Range-Training, das wirklich etwas bringt
Bälle schlagen und üben sehen von außen gleich aus. Nur eines hinterlässt etwas, und es braucht weniger Bälle.
Kurz gefasst
- Zehn Minuten Wedges mit Füßen zusammen, bevor irgendetwas anderes kommt.
- Ein Gedanke pro Woche, nicht pro Einheit, und in fünf Wörtern.
- Ein Ausrichtungsschläger auf dem Boden ist die wirksamste Übungshilfe.
- Das letzte Drittel mit Wechsel von Schläger und Ziel: unangenehm und übertragbar.
- Rangebälle fliegen fünf bis zehn Prozent kürzer als Spielbälle.
Eine Stunde auf der Driving Range, in der ein Driver nach dem anderen fliegt, fühlt sich nach Arbeit an und ändert fast nichts. Wer auf einem Ballkorb besser wird, macht drei Dinge anders: aufwärmen vor dem Üben, eine Sache aufs Mal, und zum Schluss Golf statt Schwünge proben.
Der Unterschied zwischen Üben und Bälle schlagen ist derselbe wie zwischen Lernen und Lesen. Beides sieht von außen gleich aus, und nur eines hinterlässt etwas. Die gute Nachricht ist, dass richtiges Üben nicht länger dauert, sondern nur anders aufgebaut ist, und dass es sogar weniger Bälle braucht.
Zehn Minuten aufwärmen
Mit Wedges bei halbem Tempo beginnen und sich hocharbeiten. Die ersten fünfzehn Bälle sind Vorbereitung, kein Training. Im April, wenn der Körper seit Oktober nicht geschwungen hat, sollten es zwanzig sein.
Beginnen Sie mit den Füßen zusammen und halben Schwüngen. Diese Stellung erzwingt Gleichgewicht, zentriert den Treffpunkt und macht in zwei Minuten sichtbar, ob Sie heute sauber treffen. Wer damit nicht trifft, wird es mit vollem Schwung erst recht nicht, und das ist eine nützliche Information, bevor eine Stunde investiert ist.
Ein Gedanke, ein Schläger, zwanzig Bälle
Eine einzige Änderung, eine Serie mit demselben Schläger. Zwischen Driver und Wedge zu wechseln und dabei an drei Positionen zu denken heißt, ohne Ergebnis nach Hause zu gehen. Passt Ihr Schwunggedanke nicht in fünf Wörter, ist er für heute zu kompliziert.
Schreiben Sie den Gedanken vor der Einheit auf und lesen Sie ihn nach zehn Bällen wieder. Der häufigste Verlauf einer Rangestunde ist, dass man mit einer Absicht beginnt, sie nach fünf mittelmäßigen Bällen gegen eine andere tauscht und nach vierzig Bällen keine mehr hat.
Und arbeiten Sie an höchstens einer Sache pro Woche, nicht pro Einheit. Eine Bewegungsänderung braucht Wiederholung über Tage, und wer jede Woche etwas Neues anfängt, hat nach einer Saison nichts geändert.
Jeder Ball braucht ein Ziel
Rangematten verbergen, dass die meisten auf nichts zielen. Nehmen Sie eine bestimmte Fahne, legen Sie für die ersten Bälle einen Schläger zur Ausrichtung auf den Boden und sagen Sie die gewünschte Ballform vor jedem Schlag an.
Die Ausrichtung ist dabei der Punkt, der die meisten überrascht. Rangematten liegen parallel zueinander und geben ein Gefühl von Richtung, das mit dem gewählten Ziel nichts zu tun hat. Ein Spieler, der eine Saison lang unbemerkt fünf Grad nach rechts ausgerichtet trainiert, baut sich eine Kompensation ein, die er dann auf dem Platz für einen Schwungfehler hält.
Ein zweiter Schläger, quer vor die Füße gelegt, kostet nichts und ist die wirksamste Übungshilfe, die es gibt.
Blocktraining baut auf, zufälliges Training hält
Zwanzig Wiederholungen machen eine Änderung bequem, und genau deshalb verschwindet sie am ersten Abschlag: Der Platz gibt nie zweimal denselben Schlag. Zwei Drittel der Einheit auf Wiederholung, das letzte Drittel mit Wechsel von Schläger und Ziel bei jedem Ball.
Das letzte Drittel fühlt sich schlechter an, und das ist der Punkt. Wenn eine Übungseinheit angenehm verläuft und die Treffer immer besser werden, trainiert man meist Bequemlichkeit; wenn sie unangenehm ist und die Ergebnisse schwanken, trainiert man Übertragbarkeit. Die Forschung zum motorischen Lernen ist an dieser Stelle eindeutig, und die Erfahrung jedes Pros bestätigt es.
Zum Schluss neun Löcher auf der Range
Nehmen Sie die Scorekarte Ihres Heimplatzes und spielen Sie die Schläge in der Reihenfolge, jeweils mit voller Routine. Fünfundzwanzig so gespielte Bälle bereiten besser vor als hundert ins Leere.
Volle Routine heißt: hinter den Ball treten, Ziel wählen, ein oder zwei Probeschwünge, hinstellen, schlagen. Genau die Abfolge, die auf dem Platz stattfindet, und genau die, die auf der Range zuerst weggelassen wird. Wer sie nie übt, hat sie am ersten Abschlag nicht.
Und werten Sie aus: Notieren Sie am Ende, wie viele der neun Löcher Sie regelgerecht in zwei oder drei Schlägen erreicht hätten. Diese Zahl sagt mehr über Ihren Zustand als jede Ballflugkurve.
Das kurze Spiel gehört dazu
Bei hundert Schlägen einer Amateurrunde sind etwa vierzehn Driverschläge dabei, rund zwanzig Schläge unter fünfzig Metern und etwa fünfunddreißig Putts. Der Bereich, der mehr als die Hälfte der Karte ausmacht, bekommt bei den meisten Spielern weniger als ein Zehntel der Übungszeit.
Fragen Sie deshalb an der Rezeption, bevor Sie Bälle kaufen, ob die Anlage einen Kurzspielbereich mit Grün und Bunker hat und ob er geöffnet ist. Diese eine Frage entscheidet, wo Sie ein Jahr lang trainieren, und nicht jede deutsche Driving Range hat einen.
Die Faustregel für die Aufteilung: die Hälfte der Zeit für alles unter hundert Metern, einschließlich Putten. Wer das drei Monate durchhält, spielt in der Regel mehrere Schläge besser, ohne dass sich der Vollschwung verändert hätte.
Winter, Abschlaghütte und Indoor
Von November bis März stehen die meisten deutschen Ranges auf Matten, oft mit Heizstrahler. Eine Matte verzeiht einen fetten Treffer, den Rasen bestrafen würde: Nutzen Sie den Winter für Tempo, Ausrichtung und Treffqualität und seien Sie skeptisch gegenüber jeder von der Matte gemessenen Weite. Wer eine Indoor-Anlage mit Launchmonitor in der Nähe hat, sollte eine Einheit darauf verwenden, die eigenen Carry-Weiten mit dem eigenen Ball zu notieren.
Rangebälle fliegen fünf bis zehn Prozent kürzer als Spielbälle. Vergleichen Sie die Schläger untereinander statt den absoluten Zahlen zu trauen.
Für den Übergang im März gilt: Legen Sie die ersten beiden Einheiten auf Gras, nicht auf Matten. Der Ballkontakt wird dann ehrlich, und die Zahlen aus dem Simulator relativieren sich auf eine Weise, die man besser im März erlebt als in der ersten gezählten Runde.
Wo Sie in Deutschland üben können
Die Driving Range der eigenen Anlage ist der naheliegende Ort, und der entscheidende Unterschied zwischen zwei Anlagen ist nicht der Ballpreis, sondern die Ausstattung. Fragen Sie vor einer greenfee-de/“>Mitgliedschaft, ob Rangebälle im Beitrag enthalten sind, ob es Rasenabschläge gibt und ob ein Kurzspielbereich mit Grün und Bunker dazugehört. Diese drei Antworten bestimmen, wie oft Sie tatsächlich trainieren werden.
Öffentliche Ranges und die großen Golfzentren rund um München, Berlin, Hamburg und das Rheinland verkaufen Bälle ohne Mitgliedschaft, und viele davon haben inzwischen Ballverfolgung, die jedem Schlag eine Zahl gibt. Für das Messen von Carry-Weiten ist das die günstigste verfügbare Lösung.
Im Winter übernehmen die Indoor-Anlagen mit Simulator, die in fast allen deutschen Großstädten stundenweise buchbar sind. Sie werden meist pro Box abgerechnet und nicht pro Person, also ist eine Stunde zu viert ein Viertel so teuer, und Dienstagvormittage kosten deutlich weniger als Freitagabende.
Für die Frage, ob ein wiederkehrendes Fehlerbild am Schwung oder am Material liegt, sind die Fitting-Bereiche mancher Fachgeschäfte und der großen Golfzentren die richtige Adresse, und der PGA-Professional der eigenen Anlage sieht es in zwanzig Minuten.
- Zehn Minuten Wedges vor allem anderen, mit Füßen zusammen.
- Zwanzig Bälle auf eine Änderung mit einem Schläger, Ausrichtungsschläger auf dem Boden.
- Zwanzig Bälle mit Wechsel von Schläger und Ziel.
- Neun gedachte Löcher mit voller Routine.
- Zwanzig Minuten Kurzspielbereich und Übungsgrün, wenn die Anlage sie hat.
- Drei Zeilen Notiz am Ende: bearbeiteter Punkt, veränderte Zahl, nächstes Mal.
Rund sechzig Bälle, etwa eine Stunde. Weniger, als die meisten schlagen, und deutlich mehr, als die meisten üben.
Wer diese Einheit über eine Saison zwanzigmal absolviert, hat vierhundert Bälle mit Absicht geschlagen. Das ist weniger als ein Drittel dessen, was ein durchschnittlicher Rangebesucher im selben Zeitraum verbraucht, und es ist der Unterschied zwischen einem Handicap, das sich bewegt, und einem, das seit drei Jahren gleich steht.
Panxis Golf unterhält keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Anlagen oder Anbietern.






