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Ausrüstung

Golfschuhe: Grip, Passform, Dichtigkeitsgarantie

Acht Kilometer pro Runde erklären, warum die Passform mehr zählt als jede Technologie in der Sohle. Ein Schuh, der auf Bahn 12 drückt, kostet Schläge.

La rédaction Panxis Golf, Deutschland-Desk (Thomas Berger) · · 7 min
Golfschuhe und Bälle auf dem Rasen
Photo Jopwell / Pexels

Kurz gefasst

  • Bei einem Paar: Spikes, wegen März bis Mai und Oktober.
  • Die Dichtigkeitsgarantie sagt mehr als das Wort auf der Schachtel.
  • Abends anprobieren, in Golfsocken, im Gehen, und die Breite prüfen.
  • Golf belastet den Schuh seitlich: feste Fersenkappe, verwindungssteife Sohle.
  • Nie auf der Heizung trocknen, Spikes alle zwanzig bis dreißig Runden wechseln.

Der Golfschuh ist das einzige Ausrüstungsstück, das bei jedem Schlag den Boden berührt, und das einzige, das die meisten kaufen, ohne darin gegangen zu sein. Drei Dinge zählen: Grip für Ihre Plätze, eine Passform für acht Kilometer und eine Dichtigkeit, die länger hält als eine Saison.

Acht Kilometer sind dabei keine Übertreibung, sondern die übliche Distanz einer Runde zu Fuß, und sie erklärt, warum die Passform mehr zählt als jede Technologie in der Sohle. Ein Schuh, der auf Bahn 12 drückt, kostet mehr Schläge als ein falsch gewählter Schaft, weil er die letzten sechs Löcher bestimmt.

Spikes oder spikeless

Wechselbare Softspikes greifen besser auf nassem Gras und in Hanglagen, was in Deutschland von März bis Mai und wieder im Oktober den Normalfall beschreibt. Spikeless-Schuhe sind außerhalb des Platzes bequemer und auf trockenem Sommerboden völlig ausreichend. Bei einem Paar: Spikes.

Metallspikes sind auf praktisch allen deutschen Anlagen untersagt, weil sie die Grüns beschädigen. Wer ein altes Paar besitzt, sollte die Spikes tauschen lassen, bevor er damit auf eine Anlage fährt; Softspikes passen in dieselben Gewinde und kosten wenig.

Wer viel im Voralpenland oder im Mittelgebirge spielt, sollte in jedem Fall zu Spikes greifen. An einem Hang mit nassem Gras entscheidet der Halt über den Schwung, und ein rutschender Fuß im Durchschwung ist ein Fehler, den keine Technik ausgleicht.

Wasserdicht heißt Garantie

Hersteller geben auf echte wasserdichte Modelle ein bis zwei Jahre Dichtigkeitsgarantie, und diese Zahl sagt mehr als alles auf der Schachtel. Wasserabweisend ist ein anderes Versprechen und übersteht keinen taunassen Morgen im ungemähten Rough.

In Deutschland ist das keine Nebensache, sondern die Hauptsache. Eine Vormittagsrunde im April oder im Oktober findet auf nassem Gras statt, unabhängig davon, ob es regnet, und nasse Füße ab Bahn 3 verderben die Runde zuverlässiger als schlechtes Wetter.

Prüfen Sie im Zweifel, was die Garantie tatsächlich abdeckt und wie sie geltend gemacht wird. Bei den meisten Herstellern läuft sie über den Händler, und der Kaufbeleg ist die Voraussetzung, was ein Argument für den Kauf im Fachgeschäft ist.

Passform: abends anprobieren, im Gehen

Der Fuß schwillt über achtzehn Löcher. Spät am Tag anprobieren, in den Socken, in denen Sie spielen, und im Laden richtig herumgehen. Eine Nagelbreite Platz vorne, keine Bewegung an der Ferse. Größen fallen je nach Marke unterschiedlich aus.

Achten Sie besonders auf die Breite. Golfschuhe fallen bei mehreren Marken schmal aus, und einige führen ausdrücklich weite Ausführungen, die im Laden selten vorrätig sind und auf Bestellung kommen. Wer breite Füße hat und das nicht prüft, kauft zuverlässig eine Nummer zu groß und bekommt Bewegung an der Ferse.

Machen Sie im Laden einen Schwung, wenn man Sie lässt, oder wenigstens eine Drehung auf dem vorderen Fuß. Golf belastet den Schuh seitlich, und genau dort zeigt sich, ob der Fuß im Schuh bleibt.

Stabilität vor Dämpfung

Ein Laufschuh nimmt Kraft nach vorne auf, ein Golfschuh muss seitlicher Kraft standhalten. Deshalb sind Laufschuhe neun Löcher bequem und lassen den Fuß danach rutschen. Feste Fersenkappe, Sohle, die sich in den Händen nicht leicht verdrehen lässt.

Die sportlich geschnittenen Modelle, die inzwischen den Markt bestimmen, unterscheiden sich in diesem Punkt erheblich. Ein Schuh, den man in beiden Händen leicht verdrehen kann, ist bequem zu tragen und liefert im Schwung wenig; einer mit einer steifen Torsionsplatte im Mittelfuß ist beim Gehen etwas fester und im Schlag deutlich besser.

Zwei Paare, wenn es geht

Wer regelmäßig spielt, fährt mit zwei Paaren besser als mit einem teuren. Der Grund ist Trocknungszeit: Ein Golfschuh braucht nach einer feuchten Runde einen vollen Tag, und wer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen spielt, steigt sonst in nasse Schuhe.

Die naheliegende Kombination ist ein wasserdichtes Paar mit Spikes für Frühjahr und Herbst und ein leichtes, spikeloses Paar für den Sommer. Zusammen kosten beide oft weniger als ein einzelnes Spitzenmodell und halten deutlich länger, weil sich die Belastung teilt.

Pflege verdoppelt die Lebensdauer

Nach jeder Runde bürsten, nie auf der Heizung trocknen, Schuhspanner oder Zeitungspapier hinein. Softspikes wechseln, sobald die Spitzen rund werden, meist alle zwanzig bis dreißig Runden.

Der häufigste Fehler ist das Trocknen an der Wärme. Hitze löst Klebstoffe und macht das Obermaterial spröde, und ein Schuh, der zweimal auf der Heizung stand, ist im Folgejahr undicht. Zimmertemperatur, Papier im Inneren, und Geduld.

Wechseln Sie die Spikes rechtzeitig und nicht erst, wenn sie ganz abgelaufen sind. Ein festgerosteter oder ausgeschliffener Spike lässt sich nicht mehr herausdrehen, und dann ist der ganze Schuh hinüber, obwohl er sonst in Ordnung wäre. Ein Spikeschlüssel kostet fast nichts und gehört in den Bag.

Socken, Einlagen und der Rest des Fußes

Der günstigste Beitrag zu einer angenehmen Runde sind Socken. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie nicht ab, was auf acht Kilometern Blasen erzeugt; Funktionssocken aus Mischgewebe kosten wenig und lösen das Problem vollständig. Ein zweites Paar im Bag ist an einem nassen Vormittag mehr wert, als es kostet.

Wer orthopädische Einlagen trägt, sollte sie beim Anprobieren mitnehmen, weil sie das Volumen im Schuh spürbar verändern und viele Golfschuhe herausnehmbare Innensohlen haben, die dafür Platz schaffen. Das im Laden zu klären ist einfacher, als es später zu bemerken.

Und denken Sie an die Jahreszeit. Für Runden im März und im November gibt es wärmer gefütterte Modelle, und in Deutschland ist das kein Luxus: Kalte Füße kosten Konzentration, und das kurze Spiel leidet zuerst.

Wann ein Paar ersetzt gehört

Drei Anzeichen, und keines davon ist das Aussehen. Wenn Wasser hineinkommt, obwohl die Garantiezeit noch läuft, gehen Sie damit zum Händler, statt es hinzunehmen. Wenn sich die Sohle im Vorfußbereich vom Obermaterial löst, ist der Schuh am Ende, weil eine Reparatur an dieser Stelle selten hält.

Und wenn die Spikes sich nicht mehr herausdrehen lassen, weil sie festsitzen oder das Gewinde ausgeschliffen ist, ist der Schuh auf nassem Gras nicht mehr sicher. Wer die Spikes rechtzeitig wechselt, verdoppelt regelmäßig die Lebensdauer eines Paars.

Wo Sie kaufen

Eine Golfkette mit Filialen führt die gängigen Marken zum Anprobieren, was die einzige Art ist, die Passform vor dem Bezahlen zu beurteilen. Zwei Onlinehändler decken dasselbe Sortiment ab, eine große Sportkette den Einstieg, und ein Gebrauchtportal führt ausgelaufene und gebrauchte Modelle. Ein wasserdichtes Markenmodell liegt meist bei einem mittleren dreistelligen Betrag in €, Vorjahresmodelle deutlich darunter.

Der Pro-Shop Ihres Clubs führt oft Auslaufmodelle, die derselbe Schuh zum tieferen Preis sind, und er bestellt in der Regel weite Ausführungen, wenn Sie danach fragen. Der beste Zeitpunkt für den Kauf ist der Herbst, wenn die Saisonmodelle abverkauft werden.

Was sonst noch am Fuß hängt

Ein rutschender Fuß ist die häufigste unerkannte Ursache eines inkonsistenten Treffmoments. Wer im Durchschwung mit dem vorderen Fuß nach außen wandert, verliert den tiefsten Punkt der Bewegung, und das Ergebnis sind fette und dünne Schläge im Wechsel, die man dem Schwung anlastet.

Prüfen lässt sich das an der Grasnarbe: Bleiben nach dem Schwung Rutschspuren unter dem vorderen Fuß zurück, fehlt Halt. Auf nassem deutschem Frühjahrsgras liegt die Ursache fast immer beim Schuh und nicht beim Spieler.

Bevor Sie kaufen

  • Spikes oder spikeless nach Plätzen und Monaten entscheiden, die Sie wirklich spielen.
  • Abends anprobieren, in Golfsocken, im Gehen, und die Breite prüfen.
  • Die angegebene Dichtigkeitsgarantie lesen, nicht das Wort auf der Schachtel.
  • Die Sohle in beiden Händen verdrehen: Gibt sie leicht nach, fehlt Stabilität.
  • Spikeschlüssel und Ersatzspikes gleich mitnehmen.

Ein Paar, das passt und greift, ist mehr wert als jede Technologie in der Sohle.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Angaben zu Sortiment und Preisen stammen von Golf House, All4Golf, Golf & Günstig, Decathlon und Golfbidder DE (Deutschland). Panxis Golf unterhält keine geschäftliche Verbindung zu diesen Anbietern und erhält keine Provision.

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