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Golf Club Wasserburg Anholt aus der Luft. Sentinel-2 cloudless 2016, EOX IT Services GmbH (enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten), CC BY 4.0.

Golf Club Wasserburg Anholt aus der Luft. Sentinel-2 cloudless 2016, EOX IT Services GmbH (enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten), CC BY 4.0.

Golf Club Wasserburg Anholt

Löcher

18

Von

72

Länge

6.116 m (Weiß), 5.151 m (Rot)

Greenfee

—

Beste Saison

—

Der Golf Club Wasserburg Anholt e.V. spielt dort, wo sich das Westmünsterland, der Niederrhein und die Niederlande berühren: in Anholt, einem Ortsteil von Isselburg im Kreis Borken, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze. Die Anschrift lautet Schloss 3, und der Name ist wörtlich zu nehmen. Der Platz liegt im Umfeld der Wasserburg Anholt, deren Ursprünge auf eine Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert zurückgehen und die seit 1647 im Besitz der Fürsten zu Salm-Salm ist. Nach Angaben des Albrecht Golf Guide wurde die Anlage 1972 in einer Parkanlage der Fürstenfamilie angelegt; auch der Wikipedia-Artikel über Anholt und Golf Post nennen 1972 als Gründungsjahr des Clubs.

Zur Anlage gehören ein 18-Loch-Platz, ein 6-Loch-Kurzplatz, eine Driving Range, die nach Angaben des Clubs auch an kurzen Wintertagen beleuchtet ist, und eine digitale Indoor-Golf-Lounge. Der große Platz spielt Par 72, mit je 36 auf beiden Hälften. Laut der Scorekarte des Clubs (Stand 2024) misst er von Weiß 6.116 Meter, von Gelb 5.740, von Blau 5.446, von Rot 5.151, von Orange 4.678 und von Grün 4.287 Meter. Der Club wirbt mit der Golfklassifizierung „5 Sterne Superior“ des Bundesverbands Golfanlagen (BVGA); der Albrecht Golf Guide erwähnt außerdem, dass ein Golfmagazin den Club 2012 unter die 50 besten Anlagen Deutschlands und auf Rang vier in Nordrhein-Westfalen gewählt hat.

Der Club beschreibt seine Anlage als „naturnah“ und „für alle Altersgruppen sportlich interessant“. Auf seiner Seite nennt er Wildblumenwiesen, Teichlandschaften, zwei Flussläufe, den Blick auf die Wasserburg, eine vielfältige Tierwelt und alte, teils jahrhundertealte Bäume. Gleich nebenan liegt die Anholter Schweiz, ein Landschaftsschutzgebiet mit Wildgehege, das Fürst Leopold zu Salm-Salm um 1900 im Stil einer Schweizer Landschaft anlegen ließ.

Die Zahlen im Überblick

Der Platz hat sechs Abschlagfarben, und nicht für alle gilt dasselbe Par. Von Weiß, Gelb, Blau und Rot ist er ein Par 72. Von Orange werden die Löcher 5 und 17 als Par 4 gewertet, das ergibt Par 70. Von Grün gelten zusätzlich die 2 und die 12 als Par 4, das ergibt Par 68. Die Herren spielen laut Club von Weiß, Gelb, Blau, Orange und Grün, die Damen von Blau, Rot, Orange und Grün.

Course Rating und Slope laut Scorekarte: Weiß 72,8 und 136, Gelb 71,1 und 131, Blau 69,2 und 127 für Herren sowie 75,0 und 131 für Damen, Rot 73,3 und 128. Von Orange sind es 64,4 und 114 (Herren) beziehungsweise 69,8 und 123 (Damen), von Grün 62,6 und 100 beziehungsweise 65,7 und 113. Ein Slope von 136 von den hinteren Herrenabschlägen ist für einen flachen Parklandplatz hoch: Gemessen an der Länge verlangt Anholt mehr, als die Meterzahl vermuten lässt.

Die vier Par 5 liegen an den Löchern 2, 5, 12 und 17. Das längste ist die 2 mit 541 Metern von Weiß, die zugleich als Handicap 1 die schwerste Bahn der Scorekarte ist. Die vier Par 3 messen von Weiß 119 Meter (Loch 7), 150 Meter (Loch 9), 153 Meter (Loch 11) und 171 Meter (Loch 14). Die übrigen zehn Löcher sind Par 4 zwischen 318 Metern (Loch 6) und 407 Metern (Loch 4).

Was der Platz verlangt

Golfportale beschreiben das Gelände als flach; Höhenunterschiede spielen hier kaum eine Rolle. Den Platz machen Wasser, Bäume, Bunker und Ausgrenzen schwer. Nach den Lochbeschreibungen des Clubs kommt an sieben Löchern Wasser ins Spiel: an der 4, 6, 7, 8, 11, 13 und 14. Dazu ziehen sich an mehreren Bahnen Ausgrenzen entlang, und die alten Bäume engen vor allem die Abschlagzonen ein. Wer gerade schlägt, findet einen fairen Platz; wer den Ball nach rechts oder links verliert, zahlt oft mit einem Strafschlag.

Die ersten neun

Schon die 1, ein Par 4 von 354 Metern, verlangt eine Entscheidung: Rechts liegt das Aus, der Club rät, vom rechten Teil des Abschlags nach links zu spielen. Die 2, das lange Par 5, hat eine schmale Landezone für den Drive und eine Baumgruppe auf der rechten Seite. Die 3 ist ein Par 4 von 388 Metern mit leichtem Dogleg nach links, rechts wieder Aus. Die 4 ist das längste Par 4 des Platzes; in der Mitte der Bahn liegt Wasser, um das herumgespielt werden muss. Die Scorekarte führt sie als Handicap 3.

Die 5, ein Par 5 von 483 Metern, begleitet links über die ganze Länge die Ausgrenze. Die 6 ist mit 318 Metern das kürzeste Par 4, aber ein Dogleg, das nach Angaben des Clubs einen Draw verlangt; links stehen Bäume, hinter dem Grün liegt Wasser. Die 7 ist ein kurzes Par 3 von 119 Metern über Wasser, bei dem der Wald dahinter jeden zu langen Schlag bestraft. An der 8 liegen Wasser und Bunker rechts, der Drive gehört nach links. Die 9 schließlich, ein Par 3 von 150 Metern, beschreibt der Club als Loch mit häufig wechselndem Wind, an dem man sich entscheiden muss, ob man vorlegt oder das Grün angreift.

Die zweiten neun

An der 10 steht eine reetgedeckte Hütte im Spiel; der Club empfiehlt, den Drive rechts davon zu platzieren. Das Grün ist klein und von zwei Bunkern bewacht. Die 11 ist ein Par 3 von 153 Metern mit zwei Teichen links und einem Bunker rechts; der Club nennt ausdrücklich das defensive Vorlegen als Option. Die 12, ein Par 5 von 471 Metern, knickt nach links ab, die Ausgrenze läuft die linke Seite entlang. An der 13 liegen ein Teich rechts und das Aus links, das Grün schützen zwei Bunker.

Die 14 ist mit 171 Metern das längste Par 3, mit Wasser vor dem Grün und einem Grünbunker rechts; die Scorekarte führt sie als Handicap 4. An der 15 sollte der Drive in die linke Hälfte, zwei große Bunker verteidigen das Grün. Die 16, ein Par 4 von 393 Metern und laut Scorekarte die zweitschwerste Bahn, ist beidseitig von alten Bäumen gesäumt, hat Fairwaybunker und ein Grün, um das herum Aus liegt. Die 17 ist ein Par 5 von 453 Metern mit Bunkern, Bäumen und Aus auf der rechten Seite sowie zwei weiteren Bunkern am Grün; sie ist mit Handicap 18 zugleich die leichteste Bahn der Scorekarte. Die 18, ein Par 4 von 330 Metern, ist ein Dogleg: Wer den Drive links über die Bäume trägt, kürzt die Bahn ab. Rund um das Grün liegen Bunker.

Was das für das eigene Spiel bedeutet

Die Längen sind moderat: Von Gelb misst kein Par 5 mehr als 476 Meter, und das längste Par 4 kommt auf 388 Meter. Die Schwierigkeit liegt in der Präzision. Viele Bahnen geben eine Seite für den Drive vor, und an den Par 3 entscheidet die Schlägerwahl über Wasser oder Grün. In öffentlichen Bewertungen findet sich der Rat, ein paar Bälle mehr einzupacken. Wer den Platz zum ersten Mal spielt, ist mit einem kontrollierten Holz oder Hybrid vom Abschlag an vielen Löchern besser bedient als mit dem Driver.

Kurzplatz und Übungsanlage

Der 6-Loch-Kurzplatz liegt laut Club an der Issel, mit Blick auf die Burg, und ist für Anfänger wie für erfahrene Spieler gedacht. Der Albrecht Golf Guide nennt sechs Par-3-Löcher mit zusammen 395 Metern, eine Eröffnung im Jahr 2018 und Christian Althaus als Architekten; der Club selbst nennt weder Jahr noch Architekt. Nach Angaben des Clubs ist für den Kurzplatz und die Driving Range keine Platzreife nötig, Neueinsteiger sind ausdrücklich eingeladen. Leihschläger gibt es vor Ort. Der Club betreibt außerdem eine Photovoltaikanlage, die nach eigenen Angaben rund 17.000 Kilowattstunden im Jahr erzeugt.

Was Spielerinnen und Spieler sagen

Die folgenden Punkte fassen zusammen, was in öffentlichen Bewertungen wiederholt auftaucht, vor allem bei Golf Post, bei Expertgolf und in Bewertungsportalen für Golf-Apps. Es sind fremde Meinungen, nicht unsere: Wir haben den Platz nicht gespielt und nennen oder zitieren niemanden.

Was gelobt wird

  • Der alte Baumbestand ist der am häufigsten genannte Pluspunkt; viele beschreiben den Platz als klassischen Parkland-Course.
  • Der Pflegezustand wird über die Jahre hinweg gut beurteilt, mit gepflegten Fairways und Grüns.
  • Die Grüns gelten als schnell und gut rollend.
  • Die Lage an der Wasserburg wird oft hervorgehoben; mehrfach wird empfohlen, die Runde mit einem Besuch von Burg und Park zu verbinden. An den Bahnen 2 und 3 fällt der Blick ins Wildgehege.
  • Der Platz gilt als anspruchsvoll, aber fair für alle Handicapklassen, mit abwechslungsreichen Bahnen und interessanten Par 5.
  • Personal, Mitglieder und Gastronomie werden als freundlich beschrieben. Als schönste Zeit nennen mehrere den Mai, wenn alles blüht, sowie Frühling und Herbst.

Was kritisiert wird

  • Der Platz trocknet nach Regen nicht besonders schnell ab.
  • Im Sommer werden Mücken und Schnaken als lästig beschrieben, eine Folge der Wasserflächen und des Baumbestands.
  • Die reetgedeckte Hütte im Spielbereich der 10 sorgt für Kopfschütteln.
  • Das Par 3 an der 9 wird leicht unterschätzt; wer unsicher ist, legt dort besser vor, wie es auch der Club als Option nennt.
  • Bei Empfang und Gastronomie fallen einzelne ältere Bewertungen verhaltener aus als neuere.

Viele der Bewertungen sind einige Jahre alt, und auf manchen Portalen äußern sich nur wenige Spieler. Neuere Stimmen bestätigen aber dieselben Grundzüge: alter Baumbestand, schnelle Grüns, gute Pflege und die Burg als Kulisse.

Für wen sich der Platz eignet

Anholt ist ein Platz für Spieler, die lieber taktisch als mit roher Länge spielen. Wer den Ball kontrolliert und sich an die Empfehlungen der Lochbeschreibungen hält, kann von Gelb einen guten Score erzielen; wer streut, merkt den Slope schnell. Für Einsteiger ohne Platzreife bieten Kurzplatz und Range einen niedrigschwelligen Einstieg. Und für Golfer, die eine Runde mit einem Ausflug verbinden wollen, liegen Wasserburg, Schlosspark und die Anholter Schweiz nur wenige Schritte entfernt. Die Burg ist seit 1966 als Museum zugänglich und zeigt unter anderem eine Kunstsammlung mit Werken niederländischer Maler.

Anfahrt und beste Zeit

Die Anschrift lautet Schloss 3, 46419 Isselburg-Anholt. Anholt liegt am westlichen Rand des Münsterlands; Bocholt und Emmerich am Rhein sind jeweils rund zwölf Kilometer Luftlinie entfernt, die niederländische Grenze verläuft unmittelbar am Ort. Am einfachsten ist die Anreise mit dem Auto; Isselburg ist über die A3 angebunden, nach Rees sind es rund zwölf Kilometer. Eine Bushaltestelle „Schloss Anholt“ wird von einer Linie aus Rees angefahren; Fahrplan und Takt sollten Sie vorher prüfen. Wer nicht nur zum Golfen kommt: Auf dem Burggelände gibt es nach Angaben von Wikipedia auch ein Hotel mit Restaurant.

Zur Saison machen die Quellen unterschiedliche Angaben. Der Albrecht Golf Guide nennt April bis November, Golf Post bezeichnet die Anlage als ganzjährig bespielbar. Der Club meldet auf seiner Startseite aktuell den 18-Loch-Platz, den Kurzplatz, die Sommergrüns, die Driving Range und die Carts als geöffnet. Wer im Winter anreist, fragt deshalb am besten vorher im Sekretariat nach. Für die Blüte auf dem Platz empfehlen Spieler den Mai; für feste Fairways eher trockene Wochen im Sommer und Frühherbst.

Gäste mit Handicap bis 45 dürfen laut Club von Montag bis Freitag spielen, am Wochenende und an Feiertagen gilt Handicap 36. Startzeiten bucht man über das Online-Buchungssystem des Clubs oder direkt beim Sekretariat, das montags bis samstags von 10 bis 15 Uhr besetzt ist, sonntags nur an Turniertagen. Elektrocarts für 9 oder 18 Löcher und Trolleys können gemietet werden. Die Gastronomie hat laut Club dienstags bis sonntags ab 12 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag.

Greenfee

Tarife und Startzeiten regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet unter anderem zwischen Werktagen und Wochenende und kennt eigene Tarife für Jugendliche, für Gäste in Begleitung eines Mitglieds und für Spieler aus Partnerclubs; für Kurzplatz und Range gibt es eine Tageskarte. Der Club gehört dem Greenfeeverbund Münsterland an. Siehe die Seite des Clubs.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für die Lage; die Seite des Clubs für Anschrift, Anlagen, Lochbeschreibungen, Gästeregeln, Öffnungszeiten und die BVGA-Klassifizierung; die Scorekarte des Clubs (Stand 2024) für Par, Längen in Metern, Course Rating, Slope und Handicapreihenfolge; der Albrecht Golf Guide für die Anlage im fürstlichen Park, das flache Gelände, die Saison April bis November, die Eckdaten des Kurzplatzes und die Auszeichnung von 2012; die Wikipedia-Artikel zu Anholt und zur Wasserburg Anholt für das Gründungsjahr 1972, die Geschichte der Burg und die Anholter Schweiz. Die Quellen widersprechen sich beim Architekten: Der Albrecht Golf Guide nennt Bernhard von Limburger, ein internationales Buchungsportal nennt Donald Harradine und Christoph Staedler, der Club selbst nennt niemanden. Wir legen uns deshalb nicht fest. Buchungsportale nennen außerdem ältere Längen und Ratings, etwa 6.041 Meter von Gelb; wir geben die Werte der Scorekarte des Clubs wieder. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und zitieren niemanden namentlich.

Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.

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