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Ausrüstung

14 Schläger im Golfbag: Lücken finden, Doppelte streichen

Vierzehn Schläger sind die Obergrenze, nicht das Ziel. Wer die Carry-Distanzen nebeneinanderlegt, findet fast immer eine Lücke unter dem Pitching Wedge und ein Holz, das vom Boden nie trifft, und spielt danach mit zwölf klar abgestuften Schlägern besser.

La rédaction Panxis Golf, Deutschschweiz-Desk (Reto Brunner) · · 7 min
Bagraum eines Clubhauses in Schwarzweiss
Photo Jopwell / Pexels

Kurz gefasst

  • Regel 4.1b: mehr als 14 Schläger kosten im Zählspiel zwei Strafschläge pro Loch, höchstens vier.
  • Lücken über 15 Meter und Paare unter 8 Metern markieren.
  • Hybride ersetzen lange Eisen, ein Gap Wedge schliesst die Lücke unter dem Pitching Wedge.
  • Zuerst ergänzen, dann herausnehmen, was ersetzt wurde.
  • Hybride grosser Marken kosteten am 17.09.2026 in der Schweiz rund CHF 330 bis 365.

Nehmen Sie die Scorekarte des 18-Loch-Platzes «Zugersee» im Golfpark Holzhäusern. Die Par 3 messen je nach Abschlag zwischen 114 und 180 Metern, das längste Par 5 bis 487 Meter, und dazwischen liegen Par 4 von rund 260 bis 370 Metern. Wer diese Karte neben seine eigenen Schlägerdistanzen legt, sieht sofort, welche Schläger der Platz verlangt und welche im Bag nur Gewicht sind.

Genau das ist die Übung, die fast niemand macht. Ein Bag entsteht über Jahre: ein Eisensatz aus dem ersten Jahr, ein Holz vom Clubkollegen, ein Wedge aus einer Aktion, ein Driver aus dem Outlet. Vierzehn Schläger sind erlaubt, aber vierzehn zufällig zusammengekommene Schläger haben meistens Lücken, und jede Lücke kostet auf der Runde Schläge.

Was die Regel sagt, und was sie kostet

Regel 4.1b der Golfregeln begrenzt das Bag auf 14 Schläger, und zwar für den Start der Runde und während der ganzen Runde. Wer im Zählspiel mit einem fünfzehnten Schläger unterwegs ist, erhält für jedes Loch, an dem der Verstoss vorlag, zwei Strafschläge, höchstens vier pro Runde. Im Lochspiel wird der Spielstand um ein Loch pro betroffenem Loch korrigiert, höchstens um zwei.

Passiert das in der Praxis? Ja, und typischerweise nach einem Ausprobiertag: der Demo-Driver vom Samstag, der am Sonntag am Clubturnier noch im Bag steckt. Zählen Sie vor jedem Wettspiel nach. Es dauert zehn Sekunden.

Schritt 1: die ehrliche Distanzliste

Bevor Sie über neue Schläger nachdenken, notieren Sie für jeden vorhandenen die Carry-Distanz, also wo der Ball landet. Nicht die eine Weite mit Rückenwind im Juli, sondern die Zahl, die bei zehn Schlägen immer wieder kommt. Bei den meisten Amateuren liegt sie deutlich unter dem Wert, den sie im Kopf haben.

Dann legen Sie die Liste nebeneinander und markieren zwei Dinge:

  • Lücken über 15 Meter zwischen zwei benachbarten Schlägern. Dort raten Sie.
  • Paare unter 8 Metern. Dort tragen Sie einen Schläger doppelt.

Eine Liste mit Launchmonitor ist genauer, eine mit Laser, eigenen Bällen und einem leeren Übungsgelände ist gratis; wie Sie eine solche Messung in eine Übungsstunde einbauen, steht dort. Wie die kurzen Schläger gemessen werden, beschreibt der Artikel zu den Wedge-Distanzen; wie Sie Distanzen auf dem Platz ablesen, der über Laser und GPS.

Schritt 2: die drei typischen Lücken

Oben: zwei Hölzer, die niemand vom Boden trifft

Viele tragen ein Holz 3 und ein Holz 5. Die Frage, die entscheidet: Wie oft haben Sie in der letzten Saison mit dem Holz 3 vom Fairway gespielt, und wie oft ist es gelungen? Wer die Antwort kennt, behält ein Holz für den Abschlag und ersetzt das zweite durch ein Hybrid, das auch aus einer mittelmässigen Lage startet.

In der Mitte: Eisen 4 und 5

Lange Eisen verlangen Schlägerkopfgeschwindigkeit. Ein Hybrid mit ähnlichem Loft trägt den Schwerpunkt tiefer und weiter hinten, startet höher, landet steiler und kommt besser aus dem Rough. Auf feuchten Mittellandplätzen im Frühling und auf Bergplätzen mit dichtem Gras neben dem Fairway ist das mehr wert als die Möglichkeit, den Ball zu formen. Zur Einordnung der Preise: Bei einem Schweizer Händler kosteten aktuelle Hybride grosser Marken am 17.09.2026 zwischen rund CHF 320 und CHF 365, etwa das TaylorMade Qi4D Rescue für CHF 329.90, das Titleist GT2 für CHF 359 und das Ping G440 für CHF 365.

Unten: die Lücke unter dem Pitching Wedge

Die Pitching Wedges vieler neuerer Eisensätze haben wenig Loft, der Sand Wedge liegt oft bei 54 oder 56 Grad. Dazwischen fehlen leicht zehn Grad und damit eine ganze Distanz. Ein Gap Wedge um 50 oder 52 Grad schliesst sie. Vier bis sechs Grad Abstand zwischen zwei Wedges sind eine gute Faustregel. Einzelne Wedges kosteten am selben Tag bei einem Schweizer Händler zum Beispiel CHF 189.90 (Cleveland CBZ Zipcore 2025) oder CHF 219.90 (Titleist SM11); Vorjahresmodelle sind deutlich günstiger.

Die gegenteilige Frage stellt sich ganz unten: Brauchen Sie einen Lob Wedge mit 60 Grad? Er verlangt eine gute Lage und einen präzisen Treffmoment. Wer ihn fünfmal pro Runde nimmt und einmal trifft, spielt dieselben Schläge mit dem Sand Wedge besser.

Schritt 3: herausnehmen, was ersetzt wurde

Wer ein Hybrid und einen Gap Wedge ergänzt, nimmt zwei andere Schläger heraus. Meist sind es das Eisen 4, das zweite Holz oder der Lob Wedge. Vierzehn ist eine Obergrenze, kein Ziel. Ein Bag mit zwölf klar abgestuften Schlägern bedeutet weniger Entscheidungen, und unter Druck sind Entscheidungen das, was Amateure falsch machen.

Ein Ausgangspunkt für ein mittleres Handicap, keine Vorschrift:

Bereich Schläger Anzahl
Abschlag Driver, ein Fairwayholz 2
Lange Distanzen zwei Hybride 2
Mittlere Distanzen Eisen 6 bis Pitching Wedge 5
Kurzes Spiel Gap Wedge, Sand Wedge 2
Grün Putter 1
Total, zwei Plätze bleiben frei 12

Die zwei freien Plätze füllen Sie erst, wenn Ihre Distanzliste zeigt, wofür. Wie Sie beim Putter selbst vorgehen, steht im Artikel zur Putterwahl, und für das Spiel aus dem Sand im Artikel zum Bunkerschlag.

Schweizer Plätze stellen unterschiedliche Fragen

Das ideale Bag hängt auch davon ab, wo Sie meistens spielen.

  • Kurze, enge Anlagen im Mittelland verlangen selten den Driver auf jedem Par 4, aber oft einen verlässlichen Abschlagschläger, der im Fairway bleibt. Ein zweites Hybrid ist dort nützlicher als ein zweites Holz.
  • Bergplätze wie Samedan auf rund 1’720 Metern verschieben alle Distanzen nach oben, weil der Ball in dünnerer Luft weiter fliegt. Die Lücken bleiben dieselben, aber die Zahlen auf der Liste stimmen dort nicht.
  • Kurzplätze wie der Par-3-Platz «Pilatus» in Holzhäusern (von vorne 72 bis 126 Meter) sind der beste Ort, um zu prüfen, ob die Abstände unten im Bag funktionieren.
  • Distanz-Tees: Die Migros Golfparks haben laut eigener Mitteilung die farbigen Abschlagsmarkierungen durch nummerierte Distanz-Tees nach dem Prinzip «Tee It Forward» ersetzt, mit Empfehlungen an den ersten Abschlägen. Wer die passende Teebox wählt, braucht weniger lange zweite Schläge mit Holz und Hybrid, und das verändert, welche Schläger wirklich zum Einsatz kommen.

Dazu kommt die Jahreszeit. Bei kalter Luft und weichem Boden im April oder Oktober verlieren alle Schläger Länge, die langen mehr als die kurzen. Eine zweite Tabelle brauchen Sie deswegen nicht, aber im Frühling und Herbst auf Annäherungen im Zweifel einen Schläger mehr.

Bevor Sie den nächsten Schläger kaufen

  • Carry-Distanz jedes Schlägers notieren, zehn Schläge, die wiederkehrende Zahl.
  • Lücken über 15 Meter und Paare unter 8 Metern markieren.
  • Lofts der Wedges prüfen lassen, Abstand vier bis sechs Grad.
  • Zuerst die Lücke schliessen, dann den ersetzten Schläger aus dem Bag nehmen.
  • Vor jedem Wettspiel zählen: 14 ist die Grenze.

Wo kaufen und messen in der Schweiz

Fitting mit Launchmonitor. Manche Fachgeschäfte arbeiten beim Club Fitting mit Trackman und Foresight, auf Wunsch auch draussen auf Rasen; die Kosten des Fittings werden teils beim Kauf der gefitteten Schläger angerechnet. Welche Messwerte dabei zählen, erklärt der Artikel über Launchmonitore, und was ein Fitting bei den Eisen zeigt, der über das Eisen-Fitting.

Demo und Occasion. Für das fehlende Hybrid oder den Gap Wedge lohnt sich der Blick auf gebrauchte oder Demo-Schläger. Manche Händler führen eine eigene Rubrik für Demo-Schläger. Gebrauchte Schläger werden auch von Privaten angeboten; dort lohnt es sich, Loft und Schaft vor dem Kauf zu erfragen.

Für Einsteiger. Wer noch kein eigenes Set hat, muss die Frage nach vierzehn Schlägern gar nicht stellen. Ein Schweizer Händler verkauft ein Einsteigerset mit 10 Schlägern, Bag, Trolley, Handtuch, Handschuh und Bällen für CHF 599 und rechnet beim Umstieg auf ein neues Set ab CHF 2’000 innerhalb von 24 Monaten CHF 450 an. Der Platzreifekurs der Migros Golfparks enthält ein Bag mit fünf Schlägern.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Preise für Hybride, Wedges und das Einsteigerset wurden am 17.09.2026 auf der Website von Golfers Paradise (Schweiz) abgelesen und können sich ändern. Panxis Golf hat keine geschäftliche Beziehung zu diesem Händler und erhält keine Provision.

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