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Startzeit in der Hochsaison: Buchungsfenster, Besuchertage und Greenfees in der Deutschschweiz

Samstagmorgen ausgebucht, am Donnerstag nur noch eine Lücke am späten Nachmittag: In der Schweiz entscheidet vor allem, ob Sie Mitglied, Gast oder Besucher sind. Wer die Buchungsfenster und Besuchertage kennt, spielt auch in der Hochsaison.

La rédaction Panxis Golf, Deutschschweiz-Desk (Reto Brunner) · · 10 min
Drei Golfer auf einem Abschlag an einem sonnigen Morgen: Einer schlägt ab, die beiden anderen warten, bis sie an der Reihe sind
Photo Khuram Naseem / Pexels

Kurz gefasst

  • Mitglieder buchen zuerst: In Limpachtal dürfen Mitglieder und Partnerclubs sieben Tage im Voraus reservieren, Gäste drei Tage.
  • Viele Clubplätze lassen Besucher nur werktags zu, etwa Breitenloo mit einer Handicap-Limite von 28.0 oder Schloss Goldenberg mit Reservation zwei Tage im Voraus.
  • Auf den Migros-Golfparks werden ab 12.00 Uhr am Vortag kurzfristige Buchungen freigegeben; in Holzhäusern kostet die 18-Loch-Runde am Wochenende CHF 120.
  • Eine Ausweichliste mit drei Plätzen und drei Tageszeiten, Zweierflights und späte Neun-Loch-Runden bringen Sie auf einen Platz, der voll aussieht.

Ende September sieht der Buchungskalender vieler Clubs im Mittelland aus wie im Juni: Samstag und Sonntag sind bis in den frühen Nachmittag belegt, und wer am Donnerstag noch einen Viererflight für das Wochenende sucht, findet höchstens eine Lücke um 16.40 Uhr. Das liegt selten an Pech. In der Schweiz entscheidet vor allem, zu welcher Gruppe Sie gehören: Mitglied, Gast eines Mitglieds, Greenfee-Spieler mit Clubausweis oder Inhaber einer Karte der öffentlichen Golforganisationen. Jede dieser Gruppen hat ihr eigenes Buchungsfenster, ihre eigenen Tage und manchmal ihre eigenen Stunden. Wer diese Regeln kennt und die Woche entsprechend plant, spielt auch in der goldenen Herbstwoche, und nicht erst im November.

Die Reihenfolge am Startplatz: wer vor Ihnen bucht

Ein Clubplatz in der Deutschschweiz gehört zuerst seinen Mitgliedern. Das ist keine Unfreundlichkeit gegenüber Gästen, sondern die Geschäftsgrundlage: Wer eine Eintrittsgebühr und einen Jahresbeitrag in Franken bezahlt, erwartet am Samstagmorgen einen Platz. Für Aussenstehende bleibt, was die Mitglieder übrig lassen, und dieser Rest ist oft bewusst kontingentiert.

Innerhalb der Nichtmitglieder gibt es zwei Kategorien, die auf den Tarifseiten fast überall getrennt aufgeführt sind. Der Gast spielt zusammen mit einem Mitglied im selben Flight. Der Besucher oder Greenfee-Spieler kommt allein oder mit eigenen Kolleginnen und Kollegen. Für den Gast gelten meist grosszügigere Tage und tiefere Preise, für den Besucher strengere. Wer also einen Bekannten im Wunschclub hat, verbessert seine Chancen am Wochenende erheblich, sofern der Club das zulässt.

Dahinter folgt eine dritte Unterscheidung, die in der Schweiz eine besondere Rolle spielt: ob Sie Mitglied eines Swiss-Golf-Clubs sind oder Ihre Spielberechtigung über eine der beiden öffentlichen Golforganisationen haben, die ASGI oder die Migros GolfCard. Manche Clubs verlangen von PGO-Karteninhabern ein höheres Greenfee oder lassen sie nur zu bestimmten Zeiten auf den Platz.

Ohne Ausweis keine Startzeit

Bevor es um Uhrzeiten geht, muss die Grundlage stimmen. Um auf einem Schweizer Platz allein spielen zu dürfen, brauchen Sie eine gültige Mitgliedschaft, sei es in einem Club oder bei ASGI oder Migros GolfCard, und die Platzreife. Seit dem 1. Februar 2024 steht bei Golferinnen und Golfern, die eine Platzreife besitzen und aktives Mitglied eines Swiss-Golf-Clubs oder einer PGO sind, der Index 54.0 auf der Swiss Golf Card. Der frühere Vermerk «PR» ist damit verschwunden.

Für die Buchung heisst das: Halten Sie die Karte oder die digitale Version bereit, denn viele Buchungssysteme fragen die Mitgliedsnummer jeder Spielerin und jedes Spielers ab. Und prüfen Sie die Handicap-Limite des Platzes, bevor Sie Ihre Runde planen. Sie ist von Club zu Club verschieden und kann eine Buchung zunichtemachen, die sonst geklappt hätte.

Das Buchungsfenster öffnet zu einer bestimmten Zeit

«Sieben Tage im Voraus» klingt unverbindlich, bedeutet aber in der Praxis, dass jeden Tag ein neuer Tag am Ende des Kalenders aufgeht. Wer den Wunschtag erst am Abend öffnet, findet die besten Zeiten schon vergeben. Deshalb lohnt es sich, bei jedem Platz, den Sie regelmässig spielen, drei Dinge zu kennen: wie viele Tage im Voraus Ihre Gruppe buchen darf, ab welcher Uhrzeit ein neuer Tag freigeschaltet wird und ob es für kurzfristige Buchungen eigene Regeln gibt.

Wie stark diese Fenster nach Gruppe abgestuft sind, zeigt Golf Limpachtal im Kanton Solothurn. Mitglieder und Mitglieder der Partnerclubs buchen sieben Tage im Voraus, Gäste drei Tage, und für eine Neun-Loch-Runde ist die Reservation einen Tag im Voraus möglich. Das 18-Loch-Greenfee beträgt dort CHF 120 unter der Woche und CHF 140 am Wochenende und an Feiertagen.

Bei den Migros-Golfparks gilt für Inhaber des Migros GolfPass, dass Buchungen frühestens sieben Tage im Voraus möglich sind. Ab 12.00 Uhr am Vortag sind kurzfristige Buchungen unbeschränkt möglich, im Rahmen des Kontingents der jeweiligen Anlage. Diese Mittagsgrenze ist eine Art zweite Öffnung: Wer am Freitag um zwölf in den Kalender schaut, sieht, was für Samstag noch frei ist, und hat die volle Auswahl dessen, was die Langfristbucher nicht belegt haben.

Beim Golfclub Schloss Goldenberg im Zürcher Weinland ist das Fenster für Besucher noch enger: Startzeiten werden maximal zwei Tage im Voraus telefonisch oder per Mail reserviert. Wer dort spielen will, ruft nicht eine Woche vorher an, sondern genau zwei Tage vor dem Termin.

Unter der Woche spielen Besucher, am Wochenende die Mitglieder

Die wichtigste Regel für Greenfee-Spieler in der Deutschschweiz steht auf vielen Gästeseiten in einem einzigen Satz: Besucher spielen werktags. Beim Golfclub Breitenloo im Kanton Zürich etwa ist der Platz am Wochenende für die Mitglieder und deren Gäste reserviert, Besucher sind von Montag bis Freitag zugelassen. Die Handicap-Limite für Besucher liegt dort bei höchstens 28.0, und wegen der beschränkten Tageskontingente bittet der Club, sich spätestens am Vortag nach Spielmöglichkeiten zu erkundigen und anzumelden.

Auch auf Schloss Goldenberg dürfen Besucher nur werktags spielen. Gäste von Mitgliedern kommen zwar am Wochenende auf den Platz, aber höchstens fünfmal pro Saison. Das Besucher-Greenfee beträgt für Mitglieder von Swiss-Golf-Clubs CHF 130, für Inhaber einer ASGI- oder vergleichbaren Karte CHF 180, jeweils von Montag bis Freitag ohne Feiertage.

Daraus folgt eine unbequeme, aber nützliche Einsicht. Wer ohne Clubmitgliedschaft am Samstag spielen möchte, sucht zuerst Plätze, die Besucher am Wochenende überhaupt zulassen, und erst dann eine Uhrzeit. Die öffentlichen Anlagen sind dafür die naheliegende Adresse. Die Migros-Golfparks führen auf ihren Tarifseiten eigene Wochenendpreise für Greenfee-Spieler: In Holzhäusern am Zugersee kostet die 18-Loch-Runde unter der Woche CHF 100 und am Samstag, Sonntag und an Feiertagen CHF 120. Wer an einem Mitgliederplatz eine Wochenendrunde sucht, bemüht sich besser um eine Einladung.

Aufschlussreich ist auch, wie fein manche Clubs das Wochenende aufteilen. Der Golfclub Oberkirch, der auf dem Migros-Golfpark im Kanton Luzern spielt, weist auf seiner Website am Samstag und Sonntag feste Zeitfenster für Mitglieder aus, von 7.15 bis 8.00 Uhr und von 10.30 bis 12.00 Uhr. Wer die Zeiten kennt, in denen ein Platz für eine Gruppe blockiert ist, verschwendet keine Minute damit, sie im Kalender zu suchen.

Eine Ausweichliste statt eines Wunschtermins

Die meisten Golferinnen und Golfer haben genau einen Plan: ihr Platz, Samstag, neun Uhr. Genau diesen Plan haben alle anderen auch. Wer dagegen vor dem Öffnen des Buchungsfensters eine kurze Liste schreibt, auf der drei Plätze und drei Tageszeiten stehen, hat plötzlich neun Möglichkeiten und kaum Konkurrenz.

Stellen Sie die Liste so zusammen, dass sie zu den Regeln passt. Ein Mitgliederplatz steht nur unter der Woche drauf, ein öffentlicher Golfpark auch am Wochenende. Ein Neun-Loch-Platz eignet sich für den Feierabend, ein 18-Loch-Platz eher für den freien Tag. Und klären Sie mit dem Flight im Voraus, welche Variante für alle in Ordnung ist. Dann müssen Sie nicht um 12.01 Uhr im Gruppenchat nachfragen, während die Zeit, die Sie gerade gesehen haben, schon weg ist.

Ein Nebeneffekt: Die Liste zeigt, wo Sie am meisten verlieren. Wenn auf drei von neun Feldern ein Club steht, dessen Besuchergreenfee Sie jede Woche mehr kostet, als eine Karte mit Buchungsvorteil pro Jahr kosten würde, lohnt sich die Rechnung. Beim Migros GolfPass zum Beispiel kostet das Upgrade für berechtigte Clubmitglieder CHF 200 im Jahr, gültig auf den sechs Golfparks Holzhäusern, Moossee, Oberkirch, Otelfingen, Signal de Bougy und Waldkirch. Wer auf einer fremden Anlage regelmässig spielen will, sollte zudem beachten, dass dort pro Jahr höchstens zwölf Buchungen möglich sind.

Allein oder zu zweit kommt man eher auf den Platz

Ein voller Kalender ist selten wirklich voll. Oft stehen dort Zweier- und Dreierflights, die noch Platz für eine vierte Person hätten. Wer bereit ist, sich einem fremden Flight anzuschliessen, findet deshalb Startzeiten, die eine Vierergruppe nie sehen würde.

Für eine Gruppe von vier Personen ist es darum oft einfacher, zwei Zweierflights mit einigen Minuten Abstand zu buchen als einen ganzen Viererflight. Am Ende sitzen trotzdem alle gemeinsam auf der Clubhausterrasse. Und wer allein spielt, meldet sich an stark belegten Tagen im Sekretariat und fragt, ob ein Flight noch jemanden aufnimmt. Das Sekretariat weiss meist früher als das Onlinesystem, wo eine Lücke entsteht.

Randzeiten und kurze Runden

Der umkämpfte Teil eines Hochsaisontages ist der Vormittag. Davor und danach wird es deutlich einfacher, und oft auch günstiger.

  • Die erste Startzeit. Wer um sieben Uhr abschlägt, hat niemanden vor sich und ist zum Mittagessen zurück. Die frühen Zeiten sind weniger begehrt, als man denkt, weil sie frühes Aufstehen verlangen.
  • Der Nachmittag. Viele Clubs bieten ein reduziertes Greenfee für späte Startzeiten an. Auf Schloss Goldenberg kostet das Nachmittags-Greenfee ab 14 Uhr CHF 120, in Limpachtal die Sundown-Runde CHF 80 unter der Woche und CHF 100 am Wochenende. Ende September reicht das Licht nach 16 Uhr allerdings nicht mehr für 18 Loch, planen Sie dann neun.
  • Neun Loch. Auf dem Rigi-Platz in Holzhäusern kosten neun Löcher unter der Woche CHF 55 und am Wochenende CHF 65. Neun-Loch-Runden sind handicaprelevant, passen in einen Feierabend und sind oft kurzfristig buchbar.
  • Dienstag bis Donnerstag. Wer einmal im Monat einen halben Ferientag für eine Runde einsetzt, hat in der Hochsaison mehr Auswahl als an jedem Wochenende.

Wer storniert, schafft Platz für andere

Kontingente für Greenfee-Spieler sind klein, und ein Flight, der nicht erscheint, blockiert eine Startzeit, die jemand anderes gern gespielt hätte. Was bei Nichterscheinen oder später Absage gilt, steht im Platz- und Betriebsreglement, das die meisten Clubs als PDF auf ihrer Website veröffentlichen. Es lohnt sich, dieses Dokument vor der ersten Buchung auf einem fremden Platz kurz durchzusehen.

Für Sie selbst ist die Stornofrist anderer Spieler eine Chance. Kurz bevor sie abläuft, geben viele Gruppen Zeiten frei, die sie vorsorglich reserviert hatten. Wer am Vortag um die Mittagszeit und am Spieltag früh morgens noch einmal in den Kalender schaut, findet so manche Zeit, die am Vorabend belegt war. Buchen Sie umgekehrt nie mehr Zeiten, als Sie spielen können. Wer seine Reservation früh löscht, hält sich an die Spielregeln des Clubs und verschafft einem anderen Flight eine Runde.

Wo Sie in der Deutschschweiz in der Hochsaison am ehesten eine Startzeit bekommen

Die erste Anlaufstelle ist immer die Website des Clubs oder Golfparks, nicht eine allgemeine Übersicht. Auf der Gäste- oder Greenfee-Seite stehen die Spielberechtigung, die zugelassenen Tage, die Handicap-Limite, das Buchungsfenster und die Preise. Diese Angaben ändern sich von Saison zu Saison, und nur der Club selbst hält sie aktuell.

Für Wochenendrunden ohne Mitgliedschaft sind die sechs Migros-Golfparks der naheliegendste Ausgangspunkt, denn sie sind als öffentliche Anlagen gedacht und führen Wochenendtarife für Greenfee-Spieler. Holzhäusern am Zugersee, Oberkirch am Sempachersee, Otelfingen im Furttal, Moossee bei Bern und Waldkirch im Kanton St. Gallen liegen in der Deutschschweiz, Signal de Bougy in der Romandie. Reserviert wird telefonisch, online oder am Schalter; GolfCard-Mitglieder und Mitglieder der Golfpark-Clubs erhalten in Holzhäusern CHF 10 Rabatt auf die 18-Loch-Runde und CHF 5 auf die Neun-Loch-Runde auf dem Rigi-Platz.

Für Mitgliederplätze gilt die Faustregel: werktags anfragen, Handicap-Limite prüfen, Fenster kennen. Breitenloo nimmt Besucher von Montag bis Freitag mit einem Handicap von höchstens 28.0, Schloss Goldenberg reserviert zwei Tage im Voraus per Telefon oder Mail, Limpachtal öffnet Gästen drei Tage vor dem Spieltag. Solche Unterschiede gehören auf die Ausweichliste.

Und schliesslich lohnt der Blick über die Partnerschaften Ihres Heimclubs. Viele Clubs haben Abkommen mit anderen Anlagen, die ihren Mitgliedern längere Buchungsfenster oder tiefere Greenfees einräumen, wie etwa die Partnerclubs von Limpachtal, die dort wie Mitglieder sieben Tage im Voraus buchen. Das Sekretariat Ihres Clubs kennt die Liste, auch wenn sie nicht immer prominent auf der Website steht.

Ihre Woche vor dem Wunschtermin

  • Sieben Tage vorher: Flight bestätigen, Ausweichliste mit drei Plätzen und drei Tageszeiten schreiben, bei jedem Platz Buchungsfenster, Besuchertage und Handicap-Limite nachsehen.
  • Am Tag, an dem das Fenster öffnet: ein paar Minuten vorher einloggen, Mitgliedsnummern aller Mitspielenden bereithalten, die beste noch freie Zeit auf der Liste nehmen, nicht die perfekte.
  • Am Vortag: um die Mittagszeit nachsehen, ob kurzfristige Zeiten frei werden, und nicht benötigte Reservationen sofort löschen.
  • Wenn es nicht klappt: als Einzelspielerin oder Zweierflight buchen, im Sekretariat nach einem Flight mit freiem Platz fragen oder auf eine Neun-Loch-Runde am späten Nachmittag ausweichen.
  • Am Spieltag: früh genug anreisen, um sich rechtzeitig anzumelden, und die Swiss Golf Card dabeihaben.

Einen Samstag um neun garantiert keine dieser Regeln. Sie sorgen aber dafür, dass Sie in der Hochsaison spielen, und darum geht es schliesslich.

Wie diese Seite entstanden ist: Die zitierten Regeln und Preise stammen von den offiziellen Websites der genannten Anlagen und Organisationen, von der Redaktion im September 2026 abgerufen: Swiss Golf (Index 54.0 auf der Swiss Golf Card), Migros Golf (Migros GolfPass, Tarife Golfpark Holzhäusern), Golfclub Breitenloo, Golfclub Schloss Goldenberg, Golf Limpachtal und Golfclub Oberkirch. Die Regeln ändern sich von Saison zu Saison; prüfen Sie sie vor der Buchung auf der Website des Clubs. Panxis Golf unterhält keine kommerzielle Beziehung zu einem der erwähnten Clubs, Golfparks oder Buchungssysteme.

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