Golf-Apps in der Schweiz: Privatrunden mit General Play, Höhenmeter und Funklöcher in den Bergtälern
Für das Handicap zählt in der Schweiz nur eine App, und sie ist gratis. Für Distanzen genügt meist die Gratisversion einer zweiten. Was Hole19, 18Birdies, Golfshot und Garmin Golf im Schweizer App Store kosten, was die Regeln im Wettspiel erlauben und was Nutzerinnen und Nutzer nach einer Saison berichten.
Kurz gefasst
- Die Swiss Golf App ist gratis und ohne In-App-Käufe: digitale Swiss Golf Card, HCP Record Sheet und General Play für HCP-wirksame Privatrunden, die vor dem Abschlag angemeldet und danach von Spieler und Marker bestätigt werden.
- Jahresabos im Schweizer App Store im Oktober 2026: Hole19 Premium Pro CHF 60.00, Golfshot Pro CHF 80.00, Garmin Golf CHF 95.00, 18Birdies Premium CHF 100.00, jeweils mit weiteren Varianten.
- Distanzmessen ist nach Regel 4.3a erlaubt, solange keine Platzregel nach Muster G-5 es verbietet; Höhenkorrektur, Windmessung und Schlägerempfehlung bleiben im Wettspiel verboten, auch auf Bergplätzen.
- Gelobt werden die Gratisdistanzen, General Play und die Apple Watch; kritisiert werden steigende Preise, Karten nach Umbauten, Uhr-Synchronisation, Akku und Funklöcher in den Tälern.
Ende Oktober zeigt sich, wer seinen Handicap-Index den Sommer über gepflegt hat. Die einen haben nur an zwei Clubturnieren teilgenommen und hoffen auf das nächste Jahr. Die anderen haben jeden zweiten Samstag eine Privatrunde angemeldet, auf dem Natel bestätigt und sehen ihren Index Woche für Woche wandern. Dazwischen liegt meist eine App. Auf dem Natel der meisten Golferinnen und Golfer in der Deutschschweiz sind es sogar zwei: die Swiss Golf App für alles, was mit dem Handicap zu tun hat, und eine zweite für Distanzen, Scorekarte und Statistik. Welche zweite, darüber wird im Clubhaus gerne gestritten. Diese Seite stellt die offizielle App des Verbands und vier verbreitete Distanz-Apps vor, nennt die Frankenpreise im Schweizer App Store und erklärt, wo Platzregeln, Bergplätze und Funklöcher den Nutzen begrenzen.
Es handelt sich um eine Vorstellung und um eine Auswertung öffentlich zugänglicher Meinungen, nicht um einen Test. Niemand von Panxis Golf hat mit einer dieser Apps eine Runde gespielt, und keine Angabe auf dieser Seite beruht auf einer eigenen Messung.
Zwei Aufgaben, die man nicht verwechseln sollte
Eine Golf-App erledigt im Wesentlichen zwei sehr verschiedene Dinge. Die erste ist administrativ: Sie verwaltet Ihre Spielberechtigung, meldet Sie für Turniere an und reicht Resultate ein, die Ihren Handicap-Index verändern. Das kann in der Schweiz nur eine Stelle verbindlich tun, und das ist der Verband über seine Datenbank und Ihren Heimclub. Die zweite Aufgabe ist sportlich: Die App sagt Ihnen, wie weit es noch bis zum Grün ist, zählt Ihre Schläge, merkt sich, mit welchem Schläger Sie welchen Ball gespielt haben, und zieht daraus Schlüsse über Ihr Spiel.
Die sportlichen Apps stammen fast alle von internationalen Anbietern. Ihr Gratisangebot reicht für die Distanz zur Grünmitte und eine Scorekarte. Bezahlt wird für die Auswertung: Schlägerempfehlungen, Distanzen, die um Höhenunterschiede korrigiert sind, Grünkonturen, «Strokes Gained». Wer das weiss, kann viel Geld sparen, denn ein Jahresabo kostet im Schweizer App Store zwischen CHF 60 und CHF 100, und es verlängert sich von selbst.
Noch ein Wort zur Genauigkeit. Das GPS eines Natels ist unter freiem Himmel auf wenige Meter genau. Das reicht, um zwischen Eisen 7 und Eisen 8 zu entscheiden, aber nicht, um eine Fahne auf den Meter zu messen. Mindestens so wichtig wie das Satellitensignal ist die Karte: Wird ein Grün verlegt, ein Abschlag neu gebaut oder ein Loch umgestaltet, stimmen alle Zahlen auf diesem Loch nicht mehr, bis jemand die Karte nachführt.
Swiss Golf App: die offizielle App des Verbands
Die App heisst schlicht «Swiss Golf» und wird im Auftrag des Verbands vom Softwarehaus PC CADDIE herausgegeben, das auch Software für Clubsekretariate liefert. Sie ersetzt keine Distanz-App; nach der Beschreibung im App Store bietet sie keine Entfernungsmessung. Ihr Wert liegt woanders.
- Ohne Login, für alle: News aus dem Schweizer Golf, die Turniere, die Clubs ihren Mitgliedern und Gästen anbieten, samt Anmeldung mit wenigen Klicks, und unter «Wo spielen» die Schweizer Plätze mit Informationen und Buchung von Tee Times.
- Mit Swiss Golf Card: die digitale Swiss Golf Card, das HCP Record Sheet mit Ihren Resultaten und Statistiken, und vor allem General Play, die Funktion, mit der Sie HCP-wirksame Privatrunden registrieren.
- Kostenpflichtig: nichts. Der Schweizer App Store führt die App als gratis und listet keine In-App-Käufe.
Preis im Schweizer App Store, abgelesen im Oktober 2026: gratis, ohne Abo und ohne Zusatzkäufe. Die Swiss Golf Card selbst erhalten Sie über die Mitgliedschaft in einem Club oder bei einer Organisation für clubfreie Golferinnen und Golfer. Die ASGI bezeichnet die Swiss Golf Card auf ihrer Website als ihre offizielle Karte mit Handicap-Verwaltung, und nach Angaben von Migros schliesst auch die Migros GolfCard die Lizenz des Verbands ein. Eine eigene App mit Handicap-Funktion fand sich im Schweizer App Store weder für die ASGI noch für die Migros GolfCard. Für Privatrunden führt der Weg also auch für Clubfreie über die Swiss Golf App oder über das Sekretariat des Platzes.
Hole19
Hole19 ist eine europäische App aus Portugal und auf Schweizer Plätzen oft die erste Wahl, wenn jemand «nur Distanzen» will. Der Grund steht in der aktuellen Beschreibung im Schweizer App Store: Die Gratisversion ist dort grosszügiger als bei den meisten Konkurrenten.
- Gratis: Distanzen zu Vorderkante, Mitte und Hinterkante des Grüns sowie zu Hindernissen und Zielen, digitale Scorekarte mit Putts, Fairways und Greens in Regulation, Lochvorschau, GPS auf der Apple Watch, Live-Leaderboards für die eigene Gruppe, Zählspiel und Stableford.
- Premium: «Plays Like»-Distanzen, die um Höhenunterschiede korrigiert sind, Schlagaufzeichnung, Schlägerempfehlungen nach Ihren eigenen Weiten, Handicap-Rechner, ausführliche Statistiken, Streuungsbild, Lochspiel und Teamformate, Entfernungsbögen während der Runde, keine Werbung. Darüber liegt eine Stufe «Intelligence» mit einem KI-Caddie und automatischen Rundenberichten.
Preis im Schweizer App Store, abgelesen im Oktober 2026: Premium Pro CHF 60.00 im Jahr, CHF 45.00 für sechs Monate oder CHF 10.00 im Monat, mit 14 Tagen Gratistest. «Intelligence» kostet CHF 90.00 im Jahr oder CHF 18.00 im Monat.
18Birdies
18Birdies kommt aus den USA und hat dort eine grosse Gemeinde. In der Schweiz wird die App vor allem von Spielerinnen und Spielern genutzt, die mit der Apple Watch Schläge aufzeichnen oder ihren Schwung von einem KI-Coach beurteilen lassen wollen.
- Gratis: GPS-Distanzmesser, Statistiken und Rundenverlauf, ein Handicap-Verlauf für den Eigengebrauch, automatischer Lochwechsel, neun Side Games wie Skins oder Wolf und ein soziales Feed.
- Premium: 3D-Grünkarten mit Neigungen, «Caddy+» mit Distanz- und Schlägerempfehlungen nach Höhenunterschied, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind, erweiterte Statistiken, Schlagaufzeichnung, Strokes Gained und der KI-Coach für Schwungvideos.
Preis im Schweizer App Store, abgelesen im Oktober 2026: Das Jahresabo Premium ist mit CHF 100.00 aufgeführt. Auf derselben Seite stehen weitere Varianten desselben Abos, jährlich zu CHF 70.00, CHF 99.00 und CHF 104.00, monatlich zu CHF 10.50, CHF 19.90 und CHF 20.00, wöchentlich zu CHF 8.00. Welcher Preis Ihnen angezeigt wird, hängt vom Zeitpunkt und von der laufenden Aktion ab.
Golfshot
Golfshot gehört zu den ältesten Golf-GPS-Apps und läuft besonders gut mit der Apple Watch. Ein Teil der Funktionen in der Beschreibung richtet sich an den amerikanischen Markt, etwa die Buchung über GolfNow oder die Verknüpfung mit einer GHIN-Nummer. In der Schweiz zählt vor allem, was auf dem Platz bleibt.
- Gratis: GPS-Distanz zur Grünmitte, Aufzeichnung von Schlagdistanz, Richtung und Schläger, Zählspiel und Stableford für Sie und Ihren Flight, Statistiken, 3D-Vorschau der Löcher, Apple Watch und Sprachansage der Distanz.
- Pro: Vorderkante, Mitte und Hinterkante des Grüns, Distanzen zu allen Hindernissen und Zielen, der «Smart Caddie» mit Schlägerempfehlungen, automatische Auswertung der Strokes Gained über die Apple Watch, Scoring direkt auf der Uhr, Skins, Nassau und Lochspiel, keine Werbung.
Preis im Schweizer App Store, abgelesen im Oktober 2026: Pro CHF 80.00, daneben Pro zu CHF 15.00 und mehrere Angebote unter der Bezeichnung «Pro Features» zu CHF 5.00, CHF 7.00, CHF 40.00 und CHF 50.00 sowie ein Paket mit Golfplan-Lektionen zu CHF 100.00. Golfshot bietet nach eigenen Angaben wöchentliche, monatliche und jährliche Abos und sieben Tage Gratistest. Welche Laufzeit zu welchem Frankenbetrag gehört, nennt die Schweizer Liste nicht; prüfen Sie es vor dem Kauf in der App.
Garmin Golf
Garmin Golf ist keine eigenständige Distanz-App, sondern die Begleiterin der Approach-Uhren, der Handgeräte und der Launch Monitore von Garmin. Die Karten und Distanzen laufen auf der Uhr. In der App landen Scorekarten, Schlagkarten jedes Lochs, Platz- und Leistungsstatistiken.
- Gratis: Runden aufzeichnen und auswerten, wenn ein kompatibles Garmin-Gerät gekoppelt ist, wöchentliche Bestenlisten auf über 43’000 Plätzen und eigene Turniere mit Freunden.
- Mitgliedschaft: Grünkonturen mit Neigungspfeilen und Höhenlinien, virtuelle Runden mit einem kompatiblen Launch Monitor, Speicher für Schwungvideos.
Preis im Schweizer App Store, abgelesen im Oktober 2026: CHF 95.00 im Jahr oder CHF 9.50 im Monat. Ohne Garmin-Gerät hat die App wenig zu bieten.
Die fünf Apps im Vergleich
| App | Gratis auf dem Platz | Was kostet | Preis Schweizer App Store, Okt. 2026 |
|---|---|---|---|
| Swiss Golf | Digitale Swiss Golf Card, General Play, HCP Record Sheet, Turnieranmeldung | nichts; keine Distanzen | gratis |
| Hole19 | Grün vorne, Mitte, hinten, Hindernisse, Scorekarte, Apple Watch | Höhenkorrektur, Schlägerempfehlung, Schlagaufzeichnung | CHF 60.00 im Jahr |
| 18Birdies | GPS-Distanzen, Statistik, Side Games | Caddy+, 3D-Grüns, Strokes Gained, KI-Coach | CHF 100.00 im Jahr (weitere Varianten) |
| Golfshot | Grünmitte, Schlagaufzeichnung, Stableford | Grün vorne und hinten, Hindernisse, Smart Caddie | Pro CHF 80.00 (weitere Varianten) |
| Garmin Golf | Runden und Statistik mit Garmin-Gerät | Grünkonturen, virtuelle Runden | CHF 95.00 im Jahr |
Wer die Tabelle von links nach rechts liest, sieht das Muster: Für Distanzen und eine Scorekarte müssen Sie nichts bezahlen. Die Swiss Golf App brauchen Sie ohnehin, wenn Sie Privatrunden zählen lassen wollen, und sie kostet nichts. Die Abos lohnen sich für jene, die ihr Spiel wirklich auswerten wollen. Über drei Saisons summiert sich das teuerste davon auf einen Betrag, für den man auch einen einfachen Laser-Entfernungsmesser bekommt.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Gelesen wurden Bewertungen im Schweizer App Store, viele davon auf Deutsch, einige auf Französisch und Englisch, dazu Diskussionen in Golfforen und die Hilfeseiten der Anbieter.
Was gelobt wird:
- Die Gratisdistanzen reichen. Gerade bei Hole19 schreiben Nutzer, dass die Distanzen zum Grün auch in der Gratisversion erstaunlich genau seien und man für eine normale Runde nichts dazukaufen müsse.
- Privatrunden ohne Gang ins Sekretariat. Über die Swiss Golf App wird vor allem General Play gelobt: Eine Runde lässt sich ohne Kosten HCP-wirksam einreichen, ohne dass die Papierkarte noch ins Sekretariat getragen werden muss.
- Die Apple Watch als Caddie. Bei Golfshot und 18Birdies loben Nutzerinnen und Nutzer die Schlagaufzeichnung über die Uhr, ohne zusätzlichen Sensor am Schläger, und bei Golfshot wiederholt den raschen Support, auch in französischsprachigen Bewertungen.
Was kritisiert wird:
- Preise, die steigen, und Funktionen, die wandern. In den Schweizer Bewertungen kommt der Ärger über einen deutlich höheren Frankenpreis nach einer Umstellung vor, und über Funktionen wie das Scoring auf der Uhr, die nach einem Update plötzlich nur noch mit Premium funktionierten. Dazu kommt die Verwirrung über mehrere Preise für dasselbe Abo.
- Karten, die dem Platz hinterherhinken. Ein neu gebautes Loch, das in der App fehlt, Satellitenbilder, die nicht laden, falsche Par-, Course-Rating- oder Slope-Angaben nach einer Neubewertung des Platzes: Die Meldungen betreffen jeweils einen bestimmten Platz, aber sie kehren regelmässig wieder.
- Uhr und Natel finden nicht zusammen. Schläge, die auf der Uhr erfasst wurden, erscheinen nicht in der App, Probeschwünge werden als Schläge gezählt, echte fehlen, Scorekarten synchronisieren nur teilweise. Bei der Swiss Golf App beklagen ältere Bewertungen Abstürze und Probleme beim Login.
- Akku und Zählfehler. GPS im Hintergrund und ein heller Bildschirm leeren den Akku über vier Stunden, und die Uhr hält bei einigen keine 18 Löcher durch. Erwähnt wird auch eine falsche Stableford-Rechnung nach einem Update.
Niemand wird hier namentlich zitiert, nichts davon wurde gezählt, und keine dieser Einschätzungen ist eine Statistik. Es sind die Punkte, die in öffentlichen Bewertungen und Foren am häufigsten wiederkehren.
Wo die Apps in der Schweiz an Grenzen stossen: Privatrunden, Platzregeln, Höhenmeter und Funklöcher
Was eine App in den USA oder in Grossbritannien leistet, ist nicht automatisch das, was sie auf einem Schweizer Platz leisten darf. Vier Dinge sind hier anders.
Privatrunden zählen nur mit Anmeldung. Swiss Golf nennt das Verfahren General Play. Eine solche Runde muss vor dem ersten Abschlag angemeldet werden, entweder im Clubsekretariat mit benanntem Marker auf einer EDS-Karte oder direkt in der Swiss Golf App. Nach der Runde bestätigen Spielerin oder Spieler und Marker das Resultat in der App elektronisch; die Papierkarte geht unterschrieben sofort ins Sekretariat. Gezählt wird nur, was die Bedingungen erfüllt: Stableford, Zählspiel, Par/Bogey oder Maximum Score, mindestens 9 Löcher, nach den Golfregeln gespielt, in Begleitung mindestens einer weiteren Person, auf einem Platz mit gültigem Course und Slope Rating und während der aktiven Saison. Clubs dürfen zusätzliche Richtlinien festlegen; fragen Sie im Spätherbst also nach, bevor Sie auf Wintergrüns eine Runde anmelden. Die Score-Eingabe in Hole19, 18Birdies oder Golfshot ist dafür kein Ersatz. Deren Handicap-Funktionen rechnen nur für den Eigengebrauch, verbindlich ist der Index, den Ihr Heimclub über die Datenbank von Swiss Golf verwaltet. Seit 2024 rechnet das World Handicap System ein 9-Loch-Resultat übrigens automatisch in ein 18-Loch-Differential um, eine kurze Feierabendrunde zählt also voll mit.
Distanz ja, Höhenkorrektur nein. Nach Regel 4.3a der Golfregeln dürfen Sie während einer Runde Distanzen messen, auch mit einer App. Verboten sind dagegen Funktionen, die Höhenunterschiede messen oder einrechnen, Wind messen oder aus Distanz und Lage einen Schläger oder eine Spiellinie empfehlen. Eine Spielleitung kann mit der Musterplatzregel G-5 auch die reine Distanzmessung verbieten. Swiss Golf macht das selbst bei ihren Juniorenturnieren: Nach der Hard Card 2026 erhalten Spielerinnen und Spieler an allen U12- und U14-Turnieren des Verbands keine Distanzangaben aus elektronischen Geräten, und das Natel bleibt für Nachrichten und Anrufe tabu, ausser im Notfall oder um eine Schiedsrichterin zu rufen. Bei den Clubturnieren der Erwachsenen sind Distanzmesser in der Regel erlaubt; massgebend sind aber die Platzregeln und Ausschreibungen Ihres Clubs, die im Sekretariat, am Anschlagbrett oder auf der Scorekarte stehen. Der erste Verstoss gegen Regel 4.3 kostet die Grundstrafe, also zwei Schläge im Zählspiel, der zweite führt zur Disqualifikation. Für die Apps heisst das: «Plays Like» bei Hole19, «Caddy+» bei 18Birdies und der «Smart Caddie» bei Golfshot müssen vor jedem Turnier ausgeschaltet sein. Und weil Swiss Golf auch für Privatrunden verlangt, dass nach den Golfregeln gespielt wird, lassen Sie sie bei General Play am besten ebenfalls aus.
Bergplätze und Höhenmeter. Genau hier ist die Versuchung am grössten. Zwischen Crans-Montana, Arosa und dem Oberengadin liegen etliche Plätze auf 1’500 Metern und höher, viele davon an steilen Hängen, wo ein Abschlag dreissig Meter über dem Fairway liegen kann oder das Grün weit oben am nächsten Hügel. Dazu kommt die dünnere Luft: Der Ball fliegt weiter als im Mittelland, und wer seine Weiten im Unterland kennt, verschätzt sich in den Ferien gerne um einen Schläger. Eine App, die Höhenmeter und Luftdichte einrechnet, wäre dort tatsächlich nützlich, und in einer Plauschrunde ohne Handicapwirkung dürfen Sie sie auch nutzen. Im Turnier aber bleibt sie aus. Die bessere Vorbereitung: Spielen Sie auf dem Bergplatz zuerst eine Runde ohne Wertung, notieren Sie, wie viel kürzer oder länger Sie an den steilen Löchern einen Schläger wählen, und vertrauen Sie im Wettspiel auf diese Notizen. Notizen auf Papier, die Sie vor der Runde selbst erstellt haben, sind erlaubt.
Funklöcher in den Tälern. Die Ortung über Satelliten braucht kein Mobilnetz, wohl aber das Laden der Platzkarte, das Synchronisieren der Scorekarte und die elektronische Bestätigung einer General-Play-Runde. In engen Tälern und auf Plätzen am Waldrand bricht der Empfang an einzelnen Löchern ab. Laden Sie den Platz deshalb vorher im WLAN, öffnen Sie die App einmal zu Hause im Flugmodus und schauen Sie, ob die Karte bleibt. Die Bestätigung der Privatrunde holen Sie spätestens im Clubhaus nach, zusammen mit Ihrem Marker, bevor sich der Flight auflöst.
Bezogen werden alle fünf Apps über den App Store oder Google Play, und die Abos laufen über das Konto beim Store. Rabatte für Mitglieder, wie es sie in anderen Ländern über Verbände gibt, fanden sich für die Schweiz nicht; fragen Sie trotzdem in Ihrem Club oder bei Ihrer Organisation nach. Und notieren Sie sich vor Ablauf des Gratistests, wo Sie das Abo kündigen: in den Abo-Einstellungen des iPhones oder bei Google Play, nicht in der App selbst.
So finden Sie die richtige App
- Zuerst die Swiss Golf App. Laden Sie sie auf jeden Fall, loggen Sie sich mit Ihrer Swiss Golf Card ein und probieren Sie General Play bei einer gewöhnlichen Samstagsrunde aus, mit einer Kollegin oder einem Kollegen als Marker, der oder die ebenfalls eine Swiss Golf Card besitzt.
- Dann eine Gratis-App für Distanzen. Spielen Sie einen Monat lang mit der Gratisversion von zwei Distanz-Apps und behalten Sie jene, deren Karte Ihres Heimplatzes stimmt. Kontrollieren Sie zu Hause, ob neue Abschläge, verlegte Grüns und Teiche richtig eingezeichnet sind.
- Erst nach einer Saison ein Abo. Wenn Sie nach zehn Runden merken, dass Sie die Statistik wirklich lesen und daraus Ihr Training ableiten, lohnt sich ein Jahresabo. Wenn nicht, behalten Sie die CHF 60 bis CHF 100 für Rangegebühren oder eine Lektion beim Pro.
- Vor dem Turnier ausschalten. Prüfen Sie, wie schnell sich Höhenkorrektur und Schlägerempfehlung deaktivieren lassen, und machen Sie es vor dem ersten Abschlag, nicht auf dem dritten Fairway.
- Für die Berge planen. Platz im WLAN laden, eine Powerbank in die Golftasche und an kalten Herbsttagen das Natel in der Innentasche tragen. Das löst die meisten Klagen aus dem Abschnitt über die Bewertungen.
Die beste Golf-App ist am Ende die, die zwei Fragen schnell beantwortet: Wie weit ist es noch, und zählt diese Runde für mein Handicap? Für die erste genügt in der Schweiz meistens eine Gratisversion, für die zweite gibt es nur eine Adresse.
Wie diese Seite entstanden ist
Diese Seite stellt Apps vor und fasst öffentlich zugängliche Meinungen zusammen. Sie ist kein Test: Niemand von Panxis Golf hat mit diesen Apps gespielt oder ihre Genauigkeit gemessen. Die Funktionen stammen aus den Beschreibungen der Herausgeber im Schweizer App Store und auf ihren Hilfeseiten: Swiss Golf und PC CADDIE für die Swiss Golf App, Hole19, 18Birdies, Golfshot und Garmin für Garmin Golf.
Die Preise wurden am 28. Oktober 2026 in Schweizer Franken im Schweizer App Store auf den Seiten der fünf Apps abgelesen, mit allen dort aufgeführten Abo-Varianten. Für Google Play wurden keine Preise erhoben. Die Stores zeigen für dasselbe Abo oft mehrere Preise, und Aktionen ändern sich rasch; verbindlich ist der Betrag, den die App vor dem Kauf anzeigt. Euro- oder Dollarpreise rechnen wir nicht um.
Die Angaben zu General Play und zum World Handicap System stammen von den Seiten «HCP wirksame Ergebnisse und General Play» und «World Handicap System» auf swissgolf.ch, jene zu den Juniorenturnieren aus der Swiss Golf Hard Card 2026, beide am 28. Oktober 2026 gelesen. Die Angaben zur Swiss Golf Card bei Clubfreien stammen von der Website der ASGI und aus der Firmenchronik von Migros. Die Regelhinweise beziehen sich auf Regel 4.3 der Golfregeln und auf die Musterplatzregel G-5 zu Entfernungsmessgeräten, beide von The R&A und der USGA herausgegeben.
Die Meinungen stammen aus öffentlichen Bewertungen im Schweizer App Store, aus Golfforen und aus den Hilfeseiten der Anbieter, einige davon nur über Suchauszüge gelesen. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und keine Einschätzung wird als Statistik ausgegeben. Diese Seite enthält keine kommerziellen Links, und Panxis Golf erhält keine Provision. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er zuoberst auf der Seite, vor der ersten Zeile, einen Werbehinweis.






