Vierzehn Schläger: die Lücke im Bag finden
Vierzehn ist ein Maximum, kein Ziel. Die meisten Bags enthalten zwei Schläger für dieselbe Zahl und keinen für eine andere.
Kurz gefasst
- Trageweiten notieren, zehn Schläge pro Schläger, den besten streichen.
- Lücken über fünfzehn Meter und Paare unter acht Metern markieren.
- Zwei Hybride statt Eisen 4 und 5 sind die verlässlichste Verbesserung.
- Zwischen Pitching und Sand Wedge klaffen oft zwölf Grad.
- Vor dem Wettspiel zählen: fünfzehn Schläger kosten Strafschläge.
Die Regeln erlauben vierzehn Schläger. Die meisten Amateure tragen vierzehn, benutzen neun und haben irgendwo in der Mitte des Bags eine Lücke von dreißig Metern, die sie einen Schlag pro Runde kostet. Ein Set zusammenzustellen ist Rechnen.
Die Ursache ist fast immer dieselbe: Ein Bag wächst über Jahre aus einem Eisenset, einem geerbten Fairwayholz, einem im Urlaub gekauften Wedge und einem Driver aus einer Aktion. Niemand hat je die Distanzen nebeneinandergelegt, und deshalb enthält das Ergebnis zwei Schläger für dieselbe Zahl und keinen für eine andere.
Beginnen Sie mit den echten Trageweiten
Nicht die eine Weite mit Rückenwind im August, sondern die, die sich wiederholt. Die Trageweite jedes Schlägers vom Driver bis zum Lob Wedge notieren. Sobald die Liste steht, zeigt sich entweder eine Lücke von mehr als fünfzehn Metern oder zwei Schläger mit derselben Weite, meist beides.
Trageweite heißt: wo der Ball landet, nicht wo er liegen bleibt. Für die Frage, ob ein Bunker überflogen wird, zählt nur die erste Zahl, und wer seine Schläger nach dem Ausrollen kennt, nimmt systematisch einen halben Schläger zu wenig.
Nehmen Sie zehn Schläge pro Schläger und streichen Sie den besten. Die Zahl, die Sie behalten wollen, ist die, die sich wiederholt, und sie liegt bei den meisten Amateuren zehn bis fünfzehn Meter unter der Zahl, die sie im Kopf hatten.
Oben im Bag
Viele tragen ein Holz 3, das sie vom Boden nicht hochbekommen, und ein Holz 5, das nie zum Einsatz kommt. Spielen Sie das Holz 3 nur vom Tee, behalten Sie es und lassen Sie das Holz 5 weg, oder ersetzen Sie beide durch ein Holz 4 oder ein starkes Hybrid.
Die ehrliche Frage lautet: Wie oft habe ich in der letzten Saison mit diesem Schläger vom Boden gespielt, und wie oft ist es gelungen? Ein Holz 3 vom Fairway verlangt einen sehr sauberen Treffmoment, und für die meisten zweistelligen Handicaps ist es der am seltensten gut getroffene Schläger im ganzen Bag.
Lange Eisen oder Hybride
Ein Eisen 4 verlangt Schlägerkopfgeschwindigkeit, ein Hybrid mit demselben Loft startet höher und kommt aus dem Rough besser, was auf feuchten deutschen Anlagen im Frühjahr den Ausschlag gibt. Zwei Hybride statt Eisen 4 und 5 ist die verlässlichste Verbesserung für ein mittleres Handicap.
Der Grund ist der Schwerpunkt. Ein Hybrid trägt seine Masse tiefer und weiter hinten als ein Eisen mit demselben Loft, startet deshalb höher und landet steiler, was auf einem Grün einen Unterschied macht. Und die breitere Sohle gleitet durch Gras, statt sich zu verhaken.
Der Einwand, ein Hybrid lasse sich schlechter kontrollieren, gilt für Spieler, die den Ball formen wollen. Wer das nicht tut, gibt nichts auf und gewinnt Trefferquote.
Die Lücke unter dem Pitching Wedge
Moderne Pitching Wedges liegen oft bei 44 oder 45 Grad, das Sand Wedge bei 56: zwölf Grad und rund dreißig Meter Nichts. Ein Gap Wedge mit 50 oder 52 Grad schließt die Lücke. Der häufigste Fehler in der Zusammenstellung, entstanden aus dem Kauf eines Eisensets plus Sand Wedge ohne Nachrechnen.
Die Lofts stehen bei den meisten Herstellern auf der Sohle oder in der Modellübersicht, und der Pro Ihrer Anlage misst sie in zehn Minuten nach. Vier bis sechs Grad Abstand zwischen zwei benachbarten Wedges sind richtig; zehn oder zwölf sind eine Lücke, in der geraten wird.
Am unteren Ende stellt sich die Gegenfrage: Brauchen Sie wirklich ein Lob Wedge mit 60 Grad? Es ist der unbarmherzigste Schläger im Bag, verlangt dichtes Gras und einen präzisen Treffmoment, und viele Amateure spielen mit drei Wedges bis 56 Grad ein besseres kurzes Spiel.
Bounce
Viel Bounce passt zu weichem Boden und Sand, wenig Bounce zu festem Untergrund. Auf einer Parklandanlage im norddeutschen Frühjahr verzeiht mehr Bounce mehr, auf einem trockenen Platz im Hochsommer lässt weniger Bounce die Vorderkante arbeiten.
Weil deutsche Plätze über die Saison beides bieten, ist ein mittlerer Bounce für das meistgespielte Wedge die vernünftige Wahl, und Spezialisierung lohnt nur beim zusätzlichen Wedge. Wer immer dasselbe Fehlerbild sieht, also grundsätzlich gräbt oder grundsätzlich vom Boden abspringt, sollte Bounce und Grind prüfen lassen, bevor er an der Technik arbeitet.
Dann nehmen Sie etwas heraus
Ein Hybrid und ein Gap Wedge ergänzt heißt zwei Schläger abgeben, meist Eisen 3, zweites Fairwayholz oder das Lob Wedge mit einer Trefferquote von eins zu fünf. Vierzehn ist ein Maximum, kein Ziel.
Es gibt einen praktischen Vorteil, der über das Gewicht hinausgeht: Weniger Schläger heißt weniger Entscheidungen, und Entscheidungen sind das, was Amateure unter Druck falsch machen. Ein Bag mit zwölf klar abgestuften Schlägern spielt sich schneller und ruhiger als eines mit vierzehn, von denen zwei überflüssig sind.
Und zählen Sie nach, bevor Sie zu einem Wettspiel antreten. Fünfzehn Schläger im Bag kosten Strafschläge, und das passiert regelmäßig genau dann, wenn jemand kurz vorher etwas ausprobiert hat.
Ein Beispielset für ein mittleres Handicap
Als Ausgangspunkt, nicht als Vorschrift: Driver, ein Fairwayholz, zwei Hybride, Eisen 6 bis Pitching Wedge, ein Gap Wedge, ein Sand Wedge und ein Putter. Das sind zwölf Schläger mit klaren Abständen und ohne die beiden Kategorien, die Amateure am seltensten sauber treffen.
Wer den Ball hoch und weit schlägt, ersetzt ein Hybrid durch ein zweites Fairwayholz. Wer flach und kurz schlägt, ersetzt Eisen 6 durch ein drittes Hybrid und gewinnt mehr, als er glaubt. Und wer auf sehr weichen Plätzen spielt, nimmt beim Sand Wedge mehr Bounce.
Die zwei freien Plätze bis zur erlaubten Höchstzahl bleiben bewusst frei, bis eine Messung zeigt, wofür sie gebraucht werden. Ein Bag mit zwei leeren Fächern ist kein unfertiges Set, sondern ein Set ohne überflüssige Entscheidungen.
Was sich im Jahresverlauf ändert
Die Distanztabelle gilt für den Sommer. Im deutschen Frühjahr, bei acht Grad und weichem Boden, verlieren alle Schläger gleichzeitig, und zwar die längeren mehr als die kürzeren, weil kalte Luft und fehlender Rollweg sich addieren.
Praktisch heißt das nicht, dass Sie eine zweite Tabelle brauchen, sondern dass Sie im März und November auf allen Annäherungen einen Schläger mehr nehmen. Und dass der Driver, der im August über einen Bunker bei 240 Metern rollt, im April dort gar nicht ankommt: Der Bunker, der im Sommer im Spiel ist, ist es im Frühjahr nicht, und umgekehrt.
Wo Sie Ihre Lücken messen lassen
Größere Golfgeschäfte haben in ihren Filialen Fittingbereiche mit Launchmonitor, und eine Stunde ergibt die vollständige Distanztabelle. Unabhängige Fitter und PGA-Professionals an Driving Ranges machen dasselbe und sind bei Lie und Schaft meist besser; die Fittinggebühr, häufig ein mittlerer zweistelliger Betrag in €, wird oft beim Kauf angerechnet.
Die günstigste Variante sind Indoor-Anlagen mit Launch Monitor, die in fast allen deutschen Großstädten stundenweise buchbar sind. Eine Winterstunde reicht für alle vierzehn Zahlen, und weil pro Box abgerechnet wird, kostet sie zu zweit die Hälfte.
Ohne all das liefern ein Entfernungsmesser, eigene Bälle und ein leeres Feld dieselbe Liste für nichts. Und für den Kauf der fehlenden Schläger ist der Gebrauchtmarkt der richtige Ort, weil Hybride und Wedges dort das beste Verhältnis von Preis zu Leistung haben.
Panxis Golf unterhält keine geschäftliche Verbindung zu diesen Anbietern und erhält keine Provision.
Bevor Sie den nächsten Schläger kaufen
- Die Trageweite jedes vorhandenen Schlägers notieren, nicht die Gesamtweite.
- Jede Lücke über fünfzehn Meter und jedes Paar unter acht Metern markieren.
- Die Lofts der Wedges messen lassen und auf vier bis sechs Grad Abstand bringen.
- Zuerst die Lücke schließen, dann herausnehmen, was der neue Schläger ersetzt.
Ein Set ohne Lücken mit zwölf Schlägern schlägt ein volles Bag mit dreißig Metern Loch in der Mitte.






