Fernmitgliedschaft oder VcG: was das fehlende „R“ auf dem DGV-Ausweis beim Greenfee kostet
Wer seinen DGV-Ausweis über einen weit entfernten Club oder die Vereinigung clubfreier Golfspieler hält, spart beim Jahresbeitrag, aber nicht unbedingt am Empfangstresen. Seit 2017 trägt der Ausweis ein „R“ nur, wenn der Wohnort höchstens 70 Kilometer vom Clubhaus entfernt liegt, und manche Clubs verlangen ohne diesen Buchstaben 10 bis 25 € mehr pro Runde. Diese Seite erklärt die Regeln des DGV, nennt die VcG-Beiträge vom Oktober 2026 und rechnet nach, wann sich die günstige Lösung nicht mehr lohnt.
Kurz gefasst
- Das „R“ auf dem DGV-Ausweis bekommt, wer innerhalb von 70 Kilometern um das Clubhaus seines Clubs wohnt; auch ein Zweitwohnsitz kann zählen.
- Die VcG kostet im Oktober 2026 für Erwachsene 195 € im Jahr oder 16,90 € im Monat, ermäßigt 95 €, ohne Aufnahmegebühr.
- Ohne „R“ und mit VcG-Ausweis zahlen Gäste auf einigen Anlagen mehr, etwa 15 € in Grafenhof, 10 € in Golf Erftaue und bis zu 25 € im Golf-Club Sachsenwald.
- Wer in mehreren Clubs Mitglied ist, benennt genau einen Heimatclub; für eine Zweitmitgliedschaft wird kein Handicap-Index geführt.
Am Empfang eines Golfclubs dauert die entscheidende Prüfung zwei Sekunden. Sie legen Ihren DGV-Ausweis auf den Tresen, die Mitarbeiterin im Sekretariat schaut nicht auf den Clubnamen und nicht auf das Handicap, sondern auf eine bestimmte Stelle der Karte: Steht dort ein „R“ oder nicht? Davon hängt auf vielen Anlagen ab, ob Ihre Runde 45 oder 60 Euro kostet. Für Golferinnen und Golfer, die ihre Mitgliedschaft nicht beim Club um die Ecke halten, sondern bei einem weit entfernten Club oder bei der Vereinigung clubfreier Golfspieler, ist dieser Buchstabe der eigentliche Preis der günstigen Lösung. Diese Seite ordnet die drei Wege, die in Deutschland zu einem Ausweis ohne Heimatplatz in der Nähe führen, erklärt, was der Deutsche Golf Verband (DGV) mit dem „R“ regelt, und rechnet mit Greenfee-Preislisten vom Oktober 2026 nach, wann sich die Ersparnis beim Jahresbeitrag am ersten Abschlag wieder auflöst.
Drei Wege zum Ausweis, wenn der Heimatplatz weit weg ist
Wer in Deutschland gegen Greenfee auf fremden Plätzen spielen will, braucht in aller Regel einen DGV-Ausweis mit Handicap-Index. Den bekommt man nicht vom Verband direkt, sondern über eine Mitgliedschaft. Für Spieler ohne festen Club gibt es drei Varianten, die im Alltag oft durcheinandergeworfen werden.
- Die Fernmitgliedschaft. Sie werden Mitglied eines echten Golfclubs, der weit von Ihrem Wohnort entfernt liegt, zu einem stark reduzierten Beitrag. Der Club stellt Ihnen einen ganz normalen Clubausweis aus. Gespielt wird trotzdem fast immer anderswo, gegen Greenfee.
- Die VcG-Mitgliedschaft. Die Vereinigung clubfreier Golfspieler im DGV e.V. mit Sitz in Wiesbaden wurde 1993 vom DGV gegründet. Sie hat keinen eigenen Platz, führt aber Ihr Handicap und gibt einen eigenen VcG-Ausweis aus, der sich im Layout vom Clubausweis unterscheidet.
- Die Zweitmitgliedschaft. Sie sind bereits Mitglied in einem Club und treten zusätzlich einem zweiten bei, etwa am Ort Ihrer Ferienwohnung. Das ist kein Ersatz für einen Ausweis, sondern eine Ergänzung mit eigenen Regeln beim Handicap.
Alle drei Modelle sind legal und vom Verband anerkannt. Sie unterscheiden sich aber darin, was auf Ihrem Ausweis steht, wer Ihr Handicap führt und wie Sie an fremden Empfangstresen behandelt werden.
Was das „R“ auf dem DGV-Ausweis bedeutet
Das „R“ steht für Regionalität. Auf dem DGV-Verbandstag 2016 haben die Mitglieder des Verbandes mit rund 85 Prozent der Stimmen eine neue Kennzeichnung der Ausweise beschlossen, die seit der Saison 2017 gilt. Die Regeln dazu stehen bis heute im DGV-Serviceportal, abgerufen im Oktober 2026.
Der Kern ist einfach: Das „R“ bekommt, wer mit seiner Wohnadresse innerhalb von 70 Kilometern um das Clubhaus der Anlage wohnt, die seinen Ausweis ausgibt. Die Entfernung berechnet die Clubverwaltungssoftware, an den DGV gehen laut Verband nur Kilometerzahl und Postleitzahl. Die Kennzeichnung hängt an der Person, nicht am Club. Der DGV stellt in seinen Antworten zur Ausweiskennzeichnung ausdrücklich klar, dass auch Fernmitglieder das Signet erhalten, wenn sie selbst das Kriterium erfüllen. Wer also eine günstige Mitgliedschaft in einem Club 40 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernt abschließt, erfüllt das Kriterium, auch wenn der Club die Mitgliedschaft als Sondertarif verkauft. Eine Einschränkung nennt der DGV allerdings selbst: Clubs können in ihrer Verwaltungssoftware festlegen, dass sie das „R“ für bestimmte Mitgliedschaftsformen trotz Wohnort in der Nähe nicht vergeben. Fragen Sie deshalb vor dem Abschluss, ob Ihr Ausweis das „R“ tragen wird.
Drei Feinheiten aus den DGV-Unterlagen sind für Spieler mit weit entferntem Club wichtig:
- Erst- oder Zweitwohnsitz. Für die Entfernung zählt nicht nur der Hauptwohnsitz. Der DGV nennt ausdrücklich die Ferienwohnung bei einer Anlage in einer Urlaubsregion als zulässige Adresse.
- Die 85-Prozent-Grenze. Wohnen mindestens 85 Prozent der Mitglieder einer Anlage im 70-Kilometer-Kreis, darf der Club allen Mitgliedern den Ausweis mit „R“ ausstellen, also auch den wenigen, die weiter weg wohnen. Gedacht ist das für Mitglieder, die nach einem Umzug wegen Arbeit oder Studium ihrem Club treu bleiben.
- Härtefälle. Clubs, deren 70-Kilometer-Kreis zu großen Teilen aus Wasser besteht, etwa an der Küste, können beim DGV-Präsidium beantragen, weitere zehn Prozent regional gekennzeichneter Ausweise zu vergeben. Ein Geschäftsmodell mit vielen überregionalen Mitgliedern gilt ausdrücklich nicht als Härte.
Vor 2017 lag die Grenze übrigens bei 150 Kilometern und wurde für den ganzen Club bestimmt, damals mit einem goldenen Hologramm. Der Verband begründete die Verkleinerung des Radius mit eigenen Auswertungen, nach denen die Bereitschaft, für eine Runde zu fahren, schon ab etwa 40 Kilometern deutlich abnimmt. In seinem Papier von 2016 schätzte der DGV, dass rund 80.000 Fernmitglieder ohne „R“ bleiben würden. Eine aktuellere Zahl veröffentlicht der Verband in diesen Unterlagen nicht.
Und der VcG-Ausweis? Er trägt kein „R“, er ist an seinem eigenen Layout zu erkennen. In der Praxis setzen ihn viele Clubs beim Greenfee mit dem Clubausweis ohne „R“ gleich, wie die Preislisten weiter unten zeigen.
Warum der Verband diesen Unterschied überhaupt macht
Der DGV sagt es in seiner Unterlage zur Kennzeichnung offen: Wer eine Vollmitgliedschaft in einem regionalen Club bezahlt, trägt zum Bau und Unterhalt einer Golfanlage bei, und dafür bekommt er auf fremden Plätzen meist günstige Gastspielkonditionen. Wer sich nur formal an einen weit entfernten Club bindet und immer gegen Greenfee spielt, zahlt dagegen eine geringe Jahresgebühr. Die Kennzeichnung soll es den Clubs ermöglichen, diesen Unterschied über das Greenfee auszugleichen, etwa mit einem auf Vollkosten kalkulierten Preis für Gäste ohne „R“.
Wichtig für Sie als Gast: Der DGV schreibt keine Preise vor. Ob und wie stark ein Club differenziert, entscheidet er selbst, es gilt das Hausrecht. Die VcG schätzt auf ihrer Website, dass etwa 25 bis 30 Prozent der Clubs mit einer solchen Greenfee-Differenzierung arbeiten. Das ist die Angabe eines Beteiligten, keine Verbandsstatistik, gibt aber eine Größenordnung: Auf der Mehrzahl der Anlagen merken Sie den fehlenden Buchstaben nicht, auf einer beachtlichen Minderheit sehr wohl.
Was die VcG kostet und was Sie dafür bekommen
Die VcG veröffentlicht ihre Preise vollständig, und sie sind im Oktober 2026 schnell zusammengefasst:
- Erwachsene: 195 € pro Kalenderjahr oder 16,90 € im Monat.
- Ermäßigt: 95 € pro Jahr oder 8,45 € im Monat für Juniorinnen und Junioren bis zum 21. Lebensjahr sowie für Auszubildende und Studierende bis zum 27. Lebensjahr.
- Keine Aufnahmegebühr und laut VcG keine Bearbeitungsgebühr. Im Eintrittsjahr wird nur der anteilige Beitrag fällig, der Eintrittsmonat ist beitragsfrei.
- Kündigung jeweils zum 31. Dezember, die Frist endet am 30. September.
Ein Detail passt genau in diese Jahreszeit: Wer ab Oktober für das Folgejahr eintritt, zahlt nach der Beitragsregel der VcG für den Rest des laufenden Jahres nichts. Wer jetzt im Herbst einsteigt, kann also die letzten Wochen der Saison 2026 schon mit Ausweis spielen und beginnt erst 2027 zu zahlen. Neumitglieder bekommen zudem einen Greenfee-Gutschein, dessen Wert vom Eintrittsmonat abhängt.
Für den Beitrag führt der DGV Ihren Handicap-Index wie bei jedem Clubmitglied. Sie sehen Ihren Scoring Record im Mitgliederbereich der VcG oder bei golf.de. Die VcG nennt über 33.000 Mitglieder und gibt an, dass ihre Mitglieder in Deutschland auf rund 1.000 Plätzen spielen können, mit Einschränkungen auf einzelnen Anlagen. Offene Turniere anderer Clubs stehen VcG-Mitgliedern grundsätzlich offen, sofern sie die Ausschreibung erfüllen, dazu kommen laut VcG über 100 eigene Veranstaltungen im Jahr, deren Teilnahme extra kostet.
Ein Punkt, der für die Einordnung zählt: Die VcG schüttet ihre Überschüsse an den DGV aus, nach eigener Angabe bis Oktober 2025 insgesamt 38,6 Millionen Euro für Förderprojekte. Sie ist damit kein Konkurrent des Verbandes, sondern sein eigenes Angebot für Greenfee-Spieler.
Was eine Fernmitgliedschaft wirklich kostet
Bei der Fernmitgliedschaft wird es unübersichtlich, denn es gibt keine einheitliche Preisliste. Jeder Club legt Tarif, Mindestentfernung und Bedingungen selbst fest, und vertrieben werden die Mitgliedschaften entweder vom Club selbst oder über Vermittler im Internet. Typischerweise handelt es sich um Kontingente, die ein Club in seiner Umgebung nicht verkauft hat.
Eine unabhängige Durchschnittszahl für den Markt ist nicht veröffentlicht. Die VcG, die mit diesen Angeboten im Wettbewerb steht, nennt für das erste Jahr meist 150 bis 200 € und weist darauf hin, dass der Beitrag im Folgejahr oft steigt. Prüfen Sie deshalb in jedem Angebot vier Posten:
- Den Beitrag im zweiten Jahr, nicht nur den Einstiegspreis.
- Die Verbandsbeiträge. DGV- und Landesgolfverbandsbeitrag sind bei manchen Angeboten im Preis enthalten, bei anderen kommen sie dazu.
- Eine einmalige Bearbeitungs- oder Aufnahmegebühr.
- Kündigungsfrist und Laufzeit, gerade wenn das Angebot über einen Vermittler läuft.
Der große Vorteil gegenüber der VcG ist der Clubausweis, der beim Einchecken nicht als Ausweis eines clubfreien Spielers auffällt. Seit 2017 ist dieser Vorteil aber kleiner geworden: Liegt Ihr Wohnort mehr als 70 Kilometer vom Clubhaus entfernt, fehlt das „R“, und viele Clubs behandeln Sie beim Greenfee dann genau wie ein VcG-Mitglied. Manche Fernmitgliedschaften enthalten außerdem ein Spielrecht auf dem Platz des Clubs selbst, andere nicht. Wenn Sie den Heimatplatz gelegentlich spielen möchten, fragen Sie danach ausdrücklich.
Zweitmitgliedschaft und Handicap: ein Index, ein Heimatclub
Wer schon einen Club hat und einen zweiten dazunimmt, etwa an der Ostsee oder im Allgäu, wo die Familie die Sommerwochen verbringt, muss eine Regel des DGV kennen. Nach den Handicap-Regeln und dem WHS-Update für die Saison 2026 (Stand März 2026) gilt:
- Wer auf mehreren Anlagen spielberechtigt ist, muss genau eine davon als Heimatclub benennen. Die Entscheidung trifft allein der Spieler, unabhängig von der Entfernung zum Wohnort.
- Alle weiteren Clubs gelten im Sinne der Handicap-Regeln als Zweitmitgliedschaften. Für eine Zweitmitgliedschaft kann laut DGV kein Handicap-Index geführt oder abgerufen werden.
- Bei einem Wechsel des Heimatclubs müssen Sie alle Clubs, in denen Sie Mitglied sind, darüber informieren.
- In Mannschaftsmeisterschaften und Ligaspielen dürfen Sie nur für Ihren Heimatclub antreten, und nur wenn er seit dem 1. Januar des Jahres ununterbrochen Ihr Heimatclub ist.
- Eine Ausnahme gibt es für Mitgliedschaften in verschiedenen Ländern: Dann darf in jedem Land ein Heimatclub benannt werden, und Sie müssen beide über alle handicaprelevanten Ergebnisse informieren.
Für das „R“ ist die Zweitmitgliedschaft interessant, weil der Zweitwohnsitz für die Entfernung zählen kann. Ob Ihnen der zweite Club tatsächlich einen eigenen gekennzeichneten Ausweis ausstellt, ist eine Frage an sein Sekretariat. Wer am Heimatclub ohnehin ein „R“ hat, gewinnt mit einer Zweitmitgliedschaft vor allem eines: günstigeres oder freies Spiel auf dem zweiten Platz während der Wochen, die er dort verbringt.
Wo das fehlende „R“ beim Greenfee ins Geld geht
Wie sich die Kennzeichnung auswirkt, zeigen die Preislisten einiger Clubs, die ihre Tarife offen nach „R“ aufschlüsseln. Alle Beträge stammen von den Websites der Clubs, abgerufen im Oktober 2026, und gelten für 18 Löcher:
| Club | Mit „R“ | Ohne „R“ und VcG | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Golf- & Country Club Grafenhof, Bühlerzell (Saison 17. März bis 20. November 2026) | 45 € werktags, 50 € am Wochenende | 60 € werktags, 65 € am Wochenende | 15 € |
| Golf Erftaue, Grevenbroich (gültig ab 1. Januar 2026) | 70 € werktags, 80 € am Wochenende | 80 € werktags, 90 € am Wochenende | 10 € |
| Golf-Club Sachsenwald (Sommergrüns) | 85 € werktags, 100 € am Wochenende | 110 € werktags, 120 € am Wochenende | 25 € bzw. 20 € |
Beim Golf-Club Sachsenwald heißen die Kategorien „DGV-Ausweis mit regionalem Spielrecht“ und „ohne regionales Spielrecht“, gemeint ist dieselbe Unterscheidung. Golf Erftaue nennt VcG-Mitglieder ausdrücklich in der teureren Zeile, ebenso der Grafenhof. Golf Erftaue knüpft außerdem sein Rabattangebot für mehrere Runden an den Ausweis mit „R“, ohne Kennzeichnung wird pro Runde eine Zuzahlung fällig.
Noch einen Schritt weiter geht Golf Valley im oberbayerischen Valley. Der Club gewährt Mitgliedern der VcG, Inhabern von Fernmitgliedschaften und Ausweisen ohne „R“ keine Greenfee-Ermäßigungen, Sonderaktionen oder Partnerangebote, sofern ihr Wohnsitz im Umkreis von 200 Kilometern der Anlage liegt. Für diese Gäste gilt das reguläre Tagesgreenfee plus 20 Prozent. Der Club begründet das auf seiner Website offen: Reine Fernmitgliedschaften trügen nicht zur Finanzierung regionaler Anlagen bei, wer regelmäßig in der Region spiele, solle die regionale Golfstruktur mittragen.
Ein Muster lässt sich daraus ablesen. Der Aufschlag trifft vor allem Spieler, die immer wieder auf denselben Plätzen in ihrer Nähe spielen, denn genau diese Gäste möchten die Clubs als Mitglieder gewinnen. Wer dagegen über das Jahr verteilt viele verschiedene Plätze besucht, Golfreisen macht oder hauptsächlich in Regionen ohne Differenzierung unterwegs ist, spürt den fehlenden Buchstaben deutlich seltener. Fragen Sie vor der Buchung im Zweifel nach, denn nicht jeder Club schreibt die Unterscheidung auf seine Website.
Die Rechnung: wann der günstige Ausweis teuer wird
Mit den Zahlen aus der Tabelle lässt sich nachrechnen, ab wann die Ersparnis beim Beitrag verbraucht ist. Ein Beispiel mit erfundenem Spieler, aber echten Preisen: Er wohnt in der Nähe des Grafenhofs, ist VcG-Mitglied und spielt dort in der Saison zehnmal werktags. Gegenüber einem Gast mit „R“ zahlt er dafür 150 € mehr. Spielt er dieselben zehn Runden auf einem Platz mit 25 € Unterschied, sind es 250 €, also mehr als der gesamte VcG-Jahresbeitrag von 195 €.
Das heißt nicht, dass die VcG oder eine Fernmitgliedschaft schlecht gewählt ist. Es heißt, dass Sie den Jahresbeitrag nie allein vergleichen sollten, sondern immer zusammen mit den Runden, die Sie tatsächlich spielen, und den Plätzen, auf denen Sie sie spielen. Drei Fragen helfen bei der Einordnung:
- Wie viele Runden spielen Sie wirklich? Zählen Sie die vergangene Saison, nicht die geplante. Die Hauptsaison der Handicap-Regeln reicht vom 1. Mai bis 30. September, viele Anlagen bieten im Winter ermäßigte Tarife.
- Spielen Sie immer wieder dieselben zwei oder drei Plätze? Dann rechnen Sie dort den Aufschlag ohne „R“ gegen eine regionale Mitgliedschaft oder ein Fernmitgliedschaftsmodell mit Wohnort im 70-Kilometer-Kreis.
- Wollen Sie Mannschaft oder Liga spielen? Dann führt kein Weg an einem echten Heimatclub vorbei, denn Liga und Mannschaftsmeisterschaft setzen ihn voraus.
Bevor Sie unterschreiben
Für alle, die noch in diesem Herbst entscheiden möchten, die wichtigsten Schritte in der richtigen Reihenfolge:
- Schauen Sie auf Ihre Lieblingsplätze. Öffnen Sie die Greenfee-Seiten der drei Anlagen, auf denen Sie am häufigsten spielen, und suchen Sie nach „R“, „regional“ oder „VcG“. So sehen Sie, ob und wie stark diese Clubs differenzieren.
- Messen Sie die Entfernung. Bei einer Fernmitgliedschaft entscheidet die Distanz zwischen Ihrer Wohnadresse und dem Clubhaus über das „R“, die Grenze liegt bei 70 Kilometern. Haben Sie einen Zweitwohnsitz, sprechen Sie das Sekretariat darauf an.
- Lesen Sie das Kleingedruckte. Beitrag im zweiten Jahr, Verbandsbeiträge, Bearbeitungsgebühr, Kündigungsfrist und ein mögliches Spielrecht auf dem Heimatplatz gehören schriftlich in das Angebot.
- Nutzen Sie den Herbst. Bei der VcG ist ein Eintritt für 2027 ab Oktober ohne Beitrag für den Rest des Jahres möglich, die Kündigungsfrist für das laufende Jahr ist dagegen am 30. September abgelaufen. Bei einem Club gelten dessen eigene Fristen.
- Melden Sie einen Heimatclub. Wer zwei Mitgliedschaften hat, benennt einen davon als Heimatclub und informiert beide, sonst entstehen Fehler beim Handicap.
Der günstigste Ausweis ist der, dessen Beitrag und Greenfee-Aufschläge zusammen am wenigsten kosten. Für den Gelegenheitsspieler mit vielen verschiedenen Plätzen ist das oft die VcG oder eine seriöse Fernmitgliedschaft. Für alle, die Woche für Woche auf denselben Anlagen in ihrer Nähe abschlagen, lohnt der Blick auf eine regionale Mitgliedschaft mit „R“, bevor der Buchstabe am Empfangstresen über den Preis der Runde entscheidet.






