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Ausrüstung

Golf-Apps in Deutschland: Abopreise 2026, registrierte Privatrunde, Turnierregeln und Funklöcher

Entfernungen und Scorekarte gibt es in fast jeder Golf-App gratis. Diese Seite stellt die digitalen Angebote des DGV und vier verbreitete Apps vor, nennt die Abopreise im deutschen App Store vom Oktober 2026 von 59,99 € bis 99,99 €, erklärt, warum eine App-Runde nicht automatisch ins Handicap zählt, und fasst zusammen, was Nutzer berichten. Sie ist kein Test.

La rédaction Panxis Golf, Deutschland-Desk (Thomas Berger) · · 15 min
KI-generierte Illustration: Ein Golfer im marineblauen Polo, von hinten auf dem Fairway gesehen, schaut auf seinem Telefon auf den grünen Plan einer Spielbahn, eine unscharfe Fahne im Hintergrund
Illustration générée par intelligence artificielle (FLUX.1 schnell)

Kurz gefasst

  • Der DGV hat noch keine Scoring-App: Der digitale Ausweis mit Handicap-Index läuft über golf.de, die Golf.de-App ist 2026 im Pilotbetrieb und soll 2027 kommen.
  • Preise im deutschen App Store, Oktober 2026: Golf GameBook Gold meist 59,99 €, Hole19 Premium Pro 69,99 € im Jahr, 18Birdies Premium und Garmin Golf je 99,99 € im Jahr.
  • Eine registrierte Privatrunde zählt nur, wenn sie vor dem Start beim Club des gespielten Platzes angemeldet wurde; im Turnier ist die Entfernung nach Regel 4.3 erlaubt, Höhenkorrektur und Schlägerempfehlung nicht.
  • Gelobt werden Gratis-Entfernungen, Gruppen-Scorekarte und Statistik; kritisiert werden teure Probeabos, wandernde Bezahlgrenzen, Akkuverbrauch, falsche Karten und Funklöcher.

Auf deutschen Plätzen sieht man es an fast jedem Abschlag: Der Flightpartner zieht das Handy aus der Seitentasche, tippt zweimal und sagt „136 bis zur Mitte“. Eine Golf-App kostet zunächst nichts, und doch landet man nach ein paar Runden fast immer bei derselben Frage: Lohnt sich das Abo, das die App nach der Probezeit anbietet? Dazu kommen Fragen, die es nur hierzulande gibt. Zählt eine Runde, die ich in der App notiere, für meinen Handicap-Index? Was macht eigentlich der Deutsche Golf Verband auf dem Smartphone? Und darf die App im vorgabenwirksamen Turnier am Samstag überhaupt eingeschaltet bleiben?

Diese Seite stellt die digitalen Angebote des DGV und vier verbreitete Golf-Apps vor, nennt die Preise, wie sie im deutschen App Store stehen, und fasst zusammen, was Nutzerinnen und Nutzer öffentlich über sie schreiben. Ein Test ist das nicht. Bei Panxis Golf hat niemand diese Apps auf einer Runde benutzt, und keine Entfernung auf dieser Seite wurde von uns nachgemessen.

Wofür man eine Golf-App überhaupt braucht

Hinter den vielen Funktionslisten stecken im Kern vier Dinge. Erstens die Entfernung: Das GPS des Telefons ortet Sie auf einer hinterlegten Platzkarte und rechnet aus, wie weit es bis zur Vorderkante des Grüns, bis zum Bunker oder bis zum Wasser ist. Zweitens die Scorekarte, die selbst addiert und Stableford-Punkte mit Ihrer Spielvorgabe ausrechnet. Drittens die Statistik, von Putts und Fairways bis zu jedem einzelnen Schlag. Viertens die Beratung: Schlägerempfehlungen, Entfernungen, die Höhenunterschied und Wind einrechnen, Darstellungen des Grüngefälles.

Die ersten beiden Aufgaben erledigen die meisten Apps kostenlos. Das Geld verdienen die Anbieter mit der dritten und vierten. Wer nur wissen will, ob es ein Eisen 7 oder 8 ist, kommt in aller Regel ohne Abo aus.

Zur Genauigkeit eine Vorbemerkung. Telefon-GPS liegt unter freiem Himmel meist ein paar Meter neben der Wirklichkeit. Für die Schlägerwahl genügt das, für den Unterschied zwischen 118 und 121 Metern nicht. Mindestens so wichtig ist die Karte selbst: Wurde ein Grün beim Umbau verlegt oder ein neuer Abschlag gebaut, stimmt auf dieser Bahn keine Zahl mehr, bis jemand die Daten nachpflegt.

Der DGV auf dem Smartphone: Ausweis, Golf.de-App und elektronische Scorekarte

Eine App des Verbands, die Entfernungen misst und Runden fürs Handicap einreicht, gibt es in Deutschland bisher nicht. Wer „DGV“ im App Store sucht, findet stattdessen mehrere Bausteine, die man auseinanderhalten sollte.

  • Digitaler DGV-Ausweis über golf.de: Wer den aktuellen Ausweis im persönlichen Bereich („Mein Bereich“) auf golf.de hinterlegt, kann ihn digital anzeigen und in die Wallet des Telefons laden. Der dort angezeigte Handicap-Index gilt als Nachweis. Das ist heute der übliche Weg, das Handicap auf dem Telefon dabeizuhaben.
  • Golf.de-App (im Aufbau): Der DGV hat auf seinem Verbandstag im April 2026 angekündigt, den Ausweis künftig in einer eigenen Golf.de-App auszugeben. Laut DGV startete im Mai 2026 eine Pilotphase; in den Fragen und Antworten des Verbands vom Oktober 2026 ist von 55 Pilotclubs und mehr als 270 Testern die Rede. Vorgesehen sind der aktuelle Handicap-Index, Scoring Record und Handicap-History-Sheet, elektronisches Scoring auf der Anlage sowie ein Scoring für Privatrunden, das nicht ins Handicap eingeht. Für das Ausweisjahr 2027 soll die App parallel zur Plastikkarte kommen; danach will der DGV den Ausweis nur noch digital ausgeben. Informationen für Golferinnen und Golfer kündigt der Verband ab der Kartenbestellung im Dezember 2026 unter golf.de/app an.
  • DGV Turniere: Die kostenlose App des Verbands im App Store bündelt Nachrichten, Termine und Informationen zu den DGV-Turnieren. Handicap-Funktionen bietet sie nicht, was auch in den Rezensionen bemängelt wird.
  • Golf.de Collect: Eine kostenlose App rund um golf.de, die gespielte Runden mit HCPI-Wirkung, also Turniere und registrierte Privatrunden, in Punkte, Trophäen und eine digitale Spielerkarte übersetzt. Voraussetzung ist laut Beschreibung ein auf golf.de hinterlegter DGV-Ausweis.
  • QeSC, die qualifizierte elektronische Scorekarte: Der DGV hat ein Verfahren zertifiziert, bei dem Spieler und Zähler ihre Runde in einer vom Verband lizenzierten App erfassen und sich statt mit Unterschrift über den QR-Code auf dem DGV-Ausweis bestätigen. Das Ergebnis geht digital ans Sekretariat. Funktionieren kann das nur, wenn der Club die elektronische Erfassung für das jeweilige Turnier oder die Privatrunde freigegeben hat. Welche Apps lizenziert sind, listet der DGV auf golf-dgv.de.

Dazu kommen die Apps der Clubverwaltungen. Verbreitet ist etwa PC CADDIE; dessen kostenlose Golf Club App dient vor allem der Startzeitbuchung bei angeschlossenen Anlagen und zeigt Turnierausschreibungen, eine eigene Scoring-App des Anbieters erlaubt die Teilnahme am Livescoring von Clubturnieren.

Preis: DGV Turniere, Golf.de Collect, die PC CADDIE Golf Club App und PC CADDIE Scoring sind im deutschen App Store kostenlos und ohne In-App-Käufe gelistet, abgelesen im Oktober 2026. Der digitale Ausweis auf golf.de setzt einen gültigen DGV-Ausweis voraus, den Sie über Ihren Club erhalten.

Golf GameBook: Scorekarte für den ganzen Flight

Golf GameBook kommt aus Finnland und hat sich vor allem als gemeinsame Scorekarte einen Namen gemacht. Eine Person trägt für die ganze Gruppe ein, die anderen sehen den Stand live, auch vom Sofa aus.

  • Kostenlos: Scorekarte für sich oder die Gruppe mit Vorgabeberechnung je Platz, rund 20 Spielformate von Skins bis Matchplay und Scramble, Live-Leaderboards, eigene Turniere bis zu 72 Spielern einschließlich Teamwettbewerben im Ryder-Cup-Stil, Statistiken, Platzkarten mit GPS und Entfernungsmesser, Apple-Watch-Anbindung.
  • Gold-Mitgliedschaft: schaltet laut Anbieter alle Funktionen frei, mit Laufzeiten von einem Monat oder einem Jahr.
  • Sprache: Die App lässt sich auf Deutsch umstellen.

Preis: Im deutschen App Store, abgelesen im Oktober 2026, steht die Gold-Mitgliedschaft in der Liste der In-App-Käufe am häufigsten mit 59,99 €; daneben stehen Einträge zu 44,99 € und 19,99 €. Welcher Betrag zu welcher Laufzeit gehört, verrät die Liste nicht. Maßgeblich ist das Angebot, das die App Ihnen beim Abschluss zeigt.

Hole19: großzügige Gratisversion aus Lissabon

Hole19 wird von einem Unternehmen in Lissabon entwickelt und gibt an, mehr als 42.000 Plätze in über 200 Ländern zu kennen. In der deutschen Beschreibung fällt auf, wie viel ohne Abo bleibt.

  • Kostenlos: Entfernungen zu Vorderkante, Mitte und Hinterkante des Grüns sowie zu Hindernissen und Zielen, digitale Scorekarte mit Putts, Fairways und Grüns in Regulation, Lochvorschau, Entfernungen auf der Apple Watch ohne Telefon, Live-Runden mit Freunden, Zählspiel, Stableford und Side Games.
  • Premium: „Plays Like“-Entfernungen mit Höhenunterschied, Schlagverfolgung, Schlägerempfehlung auf Basis der eigenen Weiten, Handicap-Rechner, ausführliche Statistiken, Lochspiel- und Teamformate, Entfernungsbögen während der Runde, keine Werbung.
  • Intelligence: eine zusätzliche Stufe mit KI-Rundenberichten, automatischer Schlagerkennung und Strokes-Gained-Analyse.

Preis: Im deutschen App Store, abgelesen im Oktober 2026: Premium Pro 69,99 € im Jahr, 49,99 € für sechs Monate oder 12,99 € im Monat; Intelligence 99,99 € im Jahr oder 24,99 € im Monat. Premium lässt sich 14 Tage kostenlos ausprobieren. Ältere Tarife wie „Lite“ stehen noch mit 34,99 € in der Liste, sind aber als Altangebote gekennzeichnet.

18Birdies: viele Extras, aber nur auf Englisch

18Birdies aus San Francisco ist in den USA eine der meistgenutzten Golf-Apps und setzt stark auf Gemeinschaft: Wettspiele unter Freunden, ein eigener Feed für Schwungvideos, Turniere in der Gruppe. Für den deutschen Markt gibt es einen Haken, der in keiner Werbung steht: Die App ist laut App Store nur auf Englisch, Japanisch und Koreanisch verfügbar.

  • Kostenlos: GPS-Entfernungsmesser von jedem Punkt des Platzes, Statistiken und Rundenhistorie, Handicap-Verlauf, automatischer Lochwechsel, neun Wettspielformate wie Skins oder Wolf.
  • Premium: 3D-Grünkarten mit Gefälle, „Caddy+“ mit Entfernungs- und Schlägerempfehlungen nach Höhenunterschied, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind, erweiterte Statistiken, Schlagverfolgung, Strokes Gained, dazu ein KI-Coach für hochgeladene Schwungvideos.
  • Akku: Der Anbieter weist selbst auf den Stromverbrauch des GPS hin und bietet einen Energiesparmodus.

Preis: Im deutschen App Store, abgelesen im Oktober 2026, ist das Jahresabo Premium mit 99,99 € gelistet. Dieselbe Liste führt weitere Jahrestarife zu 75,99 €, 79,99 € und 119,99 €, Monatsabos zwischen 10,49 € und 22,99 € und ein Wochenabo zu 8,49 €. Welches Angebot erscheint, hängt von Aktion und Zeitpunkt ab.

Garmin Golf: die App zur Uhr

Garmin Golf ist keine eigenständige Entfernungs-App, sondern die Begleit-App für Garmin-Golfuhren, Handgeräte und Launch-Monitore. Die Distanzen kommen während der Runde vom Gerät am Handgelenk; das Telefon speichert Runden, Statistiken und Schlagweiten.

  • Kostenlos: Scorekarte mit Schlagkarte jedes Lochs, sobald ein kompatibles Gerät gekoppelt ist, Platz- und Leistungsstatistiken nach der Runde, Schlagweiten pro Schläger, eigene Turniere mit Freunden.
  • Mitgliedschaft: Konturen des Grüns mit Gefällepfeilen, virtuelle Runden auf über 43.000 Plätzen mit einem kompatiblen Launch-Monitor („Home Tee Hero“), Cloud-Speicher für Schwungvideos.

Preis: Im deutschen App Store, abgelesen im Oktober 2026: 99,99 € im Jahr oder 9,99 € im Monat. Ohne Garmin-Gerät hat die App wenig zu bieten.

Die Angebote im Überblick

App Gratis auf der Runde Gegen Bezahlung Preis App Store Deutschland, Okt. 2026
DGV-Angebote (golf.de, DGV Turniere, Golf.de Collect) Digitaler Ausweis mit HCPI, Turnierinfos, HCPI-Verlauf Nichts; Golf.de-App mit Scoring erst 2027 kostenlos
Golf GameBook Gruppen-Scorekarte, Live-Leaderboard, GPS-Karten, 20 Spielformate Gold-Mitgliedschaft mit allen Funktionen meist 59,99 € (Gold)
Hole19 Vorne, Mitte, hinten, Hindernisse, Scorekarte, Watch Plays Like, Schlägerempfehlung, Statistik, KI-Stufe 69,99 € im Jahr (Premium Pro)
18Birdies GPS, Statistik, Wettspiele (nur Englisch) Caddy+, 3D-Grüns, Strokes Gained 99,99 € im Jahr
Garmin Golf Runden und Statistik vom Garmin-Gerät Grünkonturen, virtuelle Runden mit Launch-Monitor 99,99 € im Jahr

Wichtig ist vor allem die zweite Spalte. Für Entfernungen und eine Scorekarte reicht jede dieser Apps ohne Abo, und das Handicap führt in Deutschland ohnehin nicht die App, sondern Ihr Club über das DGV-Intranet. Wer drei Jahre lang 70 bis 100 € zahlt, hat dafür auch einen einfachen Laser-Entfernungsmesser bekommen; die Abos rechnen sich nur, wenn man die Auswertung wirklich liest.

Was Golferinnen und Golfer sagen: Lob und Kritik

In den Rezensionen im deutschen App Store, in Golfforen und in den Hilfeseiten der Anbieter tauchen dieselben Punkte immer wieder auf.

Gelobt wird:

  • Brauchbare Entfernungen ohne Abo. Am häufigsten liest man, dass schon die Gratisversion den Blick auf die Pfähle ersetzt. Bei Hole19 schreiben Nutzer, die Angaben stimmten bis auf wenige Meter, und wer viel reist, lobt, dass auch ausländische Plätze hinterlegt sind.
  • Die Scorekarte, die mitrechnet. Golf GameBook wird für die gemeinsame Live-Wertung gelobt: Wettspiele im Flight und unter Freunden, bei denen am Ende niemand mehr nachzählen muss. Garmin-Nutzer heben hervor, wie schnell Score und Schläger am Handgelenk notiert sind.
  • Statistiken, die ehrlich sind. Wer eine Saison lang jeden Schlag erfasst, entdeckt häufig, dass die verlorenen Schläge rund ums Grün liegen und nicht am Abschlag. Schlagweiten pro Schläger und Strokes Gained sind die Funktionen, die zahlende Nutzer am häufigsten nennen.

Kritisiert wird:

  • Probeabos, die teuer enden. Mehrere deutsche Rezensionen beschreiben Jahresabos, die nach dem Ende der Testphase abgebucht wurden, in einem Fall trotz Kündigung kurz nach Beginn des Tests. Die Anbieter verweisen dann auf Apple, weil Abrechnung und Erstattung über den App Store laufen. Andere bemängeln, dass der Preis für Neukunden gestiegen sei, während Bestandskunden alte Tarife behalten.
  • Die Grenze zwischen gratis und bezahlt wandert. Nutzer berichten von Funktionen, die nach einem Update plötzlich ins Abo gerutscht sind, und von Gratisversionen, die bei jeder Gelegenheit den Upgrade-Bildschirm zeigen.
  • Akku von Telefon und Uhr. GPS im Hintergrund und häufiges Aufwecken des Displays leeren den Akku spürbar. In einer Rezension heißt es, die Apple Watch halte mit der App nur noch neun Löcher durch; die Anbieter selbst warnen in ihren Beschreibungen vor dem Verbrauch.
  • Karten und Netz. Falsch dargestellte Plätze, verlegte Grüns, fehlende neue Abschläge: Solche Meldungen betreffen meist einzelne Anlagen, kommen aber oft genug vor, dass die Anbieter um Korrekturhinweise bitten. Dazu kommt der Empfang. Ohne Netz, schreibt ein Nutzer trocken, funktioniere keine App.

Niemand aus diesen Rezensionen und Foren wird hier namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und keine dieser Einschätzungen ist eine Messung. Es ist das, was in öffentlichen Bewertungen am häufigsten wiederkehrt.

Wo die App in Deutschland an Grenzen stößt: Privatrunde, Turnier, Funkloch und Datenschutz

In Deutschland trifft das Telefon in der Hosentasche auf ein System, das stärker über Clubs und Sekretariate läuft als in vielen anderen Ländern. Vier Punkte entscheiden, wie viel eine App hier wirklich leisten kann.

Die registrierte Privatrunde läuft über den Club, nicht über die App. Eine Runde außerhalb eines Turniers zählt nur dann für den Handicap-Index, wenn sie als registrierte Privatrunde (RPR) angemeldet wurde, die frühere EDS-Runde. Nach den Handicap-Regeln des DGV in der Fassung von 2024 muss die Registrierung in dem Golfclub erfolgen, auf dessen Platz Sie spielen, und zwar vor Beginn der Runde; nachträglich lässt sich keine Runde zur RPR erklären. Gespielt werden kann sie über 9 oder 18 Löcher, im Zählspiel, nach Stableford, als Maximum Score oder gegen Par. Sie brauchen einen Zähler, den die Spielleitung akzeptiert. Manche Clubs schreiben dafür einen Mindest-Handicap-Index vor, einige erheben eine Verwaltungsgebühr; beides steht in der Ausschreibung Ihres Clubs. Im Ausland gilt: Wo keine Registrierung möglich ist, melden Sie die Runde vorab im Heimatclub an. Das Ergebnis überträgt der Club über das DGV-Intranet. Was Sie in Golf GameBook, Hole19 oder 18Birdies eintragen, landet also nicht automatisch in Ihrem Handicap. Der „Handicap-Rechner“ mancher Apps ist eine private Schätzung, kein offizieller Wert. Papierlos geht es nur dort, wo der Club die QeSC freigegeben hat.

Im vorgabenwirksamen Turnier zählt die Regel, nicht die App. Nach Regel 4.3 der Golfregeln sind Entfernungs- und Richtungsinformationen grundsätzlich erlaubt, auch per Telefon. Verboten bleibt in der Runde alles, was Höhenunterschiede misst, die Windgeschwindigkeit auf dem Platz misst oder aus der Ballposition eine Spiellinie oder einen Schläger empfiehlt. „Plays Like“, „Caddy+“ und Schlägerempfehlungen müssen also ausgeschaltet sein; ein Gerät, das sie nur anbietet, ist nicht verboten, solange Sie sie nicht nutzen. Umgekehrt kann die Spielleitung über eine Platzregel nach dem Muster G-5 Entfernungsmesser ganz untersagen. Ob das gilt, steht in den Turnierbedingungen und Platzregeln von Club oder Landesgolfverband, nicht in der App. Diese Bedingungen gelten auch für eine registrierte Privatrunde: Ein Ergebnis, bei dem gegen die Golfregeln verstoßen wurde, wird nach den Handicap-Regeln nicht anerkannt.

Funklöcher sind auf dem Land kein Gerücht. Auf ländlichen Anlagen ist das Mobilfunknetz nicht überall so dicht wie in der Stadt. GPS selbst braucht kein Netz, wohl aber das Laden der Platzkarte, die Live-Wertung und das Senden einer elektronischen Scorekarte. Laden Sie den Platz deshalb zu Hause im WLAN, wenn die App eine Offline-Nutzung anbietet. Wie gut der Empfang an einem Ort sein soll, zeigt die Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur; mit deren App „Breitbandmessung“ lassen sich Funklöcher auch melden.

Datenschutz und Standort. Golf-Apps wissen, wo Sie sind, mit wem Sie spielen und wie oft. Einige fragen nach der Standortfreigabe auch dann, wenn die App geschlossen ist, etwa um den Platz automatisch zu erkennen. Im deutschen App Store finden Sie auf jeder Seite einen Abschnitt „App-Datenschutz“; die Angaben dort stammen allerdings vom Entwicklungsteam und sind, wie Apple selbst vermerkt, nicht von Apple geprüft. Golf.de Collect beschreibt sich ausdrücklich als datenschutzkonform nach DSGVO und fragt Standortfreigabe und Werbeeinwilligung getrennt ab. Bei den übrigen Apps lohnt ein Blick in die verlinkte Datenschutzerklärung, bevor Sie Kontakte und Standort freigeben.

Bezogen werden alle hier genannten Apps über den App Store oder Google Play, und auch die Abos rechnet der jeweilige Store ab. Gekündigt wird deshalb in den Abo-Einstellungen des Telefons, nicht beim Anbieter.

Wie Sie die passende App finden

  • Erst den Ausweis digitalisieren. Hinterlegen Sie Ihren DGV-Ausweis auf golf.de. Damit haben Sie den offiziellen Handicap-Index auf dem Telefon, und das kostet nichts.
  • Zwei Gratisversionen gegeneinander laufen lassen. Vier, fünf Runden auf dem Heimatplatz zeigen schnell, welche App Ihren Platz korrekt kennt. Öffnen Sie die Lochkarten vorher auf dem Sofa und vergleichen Sie Grüns, Abschläge und Wasser mit dem Birdie-Book.
  • Auf die Sprache achten. Wer Menüs und Hinweise auf Deutsch braucht, sollte das vor dem Abschluss prüfen; nicht jede App bietet es.
  • In drei Saisons rechnen. Ein Jahresabo zwischen 59,99 € und 99,99 € summiert sich. Notieren Sie das Ende der Probezeit im Kalender und prüfen Sie, ob monatlich oder jährlich verlängert wird.
  • Turniermodus kennen. Wählen Sie eine App, bei der sich Höhenkorrektur und Schlägerempfehlung mit einem Griff abschalten lassen, wenn Sie vorgabenwirksame Turniere oder Privatrunden spielen.
  • Powerbank in die Seitentasche. Bildschirm dunkler stellen, Platz vorher laden, Runde am Ende sauber beenden: Das löst einen Großteil der Klagen aus den Rezensionen.

Eine Golf-App verdient ihren Platz im Bag, wenn sie eine Frage schnell beantwortet: wie weit noch? Fürs Handicap bleibt in Deutschland vorerst der Weg über Club, Zähler und Sekretariat, bis die Golf.de-App 2027 zeigt, wie viel davon aufs Telefon wandert.

Wie diese Seite entstanden ist

Diese Seite ist eine Produktvorstellung und eine Auswertung öffentlicher Meinungen, kein Test. Bei Panxis Golf hat niemand diese Apps auf einer Runde benutzt oder ihre Genauigkeit gemessen. Die Funktionen stammen aus den Beschreibungen der Anbieter auf ihren Seiten im deutschen App Store: Deutscher Golf Verband für DGV Turniere, HUDDL3 für Golf.de Collect, PC CADDIE://online für die Golf Club App und PC CADDIE Scoring, GameBook für Golf GameBook, Stat Track Technologies für Hole19, 18Birdies für 18Birdies und Garmin für Garmin Golf. Die Angaben zur Golf.de-App, zur Pilotphase und zum Zeitplan 2027 stammen aus der Pressemitteilung des DGV zum Verbandstag vom 25. April 2026 und aus den Fragen und Antworten zur Golf.de-App im DGV-Serviceportal (Stand Oktober 2026), die Angaben zur QeSC aus den Informationen des DGV-Serviceportals.

Die Preise wurden am 28. Oktober 2026 in Euro im deutschen App Store (apps.apple.com/de) abgelesen, jeweils in der dort veröffentlichten Liste der In-App-Käufe. Diese Listen nennen oft mehrere Beträge für dasselbe Abo, nicht immer mit Laufzeit; wo die Laufzeit fehlt, haben wir das so geschrieben. Preise in Google Play wurden nicht abgelesen. Preise ändern sich mit Aktionen, maßgeblich ist der Betrag, den die App beim Abschluss anzeigt.

Die Regeln zur registrierten Privatrunde stammen aus den Handicap-Regeln, gültig in Deutschland ab April 2024, aus der Seite zu Handicap-relevanten Runden auf golf.de und aus veröffentlichten RPR-Ausschreibungen deutscher Clubs. Der Abschnitt zu Turnieren bezieht sich auf Regel 4.3 der Golfregeln und auf die Musterplatzregel G-5 von R&A und USGA zu Entfernungsmessern sowie auf veröffentlichte Turnierbedingungen und Hardcards deutscher Landesgolfverbände. Die Hinweise zur Netzabdeckung stammen von der Bundesnetzagentur. Was Golferinnen und Golfer sagen, wurde in öffentlichen Rezensionen im deutschen App Store, in Golfforen und auf den Hilfeseiten der Anbieter gelesen, teils nur über Suchauszüge. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, keine Einschätzung wird als Statistik ausgegeben. Diese Seite enthält keine kommerziellen Links, und Panxis Golf erhält keine Provision. Sollte ein Inhalt dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er oben auf der Seite, vor der ersten Zeile, einen Werbehinweis.

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