Layout of Golf Club Höslwang im Chiemgau from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).
Golf Club Höslwang im Chiemgau
Löcher
18
Von
72
Länge
—
Greenfee
—
Beste Saison
—
Der Golf Club Höslwang im Chiemgau e. V. wurde 1974 gegründet und spielte seine ersten Jahre auf neun Löchern. Die heutige Achtzehn-Loch-Anlage wurde 1992 eingeweiht. Der Club hat sein fünfzigjähriges Bestehen inzwischen hinter sich und führt das Jubiläum noch im Logo.
Die Anlage liegt am Kronberg, einem Weiler der Gemeinde Höslwang im Landkreis Rosenheim, auf einer Anhöhe abseits der Durchgangsstraßen. Bis zum Chiemsee sind es rund zehn Kilometer Luftlinie. Der Club gibt die Fläche mit fast neunzig Hektar an, eingebettet in die voralpine Landschaft, mit Blick auf die Chiemgauer Alpen über die ganze Runde.
Gespielt wird Par 72 über achtzehn Löcher. Jede Bahn hat fünf Abschläge. Von Weiß misst der Platz 6.190 Meter, von Gelb 6.025 Meter, von Blau 5.234 Meter, von Rot 5.082 Meter. Für Kinder und Jugendliche gibt es grüne Abschläge mit 3.545 Metern.
Die Zahlen im Überblick
Die Scorekarte des Clubs nennt für jeden Abschlag Par, Länge, Course Rating und Slope. Die Unterschiede zwischen den Abschlägen sind aufschlussreicher als die Gesamtlänge allein.
- Herren Weiß: Par 72, 6.190 Meter, Course Rating 73,3, Slope 129.
- Herren Gelb: Par 72, 6.025 Meter, Course Rating 72,2, Slope 131.
- Herren Blau: Par 71, 5.234 Meter, Course Rating 67,8, Slope 119.
- Damen Blau: Par 72, 5.234 Meter, Course Rating 73,7, Slope 123.
- Herren Rot: Par 71, 5.082 Meter, Course Rating 67,1, Slope 112.
- Damen Rot: Par 72, 5.082 Meter, Course Rating 72,2, Slope 123.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens hat Gelb einen höheren Slope als Weiß, obwohl Gelb rund 165 Meter kürzer ist. Der Slope misst, wie viel schwerer ein Platz für den Bogey-Golfer ist als für den Scratch-Spieler, und dieser Wert sagt, dass die gelben Abschläge den durchschnittlichen Spieler an genau die Stellen bringen, an denen der Platz am meisten verlangt. Zweitens liegt das Course Rating von Weiß mit 73,3 über Par. Auch ein Scratch-Spieler muss hier im Mittel mehr als 72 Schläge erwarten. Für einen Platz, der nach Metern eher mittellang ist, ist das ein deutliches Zeichen: Die Schwierigkeit kommt nicht aus der Länge, sondern aus dem Gelände.
Wer von Blau oder Rot als Herr spielt, spielt Par 71. Die Damen spielen dieselben Abschläge mit Par 72. Für die Spielvorgabe macht das keinen großen Unterschied, für die Planung eines Turniers mit gemischten Flights schon.
Was der Platz verlangt
Der Kronberg ist kein flaches Gelände, und der Platz versucht nicht, es zu verbergen. Die Bahnen folgen den Hügeln des Voralpenlands, mit Anstiegen und Gefällen, die man auf der Karte nicht sieht und in den Beinen sehr wohl spürt. Ein ebener Stand ist auf vielen Bahnen die Ausnahme. Wer den Ball oberhalb oder unterhalb der Füße hat, muss mit Abweichungen rechnen, die auf einem flachen Platz nicht vorkommen.
Die Höhenunterschiede verändern auch die Distanzen. Ein Annäherungsschlag bergauf braucht mehr Schläger, einer bergab weniger, und die Zahl auf dem Entfernungsmesser stimmt mit der gespielten Länge selten überein. Wer den Platz zum ersten Mal spielt, verliert hier die meisten Schläge, nicht am Abschlag.
Mehrere Bahnen werden blind gespielt, über eine Kuppe oder einen breiten Hang, ohne dass man die Landezone sieht. Der Club stellt Richtungsfahnen auf, und es lohnt, vor der Runde den Platzführer oder die Bahnübersicht genau anzusehen. Auf einem Platz mit blinden Schlägen ist die erste Runde immer auch eine Erkundung.
Dazu kommt Wasser. Der Platz hat mehrere Wasserhindernisse, und Golfportale heben die Siebzehn hervor: ein Par 5, bei dem das Wasser im zweiten Teil des Fairways auf beiden Seiten mitläuft. Auf einer langen Bahn kurz vor dem Ende der Runde ist das eine Prüfung der Entscheidung, nicht nur der Technik. Wer das Grün in zwei erreichen will, muss den zweiten Schlag zwischen zwei Gefahren hindurch spielen. Wer vorlegt, braucht eine klare Vorstellung davon, wo der dritte Schlag am leichtesten ist.
Die Grüns werden in den Bewertungen unterschiedlich beschrieben. Viele nennen sie schnell und spurtreu, einige knifflig, andere fanden sie bei ihrem Besuch langsamer als erwartet. Das hängt erfahrungsgemäß von Jahreszeit, Wetter und Pflegezyklus ab. Sicher ist: Auf hügeligem Gelände liegen auch die Grüns selten flach, und das Lesen der Breaks entscheidet über den Score mindestens so viel wie der lange Schlag.
Der Club selbst beschreibt seinen Platz als sportlich, weniger auf Länge ausgelegt als auf strategisches Spiel. Die Spielflächen werden sorgfältig gepflegt, das Rough abseits von Abschlag, Fairway und Grün bleibt bewusst naturnah. Für den Spieler heißt das: Wer das Fairway verfehlt, findet seinen Ball nicht immer im kurz gemähten Semirough, sondern in Wiese, die eher an Landschaft als an Golfplatz erinnert. Das ist schön anzusehen und teuer für den Score.
Fünf Abschläge pro Bahn machen den Platz für sehr unterschiedliche Spielstärken spielbar. Der Club wirbt ausdrücklich damit, dass er vom Anfänger bis zum erfahrenen Golfer jedem Handicap etwas bietet. Die Zahlen bestätigen das: Zwischen den roten und den weißen Abschlägen liegen über 1.100 Meter.
Übungsanlage und Clubhaus
Zur Anlage gehören eine Driving Range mit 35 Abschlagplätzen und große Übungsgrüns. Eine Golfschule bietet Schnupperkurse, Platzreifekurse und Einzelunterricht an; der Club betreibt außerdem eine eigene Kinder- und Jugendarbeit.
Das Clubrestaurant heißt Da Gigi und kocht italienisch. Es hat in der Saison täglich außer donnerstags geöffnet und geht Ende Oktober in die Winterpause. Die Terrasse mit Blick über den Platz wird in den Bewertungen oft eigens erwähnt. Hunde dürfen an der Leine mit auf die Runde.
Startzeiten lassen sich online über die Seite des Clubs buchen. Wer mit einer Euregio-Card spielt, muss sich freitags, samstags und sonntags vorher telefonisch anmelden.
Was Spielerinnen und Spieler sagen
Die folgenden Punkte fassen zusammen, was in öffentlichen Bewertungen wiederholt auftaucht. Es sind fremde Meinungen, nicht unsere: Wir haben den Platz nicht gespielt und nennen oder zitieren niemanden.
Was gelobt wird
- Der Blick auf die Chiemgauer Alpen wird fast immer zuerst genannt, und die Landschaft erhält in den Bewertungsportalen die höchste Einzelnote.
- Der Pflegezustand von Fairways und Grüns wird überwiegend gut beurteilt.
- Die Grüns gelten bei vielen als schnell und gut zu lesen.
- Der Platz wird als abwechslungsreich und anspruchsvoll beschrieben, mit Bahnen, die man nicht vergisst.
- Gastronomie und Terrasse nach der Runde werden gelobt, ebenso ein freundlicher Empfang.
- Die ruhige Lage abseits der Straßen wird als Teil des Erlebnisses genannt.
Was kritisiert wird
- Die Hügel machen die Runde zu Fuß anstrengend; mehrere Stimmen empfehlen ein Cart, besonders an heißen Tagen.
- Die blinden Schläge stören einen Teil der Gäste, vor allem beim ersten Besuch.
- Die Grüns waren bei einigen Besuchen langsamer als erwartet.
- Nach Trockenperioden und an einzelnen Abschlägen wurde der Zustand bemängelt.
- Der Empfang wird nicht von allen gleich warm erlebt; einzelne ältere Bewertungen fallen hier deutlich ab.
Die Bewertungen sind insgesamt eher positiv. Die Kritik betrifft vor allem das, was den Platz ausmacht: Gelände und blinde Schläge. Wer einen flachen Platz für eine entspannte Runde sucht, ist hier falsch. Wer das Voralpenland spielen will, ist richtig.
Für wen sich der Platz eignet
Für Gäste, die Landschaft und Strategie über Länge stellen, ist Höslwang eine naheliegende Wahl. Der Platz bestraft nicht den kurzen Spieler, sondern den unüberlegten. Wer seine Schläge plant, die Hanglagen respektiert und die blinden Bahnen vorher studiert, kann hier gut scoren, auch ohne lange Drives.
Für Spieler mit eingeschränkter Kondition oder an heißen Sommertagen ist ein Cart keine Bequemlichkeit, sondern eine vernünftige Entscheidung. Für Anfänger mit Platzreife bieten die vorderen Abschläge eine faire Runde, auch wenn die Hügel für alle dieselben sind.
Höslwang selbst ist eine kleine Gemeinde mit gut tausend Einwohnern und rund zwei Dutzend Ortsteilen, viele davon Weiler und Einzelhöfe. Der Kronberg, an dem der Club liegt, ist einer davon. Wer hier spielt, spielt nicht am Rand einer Stadt, sondern mitten in einer bäuerlichen Hügellandschaft aus Wiesen, Waldstücken und Höfen, die den Platz von allen Seiten umgibt und in die er sich einfügt, statt sie zu verdrängen. Diese Lage erklärt die Ruhe, die in den Bewertungen so oft gelobt wird, und auch, warum man ohne Auto kaum hinkommt.
Als Ergänzung zu einem Aufenthalt am Chiemsee bietet sich der Platz ebenso an wie für einen Tagesausflug aus Rosenheim oder München.
Anfahrt und beste Zeit
Die Anschrift lautet Kronberg 4, 83129 Höslwang. Höslwang liegt im Chiemgau, rund sieben Kilometer von Bad Endorf, vierzehn von Prien am Chiemsee und zweiundzwanzig von Rosenheim entfernt. Von München aus erreicht man die Gegend über die A8 Richtung Salzburg bis in den Raum Rosenheim und weiter über Bad Endorf auf Landstraßen. Ein Auto ist praktisch unverzichtbar; der nächste Bahnhof mit regelmäßigem Verkehr ist Bad Endorf an der Strecke zwischen München und Salzburg, von dort fehlt eine direkte Verbindung zum Platz.
Der Club nennt keine festen Öffnungs- und Schließtermine für den Platz; gespielt wird witterungsabhängig. Im Voralpenland beginnt die Saison in der Regel später als im Flachland. Für Hitze empfindliche Spieler sind Morgen- und Abendstunden im Hochsommer die angenehmere Wahl. Startzeiten vorher buchen, an Wochenenden erst recht.
Greenfee
Tarife und Startzeiten regelt der Club. Siehe die Seite des Clubs.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für die Lage; die Seite des Clubs für Anschrift, achtzehn Löcher, fast neunzig Hektar, fünf Abschläge, Par, Längen, Course Rating und Slope aus der Scorekarte, Übungsanlage, Restaurant und Gästeregeln; das Tourismusportal Chiemsee-Chiemgau für Lage, Alpenblick und die Beschreibung als strategischer Platz; ein regionaler Reiseführer für die Gründung 1974 mit neun Löchern und die Einweihung der Achtzehn-Loch-Anlage 1992; Golfportale für die Beschreibung der Bahn 17; der Wikipedia-Artikel zu Höslwang für die Entfernungen. OpenStreetMap führt den Platz als Neun-Loch-Anlage; der Club nennt achtzehn Löcher, wir folgen dem Club. Einen Architekten veröffentlicht der Club nicht, wir nennen deshalb keinen. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und zitieren niemanden namentlich.
Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.
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