Layout of Golfclub Lauterhofen from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).
Golfclub Lauterhofen
Löcher
18
Von
72
Länge
5.812 m (Gelb), 5.123 m (Rot), 3.777 m (Orange)
Greenfee
—
Beste Saison
Ganzjährig, wetterabhängig (bei Frost Wintergrüns)
Der Golfclub Lauterhofen liegt nicht im Ort selbst, sondern bei Ruppertslohe, einem Gemeindeteil des Marktes Lauterhofen im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Die Anschrift lautet Ruppertslohe 18, 92283 Lauterhofen. Nach Wikipedia ist Ruppertslohe eine Einöde mit zwei Wohnhäusern auf 512 Metern über dem Meer, die 1978 im Zuge der bayerischen Gebietsreform nach Lauterhofen eingemeindet wurde. Aus den Koordinaten gerechnet liegt der Platz gut zwei Kilometer Luftlinie nordwestlich des Ortskerns von Lauterhofen, rund 14 Kilometer nordöstlich von Neumarkt, rund 21 Kilometer westlich von Amberg und rund 37 Kilometer östlich der Nürnberger Altstadt. Lauterhofen selbst ist ein Markt mit rund 3.700 Einwohnern an der Lauterach, der laut Wikipedia 806 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Der Club beschreibt seine Lage als Lindeltal im Oberpfälzer Jura, mit Ausblicken auf alte Obstbäume, ockerfarbenes Gestein und Blumenwiesen. Zur Anlage gehören ein 18-Loch-Platz mit Par 72, ein öffentlicher Kurzplatz mit sechs Par-3-Bahnen, eine Driving Range mit Übungsgrüns und ein Clubhaus mit dem Restaurant „Chip Inn“, einer Skylounge und einer Sonnenterrasse über dem Platz. Träger ist der Golfclub Lauterhofen e.V.; der Club betont auf seiner Seite, dass er ein eingetragener Verein ohne Betreibergesellschaft ist und seine Einnahmen in Platz, Mitglieder und Veranstaltungen zurückfließen. Nach eigenen Angaben hat er über 1.000 Mitglieder.
Wofür Lauterhofen über die Golfszene hinaus bekannt ist, sind die Bauten auf dem Platz. Drei Toilettenhäuschen an den Bahnen 5, 8 und 14 des Architekten Johannes Berschneider aus dem nahen Pilsach wurden 2016 mit dem BDA Preis Bayern des Bundes Deutscher Architekten in der Rubrik „Besondere Bauten“ ausgezeichnet. Der Club fasst sein Profil im Leitsatz „Golf, Natur & Architektur“ zusammen. Einen Platzarchitekten, also den Planer der Spielbahnen selbst, nennt dagegen weder der Club noch eines der Verzeichnisse, die wir lesen konnten.
Die Zahlen im Überblick
Laut Scorekarte und Platzseite des Clubs ist der Platz ein Par 72, aufgeteilt ungleich auf die beiden Neunen: Die erste Neun ist ein Par 37, die zweite ein Par 35. Der Platz hat acht Par 4, fünf Par 3 (die 3, die 5, die 10, die 13 und die 17) und fünf Par 5 (die 4, die 6, die 8, die 11 und die 16). Gemessen wird von drei Abschlägen. Von Gelb, dem Herrenabschlag, misst der Platz 5.812 Meter (2.984 auf der ersten, 2.828 auf der zweiten Neun), von Rot 5.123 Meter (2.643 und 2.480) und von Orange, dem kürzesten Abschlag, 3.777 Meter (1.958 und 1.819).
Für einen Par-72-Platz sind 5.812 Meter von Gelb eher kurz. Das kürzeste Loch ist die 17 mit 126 Metern von Gelb, das längste die 11 mit 522 Metern. Auffällig sind die kurzen Par 5: Die 6 misst von Gelb nur 431 Meter, die 4 456 Meter. Das längste Par 4 ist die 12 mit 380 Metern, das kürzeste die 7 mit 298 Metern. Unter den Par 3 reicht die Spanne von 126 Metern an der 17 bis 200 Metern an der 13.
Die Platzseite des Clubs nennt für Gelb Course Rating 71,2 und Slope 134, für Rot 73,3 und Slope 128, für Orange 61,9 und Slope 102. Die Spielvorgabentabelle des Clubs mit Stand Juli 2025 schlüsselt das nach Geschlecht auf. Für Herren stehen Gelb mit 71,2 und Slope 134, Rot mit 67,5 und Slope 129 und Orange mit 61,9 und Slope 102 in der Tabelle, für Damen Rot mit 73,3 und Slope 128 und Orange mit 64,4 und Slope 113. Die Werte von der Platzseite für Rot und Orange sind also die Damenwertung von Rot und die Herrenwertung von Orange.
Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den beiden Neunen. Die erste Neun hat von Gelb einen Slope von 137, die zweite von 126; von Rot sind es 131 und 123. Die erste Hälfte der Runde ist nach dieser Wertung die deutlich schwerere, obwohl sie nur gut 150 Meter länger ist. Insgesamt liegen die Slope-Werte von Gelb und Rot klar über dem Normwert von 113. Laut Tabelle des Clubs erhält ein Herr mit Handicap-Index 20,0 von Gelb eine Spielvorgabe von 23, von Rot eine von 18; eine Dame mit demselben Index bekommt von Rot eine Spielvorgabe von 24. Der Course Rating von Gelb liegt dabei unter Par, der Platz ist für sehr gute Spieler also nicht übermäßig schwer. Die Schwierigkeit für Spielerinnen und Spieler mit höherem Handicap kommt nach dieser Wertung eher aus dem Gelände und den Hindernissen als aus der Länge.
Geschichte
Der Club nennt 1987 als Gründungsjahr; auf seiner Seite heißt es, er beeindrucke „seit dem ersten Abschlag im Jahr 1987“. Eine Rubrik mit Videos auf der Clubseite ist mit „Heute Golfclub Lauterhofen, damals Golfclub Neumarkt“ überschrieben. Nähere Angaben zu dieser Namensgeschichte haben wir nicht gefunden. Heute gibt es in der Region einen eigenständigen Golfclub Neumarkt, den der Club selbst als Partner im Verbund „Golfdorado Neumarkt“ aufführt.
Ein Datum für die Eröffnung der 18 Löcher nennt der Club nicht. Die Imagebroschüre des Clubs spricht davon, dass sich der Verein „peu à peu“ entwickelt habe. Das Verzeichnis GolfPass führt laut Suchauszug 1989 als Baujahr; ob sich diese Zahl auf den Platz oder das Clubhaus bezieht, ließ sich nicht klären, weil die Seite für uns nicht abrufbar war.
Gut belegt ist die jüngere Geschichte der Bauten. Nach einem Beitrag von Baunetz Wissen entstand das hölzerne Toilettenhäuschen 2010, das aus Altstahl geschweißte 2015. Berschneider ist nach Angaben des Clubs zugleich Vorstandsmitglied sowie Platz- und Gebäudewart. Laut Baunetz kosteten die Häuschen nicht mehr als übliche WC-Kabinen, weil Mitglieder ehrenamtlich mitarbeiteten und Material aus der Umgebung verwendet wurde. Im Umweltprogramm „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbands hält der Club nach Angaben seiner Broschüre seit 2009 ununterbrochen die Gold-Stufe. Eigene Bienenvölker hält der Verein seit dem Frühjahr 2013.
Was der Platz verlangt
Der Club beschreibt den Platz knapp: Mal sei Länge, mal Präzision gefragt, vorbei an strategisch platzierten Bunkern und entlang von Wasserhindernissen. Dass das Gelände bewegt ist, sagt der Club selbst: In seinem Golfguide weist er Hundebesitzer darauf hin, dass der Platz hügelig ist. Eine Bewertung bei Golf Post schreibt, die hügelige Landschaft verlange präzise Schläge, vor allem beim Anspielen der erhöhten Grüns sei die Schlägerwahl entscheidend. Die Toilettenhäuschen an der 5 und der 14 beschreibt die Broschüre mit Panoramablick über das Tal und den Platz, was auf erhöhte Lagen an diesen Stellen schließen lässt.
Eine Beschreibung jeder Bahn mit Spieltipps veröffentlicht der Club nicht, wohl aber Längen, Par, Handicapreihenfolge und kurze Bahnvideos. Die folgenden Angaben stützen sich auf die Platzseite, die Scorekarte, die Platzregeln vom Mai 2026 und die Imagebroschüre. Längen stehen in Metern für Gelb, Rot und Orange. Jede Bahn trägt einen Namen, meist nach einer Tier- oder Pflanzenart, die auf der Anlage vorkommt.
Die erste Neun
Die Runde beginnt mit „Roter Milan“, dem Namen des Wappentiers des Clubs: ein Par 4 von 320, 270 und 230 Metern (Handicap 13). Gleich danach folgt das Loch mit Handicap 1, „Abendsegler“, ein Par 4 von 369, 324 und 238 Metern. Die 3, „Wendehals“, ist ein Par 3 von 179 Metern von Gelb, 165 von Rot und 110 von Orange. Nach den Platzregeln sollen Spieler sich vor dem Abschlag an der 3 vergewissern, dass sich niemand auf oder unmittelbar um das Grün der Vorbahn befindet; das Grün der 2 liegt also in Reichweite dieses Abschlags.
Die 4, „Heidschnucke“, ist das erste Par 5, 456 Meter von Gelb, 395 von Rot und 297 von Orange (Handicap 3). Von Rot führt die Platzseite sie als Par 4 oder 5. Der Name verweist auf die clubeigenen Heidschnucken, die nach Angaben des Clubs einen Teil der Landschaftspflege übernehmen. Ihre Weide, deren genaue Lage die Platzregeln nicht angeben, ist mit Elektrozäunen gesichert und nach den Platzregeln eine Spielverbotszone; wer dort landet, muss Erleichterung nehmen, und ob dabei ein Strafschlag fällig wird, hängt davon ab, ob die Weide innerhalb einer Penalty Area liegt. Die 5, „Neuntöter“, ist mit 142, 118 und 68 Metern das kürzere der beiden Par 3 der ersten Neun (Handicap 9). Neben ihr steht das Toilettenhäuschen aus gestapelten Ästen und Stämmen, von dem aus man laut Broschüre über das Tal und zwei Grüns blickt.
Die 6, „Feldgrille“, ist mit 431 Metern von Gelb, 369 von Rot und 270 von Orange das kürzeste Par 5 des Platzes (Handicap 7). Die 7, „Schlehdorn“, ist ein kurzes Par 4 von 298, 272 und 222 Metern (Handicap 15). Auf ihr liegt der „Berschi-Stein“, den die Platzregeln ausdrücklich als unbewegliches Hemmnis ausweisen, von dem man straflos Erleichterung nehmen darf. Zwischen der 7 und der 8 steht das „Stroh-Häusl“, eine Schutzhütte aus Strohballen.
Die 8, „Enzian“, ist mit 488 Metern von Gelb, 454 von Rot und 297 von Orange das längste Loch der ersten Neun (Handicap 5); auch sie steht von Rot als Par 4 oder 5 auf der Platzseite. Vor dem Abschlag liegt ein Biotop, das nicht betreten werden darf. Die Platzregeln beschreiben das Vorgehen genau: Wer nicht sicher ist, ob der Ball im Biotop liegt, soll nach dem Wortlaut der Regeln zunächst „nach unten bis zum Fairway“ gehen und suchen. Liegt der Ball auf der Bahn, wird er gespielt, wie er liegt; ist er sicher im Biotop, geht es zurück zu einer eigenen Dropzone, von der ohne Strafschlag weitergespielt wird. Der Abschlag liegt nach dieser Formulierung also oberhalb des Fairways. Die erste Neun endet mit „Wacholderdrossel“, einem Par 4 von 301, 276 und 226 Metern (Handicap 17). Auch hier verlangen die Platzregeln, vor dem Abschlag auf Personen am Grün der Vorbahn zu achten. Am Biotop dieser Bahn sammeln nach Angaben der Broschüre die Bienen des Clubs ihren Honig.
Die zweite Neun
Die zweite Neun beginnt mit einem Par 3: „Bachstelze“, 152 Meter von Gelb, 135 von Rot und 77 von Orange (Handicap 16). Entlang der 10, der 11, der 15 und der 16 verläuft eine Ausgrenze, die nach den Platzregeln auch dann gilt, wenn der Ball jenseits davon auf einem anderen Teil des Platzes liegen bleibt. Wer auf diesen Bahnen zur falschen Seite verzieht, ist also im Aus, selbst wenn er auf einer Nachbarbahn landet.
Die 11, „Laubfrosch“, ist mit 522 Metern von Gelb, 452 von Rot und 305 von Orange das längste Loch des Platzes und hat Handicap 2. Von Orange wird sie als Par 4 gespielt. Die 12 heißt „Dolschneinder Marterl“ und ist mit 380, 340 und 230 Metern das längste Par 4 (Handicap 4). An ihr liegt eine Quelle, aus der Spieler nach Angaben der Broschüre in einem begehbaren Bau aus verrostetem Stahl ihre Trinkflaschen auffüllen können. Die 13, „Schlingnatter“, ist mit 200 Metern von Gelb, 177 von Rot und 121 von Orange das längste Par 3.
Es folgen zwei Par 4 mittlerer Länge: die 14, „Zitronenthymian“, mit 332, 292 und 221 Metern (Handicap 12) und die 15, „Mäusebussard“, mit 322, 284 und 243 Metern (Handicap 8). An der 14 steht das dritte prämierte Toilettenhäuschen, ein Bau aus Stampfbeton, dessen Boden aus den beim Aushub gefundenen Kalkbrocken besteht und das nach Angaben der Broschüre den besten Panoramablick über den Platz bietet. Die 16, „Azurjungfer“, ist das letzte Par 5, 471 Meter von Gelb, 408 von Rot und 326 von Orange (Handicap 6).
Die 17 ist mit 126 Metern von Gelb, 104 von Rot und 75 von Orange das kürzeste Loch und hat Handicap 18. Als einzige Bahn trägt sie auf der Platzseite keinen Namen. Wie an der 3 und der 9 sollen Spieler vor dem Abschlag prüfen, dass niemand am Grün der Vorbahn steht. Zwischen der 1 und der 2 steht eine Skulptur in Form eines überdimensionalen Fernsehers, deren „Bild“ nach Angaben der Broschüre das Grün der 17 ist. Die Runde endet mit „Frauenschuh“, einem Par 4 von 323, 288 und 221 Metern (Handicap 10).
Was das für das eigene Spiel bedeutet
Länge entscheidet in Lauterhofen weniger als Kontrolle. Mehrere Par 5 sind kurz, die 6 misst von Gelb nur 431 Meter. Dafür liegen fünf Par 3 auf der Runde, von denen die 3 und die 13 von Gelb 179 und 200 Meter lang sind. Die hohen Slope-Werte, vor allem der ersten Neun, deuten darauf hin, dass Fehlschläge hier spürbar Schläge kosten. Bewegtes Gelände, erhöhte Grüns, das Biotop an der 8, die Schafweide und die Ausgrenzen an der 10, 11, 15 und 16 sind die Stellen, die man vor der Runde kennen sollte.
Die Platzregeln enthalten weitere Hinweise. Neu gepflanzte Bäume und Sträucher, markiert durch Pflock, Manschette oder Bänder, sind Spielverbotszonen. Rindenmulch und Bunkerwände aus Kunstrasen gelten als Teil des Platzes. Trifft ein Ball eine Stromleitung oder deren Mast, zählt der Schlag nicht und wird wiederholt. Entfernungsmarkierungen in der Mitte des Fairways zeigen 100 Meter (weiß), 150 Meter (rot) und 200 Meter (gelb) bis zum Anfang des Grüns. Die Fahnenpositionen veröffentlicht der Club als Übersicht auf seiner Platzseite. Für Turniere setzt die Spielleitung eine Höchstspielzeit von 4 Stunden 27 Minuten für 18 Löcher an.
Übungsanlage und Kurzplatz
Die Driving Range ist nach Angaben des Clubs ohne Rangefee nutzbar; Bälle gibt es am Automaten. Sie hat sieben überdachte Abschlagplätze und 40 Abschlagplätze auf Rasen, dazu Putting- und Chippinggrüns, Fairway- und Grünbunker zum Üben, Zielgrüns auf der Range und einen eigenen „Championshipabschlag“ für Schläge über 250 Meter. Im Herbst gelten nach einem Hinweis auf der Startseite verkürzte Öffnungszeiten der Range.
Der Kurzplatz hat sechs Par-3-Bahnen zwischen 76 und 84 Metern. Er ist nach Angaben des Clubs kostenfrei, ohne Platzreife und ganzjährig bespielbar, mit Abschlägen und Grüns aus Kunstrasen, teils in Schräglagen. Leihschläger gibt es vor Ort. Damit lässt sich Golf in Lauterhofen ohne Mitgliedschaft und ohne Vorkenntnisse ausprobieren.
Die Golfakademie bietet Schnupperkurse, Kompaktkurse zur DGV-Platzreife, Gruppentraining, Themenkurse und Einzelunterricht an. Die Seite der Akademie stellt zwei Golflehrer vor, beide als Fully Qualified PGA Professional; die Startseite spricht dagegen von drei erfahrenen Golflehrern. Für Anfänger richtet der Club monatliche Fox-&-Rabbit-Turniere aus, für Kinder und Jugendliche eigene Turniere nach Altersklassen.
Golf und Natur
Nach Angaben der Broschüre arbeitet der Club mit dem Landschaftspflegeverband Neumarkt zusammen, um juratypische Landschaftselemente wie Kalkmagerrasen, Steinriegel und extensive Wiesen zu erhalten. Ehemalige Hutungen, Streuobstwiesen und Wildäcker würden wieder angelegt, die Heidschnucken des Clubs beweiden Teile der Fläche. Auf dem Platz seien 666 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen, 54 davon stünden auf der Roten Liste. Die Zahlen stammen vom Club selbst; eine unabhängige Erhebung haben wir nicht gefunden.
Zwei Insektenhotels stehen an der 7 und 8 sowie an der 17. Die Platzarbeiter ernten im Herbst die Äpfel der Obstbäume auf der Anlage, die zu Apfelsaft verarbeitet werden; Saft und Honig verkauft der Club im Proshop. Für die Pflege nennt der Club eine Beregnungsanlage auf dem gesamten 18-Loch-Platz.
Clubhaus und Gastronomie
Das Restaurant „Chip Inn“ führt Katja Dörner. Nach Angaben des Clubs bietet es regionale Küche aus der oberpfälzisch-fränkischen Umgebung mit täglich wechselnden Gerichten, einer kleinen festen Karte und internationalen Ergänzungen. Innen gibt es 130 Plätze, davon 30 im „Atelier“ in der Skylounge, die auch für Seminare genutzt wird, außen 150 Plätze auf einer teilweise überdachten Terrasse, die der Club als windgeschützt und beheizbar beschreibt. Die Gastronomie öffnet laut Gästeseite in der Saison ab 10 Uhr; für die aktuellen Zeiten verweist der Club auf das Restaurant selbst. Zum Zeitpunkt unserer Recherche kündigte die Startseite die Winterpause des Restaurants ab dem 2. November an.
Auf dem Parkplatz stehen 15 Stellplätze für Wohnmobile bis etwa zehn Meter Länge zur Verfügung, ohne Strom- und Wasseranschluss und ohne Entsorgungsstation. Für Mitglieder, Greenfeespieler und Nutzer des Kurzplatzes sind sie an Spieltagen kostenfrei; den Parkschein gibt es im Sekretariat. Übernachtungsmöglichkeiten nennt der Club über den Verbund „Golfdorado Neumarkt“, zu dem neben Lauterhofen der Golfclub Neumarkt, Jura Golf in Hilzhofen und der Golfclub Am Habsberg sowie mehrere Hotels in der Umgebung gehören.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Die öffentlichen Bewertungen fallen überwiegend sehr positiv aus. Bei Golf Post kommt der Club auf 4,7 von 5 Sternen aus 36 Bewertungen; die Teilnoten liegen bei 4,7 für Natur, Zustand und Gastronomie, 4,8 für den Empfang und 4,5 für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die jüngste Bewertung dort stammt vom Mai 2026. 1Golf zeigt laut Suchauszug 4,8 von 5 Sternen aus 12 Bewertungen, Hole19 einen Schnitt von 4,6 ohne erkennbare Zahl der Bewertungen. Bei Golfshake gab es keine Bewertung.
Was gelobt wird
Am häufigsten genannt werden der freundliche Empfang und die Landschaft mit ihrer ruhigen, naturnahen Lage und dem Panorama. Mehrfach gelobt werden der gepflegte Zustand des Platzes und die Gastronomie im „Chip Inn“, auch als Treffpunkt nach der Runde. Mehrere Bewertungen halten den Platz für Anfänger wie für Fortgeschrittene geeignet und empfehlen ihn für Gruppen und Wochenendausflüge. Laut Suchauszug von 1Golf beschreiben Nutzer dort die Bahnen als breit und fair; verzogene Bälle seien gut wiederzufinden.
Was kritisiert wird
Deutliche Kritik ist selten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis erhält bei Golf Post die niedrigste Teilnote, zwei Bewertungen vergeben dort in diesem Punkt nur drei Sterne. Eine Bewertung bei Golf Post weist darauf hin, dass das hügelige Gelände und die erhöhten Grüns präzise Schläge und eine sorgfältige Schlägerwahl verlangen. Eine Bewertung bei 1Golf merkt laut Suchauszug an, die Grüns seien kaum modelliert und deshalb wenig anspruchsvoll. Eine weitere Stimme nennt laut Suchauszug die erste Bahn, deren Fairway stark nach links hänge.
Für wen sich der Platz eignet
Mit 5.812 Metern von Gelb ist Lauterhofen kein Platz für Spieler, die vor allem Länge suchen. Wer gern strategisch spielt, mit Hanglagen umgehen kann und präzise Eisen schätzt, findet hier eine abwechslungsreiche Runde mit fünf Par 3 und fünf Par 5. Für Spielerinnen und Spieler mit höherem Handicap ist die Wertung mit Slope 134 von Gelb und 128 für Damen von Rot anspruchsvoll; der Abschlag Orange mit 3.777 Metern und Slope 102 für Herren und 113 für Damen bietet eine deutlich kürzere Alternative.
Für Einsteiger ist das Angebot ungewöhnlich offen: Kurzplatz und Driving Range kosten nichts und setzen keine Platzreife voraus. Wer sich neben dem Spiel für Architektur oder Naturschutz interessiert, hat mit den prämierten Bauten und den Biotopen einen weiteren Grund für den Besuch. Wer zu Fuß geht, sollte das hügelige Gelände einplanen; Carts gibt es beim Club, im Winter sind Trolleys und Carts nach dem Golfguide nicht erlaubt. Hunde dürfen angeleint mit auf die Runde.
Anfahrt und Zugang
Der Platz liegt an der Anschrift Ruppertslohe 18 in 92283 Lauterhofen. Der Club wirbt mit der Lage direkt an der A6; die Broschüre nennt als Ausfahrt Lauterhofen. Aus Nürnberg und aus Amberg führt die Anfahrt also über die A6. Nach Neumarkt in der Oberpfalz sind es aus den Koordinaten gerechnet rund 14 Kilometer Luftlinie, nach Amberg rund 21. Eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nennt der Club nicht, wir haben keine geprüft.
Gäste sind willkommen, wer zum ersten Mal kommt, erhält nach Angaben des Clubs ein kleines Willkommensgeschenk. Startzeiten lassen sich online über PC Caddie buchen oder über Campo Golf, dort mit direkter Bezahlung. Der Golfguide des Clubs bittet, Startzeiten vorab zu reservieren und mindestens zehn Minuten vorher am ersten Abschlag zu sein; wer zu spät kommt, verliert das Spielrecht. Pro Spieler ist ein eigenes Bag mit höchstens 14 Schlägern vorgeschrieben, Softspikes oder spikelose Schuhe sind nach den Platzregeln Pflicht. Jeans, Jogginghosen, ärmellose Shirts ohne Kragen und Sandalen sind unerwünscht. Welches Handicap Gäste für den 18-Loch-Platz mitbringen müssen, steht auf den Seiten des Clubs nicht; wir empfehlen, vor dem Besuch im Sekretariat nachzufragen.
Das Sekretariat ist laut Gästeseite von 9 bis 17 Uhr besetzt; zum Zeitpunkt unserer Recherche nannte die Startseite Dienstag bis Freitag. Der Platz ist nach Angaben des Clubs grundsätzlich ganzjährig bespielbar. Bei Frost gelten Wintergrüns, im Winter außerdem Besserlegen; nach dem Golfguide kann der Platz bei Frost auch gesperrt sein. Eine Webcam auf der Clubseite zeigt die aktuellen Verhältnisse.
Greenfee
Tarife regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet zwischen 18 und 9 Löchern, zwischen Werktagen und Wochenende oder Feiertag sowie einen eigenen Tarif für Jugendliche, Schüler und Studenten bis 27 Jahre; dazu kommen Greenfeeabkommen mit Partnerclubs, Rabatte über den Verbund „Golfdorado Neumarkt“ und Preise für Club-Carts. Siehe die Seite des Clubs.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für die Lage; die Seiten des Clubs für Anschrift, Gründungsjahr, Vereinsform und Mitgliederzahl, Platzdaten, Bahnnamen, Übungsanlage und Kurzplatz, Gäste, Golfguide, Golfakademie und Restaurant; die Scorekarte 2025 für Längen und Handicapreihenfolge; die Spielvorgabentabelle vom Juli 2025 für Course Rating, Slope und Spielvorgaben; die Platzregeln vom Mai 2026 für Biotop, Schafweide, Ausgrenzen und Hinweise an den Abschlägen; die Imagebroschüre des Clubs für Lindeltal, Bauten, Naturschutz und Gastronomie; Baunetz Wissen für Baujahre und Auszeichnung der Toilettenhäuschen; Wikipedia für Lauterhofen und Ruppertslohe; Golf Post für Bewertungen. Die Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet.
Einige Quellen weichen voneinander ab. GolfPass führt laut Suchauszug für Gelb 5.960 Meter mit Course Rating 72,5 und Slope 135 und für Rot 5.291 Meter, Par 71, Course Rating 68,5 und Slope 132; das sind offenbar Werte einer älteren Vermessung. 1Golf nennt laut Suchauszug die aktuellen Längen, aber für Gelb Course Rating 71,7 und für Damen von Rot 73,7 und Slope 126; wir folgen der Tabelle des Clubs vom Juli 2025. Hole19 führt die Längen von Rot als Yards, nach der Scorekarte sind es Meter. Die Spielvorgabentabelle nennt für Orange Par 67, die Platzseite führt für Orange Pars, die zusammen 71 ergeben, und in der Übersicht Par 72. Die Broschüre von 2023 beschreibt einen Kurzplatz mit neun Löchern und wirbt mit „Keine Startzeiten“; heute nennt der Club sechs Löcher und bittet um Reservierung. Die Seite der Golfakademie stellt zwei Golflehrer vor, die Startseite spricht von drei. Der Name der 12, „Dolschneinder Marterl“, steht so auf der Platzseite, eine andere Schreibweise haben wir nicht gefunden. Die Rohdaten aus OpenStreetMap, die uns vorlagen, verzeichneten für die Anlage nur drei Löcher; Club und Scorekarte belegen 18.
1Golf und GolfPass waren für uns nicht abrufbar; ihre Angaben kennen wir nur aus Auszügen in Suchergebnissen. Eine Seite des Deutschen Golf Verbands zum Club haben wir nicht gefunden. Nicht gefunden haben wir außerdem den Planer der Spielbahnen, ein Datum für die Eröffnung der 18 Löcher, die Fläche der Anlage, die Längen der Bahnen von Orange in einer zweiten Quelle, die Voraussetzungen für Gäste auf dem 18-Loch-Platz und eine Angabe dazu, welche Deutschen Meisterschaften der Club nach eigener Aussage ausgerichtet hat. Die Beschreibung der Bahnen beruht auf Scorekarte, Platzregeln und Angaben des Clubs, nicht auf einer Begehung. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im November 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.
Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.
Plätze in der Nähe
Die nächstgelegenen in unserem deutschen Verzeichnis:
- Golf Club Erlangen — 37 km
- 1. Golfclub Fürth — 47 km
- Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald — 50 km
- Golfclub Fränkische Schweiz — 50 km