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Ausrüstung

Golfkleidung für deutsches Wetter: Wassersäule, Polo, Hose und was die Clubetikette erlaubt

Galvin Green Arlie, Cross Mario, FootJoy Stretch Pique, adidas Performance und zwei Alberto-Hosen mit Euro-Preisen vom Oktober 2026, von 34,99 € bis 229,99 €: welche Angaben auf dem Etikett zählen und was deutsche Clubs vorschreiben.

La rédaction Panxis Golf · · 15 min
KI-generierte Illustration: Ein Golfer, von hinten gesehen, geht im Regen über ein durchnässtes Fairway, in marineblauer Regenjacke, grauer Hose und Mütze, ein Eisen in der Hand
Illustration générée par IA (gpt-image-1.5, OpenAI)

Ende Oktober zeigt sich auf deutschen Plätzen, welche Kleidung etwas taugt. Morgens liegt Tau auf dem Fairway, gegen Mittag zieht ein Schauer über die Runde, und auf den letzten Löchern bläst der Wind von Westen. Wer dann in einer Jacke steht, die beim Rückschwung knistert, in einem Polo, das unter dem Pullover feucht klebt, und in einer Hose, deren Hosenbeine sich bis zum Knie mit Wasser vollgesogen haben, merkt schnell, dass Golfbekleidung nicht nach Farbe und Logo beurteilt werden sollte. Entscheidend sind ein paar Angaben auf dem Etikett, die man lesen können muss, und die Kleiderordnung des Clubs, die schon vor dem ersten Abschlag gilt.

Diese Seite stellt sechs Kleidungsstücke vor, die im Oktober 2026 im deutschen Golfhandel zu haben waren: zwei Regenjacken, zwei Polos und zwei Hosen, von 34,99 € bis 229,99 €. Sie nennt, was die Hersteller angeben, erklärt, wie man diese Angaben liest, und fasst zusammen, was Käuferinnen und Käufer öffentlich loben und kritisieren. Ein Test ist das nicht. Bei Panxis Golf hat niemand diese Jacken, Polos oder Hosen getragen, und nichts davon wurde von uns gemessen.

Warum Golf andere Kleidung verlangt als ein Spaziergang

Eine Golfrunde verbindet drei Belastungen, die Alltagskleidung selten gleichzeitig aushalten muss. Erstens der Schwung: Im Rückschwung drehen sich die Schultern deutlich weiter als die Hüfte, der Stoff über den Schulterblättern wird gespannt, und bei der Ansprache beugen sich Knie und Hüfte, sodass Gesäß und Oberschenkel einer Hose unter Zug stehen. Zweitens die Dauer: Vier bis fünf Stunden draußen, zu Fuß oft acht Kilometer und mehr, mit Phasen, in denen man schwitzt, und Phasen, in denen man am Abschlag wartet und auskühlt. Drittens das Wetter, das in Deutschland zwischen April und Oktober an einem einzigen Vormittag mehrmals wechseln kann.

Ein Kleidungsstück, das nur eine dieser Aufgaben löst, landet meist im Schrank. Eine dichte, aber steife Regenjacke wird ausgezogen, sobald der Regen nachlässt, und dann ist der Schwung wieder frei, der Rücken aber nass. Ein Baumwollpolo sieht im Clubhaus gut aus und wird nach dem fünften Loch schwer. Die vierte Aufgabe ist eine gesellschaftliche: Auf kaum einem Sportgelände ist so genau geregelt, was man tragen darf. Dazu weiter unten mehr.

Die Regenjacke: Membran, Wassersäule, Nähte, Geräusch, Schulter

Die Regenjacke ist das teuerste Stück im Golfbag und das, dessen Etikett am meisten verschweigt. Fünf Punkte lohnen sich.

  • Membran oder Beschichtung. Wasserdicht wird eine Jacke durch eine Membran oder Beschichtung auf der Innenseite des Oberstoffs. Bei einer Zweilagenjacke hängt ein loses Futter, oft aus Mesh, vor der Membran. Bei 2,5 Lagen schützt ein dünner aufgedruckter Film die Membran, bei drei Lagen ist innen ein Stoff fest auflaminiert. Weniger Lagen bedeuten meist weniger Gewicht, mehr Lagen mehr Robustheit.
  • Wassersäule und Atmungsaktivität. Die Wassersäule in Millimetern gibt an, welchem Wasserdruck der Stoff standhält, bevor Wasser durchdrückt. Die Atmungsaktivität wird häufig in Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter und 24 Stunden angegeben. Ein Hersteller, der beide Werte veröffentlicht, gibt Ihnen eine Vergleichsgrundlage. Ein Etikett mit „100 % wasserdicht“ ohne Zahl ist nicht automatisch schlechter, lässt aber mehr offen.
  • Versiegelte Nähte. Jede Naht ist eine Reihe kleiner Löcher. Ohne getapte Nähte dringt Wasser genau dort ein, wo Regen auftrifft: an den Schultern. Achten Sie auf Formulierungen wie „Nähte verschweißt“ oder „voll getapt“ und auf einen wasserdichten Reißverschluss oder eine Abdeckleiste.
  • Geräusch. Ein steifer Oberstoff raschelt bei jedem Schwung, und viele Golfer hören es genau am oberen Umkehrpunkt. Weiche Stretchstoffe werden gerade damit beworben, dass sie leise sind. Auf dem Etikett steht das selten, „elastisch“ und „Stretch“ sind die Hinweise.
  • Bewegungsfreiheit an den Schultern. Die Jacke wird über dem Polo und im Herbst über einem Pullover getragen. Elastische Einsätze, ein vorgeformter Ärmel oder versetzte Seitennähte sind die Mittel, mit denen Hersteller die Drehung frei halten.

Ein Punkt, den kein Etikett erwähnt: Der Oberstoff ist mit einer wasserabweisenden Ausrüstung behandelt, die das Wasser abperlen lässt. Lässt sie nach, saugt sich der Oberstoff voll, die Membran kann keinen Dampf mehr nach außen abgeben, und die Jacke fühlt sich innen nass an, obwohl sie dicht ist. Waschen nach Pflegeetikett und gelegentliches Nachimprägnieren helfen einer älteren Jacke oft mehr als ein Neukauf.

Galvin Green Arlie GORE-TEX

Die schwedische Marke ist auf deutschen Plätzen bei Regen fast so häufig zu sehen wie der Regenschirm. Die Arlie gehört zu ihrer wasserdichten DRYVR-Linie und ist eine klassische Golfjacke ohne Kapuze.

Was der Hersteller angibt: zweilagiger GORE-TEX-Stoff, Oberstoff aus 100 % Polyester mit ePTFE-Membran, Futter aus Polyester-Mesh, als „highly breathable“ beschrieben, Regular Fit, vorgeformte Ärmel und versetzte Seitennähte für die Bewegungsfreiheit. Auf der Produktseite des Händlers stehen zusätzlich eine Wassersäule von 28.000 mm, ein Reißverschluss mit Kinnschutz, zwei Außen- und zwei Innentaschen mit Reißverschluss, verlängerte Manschetten mit Klettverschluss und ein Saum mit Gummizug. Ein Zahlenwert zur Atmungsaktivität wird nicht veröffentlicht. Die Nahtversiegelung zeigt der Hersteller nur als Symbol, ohne sie im Text zu beschreiben.

Für wen: für Spieler, die auch bei anhaltendem Regen draußen bleiben und eine Jacke suchen, die jahrelang im Bag liegt.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 229,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299,99 €.

Cross Mario mit Stretch

Auch Cross kommt aus Schweden und ist im deutschen Handel deutlich günstiger positioniert. Die Mario hat, anders als die Arlie, eine Kapuze, und sie gehört zu den wenigen Golfjacken, bei denen beide Kennzahlen auf der Produktseite stehen.

Was der Hersteller angibt: Oberstoff aus 70 % recyceltem und 30 % neuem Polyester, Membran aus 100 % Polyurethan, Mesh-Futter, Wassersäule 10.000 mm, Atmungsaktivität 10.000 g/m²/24 h, verstellbare Kapuze, Kragen mit Fleece, verdeckte Reißverschlusstaschen, Klettverschluss an den Ärmeln, Regular Fit. Der Stretch wird uneinheitlich angegeben: im Produktnamen „2-Wege“, in der Beschreibung „4-Wege“. Ob die Nähte getapt sind, steht nicht auf der Seite.

Für wen: für Golfer, die eine Jacke für Schauer und kühle Tage suchen und mit einer Kapuze lieber im Regen zum Auto gehen als einen Schirm tragen.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 79,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 169,00 €.

Die beiden Jacken trennen 150 €, und die veröffentlichten Wassersäulen liegen bei 28.000 und 10.000 mm. Beides sind Herstellerwerte, keine von uns gemessenen. Der Unterschied sagt etwas über die Reserve bei Dauerregen und Druck, etwa an den Schultern unter dem Gurt des Tragebags. Für einen Schauer genügen beide Werte.

Das Polo: Stoff, Trocknung, Geruch, UV-Schutz

Beim Polo geben Golfer über die Jahre am meisten aus, weil sie mehrere besitzen. Die erste Frage ist der Stoff. Baumwollpiqué ist weich, atmet in trockenem Zustand gut und gilt im Clubhaus als klassisch. Seine Schwäche ist Wasser: Baumwolle nimmt Schweiß auf und hält ihn fest. Funktionspolos aus Polyester, oft mit etwas Elasthan, nehmen kaum Feuchtigkeit auf, leiten sie nach außen und trocknen schnell. Der Nachteil, den Golfer am häufigsten nennen, ist der Geruch: Polyester hält Körpergeruch stärker als Baumwolle, deshalb werben manche Hersteller mit einer antimikrobiellen Ausrüstung.

Vier Angaben lohnen den Blick aufs Etikett:

  1. Zusammensetzung. Der Elasthan-Anteil verrät, wie viel Dehnung über den Schultern zu erwarten ist.
  2. Trocknung. „Feuchtigkeitsableitend“ steht heute fast überall. Aufschlussreicher ist, ob der Stoff leicht und offen gewirkt ist, denn ein leichter Piqué trocknet schneller als ein schwerer, glatter Jersey.
  3. Geruch. Wer im Sommer spielt und ein Polo zweimal tragen will, sucht nach einer ausdrücklichen Angabe zu Geruchshemmung.
  4. UV-Schutz. Ein veröffentlichter UPF-Wert sagt, wie viel UV-Strahlung der Stoff durchlässt; 50+ ist das Maximum der Skala. „UV-Schutz“ ohne Zahl ist eine schwächere Aussage.

FootJoy Stretch Pique

FootJoy ist in vielen deutschen Pro-Shops die Standardmarke, gerade für Polos mit gesticktem Clublogo. Das Stretch Pique ist ein schlichtes Funktionspolo in Piqué-Optik.

Was der Hersteller angibt: 96 % Polyester, 4 % Elasthan, FJ-Performance-Material, feuchtigkeitsableitend, „Easy Care“-Ausrüstung, schnell trocknend und nahezu knitterfrei, konfektionierter Kragen, Dreiknopfleiste, Regular Fit. Ein UPF-Wert und eine Angabe zu Geruchshemmung stehen nicht auf der Händlerseite.

Für wen: für Golfer, die ein pflegeleichtes Polo suchen, das im Clubhaus nicht nach Sportplatz aussieht.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 69,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 80,00 €.

adidas Performance Polo

Das Basispolo von adidas Golf ist im deutschen Handel in vielen Farben zu haben und kostet halb so viel wie das FootJoy-Modell.

Was der Hersteller angibt: 100 % recyceltes Polyester, Piqué-Gewebe, als feuchtigkeitsableitend, atmungsaktiv, leicht und elastisch beschrieben, Dreiknopfleiste, Regular Fit. Ein Elasthan-Anteil wird nicht genannt, ebenso wenig ein UPF-Wert oder eine Geruchsausrüstung.

Für wen: für Einsteiger und für alle, die mehrere Polos für die Woche brauchen und den Preis über Detailangaben stellen.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 34,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 50,00 €.

Bemerkenswert ist, was beide Polos nicht angeben: weder UPF noch Geruchshemmung. Wer im Hochsommer auf einem baumlosen Linksplatz an der Küste oder auf einem offenen Heideplatz spielt, sollte beim Kauf ausdrücklich nach einem UPF-Wert fragen oder sich auf Sonnencreme und Kappe verlassen.

Die Hose: Stretch, Wasserabweisung, Taschen, Schnitt

Golfhosen sind heute fast immer Funktionshosen, die wie ein Chino aussehen und sich wie Sportbekleidung bewegen. Vier Punkte unterscheiden eine gute von einer lästigen.

  • Stretch. Je höher der Elasthan-Anteil, desto weniger zieht die Hose beim Ansprechen und beim Hocken auf dem Grün.
  • Wasserabweisung. Eine wasserabweisende Ausrüstung lässt Tau und leichten Regen abperlen. Sie ersetzt keine Regenhose, hält aber an nassen Morgen die Hosenbeine trockener.
  • Taschen. Handy, Scorekarte, Pitchgabel, Marker und Tees wollen untergebracht werden. Tiefe Eingrifftaschen und eine verschließbare Gesäßtasche sind im Laden schnell geprüft.
  • Schnitt in der Ansprechhaltung. Probieren Sie die Hose an und gehen Sie in Ihre Golfhaltung. Ein Bund, der hinten absteht, oder ein Saum, der weit über den Schuh rutscht, sagt mehr als die Größenangabe.

Alberto Rookie-WR Revolutional

Alberto aus Mönchengladbach ist auf deutschen Golfplätzen eine der verbreitetsten Hosenmarken, und die Rookie ist ihr Regular-Fit-Schnitt. Die WR-Version ist ausdrücklich wasserabweisend.

Was der Hersteller angibt: 71 % Polyamid, 29 % Elasthan, technisches Revolutional-Jersey mit hohem Stretch, atmungsaktiv, schnell trocknend und wasserabweisend, zwei Eingrifftaschen, zwei Gesäßtaschen, davon links mit Knopf, Münztasche und Tee-Halter rechts, Regular Fit, OEKO-TEX-zertifiziert, maschinenwaschbar. „UV-Schutz“ wird genannt, ein UPF-Wert nicht.

Für wen: für Golfer, die im Frühjahr und Herbst bei taunassen Morgenrunden spielen und den größten Stretch-Anteil auf dieser Seite wollen.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 134,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 139,95 €.

Alberto Pro 3xDry Cooler

Die Pro ist der schmalere, sportlichere Schnitt derselben Marke, hier in einer Chino-Variante aus Nylon.

Was der Hersteller angibt: 93 % Nylon, 7 % Elasthan, 3xDry-Ausrüstung, beschrieben als atmungsaktiv, wasser- und schmutzabweisend und schnell trocknend, Schutz vor leichtem Regen, extra tiefe Eingrifftaschen, eine Gesäßtasche mit Silikonbeschichtung, damit der Handschuh nicht herausrutscht, Silikonband im Bund gegen herausrutschende Polos, Modern Fit, normale Leibhöhe. Ein UV-Wert wird nicht genannt.

Für wen: für Spieler, die einen schmaleren Schnitt mögen und Wert auf Taschen legen, die im Cart nichts verlieren.

Preis: im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler 99,99 €, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 159,95 €.

Die sechs Stücke im Überblick

Kleidungsstück Material laut Hersteller Veröffentlichte Kennzahl Schwerpunkt Preis Okt. 2026
Galvin Green Arlie GORE-TEX 2-Lagen-GORE-TEX, Polyester mit ePTFE-Membran Wassersäule 28.000 mm, Atmungsaktivität nicht beziffert Dauerregen, ohne Kapuze 229,99 €
Cross Mario Stretch Polyester, PU-Membran 10.000 mm und 10.000 g/m²/24 h Schauer, mit Kapuze 79,99 €
FootJoy Stretch Pique 96 % Polyester, 4 % Elasthan kein UPF-Wert pflegeleicht, schnell trocknend 69,99 €
adidas Performance Polo 100 % recyceltes Polyester kein UPF-Wert Basispolo, viele Farben 34,99 €
Alberto Rookie-WR Revolutional 71 % Polyamid, 29 % Elasthan „UV-Schutz“ ohne Zahl wasserabweisend, hoher Stretch 134,99 €
Alberto Pro 3xDry Cooler 93 % Nylon, 7 % Elasthan keine tiefe Taschen, Modern Fit 99,99 €

Die ehrlichste Zeile auf jedem Etikett ist die Materialangabe. Sie verrät, wie viel Dehnung zu erwarten ist und wie sich der Stoff nass verhält. Alles, was als Werbebegriff ohne Zahl daherkommt, verdient eine Nachfrage.

Was Golferinnen und Golfer sagen

In Kundenbewertungen deutschsprachiger Golfshops und in Diskussionen über die Pflege von Regenjacken kehren einige Punkte immer wieder.

Was gelobt wird:

  • Die Passform der Alberto-Hosen. Viele Bewertungen beschreiben den Sitz als gut bis perfekt und schreiben, dass die gewohnte Größe wie erwartet passte, auch beim Wechsel zwischen Modellen der Marke.
  • Verarbeitung, die mehrere Saisons hält. Bei den Rookie-Modellen wird die Verarbeitung ausdrücklich gelobt, mit Hinweis darauf, dass Qualität und Sitz „wie gewohnt“ seien, also von Kauf zu Kauf gleich bleiben.
  • GORE-TEX-Jacken, die den Regen draußen halten. In Bewertungen zu Galvin-Green-Jacken mit GORE-TEX wird gelobt, dass der Regen zuverlässig draußen bleibt, verbunden mit einem Lob für die schlichte Optik, die auch abseits des Platzes funktioniert.

Was kritisiert wird:

  • Hosenbeine, die gekürzt werden müssen. Ein wiederkehrender Hinweis zu Alberto-Hosen: Der Bund passt, die Beine sind zu lang, und der Gang zur Änderungsschneiderei gehört zum Kauf dazu.
  • Zu eng an Hüfte und Schritt. Bei einzelnen, teils älteren Modellen beschreiben Käufer einen Schnitt, der an Hüfte und Schritt spannt, oder einen „Slim Fit“, der nicht so schmal ausfällt wie versprochen. Die Schnitte unterscheiden sich also stärker, als die Größenangabe vermuten lässt.
  • Stoff, der sich weitet. Bei einem Damenmodell berichten Käuferinnen, dass die Hose nach mehrmaligem Tragen weiter wird. Wer zwischen zwei Größen schwankt, sollte das bedenken.
  • Regenjacken, an denen das Wasser nicht mehr abperlt. In Diskussionen über Funktionsjacken ist die häufigste Klage, dass eine einst dichte Jacke nach ein, zwei Jahren innen feucht wirkt. Die Antworten zeigen meist auf eine verbrauchte Imprägnierung, nicht auf eine undichte Membran, und auf Waschen, Wärme und Nachimprägnieren als Abhilfe.

Niemand wird hier namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und keiner dieser Eindrücke ist eine Messung. Zu den beiden Polos fanden wir auf den gelesenen Produktseiten keine schriftlichen Bewertungen; deshalb steht hier nichts über sie.

Wo in Deutschland Etikette und Wetter mitentscheiden

Bevor es um Membranen geht, entscheidet der Club, was auf den Platz darf. Fast jeder deutsche Golfclub hat eine Etikette oder Platzordnung, meist auf der Website und im Aushang am Clubhaus. Die Formulierungen unterscheiden sich, die Grundzüge sind ähnlich: Hemd oder Polo mit Kragen, bei Damen auch kragenlose Golfoberteile; keine Jeans, keine Trainings- oder Jogginghosen; Bermudas und Shorts in angemessener Länge erlaubt; Golfschuhe mit Soft-Spikes oder ohne Spikes. Manche traditionsreichen Clubs verlangen, dass das Hemd in der Hose getragen wird, und im Clubrestaurant gilt mitunter eine strengere Regel als auf der Runde. Auf öffentlichen Anlagen und auf der Driving Range ist man häufig großzügiger. Wer als Gast mit einer Greenfee-Buchung kommt, liest die Etikette des Clubs vorher nach, denn im Sekretariat wird man selten zurückgeschickt, aber gelegentlich gebeten, das Polo zu wechseln.

Das Wetter stellt die zweite Bedingung. Im Norden, an der Küste und auf Plätzen in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen ist Wind der ständige Begleiter, und eine Regenjacke ohne Kapuze mit dichtem Kragen ist dort angenehmer als eine flatternde Kapuze. Im Süden, in Bayern und Baden-Württemberg, bringen Sommergewitter kurze, heftige Schauer, für die eine leichte Jacke reicht, während an Hochsommertagen der UV-Schutz des Polos wichtiger wird als seine Wassersäule. Im Herbst und Frühjahr, wenn viele Clubs noch Turniere spielen, ist die wasserabweisende Hose der Gegenstand, den man am häufigsten vermisst, weil das Gras bis in den späten Vormittag nass bleibt.

Gekauft wird Golfbekleidung in Deutschland auf vier Wegen. Im Pro-Shop des Clubs kann man anprobieren, und dort gibt es oft Polos mit Clublogo, wie sie viele Mannschaften bei Ligaspielen tragen. Ein Golffachgeschäft mit Filiale hat die größte Auswahl zum Anprobieren und kann bei Regenjacken sagen, welches Modell zum Nachimprägnieren geeignet ist. Der Online-Golfhandel bietet die meisten Größen und häufig Preise deutlich unter der Empfehlung, setzt aber eine kostenlose Rücksendung voraus, wenn man zwischen zwei Größen schwankt. Und gebrauchte Regenjacken gibt es reichlich; bei ihnen lohnt ein Blick auf die Innenseite der Nähte. Fragen Sie in jedem Fall nach der Herstellergarantie auf die Wasserdichtigkeit, nach den Rücksendebedingungen und danach, ob eine Hose kostenlos gekürzt wird.

So wählen Sie Ihre Golfkleidung

  1. Lesen Sie zuerst die Etikette Ihres Clubs. Sie entscheidet über Kragen, Hosenlänge und Jeansverbot, bevor eine Stoffangabe zählt.
  2. Kaufen Sie die Regenjacke für Ihr Wetter. Für Dauerregen und Wind eine Jacke mit hoher veröffentlichter Wassersäule und versiegelten Nähten, für Schauer eine leichtere und günstigere.
  3. Machen Sie im Laden einen Probeschwung. Spannt die Jacke über den Schultern oder raschelt sie hörbar, wird sie auf dem Platz ausgezogen.
  4. Fragen Sie beim Polo nach einer Zahl. UPF 50+ ist eine Aussage, „UV-Schutz“ ist eine Absicht.
  5. Probieren Sie Hosen in Ansprechhaltung an. Und planen Sie ein, dass die Beine eventuell gekürzt werden müssen.
  6. Pflegen Sie die Jacke. Waschen nach Etikett und Nachimprägnieren verlängern das Leben einer Regenjacke um Jahre.

Gute Golfkleidung ist die, an die man ab dem dritten Loch nicht mehr denkt. Das hängt weniger vom Logo ab als von ein paar Zeilen auf dem Etikett und von der Kleiderordnung am Eingang des Clubhauses.

Wie diese Seite entstanden ist

Diese Seite ist eine Produktvorstellung und eine Auswertung öffentlicher Meinungen, kein Test. Niemand bei Panxis Golf hat diese Jacken, Polos oder Hosen getragen, gewaschen oder vermessen. Materialien und Ausstattung stammen aus den Herstellerangaben, wie sie auf den Produktseiten des Händlers wiedergegeben werden, für die Galvin Green Arlie ergänzt um die Produktseite von Galvin Green. Die Wassersäule der Arlie steht auf der Händlerseite, nicht im Text der Herstellerseite. Wo eine Angabe fehlt, etwa ein UPF-Wert oder die Atmungsaktivität der Arlie, steht sie hier als nicht angegeben.

Alle sechs Preise wurden am 31. Oktober 2026 bei All4Golf in Euro abgelesen, inklusive Mehrwertsteuer und ohne Versand, zusammen mit der dort genannten unverbindlichen Preisempfehlung. Preise ändern sich mit Aktionen und Größenverfügbarkeit, maßgeblich ist der Betrag an der Kasse.

Was Golferinnen und Golfer sagen, stammt aus öffentlichen Kundenbewertungen auf den Produktseiten von Golf House zu Alberto-Hosen und Galvin-Green-Jacken sowie aus Diskussionen und Ratgebern über die Pflege und Imprägnierung von Regenjacken, darunter ein Diskussionsfaden auf mydealz. Auf den Produktseiten von All4Golf standen zu den sechs vorgestellten Stücken keine schriftlichen Bewertungen. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und kein Eindruck wird als Statistik ausgegeben. Die Angaben zur Etikette beschreiben allgemeine Grundzüge deutscher Clubs; maßgeblich ist die Etikette des jeweiligen Clubs. Auf dieser Seite gibt es keinen Partnerlink, keine Provision und keine Vereinbarung mit einem Hersteller oder Händler. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er oben auf der Seite, vor der ersten Zeile, einen Werbehinweis.

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