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Layout of Golfclub Emstal e.V. from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Layout of Golfclub Emstal e.V. from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Golfclub Emstal e.V.

Löcher

18

Von

72

Länge

5.980 m (Gelb), 5.498 m (Blau), 5.198 m (Rot), 4.630 m (Orange)

Greenfee

—

Beste Saison

Ganzjährig

Der Golfplatz des Golfclubs Emstal liegt im Ortsteil Altenlingen der Stadt Lingen (Ems) im Landkreis Emsland, unter der Anschrift Beversundern 3, 49808 Lingen (Ems). Bis zum Bahnhof Lingen (Ems) sind es aus den Koordinaten gerechnet gut dreieinhalb Kilometer Luftlinie nach Südosten. Der Name des Ortes geht auf das Gut Beversundern zurück, ein altes Anwesen an der Ems, um das herum der Club seit den späten Siebzigerjahren spielt. Die Ems selbst fließt am Rand der Anlage vorbei: Nach dem Lageplan des Clubs begleitet sie an zwei entgegengesetzten Enden des Geländes die Bahnen 7 und 16.

Der Club ist ein eingetragener Verein, eingetragen im Vereinsregister Osnabrück. Er bespielt einen einzigen 18-Loch-Platz, Par 72, auf einer Anlage von nach eigenen Angaben insgesamt 90 Hektar. Seit 2009 trägt der Club das Zertifikat „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbands in Gold, die höchste Stufe dieses Umweltprogramms. Er selbst fasst sein Selbstverständnis in einem Motto zusammen: „Golfen im Einklang mit der Natur“.

Die Zahlen im Überblick

Der Platz hat 18 Löcher und ist ein Par 72, mit Par 36 auf beiden Neun. Zehn Löcher sind Par 4, je vier Par 3 und Par 5. Laut Scorekarte des Clubs misst er von Gelb, dem Herrenabschlag, 5.980 Meter (2.901 auf der ersten, 3.079 auf der zweiten Neun), von Blau 5.498 Meter, von Rot 5.198 Meter und von Orange 4.630 Meter. Die Scorekarte, die der Club zum Herunterladen anbietet, stammt von 2017; die Längen der einzelnen Bahnen stimmen mit den Bahngrafiken auf der Website überein. Clubbroschüre und Golf Magazin nennen kürzere Gesamtlängen, dazu mehr im Abschnitt über die Entstehung dieser Seite.

Die aktuellen Course-Handicap-Tabellen des Clubs (Stand 21. Juli 2025) führen sechs Wertungen über 18 Löcher. Herren spielen von Gelb mit Course Rating 71,5 und Slope 134, von Blau mit 68,8 und 127. Damen spielen von Rot mit 73,1 und 133, von Orange mit 69,2 und 127. Für Kinder und Jugendliche gibt es einen grünen Abschlag mit Par 66: Junioren spielen dort mit Course Rating 59,7 und Slope 100, Juniorinnen mit 61,6 und 105. Für Neun-Loch-Runden auf den Löchern 1 bis 9 hinterlegt der Club eigene Werte, für Herren von Gelb Course Rating 35,4 und Slope 132.

Die Slope-Werte von Gelb und Rot liegen deutlich über dem Normwert von 113. Der Club schreibt selbst, die Werte zeichneten den Platz „als spielerisch anspruchsvolle Anlage“ aus. Für Spieler mit höherem Handicap heißt das: Die Spielvorgabe liegt hier spürbar über dem Handicap-Index. Laut Tabelle des Clubs erhält ein Herr mit Handicap-Index 20,0 von Gelb eine Spielvorgabe von 23, von Blau eine von 19. Eine Dame mit demselben Index erhält von Rot eine Spielvorgabe von 25, von Orange eine von 20; von Rot liegt das Course Rating über Par, was die Rechnung zusätzlich nach oben verschiebt.

Geschichte

Die Geschichte des Clubs ist ungewöhnlich gut dokumentiert, weil der Club zu seinem 40-jährigen Bestehen 2017 eine Sonderausgabe seines Clubmagazins „Fore“ mit einer ausführlichen Chronik veröffentlicht hat. Danach entstand die Idee, einen Golfclub zu gründen, im April 1977, weil es in der weiteren Umgebung keinen Golfplatz gab. Im Sommer 1977 unterzeichneten sieben Gründungsmitglieder das notarielle Gründungsprotokoll. Im selben Jahr pachtete der Club Wiesen und Weiden rund um ein Waldstück, das auf einer verlandeten Emsschleife liegt; nach der Chronik sind das die Flächen der heutigen Bahnen 3, 14 und 15. Mitgliedsbeiträge, Spenden und ein Kredit finanzierten zunächst einen Platz mit neun Löchern. Als Clubhaus diente anfangs ein Baucontainer.

Eröffnet wurde der Neun-Loch-Platz im September 1979, mit dem ersten Schlag von der Stelle, an der heute der Abschlag der 17 liegt. Bunker legten die Mitglieder in Eigenleistung an, 1985 wurde der Teich neben der heutigen Bahn 17 ausgebaggert und mit Emswasser gefüllt. 1987 überflutete nach der Chronik ein Jahrhunderthochwasser das gesamte Gelände. Das heutige Clubhaus wurde im Mai 1995 eingeweiht, im November desselben Jahres beschloss eine außerordentliche Mitgliederversammlung den Ausbau auf 18 Löcher.

Im Februar 1997 unterschrieb der Club Pachtverträge über ein rund 47 Hektar großes Erweiterungsgelände, im Juni 1997 erhielt der Golfplatzdesigner Tony Ristola den Bauauftrag; die Clubbroschüre beschreibt ihn als kanadischen Golfplatzarchitekten. Die Bauarbeiten waren nach der Chronik im Oktober abgeschlossen. Weniger als die Hälfte der neuen Flächen wird für den Spielbetrieb genutzt, der größere Teil ist ein neu angelegtes Biotop mit Sand- und Hartroughflächen, das die Dünen einer Flusslandschaft nachbilden soll. Im Januar 1998 wurden 14.000 Bäume und Sträucher gepflanzt, am 29. Juli 1998 ging der neue Platz in Betrieb, offiziell eröffnet wurde er am 30. Mai 1999.

Der Club beschreibt das Ergebnis als Kombination aus zwei Teilen: den „alten“ neun Löchern, geprägt durch alte Emsarme, Waldschneisen und den Flusslauf, und den „neuen“ neun mit vielen Biotopen, breiten Gräben und großen Sandhindernissen. Welche Löcher heute genau zu welchem Teil gehören, sagt der Club nicht. Wer die ursprünglichen neun Löcher entworfen hat, haben wir in keiner Quelle gefunden. Seit 2009 beziehungsweise zum 1. Januar 2010 gehören dem Club nach der Chronik auch die Flächen und Gebäude des alten Platzes, die zuvor eine Grundstücksgemeinschaft von Mitgliedern gehalten hatte.

Zwei Stürme haben den Baumbestand verändert. Im Januar 2007 entwurzelte der Orkan Kyrill nach der Chronik rund 1,2 Hektar Fichtenwald neben der Bahn 2, im Juli 2010 knickte eine Windhose 74 Bäume um, darunter 100 bis 150 Jahre alte Laubbäume. 2008 wurde die Bahn 2 um 27 Meter verlängert, 2016 die Damenabschläge der Bahnen 3 und 17 um 40 beziehungsweise 60 Meter verkürzt. Nach Angaben des Clubs wurde der Platz 2003, 2005, 2010 und 2012 vom Golf Magazin unter die 50 besten Golfplätze Deutschlands gewählt.

Was der Platz verlangt

Der Platz ist flach; das Golf Magazin nennt ihn in einem Porträt von 2022 „völlig eben“. Die Bahnen verlaufen nach derselben Beschreibung meist gerade, mit nur leichten Doglegs, teils durch offene Landschaft, teils durch Wald. Die Clubbroschüre spricht von einem „markanten Eichen- und Buchenbestand“ und von zahlreichen Gräben, Teichen und Wasserhindernissen, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Dazu kommen weitläufige Waste Areas, also offene Sandflächen, die nach den Platzregeln auf den Löchern 6, 11 und 13 als Gelände gelten und nicht als Bunker. Die Grüns beschreibt das Golf Magazin als groß, onduliert und nicht alle von Bunkern geschützt.

Nach dem Lageplan des Clubs ist der Platz als lange Schleife angelegt: Vom Clubhaus führen die Löcher 1 bis 9 weg bis an die Ems am anderen Ende des Geländes, die zweite Neun kommt über die 13 und den Wald an der alten Emsschleife zurück. Die 9 endet nicht am Clubhaus; erst mit der 16 und der 18 ist man wieder in seiner Nähe. Schutzhütten stehen an mehreren Stellen, eine Toilette am Weg zwischen der 4 und der 13 und eine weitere bei Grün 9.

Die folgenden Beschreibungen stützen sich auf die Bahngrafiken, die der Club auf seiner Website veröffentlicht, und auf die Scorekarte. Längen stehen für Gelb, Blau, Rot und Orange. Die Entfernungsangaben auf dem Platz zählen laut Platzregeln bis zum Grünanfang; Pfosten mit einem, zwei und drei Ringen markieren 100, 150 und 200 Meter.

Die erste Neun

Die Runde beginnt mit einem Par 5 von 445, 431, 409 und 373 Metern (Handicap 5). Kurz hinter den Abschlägen quert ein Graben die Bahn, den man vom gelben Abschlag nach der Grafik mit rund 130 Metern sicher überfliegt. Danach führt ein schmales, von Bäumen gesäumtes Fairway zum Grün. Der Graben ist eine Penalty Area, die nach den Platzregeln in Teilen als Spielverbotszone markiert ist; wer dort liegt, darf den Ball nicht spielen und muss mit Strafschlag Erleichterung nehmen, auf Wunsch auch in einer eigens eingerichteten Dropzone. Eine Bewertung hält die 1 wegen dieses Grabens für schwierig für Anfänger. Die 2 ist ein Par 3 von 143 Metern von Gelb (Handicap 17) auf ein Grün mit Bunkern an der linken Seite.

Die 3 ist ein Par 4 von 342 Metern von Gelb und Blau und 272 von Rot und Orange (Handicap 3). Sie führt um das Waldstück auf der alten Emsschleife herum zu einem Grün, das links und vorn von Wasser eingefasst ist. Die 4, ein Par 4 von 329 Metern, ist gerade; links neben dem Abschlagsbereich liegt ein Teich, vorn links am Grün ein Bunker. Die 5 ist ein Par 3 von 186 Metern von Gelb, 154 von Blau und Rot und 108 von Orange. Ein Bach quert die Bahn vor dem Grün, auch er mit Spielverbotszone und Dropzone, und rechts neben dem Grün liegt eine große Sandfläche. Top 100 Golf Courses zählt das Loch zu den Höhepunkten des Platzes.

Die 6 ist das zweite Par 5, 446 Meter von Gelb und Blau (Handicap 9). Sandflächen liegen entlang der Bahn und am Grün; hier beginnen die Waste Areas. Die 7, ein Par 4 von 334 Metern (Handicap 7), ist eines der beiden Löcher an der Ems: Der Fluss begleitet die Bahn auf ganzer Länge. Die 8 ist mit Handicap 1 das schwerste Loch, ein Par 4 von 402 Metern von Gelb und 348 von Blau und Rot. Direkt vor den Abschlägen liegt ein Wasserlauf, der sich links an der Bahn entlangzieht; rechts vor dem Grün liegt ein Bunker. Auch hier gibt es eine Dropzone. Die 9 ist ein kurzes Par 4 von 274 Metern von Gelb (Handicap 15). Ein Bach windet sich vom Abschlag bis zum Grün mehrfach an und über die Bahn, Bunker umgeben das Grün. Hinter dem Grün steht eine Hütte mit Toilette.

Die zweite Neun

Die 10 ist ein Par 3 von 171 Metern von Gelb und 143 von Blau und Rot (Handicap 14), mit einem großen Bunker links am Grün. Die 11 ist mit 513 Metern von Gelb das längste Loch und Handicap 2. Ein Bach quert das Fairway nach der Grafik rund 290 Meter vom gelben Abschlag entfernt, ein Findling steht kurz davor. Rund um das Grün liegen Waste Areas und Bunker. Die 12, ein Par 4 von 370 Metern, ist gerade und hat einen Bunker am Grün.

Die 13 ist ein langes Par 4 von 418 Metern von Gelb (Handicap 6). Links begleitet ein See die gesamte Bahn, dazwischen liegen Sandflächen; auch rechts liegt Sand in der Landezone. Die 14 und die 15 führen durch den Wald auf der alten Emsschleife. Die 14 misst 331 Meter von Gelb (Handicap 10), ein schmaler Wasserlauf quert die Bahn, am Grün liegt ein Bunker. Die 15 ist ein kurzes Par 4 von 311 Metern von Gelb (Handicap 16), mit einer großen Sandfläche vor dem Grün.

Die 16 ist das letzte Par 5, 466 Meter von Gelb (Handicap 8), und das zweite Loch an der Ems, die die Bahn auf ganzer Länge begleitet. Auf der anderen Seite verläuft zu Beginn ein Wasserlauf, der kurz hinter dem Abschlag die Bahn quert. Die 17 ist mit Handicap 4 eines der schweren Löcher: ein Par 4 von 338 Metern von Gelb und Blau und 266 von Rot und Orange. Links vom Abschlag liegt der Teich von 1985, vor dem Grün quert ein Graben schräg die Bahn, rechts begrenzt eine interne Ausgrenze das Spiel. Die Runde endet mit einem Par 3 von 161 Metern von Gelb und Blau, dem leichtesten Loch nach Handicapreihenfolge. Kurz hinter dem Abschlag quert ein Graben, links am Grün liegt ein Bunker. Das Grün liegt am Clubhaus, dessen Terrasse den Blick darauf freigibt.

Was das für das eigene Spiel bedeutet

Der Platz ist nicht besonders lang, aber die Slope-Werte zeigen, dass er für Spieler mit höherem Handicap schwerer ist, als die Länge vermuten lässt. Das liegt vor allem am Wasser: Auf der 1, der 5, der 8 und der 9 liegen frontale Wasserhindernisse vor dem Abschlag oder dem Grün, und auf der 7, der 13 und der 16 begleiten Fluss oder See eine ganze Bahn. Wer seinen Ball sicher über die ersten 150 Meter bringt, kommt mit den Querungen meist zurecht; für Anfänger sind sie die eigentliche Hürde. Die Waste Areas verzeihen mehr als ein Bunker, weil der Schläger dort aufgesetzt werden darf, sind aber trotzdem Sand. Das Golf Magazin hält die meisten Abschläge für offen genug, dass auch höhere Handicapper keine Probleme haben dürften. Ersatzbälle gehören dennoch in die Tasche.

Übungsanlage und Clubhaus

Die Clubbroschüre nennt eine Driving Range mit Flutlicht, drei Pitch- und Chip-Bereiche und ein Puttinggrün. Das Golf Magazin zählt 18 Abschläge auf der Range, davon acht überdacht. Nach der Chronik stimmte die Mitgliederversammlung 2012 einem Ausbau der Range zu, mit Zielgrüns und einer Videoanlage. Unterricht gibt die Golfakademie des Clubs, mit Einzelstunden, Kursen für Einsteiger bis zur Platzreife und Workshops für Golferinnen und Golfer, die auch online buchbar sind. Nach den Angaben des Clubs gehören Videoanalyse und Radarmessung der Ballflugdaten zum Unterricht. Der Golfshop im Erdgeschoss des Clubhauses bietet Schlägerfitting an.

Das Clubhaus von 1995 hat im Obergeschoss einen Clubraum mit Bar und einen Veranstaltungsraum, dazu zwei große, teilweise überdachte Terrassen, eine über dem ersten Abschlag und eine mit Blick auf das 18. Grün. Im Erdgeschoss liegen Sekretariat, Golfshop und Sanitärräume. Das Clubrestaurant hat eine eigene Website und nimmt Tischreservierungen entgegen; laut Golf Magazin gibt es Tagesgerichte, Bistrogerichte und ein Kuchenbuffet. Montags ist Ruhetag. Auf dem Hauptparkplatz steht eine Ladesäule der Stadtwerke Lingen für zwei Autos, dazu zwei Schuko-Steckdosen für E-Bikes.

Natur auf dem Platz

Für diesen Club gehört der Naturschutz zum Kern der Selbstbeschreibung, und er ist gut belegt. Am Programm „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbands nimmt der Club seit 2006 teil. Nach der Chronik erhielt er 2006 Bronze und 2008 Silber, im April 2009 Gold. Die Goldstufe wurde nach Angaben des Clubs bei Nachprüfungen 2011, 2013, 2016, 2018, 2021 und 2024 bestätigt. Zu den Maßnahmen zählt der Club Nisthilfen für Fledermäuse, Eulen, Eisvögel und Steinkäuze und die Kartierung der Schutzgebiete nach der europäischen FFH-Richtlinie. Der NABU Lingen hat 2007 eine faunistische Erfassung auf dem Gelände vorgenommen, 2026 nimmt der Club am DGV-Projekt „GolfBioDivers“ teil. Auf dem Platz stehen außerdem Bienenstöcke, deren Honig der Club verkauft.

Die Chronik nennt 97 Vogelarten und 190 Pflanzenarten auf dem Gelände, die Clubbroschüre spricht von 97 gefährdeten Vogelarten. Schon 1997 habe der BUND das naturnahe Gelände gelobt, schreibt der Club; es spiegele den ursprünglichen Charakter des Emstals wider.

Was Golferinnen und Golfer sagen

Die Zahl ausführlicher öffentlicher Bewertungen ist überschaubar, die Noten sind hoch. Bei Golf Post kommt der Platz auf 4,7 von 5 aus acht Bewertungen (die Detailansicht zeigt 4,5); die beste Teilnote erhält der Empfang (4,7), dann die Natur (4,6), die schwächste die Gastronomie (3,4). Bei Hole19 steht ein Schnitt von 4,8 bei rund 100 Bewertungen, allerdings ohne lesbare Texte. Leading Courses zeigt laut Suchauszug 8,3 von 10 aus 103 Bewertungen, mit dem niedrigsten Teilwert beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Golfführer 1Golf stehen laut Suchauszug 4 von 5 Sternen aus drei Bewertungen, bei Expertgolf 3,8 aus 14.

Was gelobt wird

Am häufigsten genannt werden die Landschaft und die Ruhe. Bei Golf Post ist „Landschaft / Panorama“ das am häufigsten vergebene Stichwort, gefolgt von „ruhige Lage“; Bewertungen beschreiben eine „wunderschöne Anlage unmittelbar an der Ems“ und einen ruhig gelegenen, interessant zu spielenden Platz. Eine Bewertung empfiehlt ihn als Zwischenhalt auf dem Weg an die Nordsee. Mehrfach gelobt werden die Pflege und das freundliche Personal; ein Spieler nennt den Platz „sehr gepflegt“, eine Bewertung auf 1Golf laut Suchauszug die Grüns „schnell und treu“, was auch das Golf Magazin schreibt. Die großen Sandflächen werden als Merkmal wahrgenommen, nicht als Ärgernis: Eine Bewertung trägt den Titel „Riesen Sandflächen“ und vergibt die volle Punktzahl. Mehrere Stimmen sprechen von einem abwechslungsreichen Platz mit eigenem Charakter und vielen kleinen Schwierigkeiten.

Was kritisiert wird

Der deutlichste Einwand betrifft die Gastronomie, die bei Golf Post im Schnitt klar schlechter abschneidet als alles andere; eine Bewertung von 2021 vergibt dort einen von fünf Punkten und bewertet auch den Platzzustand nur mit zwei. Ein zweiter Punkt ist das Layout: Eine Bewertung bemängelt, dass man erst nach 18 Löchern wieder in die Nähe des Clubhauses komme, und warnt davor, bei einsetzender Dunkelheit fern vom Clubhaus zu stranden. Das Golf Magazin weist ebenfalls auf den langen Rückweg von der 9 hin. Und für Anfänger ist der Graben an der 1 nach einer Bewertung gleich zu Beginn eine Hürde. Der Club selbst mahnte im Juni 2026 seine Mitglieder, Pitchmarken und Divots auf den Grüns besser zu reparieren.

Für wen sich der Platz eignet

Wer einen ruhigen, flachen Platz in Flusslandschaft sucht, mit viel Natur und wenig Bebauung, findet ihn hier. Mit 5.980 Metern von Gelb ist der Platz kein Längenmonster, aber die Slope-Werte über 130 von Gelb und Rot zeigen, dass er Spielerinnen und Spieler mit höherem Handicap fordert. Das liegt am Wasser vor mehreren Abschlägen und Grüns, an den großen Sandflächen und an den schmalen Bahnen durch den Wald. Golferinnen und Golfer mit einstelligem bis mittlerem Handicap finden einen abwechslungsreichen Platz mit schnellen Grüns. Einsteiger sollten die Querungen an der 1, der 5, der 8 und der 9 kennen, bevor sie losgehen; vom blauen oder orangefarbenen Abschlag wird die Runde deutlich kürzer.

Da der Platz eben ist, lässt er sich gut zu Fuß spielen. Elektrocarts vermietet der Club zur Schonung des Platzes nur bei nachgewiesener Gehbehinderung. Hunde dürfen nach der Hundeordnung des Clubs von 2025 nur Mitglieder mitbringen, Gäste nicht.

Anfahrt und Zugang

Der Platz liegt an der Anschrift Beversundern 3 in 49808 Lingen (Ems), im Ortsteil Altenlingen. Laut Anfahrtsbeschreibung des Clubs fährt man über die A 31, Ausfahrt 24 (Wietmarschen), links Richtung Lingen und Altenlingen und biegt 500 Meter vor dem Ortseingang rechts ab; ab dort ist der Club ausgeschildert. Aus anderen Richtungen nimmt man die B 70, Abfahrt Altenlingen/Erdölraffinerie, und fährt über den Dortmund-Ems-Kanal. Der Bahnhof Lingen (Ems) liegt gut dreieinhalb Kilometer Luftlinie entfernt; eine Busverbindung zum Platz nennt der Club nicht. Am Clubhaus gibt es einen Hauptparkplatz.

Gäste sind willkommen, müssen sich aber anmelden. Der Club verlangt einen DGV- oder Mitgliedsausweis mit eingetragenem Handicap von höchstens 54 und Heimatclub. Startzeiten fragen Gäste online über ein Formular oder im Sekretariat an (Telefon 0591 63837). Nach der Startzeitenregelung für 2026 erhalten Gastspieler immer eine feste Startzeit und haben Vorrang; am Wochenende und an Feiertagen können Gäste nur eingeschränkt spielen. Montags ist „Greenkeeper’s Day“: Sekretariat und Gastronomie sind geschlossen, Gästegruppen werden an diesem Tag nicht angenommen.

Laut Clubbroschüre ist der Platz ganzjährig geöffnet. Von Mitte November bis etwa Mitte oder Ende März gibt es keine festen Startzeiten, die Reihenfolge am ersten Abschlag regelt eine Ballspirale. Ab dem 27. Oktober 2026 gelten Winteröffnungszeiten: Sekretariat und Golfshop sind dienstags bis freitags von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet, samstags nach Bedarf, sonntags und montags geschlossen. Ende Oktober 2026 meldete die Startseite des Clubs Platz, Driving Range und Übungsgrüns als offen.

Greenfee

Tarife regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet zwischen Werktagen und Wochenende, ermäßigt für Kinder, Jugendliche und Junioren und nennt gesonderte Bedingungen für Mitglieder der Greenfeeverbünde Weser-Ems und Münsterland sowie zweier Partnerclubs in den Niederlanden. Ist das Sekretariat geschlossen, wird das Greenfee nach Angaben des Clubs bar in einem Umschlag in die Greenfeebox neben dem Eingang gelegt; eine Kartenzahlung ist dann nicht möglich. Siehe die Seite des Clubs.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für Lage und Ortsteil; die Website des Clubs für Anschrift, Vereinsregister, Gästebedingungen, Startzeitenregelung, Öffnungszeiten, Clubhaus, Übungsanlage, Hunde- und Cartregeln und den Platzstatus; die Course-Handicap-Tabellen des Clubs (Stand 21. Juli 2025) für Course Rating und Slope; die Scorekarte von 2017 und die Bahngrafiken für Längen, Par und Handicapreihenfolge jedes Lochs sowie die Lage der Hindernisse; die Platzregeln für Spielverbotszonen, Dropzonen und Waste Areas; die Jubiläumsausgabe des Clubmagazins „Fore“ von 2017 und die Clubbroschüre für die Geschichte; die Seite Golf & Natur für die Zertifizierung; das Porträt im Golf Magazin von 2022 und Top 100 Golf Courses für die Platzbeschreibung. Die Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet.

Einige Quellen weichen voneinander ab. Bei der Länge nennen Clubbroschüre und Golf Magazin 5.937 Meter für Herren und 5.290 Meter für Damen, die Scorekarte von 2017 und die Bahngrafiken 5.980 Meter von Gelb und 5.198 Meter von Rot; wir folgen der Scorekarte, deren Bahnlängen mit den Grafiken übereinstimmen. Die Scorekarte nennt ältere Wertungen (Herren Gelb 71,3 und Slope 134, Herren Blau 68,9 und 126, Damen Rot 72,8 und 129, Damen Orange 69,3 und 122); wir folgen den Tabellen von 2025. Beim Start des 18-Loch-Betriebs nennt die Chronik den 29. Juli 1998, die Clubseite „Herbst 1998“, Top 100 Golf Courses spricht von 1997; offiziell eröffnet wurde der Platz nach der Chronik im Mai 1999. Die Chronik und die Clubseite beschreiben die Erweiterung als neun neue Löcher, Golfshake spricht von einer Erweiterung um zehn Löcher. Top 100 Golf Courses schreibt, die Ems fließe an der 7 und der 16 links der Bahn; nach den Bahngrafiken des Clubs liegt sie vom Abschlag aus gesehen rechts. Das Golf Magazin schrieb 2022, Gäste könnten am Wochenende nur in Begleitung von Mitgliedern spielen; die aktuelle Seite des Clubs spricht von eingeschränktem Spiel. Die Clubbroschüre verlangt ein Handicap von höchstens 53 an Werktagen und 36 am Wochenende, die aktuelle Gästeseite höchstens 54 ohne Unterscheidung. Wir folgen jeweils den aktuellen Angaben des Clubs. Die Golfakademie nennt auf verschiedenen Seiten des Clubs unterschiedliche Golflehrer, deshalb nennen wir keinen.

Leading Courses, 1Golf und GolfPass waren für uns nicht abrufbar; die Angaben von Leading Courses und 1Golf kennen wir aus Auszügen in Suchergebnissen. Einen Wikipedia-Artikel oder einen Wikidata-Eintrag zum Club haben wir nicht gefunden, ebenso wenig eine Angabe dazu, wer die ursprünglichen neun Löcher entworfen hat. Die Seiten des Clubs mit ihren Dokumenten, das Golf Magazin, Top 100 Golf Courses, Golf Post, Hole19, Expertgolf und Golfshake wurden direkt gelesen. Die Beschreibung der einzelnen Bahnen beruht auf den Grafiken des Clubs, nicht auf einer Begehung. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.

Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.

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