Layout of Golf Club Erlangen from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).
Golf Club Erlangen
Löcher
18
Von
70
Länge
5.536 m (A), 5.121 m (B), 4.841 m (C), 4.287 m (D), 3.832 m (E), 3.525 m (F)
Greenfee
—
Beste Saison
—
Der Platz des Golf Club Erlangen trägt den Namen der Universitätsstadt, liegt aber nicht in ihr. Er befindet sich am Schleinhof, einer Einöde der Gemeinde Kleinsendelbach im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Kleinsendelbach gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Dormitz und liegt im Tal der Schwabach; Wikipedia nennt den Ort „das südlichste Dorf Oberfrankens“. Aus den Koordinaten gerechnet sind es von der Anlage rund 13 Kilometer Luftlinie bis zur Erlanger Innenstadt, gut 18 Kilometer bis zum Nürnberger Hauptbahnhof und knapp 12 Kilometer bis Lauf an der Pegnitz. Der Club selbst beschreibt die Lage als „zwischen den Städten Erlangen, Nürnberg und Lauf a. d. Pegnitz“ und den Platz als eingebettet „in die hügelige Landschaft am Rand der Fränkischen Schweiz“.
Hinter dem Namen stehen zwei Rechtsträger. Der Golf Club Erlangen e. V. ist der Verein, eingetragen beim Amtsgericht Fürth, mit Sitz Am Schleinhof 1, 91077 Kleinsendelbach. Betreiberin der Anlage ist die Golf Park Franken GmbH mit Sitz in Eckental. Nach der Darstellung des Clubs betreibt der Verein die 18-Loch-Anlage am Schleinhof und eine zweite Driving Range am House of Sports in Eckental-Brand „in enger Kooperation“ mit der GmbH; der Verein verantwortet dabei den Sport, also Mannschaften und Turniere, und die Nachwuchsarbeit. Mit „rund 1000 Mitgliedern“ zählt sich der Club zu den großen Golfclubs in Franken. In OpenStreetMap ist der Platz als „Golfclub Erlangen e.V.“ eingetragen, mit 18 Löchern und Par 70.
Die Zahlen im Überblick
Laut Scorekarte 2026 des Clubs ist der Platz ein Par 70, mit Par 37 auf der ersten und Par 33 auf der zweiten Neun. Die Verteilung ist ungewöhnlich: Die vorderen neun Löcher haben drei Par 5 und nur zwei Par 3, die hinteren neun kein einziges Par 5, dafür drei Par 3, darunter die beiden Schlusslöcher. Insgesamt hat der Platz fünf Par 3, zehn Par 4 und drei Par 5.
Die Scorekarte bezeichnet die Abschläge nicht mit Farben, sondern mit den Buchstaben A bis G und einer Hektometerzahl. Von A misst der Platz 5.536 Meter (3.020 auf der ersten, 2.516 auf der zweiten Neun), von B 5.121, von C 4.841, von D 4.287, von E 3.832 und von F 3.525 Meter. Dazu kommt ein Abschlag G, der den Platz auf 2.403 Meter und Par 60 verkürzt: Aus den Par 5 werden dort Par 4, aus den meisten Par 4 Par 3. Die Platzübersicht des Clubs nennt dagegen noch Farben, nämlich 5.511 Meter von Gelb und 4.841 Meter von Rot; der rote Wert entspricht genau Abschlag C. Mit gut 5,5 Kilometern von den hintersten Abschlägen ist der Platz für ein Par 70 eher kurz.
Die Course-Handicap-Tabellen, die der Club im Frühjahr 2026 auf seiner Seite veröffentlicht hat, führen für jeden der sieben Abschläge eigene Werte für Damen und Herren. Für Herren gelten über 18 Löcher: A Course Rating 69,3 und Slope 128, B 67,0 und 123, C 65,4 und 116, D 63,4 und 106, E 61,4 und 99, F 60,3 und 97, G (Par 60) 55,3 und 86. Für Damen: A 76,0 und 129, B 72,9 und 128, C 70,5 und 126, D 67,0 und 119, E 64,5 und 109, F 63,2 und 101, G 57,5 und 88. Auffällig ist der Unterschied zwischen den beiden Hälften. Die Löcher 1 bis 9 (Par 37) haben für Herren von A ein Course Rating von 35,8 und Slope 134, für Damen von A 39,3 und ebenfalls 134. Die Löcher 10 bis 18 (Par 33) liegen für Herren von A bei 33,5 und 123, für Damen bei 36,7 und 124.
Was das praktisch bedeutet, zeigt die Tabelle selbst: Ein Herr mit Handicap-Index 20,0 erhält von A ein Course Handicap von 22, von C eines von 16 und von D eines von 12. Wer sich für einen kürzeren Abschlag entscheidet, bekommt also deutlich weniger Schläge, aber auch einen deutlich leichteren Platz. Von den hinteren Abschlägen liegen die Slope-Werte für Damen und Herren klar über dem Normwert von 113; am höchsten liegen sie auf der ersten Neun. Die Fläche der Anlage gibt der Club in seiner Chronik mit 78 Hektar an, Stand nach dem Umbau von 2016.
Geschichte
Die Chronik auf der Seite des Clubs, verfasst von einem Vizepräsidenten, beschreibt einen langen und keineswegs geraden Weg. Am 27. September 1977 gründeten acht Golfer in Erlangen den Golf Club Erlangen. Ein Gelände zu finden war schwierig; Golf galt nach der Chronik damals als elitärer Sport, der zwangsläufig die Landschaft zerstöre. Bis 1980 spielte man auf einem 3,5 Hektar großen Gelände bei Pinzberg, die erste Clubmeisterschaft 1981 ging über „9 mal 3 Loch“. Über die Familie Wölfel kam der Kontakt zum Schleinhof zustande, im September 1980 beschlossen die damals 40 Mitglieder, dort einen Platz zu bauen.
1981 begann der Bau, 1982 wurde auf neun Löchern gespielt. Zwei Jahre später untersagte ein Urteil des Oberlandesgerichts, den östlichen Teil des Platzes zu bespielen; fünf Jahre lang standen nur sechs Löcher zur Verfügung. Erst ab 1990 gab es wieder neun Löcher, der Club hatte damals etwa 150 Mitglieder. 2001 wurde beim House of Sports in Eckental-Brand eine öffentliche Übungsanlage fertig, verbunden mit einem Kooperationsvertrag, der deren Mitgliedern das Spiel am Schleinhof erlaubte. 2004 gründeten Präsidiumsmitglieder gemeinsam mit dem House of Sports die Betreibergesellschaft. Die Chronik verschweigt nicht, dass dieser Schritt im Verein zu großen Meinungsverschiedenheiten führte und einige Mitglieder austraten; zu Baubeginn zählte der Club 292 Mitglieder.
Am 27. Mai 2007 wurde der 18-Loch-Platz eröffnet. Architekt war Wolfgang Barth. Der Ausbau lief so, dass während der Bauzeit vorgabewirksam weitergespielt werden konnte. Neun Jahre später folgte der „Ausbau Nord“: Der alte Verlauf zwang die Spieler, die Straße vom Parkplatz zum Clubhaus zweimal zu überspielen, und das damalige 18. Loch, früher einmal Bahn 1, hatte ein um 270 Grad gewinkeltes Fairway, das die Chronik als keinen richtigen Abschluss einer Runde beschreibt. Nach einer Mitgliederbefragung mit einmaliger Umlage wurden die Bahnen 14, 15 und 16 neu gebaut oder umgestaltet und am 23. Juli 2016 im Beisein des Architekten eröffnet. Nach Angaben des Clubs erhöhte der Umbau den Schwierigkeitsgrad deutlich.
Was der Platz verlangt
Der Club beschreibt den Platz als Mischung aus Park- und Waldplatz: ein neu angelegter Flusslauf, Teiche, Blumenwiesen, Wälder und Biotope. Die Fairways seien „großzügig angelegt“, sodass auch Einsteiger gute Scores erreichen könnten, die Bahnen zugleich „sportlich anspruchsvoll“. Sportlich prägend sind nach der Platzübersicht naturbelassene Roughs, gepflegte Bunker, „Wasser an strategischen Stellen“ und „teils ondulierte“ Grüns, die anspruchsvoll zu putten seien und knifflige Fahnenpositionen erlaubten. Die Steigungen hält der Club für moderat: Nur an zwei Stellen, auf Bahn 15 und Bahn 18, gebe es steilere Anstiege. Der höchste Punkt des Platzes ist der Abschlag der 16, von dem man über das ganze Tal sieht; die 16 und die 17 haben Abschläge, die in die Tiefe gespielt werden.
Die Platzübersicht von 2025 zeigt eine Anlage, die sich vom Clubhaus im Südosten in mehrere Richtungen auffächert. Die Löcher 1 bis 5 liegen östlich der Driving Range um das Clubhaus, die 8 und die 9 ziehen sich als lange Parallelbahnen nach Süden, die 11 bis 16 liegen im westlichen und nördlichen Teil zwischen Waldstücken. In der Mitte liegen die größeren Teiche, an der 10, zwischen 11 und 13 und an der 17. Ein Wasserlauf zieht sich quer durch den Bereich der 14 und der 15. Die folgenden Beschreibungen stützen sich auf die Scorekarte 2026, die Platzübersicht und die Platzregeln des Clubs (Stand Juli 2025). Längen stehen für A, C und F, die Vorgabe meint die Handicapreihenfolge der Scorekarte.
Die erste Neun
Die Runde beginnt mit einem Par 4 von 312, 259 und 188 Metern (Vorgabe 13), das am Clubhaus vorbei nach Osten führt. Die 2 ist das erste Par 5, 442 Meter von A und B, 391 von C (Vorgabe 3). Nach der Platzübersicht knickt die Bahn nach links. Links in Spielrichtung stehen weiße Pfähle einer internen Ausgrenze, die nur beim Spielen dieser Bahn gilt, rechts vom Abschlag begrenzt ein Schotterweg das Spielfeld. Die 3 ist ein Par 3 von 184 Metern von A, 137 von C und 89 von F. Am Grün liegt ein angelegter Teich, der als Spielverbotszone gilt: Er darf nicht betreten werden, wer dort liegt, muss Erleichterung nehmen.
Die 4 (294, 262, 197 Meter) und die 5 (338, 306, 216 Meter) sind Par 4 mittlerer Länge. Die 5 verläuft neben der Driving Range. Nach den Platzregeln ist auf dieser Bahn der Bereich vom Ende der Range bis hinter das Grün Spielverbotszone; eine Bewertung bei Golf Post erwähnt außerdem, dass vom Abschlag der 5 ins Tal gespielt wird. Die 6 ist mit 286, 261 und 185 Metern das leichteste Par 4 nach Vorgabe (17). Ein Wanderweg quert die Bahn und gilt als unbewegliches Hemmnis, das gilt ebenso für die 11, die 12 und die 16. Die 7 ist ein kurzes Par 3 von 146 Metern von A und 123 von C.
Dann folgen zwei Par 5 hintereinander, die nach der Platzübersicht als lange, fast parallele Bahnen zwischen Waldrändern liegen. Die 8 misst 495 Meter von A und je 437 von B, C und D (Vorgabe 5). Die 9 ist mit 523 Metern von A, 461 von C und 366 von F das längste Loch des Platzes und nach Vorgabe das schwerste. Die erste Neun endet damit weit vom Clubhaus entfernt; der Weg zur 10 führt zurück zur Platzmitte.
Die zweite Neun
Die 10 ist ein Par 3 von 150 Metern von A und 128 von B, C und D, mit einem Teich am Grün. Links und hinter dem Grün begrenzt ein Schotterweg das Spielfeld. Die 11 ist ein Par 4 von 358, 302 und 213 Metern (Vorgabe 8), ein Dogleg; links der Bahn bis zum Knick liegt ebenfalls die Ausgrenze eines Schotterwegs. An der 11 liegt die überdachte Halfwaystation. Die 12 ist mit 326 Metern von A und 282 von C ein kürzeres Par 4 (Vorgabe 16).
Die 13 ist das zweitschwerste Loch, ein Par 4 von 378 Metern von A und 324 von C, das nach der Platzübersicht von Westen auf ein Grün an einem Teich zuläuft. Die Platzregeln erlauben hier, wie auf der 14 bis 17, einen provisorischen Ball, wenn unklar ist, ob der erste Ball in der Penalty Area liegt; schon das zeigt, wie oft auf diesen Bahnen Wasser ins Spiel kommt. Die 14 (303, 273, 180 Meter) und die 15 (301, 272, 182 Meter) gehören zu den 2016 neu gebauten Bahnen im Norden. Auf der 14 ist der Bereich zwischen Abschlag und Brücke Spielverbotszone, für die Penalty Area gibt es eine Dropzone links vor der Brücke. Auf der 15 ist der Bereich am Graben gesperrt, und die Bahn führt nach Angaben des Clubs steiler bergauf.
Die 16 beginnt am höchsten Punkt des Platzes, mit Rundumblick, und führt dann über 407 Meter von A, 379 von B und C und 221 von F talwärts (Vorgabe 4). Rechts und hinter dem Grün markiert ein Schotterweg die Ausgrenze. Danach kommen zwei Par 3. Die 17 misst 166 Meter von A, 121 von C und D und nur 54 von E und F; der Abschlag wird nach Angaben des Clubs in die Tiefe gespielt, am Grün liegt ein Teich, für den es links vor dem Wasser eine Dropzone gibt. Rechts der Bahn verläuft eine Teerstraße als Ausgrenze. Eine Bewertung hebt hervor, dass dieses Grün Präzision verlangt. Die Runde endet mit einem Par 3 von 127 Metern von A und 123 von C, mit einer Ausgrenze links und einer Mauer links neben dem Grün, die als unbewegliches Hemmnis gilt. Die 18 ist nach Angaben des Clubs eine der beiden Bahnen mit steilerem Anstieg.
Was das für das eigene Spiel bedeutet
Die Runde ist unterschiedlich gewichtet. Auf der ersten Neun warten die drei Par 5, darunter die beiden langen Bahnen 8 und 9; hier entscheidet sich viel über die Länge vom Abschlag. Auf der zweiten Neun ist die Länge kleiner, dafür kommen Wasser, Gräben und Gefälle häufiger ins Spiel, besonders von der 13 bis zur 17. Weil mehrere Spielverbotszonen aus Naturschutzgründen gesperrt sind, lohnt es sich, die Platzregeln vor der Runde zu lesen: Wer in einer solchen Zone landet, darf den Ball nicht spielen. Bewertungen nennen außerdem schräge Fairways, Wind und Abschläge, von denen man die Landezone nicht sieht. Für die Annäherung helfen Pfosten am Rand der Fairways: drei weiße Ringe stehen für 200 Meter zum Grünanfang, zwei für 150 und einer für 100 Meter. Auf den Grüns zählt nach der Beschreibung des Clubs vor allem das Lesen der Breaks.
Übungsanlage und Clubhaus
Die Platzübersicht zeigt neben dem Clubhaus eine Driving Range, zwei Puttinggrüns, zwei Chippinggrüns und ein Pitchinggrün. Der Club spricht von einer „professionellen Driving Range“ und einem „großzügigen Übungsbereich“. Eine zweite Range betreibt der Club gemeinsam mit der Golf Park Franken GmbH am House of Sports in Eckental-Brand; laut Chronik hat sie 19 teils überdachte, feste Abschlagplätze sowie ein Putting- und Chippinggrün. Ende Oktober 2026 meldete die Platzinfo des Clubs beide Ranges als geöffnet. Unterricht, Schnupper- und Platzreifekurse laufen über eine Golfschule, auf deren Seiten der Club verlinkt; zum Angebot gehören laut Club auch Einzeltraining und eine Golfphysiotherapie.
Das Clubrestaurant heißt „9zehn“ und steht auch Nichtgolfern offen. Es hat eine Terrasse für den Sommer und einen Gastraum; für Veranstaltungen nennt das Restaurant bis zu 100 Personen. Geöffnet ist es nach Angaben des Clubs dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr, montags ist Ruhetag; bei Veranstaltungen oder schlechtem Wetter können sich die Zeiten ändern, der Club empfiehlt einen Anruf. Auf dem Platz gibt es laut Platzübersicht Toiletten am Clubhaus und an zwei weiteren Stellen sowie zwei Blitzschutzhütten.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Öffentliche Bewertungen gibt es auf mehreren Plattformen, die Zahl ist aber überschaubar und reicht teils bis 2010 zurück, also vor den Umbau von 2016. Bei Golf Post kommt der Platz auf 4,1 von 5 aus 13 Bewertungen, mit den besten Teilnoten für Landschaft (4,8) und Willkommenskultur (4,6), gefolgt von Platzzustand und Preis-Leistung (je 4,5); die schwächste Teilnote erhält die Gastronomie (3,6). Der Golfführer 1Golf zeigt laut Suchauszug 4,2 von 5 aus 19 Bewertungen. Wanderlog gibt für Google 4,6 von 5 aus 135 Bewertungen an. Hole19 nennt einen Schnitt von 4,4 aus 64 Bewertungen, allerdings ohne lesbare Texte.
Was gelobt wird
Am häufigsten genannt werden Landschaft, Ruhe und Aussicht. Mehrere Bewertungen loben die Lage in der Natur, den Blick ins Tal und besonders den Abschlag der 16; eine Bewertung erwähnt die Obstblüte im Frühjahr. Der Platz wird immer wieder als abwechslungsreich und anspruchsvoll beschrieben, mit viel Wasser, schmalen Fairways und großen Bunkern, wie eine ältere Bewertung festhält. Mehrere Stimmen aus verschiedenen Jahren loben den Pflegezustand von Abschlägen, Fairways und Grüns, auch gegen Ende der Saison. Gelobt werden außerdem das freundliche Personal im Sekretariat und im Pro-Shop sowie, in Bewertungen ab 2024, die neue Gastronomie. Eine Bewertung von 2025 hebt hervor, wie der Platz mit Konzepten für Wasser- und Naturschutz in die Landschaft eingebunden ist.
Was kritisiert wird
Der häufigste Einwand betrifft die Schwierigkeit. Eine Bewertung rät Spielern mit wenig Erfahrung ab und empfiehlt, den Platz mindestens zweimal zu spielen, bevor man ihn beurteilt; eine andere bemängelt bei Golf Post viele Abschläge, von denen aus die Bahn nicht einsehbar ist. Eine Bewertung vom Juli 2025 nennt schräge Fairways und Wind als Herausforderung und fand die Fairways überwiegend braun; am Tag ihres Besuchs war das Restaurant geschlossen. Ältere Bewertungen erwähnen Grüns, die zeitweise langsam waren, und einen Pilzbefall auf einigen Grüns in den Jahren 2016 und 2017. Eine Bewertung vom Juni 2025 merkt an, dass die 18 wegen Umbauarbeiten nicht auf dem gewohnten Niveau war. Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass vorab eine Anmeldung nötig ist.
Für wen sich der Platz eignet
Der Club wirbt mit einem Platz, der „für jedermann zu bewältigen“ sei, und mit großzügigen Fairways für Einsteiger. Die Zahlen zeichnen ein differenzierteres Bild. Von den hinteren Abschlägen A und B liegen die Slope-Werte bei 123 bis 129, auf der ersten Neun sogar bei 134; das ist für Spielerinnen und Spieler mit mittlerem und hohem Handicap ein fordernder Platz, zumal Gefälle, Wasser und nicht einsehbare Abschläge dazukommen. Gleichzeitig bietet die Anlage mit sieben Abschlägen eine ungewöhnlich breite Auswahl. Von D, E oder F sinken die Slope-Werte auf 97 bis 119, und der Abschlag G mit Par 60 und 2.403 Metern ist eine echte Kurzplatzvariante für Einsteiger, Kinder oder eine schnelle Runde.
Wer gern kurze Par 4 und lange Par 5 auf einer Runde hat, wer Hügellandschaft und Aussicht schätzt und mit gelegentlich blinden Schlägen leben kann, ist hier richtig. Wer einen flachen, überschaubaren Platz sucht, eher nicht. Für Gäste aus Erlangen und Nürnberg ist die Anlage nach Angaben des Clubs in weniger als 30 Minuten erreichbar.
Anfahrt und Zugang
Die Anlage liegt am Schleinhof, knapp zwei Kilometer östlich des Ortskerns von Kleinsendelbach. Der Club gibt als Adresse „Schleinhof 1, 91077 Kleinsendelbach“ an. Die Anfahrtsseite beschreibt drei Wege. Aus Nürnberg geht es über die B2 Richtung Eckental und Gräfenberg und dann ausgeschildert Richtung Neunkirchen zum Platz. Aus Erlangen fährt man Richtung Uttenreuth und Kleinsendelbach, durch Kleinsendelbach hindurch und nach etwa einem Kilometer links zum Golfplatz. Aus Lauf führt der Weg über Eschenau und Forth Richtung Kleinsendelbach und Dormitz, nach etwa vier Kilometern rechts zum Platz. Am Club gibt es einen Parkplatz. Eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel nennt der Club nicht.
Startzeiten werden online über PC CADDIE gebucht, auf der Seite des Clubs oder in der App, oder telefonisch während der Öffnungszeiten des Sekretariats (Telefon 09126 5004). Das Sekretariat war Ende Oktober 2026 nach Angaben des Clubs täglich von 9 bis 15 Uhr besetzt. Welche Voraussetzungen Gäste mitbringen müssen, steht auf der Gästeseite des Clubs nicht; Golfführer nennen laut Suchauszügen eine Voranmeldung und einen Clubausweis mit registriertem Handicap. Wir empfehlen, vor dem Besuch beim Sekretariat nachzufragen. Trolleys und E-Carts sind zugelassen, E-Carts können beim Club gemietet werden; die Spielleitung kann ihre Nutzung etwa bei Nässe einschränken. Gruppen mit mehr als vier Spielern sind nicht erlaubt, der Club erwartet „Ready Golf“. Ob Hunde auf den Platz dürfen, haben wir in den Unterlagen des Clubs nicht gefunden.
Eine durchgehende Saisonangabe veröffentlicht der Club nicht. Ende Oktober 2026 meldete die Platzinfo, dass auf Sommergrüns gespielt wird.
Greenfee
Tarife regelt der Betreiber. Die Preisliste unterscheidet zwischen 9 und 18 Löchern, zwischen Werktagen und Wochenende mit Feiertagen, zwischen Gästen mit und ohne „R“ auf dem DGV-Ausweis und Gästen in Begleitung eines Mitglieds; Schüler, Studierende und Auszubildende bis 27 Jahre erhalten eine Ermäßigung. Dazu kommen Greenfee-Vereinbarungen mit anderen Clubs. Siehe die Seite des Betreibers.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für Lage, Name und Par; die Seiten des Clubs für Lage, Rechtsträger, Mitgliederzahl, Platzbeschreibung, Übungsanlage, Gastronomie, Anfahrt, Buchung und aktuelle Platzinfo; die Chronik des Clubs für die Geschichte, den Architekten, die Fläche und den Umbau von 2016; die Scorekarte 2026 für Par, Längen und Vorgabe jedes Lochs; die Course-Handicap-Tabellen (PDF vom April 2026) für Course Rating und Slope; die Platzübersicht von 2025 für die Anordnung der Bahnen, Teiche und Übungsflächen; die Platzregeln (Stand Juli 2025) für Ausgrenzen, Spielverbotszonen, Dropzonen und Golfcars; das Impressum für Verein und Betreibergesellschaft; Wikipedia für die Gemeinde Kleinsendelbach. Die Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet.
Einige Quellen weichen voneinander ab. Die Seite „Über uns“ des Clubs nennt Par 71, Scorekarte, Course-Handicap-Tabellen, Platzübersicht und OpenStreetMap nennen Par 70; GolfNow und 18Birdies führen noch Par 71 mit 37 und 34 auf den beiden Neunen, offenbar einen älteren Stand. Wir folgen der Scorekarte 2026. Bei der Länge nennt die Platzübersicht 5.511 Meter von Gelb, die Scorekarte 2026 5.536 Meter von A; GolfNow nennt 5.633 Meter von Gelb und 4.946 Meter von Rot. Die Chronik und GolfNow nennen Course Rating 70,2 und Slope 134 für Herren sowie Slope 131 für Damen, Werte nach dem Umbau von 2016; wir folgen den Tabellen von 2026. GolfNow gibt als Baujahr 1982 an, das Jahr der ersten neun Löcher; der 18-Loch-Platz besteht seit 2007. Der Club schreibt seine Adresse als „Schleinhof 1“, Impressum, Scorekarte und OpenStreetMap als „Am Schleinhof 1“. Golfshake nennt keinen Architekten.
1Golf, GolfPass und Tripadvisor waren für uns nicht abrufbar; ihre Angaben kennen wir aus Auszügen in Suchergebnissen, das gilt auch für die Zugangsvoraussetzungen für Gäste. Die Imagebroschüre des Clubs ist ein Blätterkatalog, den wir nicht auswerten konnten, die Videos der Spielbahnen haben wir nicht angesehen. Die Seiten des Clubs, Scorekarte, Tabellen, Platzregeln, Platzübersicht, Wikipedia, Golf Post, Hole19, Wanderlog, golocal, GolfNow, Golfshake und 18Birdies wurden direkt gelesen. Nicht gefunden haben wir eine Angabe zur Hundemitnahme, zur Saison und eine aktuelle Flächenangabe. Die Beschreibung der einzelnen Bahnen beruht auf Scorekarte, Platzübersicht und Platzregeln, nicht auf einer Begehung; Richtungen und Lage der Teiche haben wir aus der Platzgrafik abgelesen. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.
Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.
Plätze in der Nähe
Die nächstgelegenen in unserem deutschen Verzeichnis:
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- Golfclub Lauterhofen — 37 km
- Golfanlage Zollmühle — 59 km