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Layout of Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Layout of Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).

Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee

Löcher

27 (18 + 9)

Von

72 (Meisterschaftsplatz), 31 (9-Loch-Platz)

Länge

6.016 m (Weiß), 5.863 m (Gelb), 5.457 m (Blau), 5.195 m (Rot); 9-Loch-Platz 2.069 m (Gelb)

Greenfee

—

Beste Saison

—

Der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee liegt im äußersten Südwesten Berlins, im Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, zwischen dem Schäferberg und dem Stölpchensee. Die Anschrift lautet Golfweg 22, 14109 Berlin. Bis zum S-Bahnhof Wannsee sind es rund dreieinhalb Kilometer Luftlinie, bis zum Potsdamer Hauptbahnhof knapp fünf, bis zum Brandenburger Tor gut 20 Kilometer. Der Club selbst rechnet für die Fahrt aus der Innenstadt mit 30 bis 45 Minuten, je nach Verkehr.

Träger ist der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V., ein eingetragener Verein. Nach eigener Darstellung wurde er 1895 gegründet und ist damit „der älteste Golfclub Deutschlands“. Diese Angabe ist nicht unumstritten: Der Golfführer Where2Golf bezeichnet Wannsee als zweitältesten Club des Landes und nennt den Wiesbadener Golf-Club als zwei Jahre älter. Wir geben beide Lesarten wieder. Unstrittig ist die Abfolge, die der Club in seiner Chronik schildert: 1895 gründeten amerikanische und britische Diplomaten den „Berlin Golf Club“ auf einer früheren Pferderennbahn am Spandauer Damm in Westend. 1914 wurde der Name in „Golf-Club Berlin“ eingedeutscht, 1924 beschloss eine Generalversammlung den Umzug nach Wannsee und den heutigen Namen, und am 26. Mai 1926 wurde der neue Platz eröffnet.

Heute umfasst die Anlage 27 Löcher: einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz und einen 9-Loch-Platz, den der Club selbst als „anspruchsvollen 9-Loch Kurzplatz“ beschreibt. OpenStreetMap verzeichnet ebenfalls 27 Spielbahnen. Dazu kommen eine Driving Range mit überdachten und offenen Abschlagplätzen, mehrere Übungsgrüns, eine Indoor-Trainingsfläche und ein Clubhaus, das nach Angaben des Clubs im Sommer 2025 neu fertiggestellt wurde. Im Mai 2023 hat der Deutsche Golf Verband dem Club das Zertifikat „Golf & Natur“ in Gold verliehen.

Die Zahlen im Überblick

Der Meisterschaftsplatz

Die aktuelle Scorekarte des Clubs (Datei vom Mai 2026) führt den Meisterschaftsplatz als Par 72 mit einer Par-37-Hälfte vorn und einer Par-35-Hälfte hinten. Die Längen sind bis Mitte Grün gemessen: 6.016 Meter von Weiß, 5.863 Meter von Gelb, 5.457 Meter von Blau und 5.195 Meter von Rot. Die erste Neun misst von Weiß 3.068 Meter, die zweite 2.948 Meter. Auf der Platzseite des Clubs kommt noch ein orangefarbener Damenabschlag mit 4.992 Metern hinzu.

Für die Bewertung nennt die Spielvorgaben-Tabelle des Clubs (Datei vom August 2025) für Herren von Weiß Course Rating 72,8 und Slope 132, von Gelb 72,0 und 132, von Blau 69,8 und 130 und von Rot 68,4 und 125, Letzteres als Par 70. Für Damen stehen von Gelb 78,5 und 138 bei Par 74, von Blau 76,0 und 132, von Rot 74,2 und 131 und von Orange 72,8 und 128. Die Scorekarte von 2026 bestätigt die Werte für Herren von Weiß und Gelb und für Damen von Blau und Rot.

Diese Zahlen sagen viel über den Platz. Rund 6.000 Meter sind für einen Meisterschaftsplatz keine große Länge, und doch liegt das Course Rating von Weiß fast einen Schlag über Par. Ein Slope von 132 von beiden Herrenabschlägen bedeutet, dass Spieler mit höherem Handicap hier spürbar mehr Schläge brauchen als auf einem Platz durchschnittlicher Schwierigkeit. Auf der Platzseite und in den Bewertungen ist der Grund rasch gefunden: enge, von altem Baumbestand gesäumte Spielbahnen, deutliche Höhenunterschiede und stark modellierte Grüns.

Die vier Par 5 liegen an der 4 (449 Meter von Weiß), der 9 (440), der 11 (498) und der 15 (534 Meter, das längste Loch). Die vier Par 3 sind die 8 mit 176 Metern, die 10 mit 208, die 14 mit 169 und die 17 mit 151 Metern. Das kürzeste Par 4 ist die 6 mit 284 Metern, das längste die 12 mit 372 Metern. Als schwerstes Loch führt die Scorekarte die 1, gefolgt von der 18 und der 2.

Der 9-Loch-Platz

Der 9-Loch-Platz ist laut Scorekarte des Clubs ein Par 31 mit fünf Par 3 und vier Par 4. Er misst 2.069 Meter von Gelb, 1.865 Meter von Rot und 1.406 Meter von Grün. Die Spielvorgaben-Tabelle nennt für neun Löcher bei den Herren von Gelb Course Rating 31,6 und Slope 108, von Rot 30,8 und 103, von Grün 29,3 und 97; bei den Damen von Gelb 33,4 und 119 (Par 33), von Rot 32,3 und 110, von Grün 29,5 und 99. Wer den Kurzplatz zweimal umrundet, spielt nach der Scorekarte ein Par 62 über 4.138 Meter von Gelb. Der Club verspricht eine Runde von etwa anderthalb Stunden und warnt zugleich, dass der Platz „auch für gute Handicapper schwer in Par zu spielen“ sei.

Woher der Platz kommt

Die Geschichte des Platzes ist ungewöhnlich verschlungen, und die Quellen erzählen sie nicht einheitlich. Der Club nennt als Architekten C. S. Butchart, der 1913 und 1914 18 Löcher am Schäferberg plante, und Karl Hoffmann, der 1926 die Ausführungsplanung lieferte und 1930 neun weitere Löcher am Stölpchenweg anlegte. In der Chronik des Clubs erscheint Hoffmann als Regierungsbaurat, der schon die Finanzierung des Umzugs mitberechnet hatte. Das Portal Top 100 Golf Courses nennt dagegen Harry Colt und John Morrison als Architekten der Erweiterung von 1930; Where2Golf schreibt das heutige Layout Karl Hoffmann zu. Wir folgen in der Sache dem Club und erwähnen die abweichende Zuschreibung.

Laut Chronik war der Zustrom neuer Mitglieder nach der Eröffnung so groß, dass der Club früh an 27 Löcher dachte und ein Gelände von etwa 90 Morgen Richtung Stölpchensee hinzunahm. Schon damals ließ sich ein kombinierter Platz aus neun alten und neun neuen Löchern spielen, den die Chronik mit 6.020 Metern Länge angibt. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg war Wannsee nach Angaben des Clubs zwölfmal Schauplatz deutscher Titelkämpfe. Der englische Pro Percy Alliss, ab 1926 Golflehrer des Clubs, gewann laut Chronik die Offenen Deutschen Meisterschaften 1927, 1928 und 1929 in Wannsee. Where2Golf ergänzt, dass sein Sohn, der spätere Golfer und Kommentator Peter Alliss, in Berlin zur Welt kam.

Nach 1945 wurde die Anlage geteilt. Die amerikanische Armee übernahm nach der Chronik die 18 Löcher am Schäferberg für den eigenen „Berlin Golf Club“; das 9-Loch-Gelände am Stölpchenweg blieb zunächst ungenutzt, während der deutsche Club auf einen kleinen Platz in Kladow auswich. Erst nach der Wiedervereinigung kam der Platz zurück: Am 1. September 1994 wurde die Anlage am Schäferberg an den Club übergeben, der seither wieder alle 27 Löcher zwischen Stölpchensee und Schäferberg verwaltet. Einen Monat später feierten beide Clubs ihre Zusammenlegung mit einem gemeinsamen Turnier.

Was der Platz verlangt

Der Club beschreibt sein Gelände in der englischen Gästeinformation als hügelig, „untypisch für die flache Brandenburger Landschaft“, mit abwechslungsreichen, schmalen Spielbahnen zwischen alten Bäumen. Öffentliche Bewertungen beschreiben dasselbe Bild mit anderen Worten: einen Parkland- oder Heideplatz mit engen Fairways; eine Bewertung nennt Kiefern, Eichen und Birken entlang der Bahnen und eine Routenführung durch Täler. Ein Rezensent bei Top 100 Golf Courses lobt die Routenführung über ein schwieriges, U-förmiges Grundstück, bei der die schmale Verbindung zwischen den Platzteilen nur einmal in jede Richtung gequert werde. Die Lochbeschreibungen auf der Seite des Clubs, verfasst als „Tipps vom Pro“, zeigen, wie das im Einzelnen aussieht. Die Längen unten stammen von der Scorekarte 2026 und gelten für Weiß, in Klammern Gelb.

Die erste Neun

Der Platz beginnt mit seinem schwersten Loch. Die 1 ist ein Par 4 von 371 Metern (363), und der Club rät, auf die rechte Fairwaykante zu zielen: Die Landezone hängt nach links, und die Bahn knickt nach etwa 180 Metern leicht nach rechts ab. Auch die 2 (356 Meter, 347) gilt laut Club unter den eigenen Mitgliedern als gefürchtet. Die Schneise zwischen den Bäumen ist eng, die Devise lautet „Präzision statt Länge“, und viele erfahrene Spieler schlagen nach Angaben des Clubs lieber mit einem Eisen ab.

Die 3 ist mit 297 Metern (285) kurz und vom Abschlag vergleichsweise einfach; schwierig wird der Schlag ins Grün, denn wer es verfehlt, steht nach den Pro-Tipps vor schweren Chips und Bunkerschlägen. Die 4, ein Par 5 von 449 Metern (443), ist die Gelegenheit für Longhitter: Der Club nennt eine aggressive Strategie vom Tee hier „oft belohnt“, und selbst nach einem verfehlten Abschlag bleibt meist der dritte Schlag zur Fahne. Die 5 (327 Meter, 320) hat ein fast 30 Meter breites Grün; je nach Fahnenposition empfiehlt der Club, die jeweils andere Seite des Fairways anzuspielen, weil sonst überhängende Äste den Annäherungsschlag behindern.

Die 6 ist mit 284 Metern (279) das kürzeste Par 4 des Platzes, doch die Landezone ist sehr schmal. Der Club rät zu einem Schläger, der etwa 80 Meter bis zum Grünanfang lässt. Die 7 (368 Meter, 364) beschreibt eine Rechtskurve, die Fahne ist vom Abschlag nicht zu sehen, und zwei Bunker schützen das Grün von vorn. Die 8 ist das erste Par 3, 176 Meter (170) lang; das Grün liegt nach Angaben des Clubs gut zehn Meter unterhalb des Abschlags und spielt sich etwa einen Schläger kürzer. Wer zu lang schlägt, landet im Sommer in knietiefem Rough. Die 9 ist mit 440 Metern (433) das kürzeste Par 5, aber die Landezone ist blind; profitieren kann nach den Pro-Tipps nur, wer eine kontrollierte Rechtskurve spielt.

Die zweite Neun

Die zweite Hälfte beginnt mit dem längsten Par 3 des Meisterschaftsplatzes: Die 10 misst 208 Meter (203), von Blau und Rot 183 Meter, und der Club zählt sie zu den schwersten Par 3 der Region. Das Grün ist im Vergleich zu den übrigen eher eben, die Schwierigkeit liegt in der Längenkontrolle. Die 11, ein Par 5 von 498 Metern (486), spielt sich laut Club wegen des erhöhten Fairways deutlich länger als angegeben; der zweite Schlag sollte auf die linke Seite der Bahn. An der 12 (372 Meter, 362) bewacht ein Fairwaybunker links die Landezone, und das Grün ist durch eine große Stufe in einen vorderen und einen hinteren Teil geteilt.

Die 13 (320 Meter, 314) bietet zwei Wege: einen Abschlag von etwa 170 Metern auf das obere Plateau oder einen langen Drive „die Welle hinunter“ bis rund 60 Meter vor das Grün. Die 14, ein Par 3 von 169 Metern (163), beschreibt der Club als „wunderschön“; hier gleichen sich Höhenunterschied und Gegenwind oft aus, und der Wind ist am Abschlag häufig nicht zu spüren, bremst den Ball aber, sobald er über die Baumspitzen steigt. Die 15 ist mit 534 Metern (497) das längste Loch, mit einem sehr kleinen Startfenster vom Abschlag, einem Fairwaybunker und einem Grün, dessen Hälften durch eine deutliche Welle getrennt sind.

Die 16 (339 Meter, 333) wirkt bis zum Grün unspektakulär, doch das Grün ist nach Angaben des Clubs stark onduliert und macht den Zwei-Putt je nach Fahne zur echten Aufgabe. Die 17 ist das bekannteste Loch der Anlage: ein Par 3 von 151 Metern (148) mit Wasser direkt vor dem Grün, das die Zeitschrift Golf Magazin im Juli 2020 nach Angaben des Clubs zu einem der schönsten Löcher Deutschlands kürte. Das Grün liegt erhöht und hat mehrere Stufen, der Club empfiehlt einen Schläger mehr. Die 18 (357 Meter, 353) ist laut Scorekarte das zweitschwerste Loch; vom Abschlag ist links der bessere Fehler, beim Schlag ins Grün sind die Bunker links zu meiden. Nach den Platzregeln liegt an der 18 zudem eine Spielverbotszone innerhalb einer gelb markierten Penalty Area.

Der Kurzplatz

Auch der 9-Loch-Platz hat es nach den Beschreibungen des Clubs in sich. Die 2 ist mit 221 Metern von Gelb und 190 von Rot das längste Par 3 der gesamten Anlage, mit überhängenden Ästen links, einem Bunker links vor dem Grün und einem Grün, das von vorn nach hinten abfällt. Die 4 ist ein kurzes Par 4 von 239 Metern, bei dem ein Hang vor dem Grün auch zu kurze Abschläge noch aufs Grün rollen lässt. An der 6 markiert ein Zaun links des Grüns zugleich die Ausgrenze, an der 8, dem mit 121 Metern kürzesten Loch, droht eine Penalty Area. Die 9 ist mit 391 Metern das längste und zugleich schwerste Loch des Kurzplatzes, mit sehr schmalem Landekorridor und einem stark ondulierten Grün.

Was das für das eigene Spiel bedeutet

Aus den Beschreibungen ergibt sich ein klares Bild. Wannsee belohnt Kontrolle mehr als Länge: Bäume engen viele Abschläge ein, mehrere Landezonen sind blind oder hängen, und an einigen Bahnen rät der Club selbst vom Driver ab. Die Grüns sind das zweite Thema; viele sind gestuft, gewellt oder abschüssig, sodass die Lage des Annäherungsschlags über den Score entscheidet. Wer Höhenunterschiede richtig einschätzt, wie an der 8, der 14 und der 17, spart Schläge. Golfcarts bietet der Club für Gäste nicht an; nach der englischen Gästeinformation ist Wannsee ein Platz zum Gehen. Wer das hügelige Gelände zu Fuß unterschätzt, merkt es spätestens auf der zweiten Neun.

Übungsanlage und Platzpflege

Die Driving Range liegt nach Angaben des Clubs nahe dem ersten Abschlag des Meisterschaftsplatzes und hat sieben überdachte und auf der oberen Ebene 13 offene Abschlagplätze, dazu sechs separate Plätze für den Unterricht, zwei davon mit Videosystem. Am Clubhaus liegen ein Putting-Grün und ein Grün zum Pitchen und Chippen mit Übungsbunkern, vor dem Athletikhaus ein weiteres Übungsgrün. Im Dachgeschoss des Caddiehauses gibt es eine Indoor-Anlage von etwa 300 Quadratmetern mit drei Abschlagsplätzen und Flächen für das kurze Spiel. Für Abschläge, Fairways und Vorgrüns nennt der Club Poa und Festuca, für die Grüns Agrostis und Festuca.

Ökologisch verweist der Club auf ein früheres Biodiversitätsmonitoring mit 29 Biotoptypen, 56 Baumarten und 49 Vogelarten sowie auf Sand-Magerrasen und sieben geschützte Fledermausarten. Das jüngste Audit für „Golf & Natur“ fand nach Angaben des Clubs im Juli 2025 statt. Für Gäste praktisch wichtig: Nach den Platzregeln sind angelegte Blumenwiesen als Spielverbotszonen mit grünköpfigen Pfählen markiert, ihr Betreten ist verboten, und die Anlage darf nur mit Kunststoffspikes betreten werden.

Was Golferinnen und Golfer sagen

Wir haben öffentliche Bewertungen auf Top 100 Golf Courses, Where2Golf und dem Bewertungsportal werkenntdenbesten gelesen, das Bewertungen von Google und anderen Plattformen bündelt. Die Bewertungsseiten von 1Golf und GolfPass waren für uns nicht abrufbar. Wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Personen.

Was gelobt wird

Am häufigsten gelobt werden die Lage und der Charakter des Platzes. Rezensenten beschreiben ihn als ruhig, abgeschieden und naturnah, als historischen Ort mit engen Fairways zwischen alten Bäumen. Ein Rezensent vergleicht ihn mit den Heideplätzen in Surrey und Berkshire und hebt die Routenführung durch Täler hervor; ein anderer nennt die Routenführung über das schwierige Grundstück „meisterhaft“. Gut bewertet werden auch die Grüns, in mehreren Bewertungen als gut und gleichmäßig rollend beschrieben, und der Pflegezustand insgesamt. Where2Golf nennt das Layout „attraktiv und gut gemacht“ mit mehreren ausgezeichneten Löchern und meist gutem Pflegezustand. Als beste Löcher werden in einer Bewertung die 2, die 17 und die 18 genannt. Auch das Restaurant und der Empfang durch dessen Personal werden in Zusammenfassungen positiv erwähnt.

Was kritisiert wird

Der häufigste Kritikpunkt ist der Preis: Mehrere Bewertungen nennen die Greenfees hoch, teils mit dem Zusatz, der Platz sei es dennoch wert, teils mit dem Urteil, Preis und Leistung passten nicht ganz zusammen. Ein zweiter Punkt betrifft den Umgang mit Gästen: Einzelne Stimmen berichten von einem abweisenden Ton am Telefon oder im Management, eine ältere Bewertung von 2021 kritisiert schlecht gepflegte Grüns und spricht von arrogantem Personal. Ein Rezensent bei Top 100 Golf Courses fand den Platz gut, aber nicht überwältigend; mehrere Bahnen verliefen parallel zueinander, und bei großer Hitze rolle der Ball so weit, dass der Platz kürzer spiele als seine Länge. Zu Wartezeiten und Spielfluss fanden wir in den gelesenen Bewertungen keine belastbaren Aussagen.

Ranglisten sehen den Platz weit oben, wenn auch nicht einheitlich: Top 100 Golf Courses führt den Meisterschaftsplatz aktuell auf Platz 7 in Deutschland und auf Platz 91 in Kontinentaleuropa, Where2Golf verweist auf Rang 20 in einer Deutschland-Rangliste der Zeitschrift Golf World von 2022.

Für wen sich der Platz eignet

Der Meisterschaftsplatz richtet sich an Spielerinnen und Spieler mit gefestigtem Handicap; der Club verlangt dafür einen Handicap-Index von 36,0 oder besser. Wer wegen der Geschichte kommt, findet hier einen der Gründungsorte des deutschen Golfsports. Wer gern lang schlägt, aber ungenau, wird auf den engen Bahnen wenig Freude haben. Für Spieler mit höherem Handicap bis 54 ist der 9-Loch-Platz zugänglich, der mit seinen langen Par 3 trotzdem keine Einsteigerwiese ist. Nach Angaben des Clubs spielen die Damen- und die Herrenmannschaft seit vielen Jahren in der 1. Bundesliga der Deutschen Golf Liga; wer als Gast kommt, sollte den Turnierkalender des Clubs vorher ansehen.

Anfahrt und Zugang

Mit dem Auto verlässt man laut Club die A115 am Kreuz Zehlendorf Richtung Wannsee, folgt der Potsdamer Chaussee und der Königstraße (B1) bis kurz hinter den Ortsausgang Wannsee, biegt an der Bushaltestelle links in die Friedenstraße und nach etwa 20 Metern rechts in den Golfweg. Mit der Bahn ist der S-Bahnhof Wannsee der nächste größere Knoten; von dort sind es rund dreieinhalb Kilometer Luftlinie. Eine verlässliche Busverbindung bis zum Club konnten wir nicht prüfen und nennen deshalb keine.

Gäste mit Clubausweis eines anerkannten Golfclubs sind montags bis freitags willkommen. An Wochenenden und Feiertagen können Gäste nur in Begleitung eines Mitglieds spielen. Eine Startzeit muss vorher telefonisch gebucht werden; die englische Gästeinformation nennt eine Vorausbuchung von bis zu sieben Tagen. Übungsbälle und die Nutzung der Übungsanlagen sind im Greenfee enthalten, ein separates Rangefee gibt es nicht. Leihtrolleys und Leihschläger sind im Pro Shop zu haben. Der Club empfiehlt, sich vor dem Besuch über Platzsperren zu informieren; die aktuellen Öffnungszeiten stehen auf seiner Seite. Wichtig für alle, die gern fotografieren: Die englische Gästeinformation untersagt das Veröffentlichen von Fotos oder Videos des Clubs in sozialen Netzwerken ohne schriftliche Erlaubnis.

Greenfee

Die aktuellen Preise für Gäste und für Gäste von Mitgliedern veröffentlicht der Club auf seiner Gästeseite. Wir nennen hier keine Beträge, weil sie sich ändern können.

Wie diese Seite entstanden ist

Quellen: OpenStreetMap für Lage und Zahl der Spielbahnen; die Seiten des Clubs (wannsee.de) für Anschrift, Anfahrt, Gründungsjahr, Architekten, Gästeregeln, Übungsanlagen, Clubhaus, Ökologie und die Lochbeschreibungen; die Scorekarten des Clubs für den Meisterschaftsplatz (Mai 2026) und den 9-Loch-Platz (März 2026) für Par, Längen und Handicapreihenfolge; die Spielvorgaben-Tabellen des Clubs (August 2025) für Course Rating und Slope; die Chronik des Clubs in acht Kapiteln für die Geschichte; Top 100 Golf Courses für Rangliste, abweichende Architektenangabe und Bewertungen; Where2Golf für die Altersangabe, Rangliste und Bewertung; werkenntdenbesten für zusammengefasste öffentliche Bewertungen. Die Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet.

Einige Quellen weichen voneinander ab. Der Club nennt sich ältester Golfclub Deutschlands, Where2Golf nennt Wiesbaden als älter. Für die Erweiterung von 1930 nennt der Club Karl Hoffmann, Top 100 Golf Courses Harry Colt und John Morrison. Die Lochtabelle auf der Platzseite des Clubs weicht von der neueren Scorekarte ab: Sie ergibt von Weiß 6.027 Meter statt 6.016, weicht an den meisten Löchern um einige Meter ab und führt eine andere Handicapreihenfolge (dort ist etwa die 11 das zweitschwerste und die 16 das leichteste Loch); an der 14 sind die Spalten Blau und Gelb vertauscht beschriftet. Wir folgen der Scorekarte von 2026. Where2Golf nennt für den Meisterschaftsplatz ältere Werte (6.027 und 5.875 Meter) und für den Kurzplatz Par 32, der Club Par 31. Die Spielvorgaben-Tabelle führt zusätzlich eine Herrenwertung „Gold“ mit Par 70, deren Abschlag auf Scorekarte und Platzseite nicht auftaucht; wir haben sie nicht übernommen. Where2Golf spricht von mietbaren Golfcarts, der Club von keinen Carts für Gäste. Die Angabe, Percy Alliss habe die Offenen Deutschen Meisterschaften 1927 bis 1929 in Wannsee gewonnen, stammt aus der Chronik des Clubs; eine unabhängige Quelle dafür haben wir nicht geprüft.

Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026. Bei werkenntdenbesten stammen mehrere Aussagen aus einer automatischen Zusammenfassung des Portals, die wir nicht an jedem Einzeltext prüfen konnten. Wir zitieren niemanden namentlich und zählen keine Stimmen.

Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.

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