Layout of Golfclub Herzogswalde from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).
Golfclub Herzogswalde
Löcher
27 (18 + 9)
Von
72
Länge
6.294 m (Weiß), 5.905 m (Gelb), 5.714 m (Blau), 5.023 m (Rot)
Greenfee
—
Beste Saison
—
Der Golfclub Herzogswalde liegt im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Wilsdruff im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, westlich von Dresden. Die Anschrift lautet Am Golfplatz 1, 01723 Wilsdruff-Herzogswalde. Aus den Koordinaten gerechnet liegt der Platz rund 18 Kilometer Luftlinie westsüdwestlich der Dresdner Innenstadt, rund sechs Kilometer südlich des Wilsdruffer Zentrums und knapp 15 Kilometer nordöstlich von Freiberg. Der Club selbst spricht von rund 25 Kilometern westlich von Dresden, zwischen Wilsdruff und Nossen, und von etwa 20 Minuten Fahrt aus der Stadt.
Herzogswalde ist ein altes Dorf. Nach Wikipedia wurde es 1428 als „villa Hartigiswalde“ erstmals erwähnt; es liegt in einem Tal am Nordrand des Tharandter Waldes, am Fuß des 426 Meter hohen Landbergs, auf rund 303 Metern über dem Meer. Durch den Ort fließt der Herzogswalder Bach, der nach Westen zur Triebisch entwässert. Das Dorf zählte 2022 rund 700 Einwohner, kam 1974 zu Mohorn und gehört seit dem 1. August 2000 mit Mohorn zur Stadt Wilsdruff. Der Wikipedia-Artikel erwähnt einen 18-Loch-Golfplatz und einen 9-Loch-Kurzplatz mit Par-3-Bahnen im Ort.
Der Club bezeichnet die Anlage als „27-Loch-Golfparadies vor den Toren Dresdens“ und als „3 × 9-Loch-Golfareal“. Sie besteht aus drei Neunen: dem Herzogswalder Links mit den Bahnen 1 bis 9, nach Angaben des Clubs „inspiriert vom schottischen Linksgolf“, dem Herzogswalder Parkland mit den Bahnen 10 bis 18, „eingebettet in eine reizvolle Parklandschaft“, und dem Kurzplatz Herzogswalder Little Links, den der Club „der etwas andere Kurzplatz“ nennt. Links und Parkland bilden zusammen den 18-Loch-Platz. In OpenStreetMap ist die Anlage als „Golfclub Herzogswalde“ mit 18 Löchern eingetragen. Betreiberin ist nach dem Impressum die Golfclub Herzogswalde GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Siegen, mit Sitz in Siegen; einen eingetragenen Verein nennt das Impressum nicht.
Die Zahlen im Überblick
Eine Scorekarte zum Herunterladen bietet der Club nicht an; die Seite „Scorekarte“ ist ein interaktiver Zählblock. Die Werte für jedes Loch stehen aber auf den einzelnen Bahnseiten des Clubs, mit Par, Handicap und Längen von vier Abschlägen: Weiß und Gelb für Herren, Blau und Rot für Damen. Aus diesen Bahnseiten ergibt sich ein Par 72, mit Par 36 auf beiden Neunen. Vier Löcher sind Par 3, zehn Par 4 und vier Par 5.
Zusammengezählt misst der 18-Loch-Platz von Weiß 6.294 Meter (3.059 auf dem Links, 3.235 auf dem Parkland), von Gelb 5.905 Meter (2.925 und 2.980), von Blau 5.714 Meter (2.829 und 2.885) und von Rot 5.023 Meter (2.424 und 2.599). Die Plattform GolfPass nennt dieselben Gesamtlängen für Weiß, Gelb und Blau. Das ist für ein Par 72 eine solide, aber keine extreme Länge. Bemerkenswert ist der geringe Abstand zwischen den Abschlägen auf einzelnen Bahnen: An der 2, der 6, der 7 und der 9 sind Weiß und Gelb gleich lang, und an mehreren Löchern spielen Herren von Gelb und Damen von Blau dieselbe Länge.
Course Rating und Slope veröffentlicht der Club auf seinen Seiten nicht, eine Vorgabentabelle haben wir dort nicht gefunden, und eine Seite des Deutschen Golf Verbands zum Club ebenfalls nicht. Die Verzeichnisse geben unterschiedliche Werte an. GolfPass führt für 18 Löcher laut Suchauszug von Weiß Course Rating 73,7 und Slope 137, von Gelb 71,3 und 134, für Damen von Blau 76,7 und 135 und von Rot 72,6 und 126. Der Golfführer 1Golf wertet laut Suchauszug die beiden Neunen getrennt: das Links von Weiß mit 36,5 und Slope 133, von Gelb mit 35,8 und 130, das Parkland von Weiß mit 37,7 und Slope 144 und von Gelb mit 36,3 und 143. Zusammengezählt ergäben die Neun-Loch-Werte von 1Golf höhere Course Ratings als die 18-Loch-Werte von GolfPass. Welche Werte aktuell gelten, sollten Sie vor der Runde beim Club erfragen. Übereinstimmend zeigen alle Angaben Slope-Werte deutlich über dem Normwert von 113, und das Parkland erscheint bei 1Golf als die schwerere der beiden Neunen.
Zum Kurzplatz Little Links nennen die Bahnseiten des Clubs keine Zahlen. Nach Hole19 hat er neun Par-3-Löcher, Par 27, mit zusammen 886 Metern und Bahnen zwischen 56 und 160 Metern; 1Golf nennt laut Suchauszug ebenfalls 886 Meter, GolfPass dagegen 969 Meter.
Geschichte
Die Anlage war früher unter dem Namen Dresdner Golf Park Tharandter Wald bekannt; so führt sie GolfPass, und unter diesem Namen steht sie noch in mehreren Verzeichnissen. Zum Anfang des Golfs in Herzogswalde widersprechen sich die Quellen: Die Scorekarten-Seite Golfingrecord nennt 1995 als Gründungsjahr des Parkland, GolfPass laut Suchauszug 2007 als Baujahr. Eine Primärquelle, etwa eine Chronik des Clubs, haben wir dazu nicht gefunden.
Besser belegt ist der Umbau. Im Dezember 2016 berichtete das Fachmagazin Golf Course Architecture, der Club sei von Reinhard Saal gekauft worden, einem Unternehmer aus der digitalen Bildbearbeitung und Immobilieninvestor mit weiteren Interessen in der Umgebung. Saal habe den Architekten Christian Althaus beauftragt, die bestehenden neun Löcher um eine zweite Neun auf angrenzendem, geneigtem Ackerland zu erweitern. Gebaut wurde von der Firma Josef Pötter Golf, als Shaper arbeitete Mick McShane, den der Club direkt beauftragt hatte. Das Magazin beschreibt schwere Böden, ausgeprägte, von Menschenhand geformte Geländeformen, die an McShanes Arbeit auf dem Castle Course in St Andrews erinnerten, und stark konturierte Grüns. Die neuen neun Löcher sollten im Frühjahr 2017 eröffnen; der Umbau der alten Neun sollte folgen, einen Termin gab es damals nicht. Heute führt das Impressum Reinhard Saal und Robin Saal als Geschäftsführer.
Für die Eröffnung des Links nennen Top 100 Golf Courses und Golfingrecord das Jahr 2017, 1Golf laut Suchauszug in einer Sprachfassung 2017 und in einer anderen 2018; GolfPass nennt Althaus mit der Jahreszahl 2018. Ob und wann auch das Parkland umgebaut wurde, haben wir in keiner Quelle gefunden. Eine Spur der alten Nummerierung findet sich auf der Seite der Bahn 15: Ihr Text spricht von der „sechsten Bahn“, was zu einem Parkland passt, das früher als eigene Neun von 1 bis 9 gezählt wurde. Die Seite der 18 nennt das Loch „die derzeit letzte Bahn auf dem Golfplatz in Herzogswalde“.
Die Plattform Top 100 Golf Courses führt die 18-Loch-Kombination aus Links und Parkland auf Rang 66 in Deutschland und auf Rang 10 in Nordostdeutschland.
Was der Platz verlangt
Herzogswalde ist ein Hügelplatz. Die Bahnseiten des Clubs sprechen von „stark ausgeprägten Gefällen und Höhenunterschieden“, die den Platz auszeichneten, von einem Grün, das 15 Meter über dem Fairway „thront“, von erhöhten Abschlägen und von der 7 als höchstem Punkt der Anlage. 1Golf beschreibt das Gelände des Parkland laut Suchauszug als hügelig bis sehr hügelig mit Wasserhindernissen. Dazu kommt der Wind: An der 3 spielt sich die Bahn nach Angaben des Clubs wegen der Steigung und der vorherrschenden Windrichtung deutlich länger.
Die beiden Neunen unterscheiden sich im Charakter. Auf dem Links prägen große Bunker, ondulierte Grüns und offene Flächen das Bild; nach Top 100 Golf Courses kommt nennenswertes Wasser auf der ersten Neun nur an der 9 ins Spiel, dazu kommt ein Wasserhindernis entlang der 6. Auf dem Parkland spielen Bäume, Gräben, Teiche und ein Inselgrün eine größere Rolle. Auf der Ökologie-Seite beschreibt der Club Teiche, feuchte Gräben und Wasserhindernisse als Lebensraum für Frösche und Molche und schreibt, alte Baumgruppen, Hecken und Feuchtflächen seien von Anfang an erhalten worden.
Die folgenden Beschreibungen stützen sich auf die Bahnseiten des Clubs (Par, Handicap, Längen von Weiß, Gelb, Blau und Rot, Beschreibung und Tipps) und auf die Beschreibung bei Top 100 Golf Courses. Die Bahnseiten führen für jede Neun eine eigene Handicapreihenfolge.
Die erste Neun: Herzogswalder Links
Die 1 ist ein kurzes Par 4 von 283 Metern von Weiß, 256 von Gelb, 244 von Blau und 208 von Rot, Handicap 17. Der Club nennt sie einen „freundlichen Einstieg“ und warnt nur vor dem Aus rechts. Die 2 ist ein Par 3 von 136 Metern von Weiß und Gelb, 125 von Blau und 110 von Rot. Der Abschlag geht über eine Schlucht aufs Grün; wer sich das nicht zutraut, kann nach dem Tipp des Clubs die linke Grünseite anspielen, von wo das Gefälle den Ball zur Fahne rollen lässt.
Die 3, ein Par 4 von 378 Metern von Weiß, 356 von Gelb und Blau und 285 von Rot, steigt an und spielt sich deshalb und wegen des Windes länger, als die Zahl sagt. Ein Stab in der Mitte des Fairways dient als Richtungspunkt, das Grün ist schmal und lang. Die 4 führt bergab: ein Par 4 von 394, 372, 363 und 315 Metern, auf dem ein gerader Drive weit ausrollt. Ein sehr tiefer Bunker verteidigt das Grün von vorn, deshalb rät der Club, mit dem Annäherungsschlag keinesfalls zu kurz zu bleiben.
Die 5 ist das erste Par 5, 473 Meter von Weiß, 449 von Gelb, 437 von Blau und 361 von Rot, Handicap 3. Wieder zeigt ein Stab im Fairway die Linie, zahlreiche Bunker säumen die Bahn; Golf Course Architecture zeigte 2016 die frisch geformten Geländeformen und Bunker dieses Lochs. Die 6, ein Par 4 von 322 Metern von Weiß und Gelb, 310 von Blau und 285 von Rot, verlangt nach Angaben des Clubs einen sicheren Schlag mit Hybrid oder langem Eisen, denn rechts entlang der ganzen Bahn liegt ein Wasserhindernis. Den Schlag ins Grün zählt der Club zu den anspruchsvollsten des Platzes.
Die 7 ist nach den Bahnseiten das schwerste Loch des Links: ein Par 3 von 202 Metern von Weiß und Gelb, 190 von Blau und 174 von Rot, gespielt vom höchsten Punkt der Anlage. Der Club lädt dort ausdrücklich ein, kurz zu verweilen und die Aussicht zu genießen. Vor und links des Grüns liegen große Bunker; hinter dem großen Bunker liegt nach dem Tipp des Clubs Fairway, von dem der Ball zum Grün rollt. Die 8 ist das längste Loch der Anlage, ein Par 5 von 554 Metern von Weiß, 515 von Gelb und Blau und 438 von Rot. Ein gewaltiger Fairwaybunker liegt im Weg; Longhitter können versuchen, ihn zu überspielen, alle anderen zielen rechts daran vorbei. Danach verengt sich das Fairway zum Grün hin, und der Club rät, mit der Annäherung lieber zu kurz als zu lang zu bleiben. Golf Course Architecture erwähnte 2016 an diesem Grün einen sogenannten Lion’s-Mouth-Bunker. Die Bahnseite nennt für die 8 das Handicap 6, als einzige gerade Zahl unter lauter ungeraden auf dem Links; ob das ein Fehler ist, können wir nicht sagen.
Die 9 ist ein kurzes Par 4 von 317 Metern von Weiß und Gelb, 289 von Blau und 248 von Rot, mit erhöhtem Abschlag und Blick auf das Clubhaus. Der Club rät, bequem vorzulegen; die Schwierigkeit liegt im Annäherungsschlag über das Wasser auf ein stark onduliertes Grün. Nach Top 100 Golf Courses verengt sich das Fairway, und Teiche liegen auf beiden Seiten des Grüns.
Die zweite Neun: Herzogswalder Parkland
Die 10 ist ein Par 4 von 359 Metern von Weiß, 340 von Gelb und Blau und 307 von Rot. Nach etwa 160 Metern fällt die Bahn in zwei größeren Stufen zum Grün hin ab, leicht nach rechts auslaufend. Für Longhitter liegt nach dem Gefälle ein breiter Fairwaybunker, vor der rechten Grünseite ein flacher Grünbunker. Die 11, ein Par 4 von 356, 328, 303 und 266 Metern, ist nach der Handicapreihenfolge des Parkland das zweitschwerste Loch. Hier kommen nach Angaben des Clubs zum ersten Mal die starken Gefälle zum Tragen: Das Fairway hängt stark von links nach rechts, ein Wassergraben kreuzt es, und der zweite Schlag geht steil nach oben zu einem Grün, das 15 Meter höher liegt. Der Abschlag sollte links auf dem Fairway landen, aber nicht zu weit links, wo hohes Rough und ein Bunker warten.
Die 12 ist ein Par 4 von 356 Metern von Weiß, 324 von Gelb und Blau und 285 von Rot. Der Club beschreibt zwei Wege: Mutige spielen den Abschlag direkt über die Baumwipfel links der Bahn und haben dann nur noch ein Wedge ins Grün, verfehlen sie aber, ist der Ball im harten Rough wahrscheinlich verloren; wer mit Eisen oder Hybrid vorlegt, spielt sicher. Der Club bittet, erst abzuschlagen, wenn die vorausgehende Gruppe das Fairway hinter dem Graben verlassen hat. Die 13 ist ein Par 3 von 153, 150, 150 und 143 Metern. Drei Bunker verteidigen das Grün von vorn, und sie sind vom Abschlag aus nicht zu sehen; Spielern mit höherem Handicap rät der Club, vorzulegen.
Die 14, ein Par 4 von 390 Metern von Weiß, 352 von Gelb und Blau und 314 von Rot, knickt als Dogleg nach rechts ab. Ideal ist ein Abschlag auf die linke Fairwayseite; wer zu weit rechts landet, hat einen blinden Schlag über Baumwipfel in ein von drei Bunkern verteidigtes Grün vor sich. Spielern mit ausgeprägtem Slice empfiehlt der Club, den Driver im Bag zu lassen. Die 15 ist das längste Par 4 der Anlage, 419 Meter von Weiß, 393 von Gelb, 355 von Blau und 332 von Rot. Wasser gibt es hier nicht, dafür zählt nach den Worten des Clubs die Länge: „Die Länge ist Herausforderung genug.“
Die 16 ist ein kurzes Par 5 von 505 Metern von Weiß, 454 von Gelb und Blau und 414 von Rot. Vom Abschlag muss eine große Waste Area überspielt werden; wer mit dem zweiten Schlag die Kuppe am Ende des Fairways überfliegt, lässt den Ball weit bergab zum Grün rollen. Das Grün ist stark onduliert, die Lage des Balls darauf entscheidet. Die 17 nennt der Club sein Signature Hole: ein Par 3 mit Inselgrün, gespielt von einem erhöhten Abschlag über Wasser, mit Bunkern am Grün. Die Abschläge liegen hier weit auseinander, 158 Meter von Weiß, 128 von Gelb und Blau, 89 von Rot. Der Club ermuntert ausdrücklich auch Spieler mit hohem Handicap, den Schlag ins Grün zu wagen.
Die 18 ist nach der Handicapreihenfolge das schwerste Loch des Parkland, ein Par 5 von 539 Metern von Weiß, 511 von Gelb, 479 von Blau und 449 von Rot. Der Abschlag muss einen großen Teich überfliegen und den beiden Fairwaybunkern links ausweichen; nach Top 100 Golf Courses knickt die Bahn nach links ab. Für den zweiten Schlag ist viel Platz, der dritte verlangt die richtige Länge, weil Bunker und ein Wasserhindernis am Grün liegen. Anfängern zeigt der Club einen Weg rechts am Wasser vorbei. Ein Par an diesem Loch sei „ein gefühltes Birdie“, schreibt der Club.
Was das für das eigene Spiel bedeutet
Herzogswalde belohnt Planung. Auf mehreren Bahnen bietet der Club selbst zwei Wege an, einen mutigen über Bunker, Baumwipfel oder Graben und einen sicheren mit Vorlage; wer seine Grenzen kennt und den zweiten wählt, spart Schläge. Blinde Bunker an der 13, ein blinder Schlag an der 14 bei verzogenem Abschlag und Stäbe als Richtungspunkte an der 3 und der 5 zeigen, dass man beim ersten Besuch nicht jede Gefahr vom Abschlag aus sieht. Die starken Höhenunterschiede verändern die Schlaglänge: Bergauf wie an der 3 und der 11 braucht man deutlich mehr Schläger, bergab wie an der 4 und der 16 rollt der Ball weit. Stark ondulierte Grüns verlangen ein gutes Gefühl beim Putten. Und die Slope-Werte aller Verzeichnisse liegen hoch: Fehlschläge kosten hier mehr als auf einem flachen Platz gleicher Länge.
Übungsanlage und Kurzplatz
Die Driving Range hat nach Angaben des Clubs Zielgrüns; dazu kommen ein Putting Green, eine Pitching Area mit unterschiedlichen Lagen und Distanzen und ein Übungsbunker, außerdem ein Chipping-Bereich. Wie viele Abschlagplätze die Range hat und ob sie überdacht ist, steht auf den Seiten des Clubs nicht. Im Clubhaus gibt es nach Angaben des Clubs einen Golfsimulator für das Training in der Halle. Der Club beschäftigt Golflehrer und bietet Schnupperkurse, Einsteigerkurse und Golfunterricht an; dazu kommt ein Turnierprogramm.
Der Kurzplatz Little Links ist nach Angaben des Clubs „ideal zum Üben und für schnelle Runden“. Mit neun Par-3-Löchern und weniger als 900 Metern nach Hole19 eignet er sich für das kurze Spiel und für Einsteiger. Öffentlich ist er nicht in dem Sinn, dass man ohne Weiteres spielen könnte: Nach der Platzordnung des Clubs braucht auch eine Runde auf dem Kurzplatz eine gebuchte Startzeit, und der Club bietet ein eigenes Spielrecht nur für Little Links und Range an.
Clubhaus, Gastronomie und Ausstattung
Das Clubhaus hat nach Angaben des Clubs ein Restaurant, eine Panorama-Terrasse mit Blick über den Platz und einen Kamin; die Küche beschreibt der Club als frisch und regional. Das Restaurant firmiert als „Restaurant am Golfplatz“. Dazu kommen eine Sauna, ein Fitnessbereich und an ausgewählten Tagen eine Physiotherapie. Das Dach des Clubhauses ist nach der Ökologie-Seite begrünt, speichert Regenwasser und gibt es langsam ab.
Auf derselben Seite beschreibt der Club seine Pflanzungen: 3.200 Laubbäume, darunter Hainbuchen, Birken, Eichen, Winterlinden und Feldulmen, im Dezember gepflanzt, und 250 Obstbäume im März 2026. Wappentier des Clubs ist der Milan; als weitere Bewohner nennt der Club Feldlerchen, Bussarde, Spechte, Wildbienen und Schmetterlinge.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Öffentliche Bewertungen gibt es einige, Texte dazu wenige. Bei Hole19 kommt der Platz auf 4,6 von 5 (die Seite zeigt an anderer Stelle 4,7) aus 110 Bewertungen, von denen auf der ersten Seite nur drei einen Text haben; der Kurzplatz Little Links steht dort bei 4,6 aus 31 Bewertungen. Der Golfführer 1Golf zeigt laut Suchauszug 3,8 von 5 aus 42 Bewertungen, davon 23 mit vier und neun mit fünf Sternen. Bei GolfPass steht für den Hauptplatz laut Suchauszug keine Bewertung.
Was gelobt wird
Am häufigsten gelobt wird das Links: Bewertungen nennen es sehr gut gestaltet und gepflegt, eine bei 1Golf zählt es zu den schönsten Links-Plätzen, die der Verfasser gespielt habe, und eine weitere hält es in der Umgebung für herausragend. Gelobt werden auch die knifflig ondulierten Grüns, die Einbindung des Platzes in die Landschaft und das Dorf, die großen Höhenunterschiede, die ausgedehnten Bunker und die vielen Wasserhindernisse, die zusammen einen abwechslungsreichen Golftag ergeben. Bei Hole19 loben neuere Texte von 2025 den Pflegezustand und beide Neunen; zum Kurzplatz finden sich dort die Stichworte „anspruchsvoll“ und „super“.
Was kritisiert wird
Der wiederkehrende Einwand betrifft die Orientierung: Mehrere Bewertungen und ein Besucherführer bemängeln, die Beschilderung und die Markierungen auf dem Platz seien sehr sparsam, und wünschen sich vor allem auf dem Links mehr Wegweiser für Gäste. Eine Bewertung von 2022 findet das Parkland interessant, sieht seinen Pflegezustand aber nicht auf der Höhe des Links. Eine ältere Bewertung beschreibt den Platz noch als Anlage im Entstehen. Die Gesamtnote bei 1Golf liegt mit 3,8 merklich unter der bei Hole19; die Gründe für niedrige Wertungen konnten wir nicht lesen, weil die Seite für uns gesperrt war.
Für wen sich der Platz eignet
Herzogswalde ist ein Platz für Golferinnen und Golfer, die Gelände, Strategie und ungewöhnliche Architektur suchen. Das Links von Christian Althaus mit seinen großen Bunkern und konturierten Grüns ist in der Region Dresden eine Ausnahme, das Parkland bietet mit Höhenunterschieden, Gräben, Teichen und dem Inselgrün an der 17 ein anderes Spiel. Mit vier Abschlägen pro Bahn findet jede Spielstärke eine passende Länge, die hohen Slope-Werte zeigen aber, dass Spieler mit höherem Handicap hier leicht Schläge verlieren. Bei der ersten Runde lohnt es sich, Zeit einzuplanen und das Birdie Book des Clubs zu nutzen, das auf der Website verlinkt ist.
Wer nur neun Löcher spielen will, hat mit Links und Parkland zwei getrennte Runden zur Wahl. Für Einsteiger, die bereits Handicap 54 haben, sind der Kurzplatz und die Übungsanlage ein guter Anfang, und mit Schnupper- und Einsteigerkursen bietet der Club einen Weg dorthin.
Anfahrt und Zugang
Der Club empfiehlt die Anreise über die A4 bis zur Ausfahrt Wilsdruff; aus Dresden nennt er auch den Weg über die B173 in Richtung Freiberg. Vor dem Clubhaus gibt es nach Angaben des Clubs reichlich Parkplätze, ein zweiter großer Parkplatz liegt etwa 80 Meter vor der Einfahrt links. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschreibt der Club nicht; die Schmalspurbahn, die Herzogswalde früher bediente, wurde nach Wikipedia 1972 eingestellt.
Startzeiten bucht man über PC Caddie, online oder per App, oder im Sekretariat, telefonisch unter 035209 310590. Nach der Platzordnung des Clubs braucht jede Runde, auch auf dem Kurzplatz, eine gebuchte Startzeit, Gäste zahlen das Greenfee vor dem Spiel im Sekretariat, und für die Spielberechtigung ist ein Handicap von 54 oder besser nötig. Wer eine Startzeit nicht wahrnehmen kann, soll sie mindestens drei Stunden vorher stornieren. Hunde sind an kurzer Leine erlaubt, wenn ihre Halter volljährig sind, nicht aber bei Turnieren.
Anfang November 2026 nennt der Club auf seiner Startseite eingeschränkte Öffnungszeiten: Mitglieder spielen ab 9 Uhr, Gäste von 10 bis 15.30 Uhr, montags nicht. Ab dem 1. November 2026 ist der Platz für Carts gesperrt. Die Driving Range ist geöffnet. Wie lange diese Regelung gilt und ob der Platz den ganzen Winter bespielbar ist, steht dort nicht.
Greenfee
Tarife regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet Greenfees für 9 Löcher auf dem Links oder dem Parkland und für 18 Löcher über beide Neunen, jeweils für Werktage und für Wochenende und Feiertage, nennt einen eigenen Tagestarif für den Kurzplatz Little Links, Zehnerkarten und Preise für Range, Trolley und Carts. Siehe die Seite des Clubs.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für Lage und Name; die Startseite des Clubs für Anschrift, Beschreibung der drei Plätze, Clubhaus und Öffnungszeiten, das Impressum für die Betreiberin, die Bahnseiten von Links und Parkland für Par, Handicap, Längen und Beschreibung jedes Lochs, die Seiten Range, Anreise, Etikette, Spielrechte und Ökologie; der Bericht von Golf Course Architecture vom 1. Dezember 2016 für Eigentümer, Architekt, Bauunternehmen und Shaper; Top 100 Golf Courses für die Rangliste und Einzelheiten zu den Löchern 7, 9 und 18; Wikipedia für das Dorf Herzogswalde; Hole19 für Bewertungen und den Kurzplatz; Golfingrecord für das frühere Gründungsjahr. Entfernungen haben wir aus den Koordinaten berechnet, die Gesamtlängen aus den Bahnseiten des Clubs zusammengezählt.
Einige Quellen weichen voneinander ab. Course Rating und Slope nennt der Club nicht; GolfPass (18 Löcher, Weiß 73,7 und 137) und 1Golf (je Neun, Parkland Weiß 37,7 und 144) geben unterschiedliche Werte an, und beide kennen wir nur aus Suchauszügen. 1Golf nennt für das Parkland von Weiß 3.248 Meter und von Gelb 2.974 Meter, die Bahnseiten des Clubs ergeben 3.235 und 2.980 Meter; wir folgen dem Club. Für den Anfang des Platzes nennt Golfingrecord 1995, GolfPass 2007; für die Eröffnung des Links nennen die Quellen 2017 oder 2018. Für den Kurzplatz nennen Hole19 und 1Golf 886 Meter, GolfPass 969 Meter. Golfingrecord führt noch eine ältere Neun-Loch-Scorekarte mit anderen Längen und Handicaps, die zu den heutigen Bahnseiten nicht passt. Der Club gibt die Entfernung von Dresden mit rund 25 Kilometern an, die Luftlinie zur Innenstadt beträgt rund 18 Kilometer.
1Golf und GolfPass waren für uns nicht abrufbar, ihre Angaben kennen wir nur aus Auszügen in Suchergebnissen. Die Bahnseiten des Kurzplatzes enthalten keine Zahlen. Nicht gefunden haben wir ein bestätigtes Gründungsjahr, den Architekten des ursprünglichen Parkland, Angaben zu einem Umbau des Parkland, eine offizielle Vorgabentabelle, die Fläche der Anlage, die Zahl der Abschlagplätze auf der Range und eine Anreise mit Bus oder Bahn. Die Beschreibung der Bahnen beruht auf den Angaben des Clubs und auf Verzeichnissen, nicht auf einer Begehung. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im November 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.
Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.
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