese Seite entstanden ist

Dies ist eine Produktvorstellung und eine Auswertung öffentlicher Meinungen, kein Test. Die technischen Daten stammen von Garmins Produktseiten für beide Größen. Die Preise wurden im September 2026 bei All4Golf in Euro abgelesen. Der Bericht über eine Nachfolgerin stammt von Garmin Rumors. Die Meinungen wurden auf Deutsch im Erfahrungsbericht von Checkpoint Golf gelesen, auf Englisch in den veröffentlichten Berichten von MyGolfSpy und GOLF.com mit ihren Kommentarspalten sowie im Approach-S70-Bereich des öffentlichen Garmin-Forums. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wird gezählt, und kein Eindruck wird als Statistik ausgegeben.

Niemand von uns hat diese Uhr getragen oder benutzt. Diese Seite enthält keinen kommerziellen Link, keine Partnerprogramme und keine Provision. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er einen Werbehinweis am Seitenanfang, vor der ersten Zeile.

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