Golfclub Anthal-Waginger See aus dem All. Sentinel-2 cloudless 2016 von EOX IT Services GmbH (enthält veränderte Copernicus-Sentinel-Daten), CC BY 4.0.
Golfclub Anthal-Waginger See
Löcher
9
Von
34 (68 über 18 Löcher)
Länge
2.271 m (Herren, Gelb), 2.072 m (Damen, Rot) je 9 Löcher; 4.542 m / 4.144 m über 18 Löcher
Greenfee
—
Beste Saison
Ganzjährig, außer bei Schnee
Der Golfplatz in Anthal liegt im Rupertiwinkel, dem nordöstlichen Teil des Landkreises Traunstein, auf dem Gebiet der Gemeinde Fridolfing. Anthal ist ein kleiner Ortsteil gut zwei Kilometer Luftlinie westlich des Fridolfinger Ortskerns; die Anschrift lautet Anthal 2, 83413 Fridolfing. Bis Waging am See, dessen See dem Club den Namen gibt, sind es rund acht Kilometer, bis Tittmoning gut acht, bis Traunstein knapp 18 und bis zum Salzburger Dom rund 28 Kilometer. Die Grenze zu Österreich an der Salzach ist nah, und das merkt man auch an der Liste der Partnerclubs, auf der zahlreiche Salzburger und Tiroler Anlagen stehen.
Auf der Anlage treffen zwei Namen aufeinander, die man auseinanderhalten sollte. Der Golfclub Anthal-Waginger See e.V. ist der Verein; er wurde nach eigenen Angaben 1991 gegründet. Betrieben wird die Anlage dagegen von einer Gesellschaft aus der Unternehmensgruppe Max Aicher, die sie unter dem Namen „Bavaria Golf Anthal“ führt. Im Impressum der Website steht die Max Aicher Golfanlage GmbH mit Sitz in Anthal, auf den Seiten „Über uns“ und „Mitgliedschaft“ die Max Aicher GmbH & Co. KG als Betreiberin. Wer heute nach dem Platz sucht, findet ihn deshalb unter beiden Namen, auf Verzeichnissen und Apps oft noch als Golfclub Anthal-Waginger See, auf der Website und in Tourismusportalen zunehmend als Bavaria Golf Anthal.
Der Platz selbst hat neun Löcher. In manchen Quellen taucht eine 18-Loch-Runde auf, gemeint ist aber immer das zweimalige Spielen derselben neun Bahnen; die Scorekarte führt die Löcher 10 bis 18 als Wiederholung der Löcher 1 bis 9 mit eigener Handicap-Reihenfolge. Eröffnet wurde der Platz nach Angaben des Golfführers 1Golf und der Plattform Golfify 1995, das Reiseportal alpen-guide.de spricht allgemeiner von der Mitte der 1990er Jahre. Einen Platzarchitekten nennt keine der Quellen, die wir einsehen konnten, auch der Betreiber nicht. Zur Anlage gehören außerdem eine Driving Range mit Flutlicht, ein Übungsbereich für das kurze Spiel und ein öffentlicher 3-Loch-Kurzplatz.
Die Zahlen im Überblick
Laut Scorekarte des Betreibers ist der Platz über neun Löcher ein Par 34, über 18 Löcher ein Par 68. Die neun Bahnen setzen sich aus drei Par 3, fünf Par 4 und einem Par 5 zusammen. Gespielt wird von zwei Abschlägen: Herren von Gelb, Damen von Rot. Die Herren spielen über neun Löcher 2.271 Meter, über 18 Löcher 4.542 Meter; die Damen 2.072 beziehungsweise 4.144 Meter. Der Betreiber spricht auf seiner Seite „Über uns“ gerundet von „knapp 5 km Gesamtdistanz“.
Bei den Wertungen gehen die Angaben des Betreibers auseinander. Auf der Scorekarte und auf der Seite „Über uns“ stehen für die Herren über 18 Löcher Course Rating 65,8 und Slope 118, für die Damen 68,2 und 115. Die Vorgabentabellen, die der Betreiber ebenfalls zum Herunterladen anbietet, nennen für die Herren von Gelb dagegen Course Rating 66,0 und Slope 114, für die Damen von Rot unverändert 68,2 und 115. Dieselben Werte, 66,0 und 114 für Herren, nennt nach einem Suchauszug auch 1Golf. Für neun Löcher weisen die Vorgabentabellen für die Herren Course Rating 33,0 und Slope 115 bei Par 34 aus, für die Damen 34,1 und 116. Da die Vorgabentabellen die Grundlage für die Berechnung der Spielvorgabe sind, dürften sie den aktuellen Stand wiedergeben; im Zweifel gilt der Aushang im Club.
Diese Werte ordnen den Platz ein. Ein Slope um 115 liegt nur knapp über dem Bezugswert von 113, der für einen Platz mittlerer Schwierigkeit steht; die Spielvorgabe liegt hier für die meisten Spieler nur wenig über dem Handicap-Index. Das Course Rating der Herren von 66,0 bei Par 68 zeigt, dass ein Spieler mit Handicap null auf diesem Platz im Schnitt rund zwei Schläge unter Par bleiben sollte. Die Längen sind kurz: Vier der fünf Par 4 messen von Gelb unter 300 Meter, das kürzeste, die 7, nur 213 Meter. Der Platz verlangt also weniger Länge als Genauigkeit, und das sagt auch der Betreiber selbst, der von „exaktem Spiel“ für versierte Spieler und von „übersichtlichen Distanzen“ für Spieler mit höherem Handicap spricht.
- Löcher: 9 (eine 18-Loch-Runde besteht aus zwei Durchgängen)
- Par: 34 über neun, 68 über 18 Löcher
- Länge über 18 Löcher: 4.542 m (Herren, Gelb), 4.144 m (Damen, Rot)
- Course Rating und Slope über 18 Löcher laut Vorgabentabellen: Herren 66,0 und 114, Damen 68,2 und 115
- Eröffnung: 1995 laut 1Golf und Golfify; Gründung des Vereins: 1991 laut Club
- Dazu: Driving Range mit Flutlicht, Putting- und Chippinggrün, Übungsbunker, öffentlicher 3-Loch-Kurzplatz
Was der Platz verlangt
Der Betreiber beschreibt den Platz als in „naturbelassenes, charakteristisches Voralpengelände“ eingebettet, mit Teichen, „ausgetrockneten, steinernen Bachläufen“, Biotopen und einem großen Graben als Hindernissen. Er betont eine „faire Bauweise“ und dass die nächsten Schlagdistanzen „immer gut einzusehen“ seien. Das Gelände ist hügelig; der Betreiber verweist bei seinen E-Carts selbst auf das „hügelige Gelände“. Eine ältere Platzbeschreibung des Tourismusverbands Chiemsee-Chiemgau nennt den trockenen Bachlauf „Stonecreek“, der mehrfach als Hindernis ins Spiel kommt, und beschreibt den Blick über Laubwälder und die bewachsenen Ufer der Götzinger Ache sowie ein Wildgehege am Rand des Platzes.
Die folgenden Bahnbeschreibungen stützen sich auf das Birdiebook des Betreibers, auf die Scorekarte für Längen und Handicap-Reihenfolge und auf die Platzregeln. Die Längen gelten für Herren von Gelb und Damen von Rot; die Handicap-Reihenfolge ist die der 18-Loch-Runde, in Klammern die der 9-Loch-Runde.
Bahn 1 bis 3: zwischen den Weihern
Die 1, im Birdiebook „Start“ und auf der Scorekarte „Startbahn“ genannt, ist ein Par 4 von 292 Metern für Herren und 260 für Damen, Handicap 7 (4). Links liegt ein Weiher, und der Betreiber rät ausdrücklich, auf den Driver zu verzichten. Derselbe Rat findet sich in einer öffentlichen Bewertung: Auf der 1 sei das Wasserhindernis in Schlagdistanz. Ein Eisen oder Hybrid vom ersten Abschlag ist hier also keine Feigheit, sondern die Empfehlung des Hauses. Die Bahn ist von der Übungsanlage gut einzusehen, was der Betreiber als Vorteil herausstellt: Wartezeit vor dem ersten Abschlag lässt sich mit Chippen und Putten überbrücken.
Die 2, „Froschteich“, ist mit 339 Metern für Herren und 319 für Damen das längste Par 4 des Platzes, Handicap 5 (3). Sie führt an zwei großen Weihern entlang. Als Orientierung für den Abschlag nennt der Betreiber die benachbarte Kapelle, auf die man zielen solle, um eine gute Lage für den Schlag ins Grün zu bekommen. Ältere Scorekarten in Apps wie Hole19 und Golfify führen die Bahn für Herren noch mit 319 Metern; die Bahn ist also offenbar irgendwann verlängert worden, was auch den Unterschied zwischen der älteren Gesamtlänge von 4.502 und der heutigen von 4.542 Metern erklärt.
Die 3, „Bunkerloch“, ist ein kurzes Par 3 von 130 Metern für Herren und 119 für Damen, Handicap 15 (8). Drei Bunker verteidigen das Grün. Der Betreiber warnt vor einem zu langen Schläger, denn hinter dem Grün droht das Aus.
Bahn 4 bis 6: Grüns mit Tücken
Die 4, „Vulkan“, ist mit 133 Metern für Herren und 118 für Damen das zweite kurze Par 3 in Folge und mit Handicap 17 (9) laut Scorekarte das leichteste Loch. Ihren Namen hat sie vom „Vulkanbunker“ vor dem Grün; die eigentliche Schwierigkeit liegt nach der Bahnbeschreibung im stark modellierten Grünumfeld. Eine Bewertung warnt, das Grün sehe flach aus, sei es aber nicht. Der Fairwaybunker der Bahn heißt im Club „Weißbierbunker“: Wer hineinspielt, schuldet nach der Tradition, die der Betreiber im Birdiebook beschreibt, dem Flight eine Runde Weißbier.
Die 5, „Hundebein“, ist ein Dogleg und ein Par 4 von 287 Metern für Herren und 245 für Damen, Handicap 11 (6). Die Gefahr liegt in den hohen Hardroughs an den Seiten, die als Biotope wild wachsen und im Sommer blühen. Der Betreiber empfiehlt die direkte Linie über diesen Wildwuchs aufs Grün nur „sehr versierten Spielern“, und eine Bewertung bestätigt, dass die Bahn für Spieler mit einstelligem Handicap über das Hardrough abkürzbar ist. Wer das nicht ist, spielt den Knick aus. Nach den Platzregeln sind unmarkierte Gräben auf den Bahnen 5 und 6 keine Penalty Areas, sondern Teil des Geländes; ein Ball darin wird also gespielt, wie er liegt, oder nach den allgemeinen Regeln für unspielbar erklärt.
Die 6, „Stufengrün“, ist das längste Par 3 mit 157 Metern für Herren und 130 für Damen, Handicap 9 (5). Das Grün hat zwei Ebenen, und wegen des Gefälles rät der Betreiber, sich beim Abschlag eher rechts zu halten; beim Putten sei Ballgefühl gefragt. Die Beschreibung des Tourismusverbands nennt diese Bahn das schwierigste Loch des Platzes, weil das Par 3 schmal sei und am Hang liege; die Scorekarte führt dagegen die 8 als schwerstes Loch. Die 6 ist auch die Bahn mit den meisten Sonderregeln: Links liegt eine Spielverbotszone, ein früheres Biotop, das nicht betreten werden darf. Für Bälle, die dort landen, gibt es eine Dropzone. Wer von der Dropzone aus erneut links in die Spielverbotszone schlägt, muss nach den Platzregeln mit einem Strafschlag wieder von der Dropzone spielen. Die untere Holzbegrenzung des Bunkers an dieser Bahn gilt als unbewegliches Hemmnis.
Bahn 7 bis 9: Birdie-Chance, Graben und Schlussloch
Die 7, das „Birdieloch“, ist ein sehr kurzes Par 4 von 213 Metern für Herren und 208 für Damen, Handicap 13 (7). Der Betreiber sieht hier eine „reelle Birdie-Chance“, wenn man dem Grünbunker und dem seitlichen Wasser entkommt. Bei der Annäherung ist Vorsicht geboten: Das Grün wird halbrund von einem Biotop verteidigt, in dem nach den Worten des Betreibers „schon etliche Golfbälle verschwunden“ sind. Längere Spieler werden das Grün vom Abschlag aus anvisieren können; ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie sicher der Schlag über dieses Biotop gelingt.
Die 8, „Großer Graben“, ist das einzige Par 5, mit 453 Metern für Herren und 429 für Damen, und laut Scorekarte mit Handicap 1 (1) das schwerste Loch. Gespielt wird über einen Graben, den der Betreiber auf etwa 70 Meter Breite beziffert. Sein Rat: ein guter Abschlag mittig bis an die Kante, damit der zweite Schlag über den Graben aus einer guten Lage erfolgt. Das Grün wird von einem Schilfweiher und Sandbunkern verteidigt. Für diese Bahn gibt es eine Sicherheitsregel: Bevor man den Graben überspielt, muss sichergestellt sein, etwa durch einen Vorcaddie, dass der Weg vom 6. Grün zum 7. Abschlag frei ist. Der Graben quert also eine Stelle, an der andere Spieler unterwegs sein können. Der Tourismusverband nennt den Blick beim Schlag über den Graben einen der schönsten des Platzes.
Die 9, „Zum Anthaler“, benannt nach dem traditionellen Namen des Restaurants, ist ein Par 4 von 267 Metern für Herren und 244 für Damen, Handicap 3 (2). Der Abschlag liegt erhöht und ist über eine Treppe erreichbar; von dort überblickt man die ganze Bahn mit vier Topfbunkern im Fairway und Wasser seitlich vor dem modellierten Grün. Das Fairway hängt, weshalb der Betreiber rät, sich am Abschlag eher links zu halten. Eine Bewertung bestätigt das von der anderen Seite: Rechts sei man schnell im Aus. Der zweite Schlag verlangt laut Betreiber Genauigkeit.
Platzregeln und Markierungen
Neben den Sonderregeln an der 6 und der 8 enthalten die Platzregeln der Spielleitung einige allgemeine Punkte. Aus ist mit weißen Pfählen und weißen Zaunpfählen markiert, Penalty Areas mit gelben oder roten Pfählen oder Bodenmarkierungen, Spielverbotszonen mit Pfählen mit grüner Kappe und ungewöhnliche Platzverhältnisse mit blauen Pfählen oder blauen und weißen Bodenmarkierungen. Wer eine Spielverbotszone betritt oder aus ihr spielt, erhält im Zählspiel zwei Strafschläge, im Lochspiel verliert er das Loch. Die Entfernungsmarkierungen messen bis zum Anfang des Grüns: Pfähle am Spielbahnrand mit einem Ring stehen bei 100, mit zwei Ringen bei 150 Metern; auf dem Boden markieren Weiß 100 und Rot 150 Meter, auf den Par 3 zusätzlich Blau 50 Meter.
Was das für das eigene Spiel bedeutet
Aus Bahnbeschreibungen und Bewertungen ergibt sich ein Platz, auf dem der Driver selten der wichtigste Schläger ist. Auf der 1 rät der Betreiber ausdrücklich davon ab, auf der 5 lohnt er sich nur für sehr gute Spieler, auf der 7 und der 9 sind die Bahnen so kurz, dass ein kontrollierter Abschlag mehr bringt als Länge. Wichtiger sind das Spiel ums Grün und das Putten. Mehrere Grüns werden als stark modelliert, gestuft oder trügerisch flach beschrieben, und der Betreiber wirbt mit „außerordentlich schnellen Grüns auf Tourniveau“; eine Bewertung nennt sie die schnellsten im Umkreis von 100 Kilometern. Wer vor der Runde ein paar Minuten auf dem Puttinggrün verbringt, ist hier gut beraten. Bälle verschwinden vor allem in Biotopen und Wasser, an der 1, der 2, der 6, der 7 und der 9; ein paar Ersatzbälle gehören deshalb trotz der kurzen Längen in die Tasche. Bei einer 18-Loch-Runde spielt man jede Bahn zweimal, und beim zweiten Durchgang weiß man, wo die Gefahren liegen.
Übungsanlage und Kurzplatz
Die Driving Range nennt der Betreiber das „Herzstück“ der Anlage. Es gibt Matten- und Rasenabschläge im Freien, drei überdachte Abschlagplätze, einen großen Übungsbunker, ein Putting- und ein Chippinggrün sowie eine Flutlichtanlage für das Training nach Einbruch der Dämmerung. Die Übungseinrichtungen dürfen nach Angaben des Betreibers auch ohne Platzreife genutzt werden, eine Rangegebühr wird nicht erhoben; nur die Bälle aus dem Automaten kosten. Für Einsteiger und Nichtgolfer gibt es den öffentlichen 3-Loch-Kurzplatz, für den keine Platzreife nötig ist. Eine Golfschule bietet Kurse und Platzreifekurse an; die Termine lassen sich über ein Online-Buchungssystem reservieren.
Gleich neben dem Platz liegt das italienische Restaurant „Buon Gusto“, auf das die Website des Betreibers verweist. Wohnmobilfahrer finden auf der Anlage Stellplätze mit Stromanschluss, und Hunde dürfen angeleint mit auf die Runde.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Öffentliche Bewertungen gibt es für diesen Platz nur wenige, und die Noten sind deshalb mit Vorsicht zu lesen. Auf 1Golf liegt der Platz nach Suchauszügen bei 4,6 bis 4,7 von 5 Sternen aus elf bis zwölf Bewertungen, ausschließlich mit vier oder fünf Sternen; die meisten stammen aus den Jahren 2017 bis 2023. Hole19 zeigt im Oktober 2026 eine Durchschnittsnote von 4,8 bei 29 Bewertungen, von denen allerdings fast keine einen Text enthält. Golf Post führt den Club mit 3,5 von 5 Punkten aus fünf Bewertungen; die Teilnoten für Landschaft, Platzzustand und Willkommenskultur (je 4,4), Preis-Leistung (4,6) und Gastronomie (4,2) liegen dort allerdings alle deutlich höher als die Gesamtnote, was eher auf eine Eigenheit der Berechnung als auf ein schlechtes Urteil hindeutet.
Was gelobt wird
Am häufigsten genannt wird der Pflegezustand. Bewertungen beschreiben den Platz als „super gepflegt“ und als in allen Bereichen gut in Schuss; eine ältere Bewertung lobt, dass der Platz immer sehr gut gepflegt worden sei. Fast ebenso oft wird das freundliche und hilfsbereite Personal erwähnt. Gelobt wird auch die Unkompliziertheit: Gäste schätzen, dass man ohne Startzeit einfach spielen kann. Die schnellen Grüns tauchen in mehreren Bewertungen auf, ebenso das italienische Restaurant neben dem Platz. Einsteiger loben die Möglichkeiten zum Lernen, und unter den Stichworten, die Golf Post aus den Bewertungen zieht, finden sich „ruhige Lage“, „Golf ohne Teetimes“, „Golf mit Hund“, „Landschaft/Panorama“ und „Freundliches Personal“. Eine Bewertung hebt die Turniere mit guten Preisen hervor.
Was kritisiert wird
Ausdrücklich negative Bewertungen haben wir nicht gefunden; die Einschränkungen sind eher Hinweise. Ein Gast schreibt sinngemäß, der Platz sei nicht allzu schwer, habe aber kleine Tücken. Wer einen langen, fordernden Platz sucht, wird ihn hier mit 4.542 Metern über 18 Löcher und einem Slope um 115 nicht finden. Mehrere Hinweise betreffen einzelne Gefahren, die man unterschätzen kann: das Wasser an der 1 in Driverdistanz, das schnell erreichte Aus rechts an der 9, trügerische Grüns wie an der 4. Ein Auszug von Leading Courses spricht von kleinen, schnellen Grüns und zwei trickreichen Doglegs. Dass eine 18-Loch-Runde aus zwei Durchgängen über dieselben neun Bahnen besteht, liegt in der Natur eines 9-Loch-Platzes, ist aber für Gäste, die Abwechslung suchen, ein Punkt, den man kennen sollte. Das Gelände ist hügelig, wer zu Fuß geht, spürt das.
Für wen sich der Platz eignet
Anthal ist ein Platz für eine unkomplizierte Runde. Wer in der Gegend um den Waginger See, in Tittmoning oder im Salzburger Umland Urlaub macht und spontan neun oder 18 Löcher spielen will, ohne eine Startzeit zu buchen, ist hier richtig. Für Spieler mit höherem Handicap sind die Längen gut zu bewältigen, und die moderaten Slope-Werte halten die Spielvorgabe niedrig. Bessere Spieler finden ihre Aufgabe in den schnellen, modellierten Grüns und in der Frage, wann der Driver im Bag bleibt. Für Einsteiger ohne Platzreife gibt es die kostenlos nutzbare Übungsanlage und den 3-Loch-Kurzplatz. Wer mit dem Wohnmobil oder mit Hund unterwegs ist, findet hier Bedingungen, die nicht jeder Club bietet. Wer dagegen einen Meisterschaftsplatz oder 18 unterschiedliche Bahnen sucht, ist auf einer der größeren Anlagen der Region besser aufgehoben.
Anfahrt und Zugang
Die Anlage liegt an der Adresse Anthal 2, 83413 Fridolfing, westlich des Fridolfinger Ortskerns. Nach Angaben des Betreibers gibt es zahlreiche Parkplätze rund um den Platz, ein großer Teil davon im Schatten. Eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr haben wir nicht geprüft; realistisch ist die Anreise mit dem Auto. Die Plattform Hole19 verortet den Platz im Umkreis von 30 Kilometern um Traunstein, Trostberg, Freilassing, Salzburg und Burghausen.
Gäste sind willkommen. Eine Clubmitgliedschaft ist nach Angaben des Tourismusverbands Waginger See nicht erforderlich, wohl aber der Nachweis der Platzreife; Golf Post nennt die Platzreife ebenfalls als Voraussetzung, und nach einem Suchauszug von 1Golf gilt eine Handicapgrenze von 54, VcG-Mitglieder werden zugelassen. Startzeiten vergibt der Club nicht. Nach dem Motto „Pay and Play“ kann man ohne Voranmeldung kommen und das Greenfee am Automaten lösen, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Sekretariats. Der Automat nimmt laut Betreiber Geldscheine an und wechselt in Münzen. Das Sekretariat ist laut Kontaktseite von April bis Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr besetzt, im März und November von 11 bis 15 Uhr, jeweils „bei sonnigem Wetter“. Gespielt wird nach Angaben des Tourismusverbands das ganze Jahr, solange kein Schnee liegt. E-Carts stehen ohne Reservierung gegen Gebühr zur Verfügung, ebenso Leihschläger mit Trolley und Bag. Der Tourismusverband erwähnt außerdem, dass Nichtgolfer donnerstags in Begleitung eines erfahrenen Golfers auf den 9-Loch-Platz dürfen; ob diese Regel noch gilt, sollte man vorher beim Club erfragen.
Greenfee
Die Preisliste des Betreibers unterscheidet zwischen 9 und 18 Löchern, zwischen Erwachsenen und Jugendlichen bis 18 Jahre, kennt Zehnerblöcke für Mitglieder und Gäste sowie ein Tagesgreenfee für den Kurzplatz. Eine Rangegebühr wird nicht erhoben. Mitglieder von rund vierzig Partnerclubs in Bayern und Österreich erhalten Ermäßigungen, teils nur an bestimmten Wochentagen; sie gelten nur für 18-Loch-Runden und nicht bei Turnieren. Siehe die Seite des Betreibers.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für die Lage; die Website des Betreibers für Anschrift, Betreiber, Platzbeschreibung, Übungsanlage, Gästeregeln, Öffnungszeiten des Sekretariats und Partnerclubs; die Scorekarte des Betreibers für Par, Längen in Metern und Handicap-Reihenfolge jedes Lochs; die Vorgabentabellen für Course Rating und Slope; das Birdiebook für Bahnnamen und Hindernisse; die Platzregeln der Spielleitung. Das Gründungsjahr des Vereins, 1991, nennt der Club auf seiner Partnerseite. Das Eröffnungsjahr 1995 stammt von 1Golf und Golfify, die Beschreibung des Stonecreek, der Götzinger Ache und des Wildgeheges vom Tourismusverband Chiemsee-Chiemgau, die Angaben zu Saison, Gästen ohne Mitgliedschaft und Donnerstagsregel vom Tourismusverband Waginger See. Die Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet. Weitere Quellen des Betreibers: Über uns, Scorekarte, Vorgabentabellen, Gäste-Info.
Einige Quellen weichen voneinander ab. Scorekarte und Seite „Über uns“ nennen für Herren Course Rating 65,8 und Slope 118, die Vorgabentabellen und 1Golf 66,0 und 114; für Damen stimmen alle Quellen des Betreibers bei 68,2 und 115 überein. Die Seite des Tourismusverbands Chiemsee-Chiemgau und Golfify führen ältere Werte: 4.502 Meter mit Course Rating 65,8 und Slope 117 für Herren, 4.028 Meter mit 67,4 und 117 für Damen. Die Bahn 2 erscheint in älteren Scorekarten mit 319 statt 339 Metern für Herren. Im Birdiebook trägt die 8 die Vorgabenverteilung 13, wie die 7; die Scorekarte nennt für die 8 Handicap 1, und wir folgen ihr. Der Tourismusverband nennt die 6 das schwierigste Loch, die Scorekarte die 8. Ein Architekt ist in keiner der Quellen genannt. Ältere Tourismusseiten nennen außerdem Personen und einen Pro-Shop-Betreiber, die auf der heutigen Website nicht mehr vorkommen; wir haben diese Angaben weggelassen.
1Golf und Leading Courses waren für uns nicht abrufbar; ihre Angaben kennen wir nur aus Auszügen in Suchergebnissen. Die Website des Betreibers mit Scorekarte, Vorgabentabellen und Platzregeln, Golf Post, Hole19, Golfify und die Seiten der beiden Tourismusverbände wurden direkt gelesen. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.
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