Golfhandschuhe: Leder ab CHF 27.00, Kunstfaser ab CHF 12.75 dank Mengenrabatt
Bei einem Schweizer Händler wird der zweite Handschuh günstiger als der erste. Ob sich eine Saisonbestellung lohnt, hängt davon ab, wie lange ein Handschuh überhaupt hält, und das bestimmen vor allem Ihre Gewohnheiten.
Kurz gefasst
- Ein Schweizer Händler führte im September 2026 den StaSof regulär zu CHF 36.00 und den WeatherSof zu CHF 17.00; ab vier Stück sinken die Preise auf CHF 30.96 und CHF 14.62.
- Golf Monthly nennt für einen gut gepflegten Lederhandschuh 15 bis 20 Runden; Schweiss und falsche Aufbewahrung verkürzen das mehr als der Schwung.
- Ausziehen, wenn kein voller Schlag ansteht, zwei Handschuhe abwechseln und auf der Range den alten tragen verlängern die Lebensdauer am meisten.
- Der RainGrip kostet als Paar CHF 36.00 oder einzeln CHF 26.00, der WinterSof als Paar CHF 40.00, der StaSof Winter CHF 76.00.
Sechsunddreissig Franken für einen Lederhandschuh, siebzehn für einen aus Kunstfaser: So stehen die beiden bekanntesten FootJoy-Modelle im September 2026 bei einem Schweizer Händler angeschrieben. Wer mehrere Handschuhe gleichzeitig in den Warenkorb legt, bezahlt pro Stück weniger, denn der Händler gewährt Mengenrabatt ab dem zweiten Exemplar. Ob sich das lohnt, hängt an einer Frage, die sich viele Golferinnen und Golfer nie stellen: Wie viele Runden hält ein Handschuh überhaupt, und woran geht er eigentlich kaputt?
Dieser Beitrag ordnet die Materialien ein, nennt einen brauchbaren Richtwert für die Lebensdauer und zeigt, mit welchen Gewohnheiten ein Handschuh länger durchhält. Am Schluss geht es um Regen- und Winterhandschuhe und darum, wo man in der Schweiz einkauft. Alle Preise wurden im September 2026 auf den deutschsprachigen Seiten eines Schweizer Händlers gelesen, in Franken. Niemand von der Redaktion hat einen der erwähnten Handschuhe angezogen.
Was ein Handschuh kostet
Der Schweizer Händler führt die FootJoy-Handschuhe zu regulären Preisen, also ohne Aktion, dafür mit gestaffelten Konditionen. Die Beispiele für Herren:
- StaSof (Leder): CHF 36.00 pro Stück. Ab zwei Stück CHF 33.12, ab vier CHF 30.96, ab sechs CHF 28.80, ab zehn CHF 27.00.
- WeatherSof (Kunstfaser): CHF 17.00 pro Stück. Ab zwei Stück CHF 15.64, ab vier CHF 14.62, ab sechs CHF 13.60, ab zehn CHF 12.75. Ein separates Mehrfachpack führt der Shop nicht, die Staffel übernimmt diese Rolle.
- RainGrip (Regen): als Paar CHF 36.00, als Einzelhandschuh für links oder rechts CHF 26.00, mit derselben Art von Staffel ab zwei Stück.
- WinterSof (Winter): das Paar zu CHF 40.00.
- StaSof Winter: das Paar zu CHF 76.00, die teuerste Variante im Sortiment.
Die Rechnung ist rasch gemacht. Vier StaSof kosten mit Rabatt CHF 123.84 statt CHF 144.00. Vier WeatherSof kommen auf CHF 58.48, also weniger als zwei Lederhandschuhe zum Einzelpreis. Wer pro Saison ohnehin fünf oder sechs Handschuhe verbraucht, kauft mit einer einzigen Bestellung im Frühling günstiger ein als mit sechs Einzelkäufen im Pro-Shop.
Leder oder Kunstfaser: worin der Unterschied liegt
Der klassische Golfhandschuh ist aus Cabretta, dem Leder von Haarschafen. Es ist fein, liegt eng an und gibt das direkteste Gefühl für den Griff. Laut der Herstellerbeschreibung zum StaSof verbindet das APL-Leder einen Allwetter-Grip mit Haltbarkeit und ist so gefertigt, dass es seine Weichheit länger behält. Für die Winterversion des StaSof nennt derselbe Händler ausdrücklich Cabretta-Leder von Pittards, schweiss- und wasserabweisend. Die Schwäche von Leder bleibt trotzdem dieselbe: Nässe und Hitze. Ein verschwitzter Handschuh, der in einem heissen Auto trocknet, wird steif und schrumpft, und dieses Gefühl bringt nichts mehr zurück.
Kunstfaser nimmt etwas Feingefühl weg und gibt dafür Robustheit. Der WeatherSof wird im Herstellertext als weltweit meistverkaufter Golfhandschuh bezeichnet, der Haltbarkeit mit gleichbleibend weichem Gefühl und Grip bei jedem Wetter verbinde. In der Praxis heisst das: Er verzeiht nasse Hände, erholt sich nach dem Trocknen besser und ist kein Verlust, wenn er im Rough liegen bleibt.
Dazwischen liegen die Hybride. Sie kombinieren Leder an Handfläche und Fingern mit Kunstfaser am Handrücken, wo sich der Handschuh bei jedem Schwung beugt. Ein grosser Teil der mittleren Preisklasse ist heute so aufgebaut.
Warum Handschuhe früh aufgeben
Eine Lebensdauer drucken die Hersteller nicht auf die Packung. Einen Anhaltspunkt liefert Golf Monthly: Ein gut gepflegter Lederhandschuh hält nach Einschätzung des britischen Magazins 15 bis 20 Runden. Viele erreichen diese Zahl nicht, und der Grund liegt selten im Schwung.
Der Schwung reibt zwar Handfläche und Finger am Griff, aber langsam. Schneller geht es mit Schweiss, der Salz ins Leder trägt, und mit dem falschen Trocknen. Am schnellsten ruiniert ihn die Aufbewahrung: feucht zusammengedrückt in einer Tasche des Bags, danach ein Tag im parkierten Auto an der Sonne. Wer regelmässig ein Loch an derselben Stelle findet, sollte zudem den eigenen Griff anschauen, denn dort liegt häufig die Ursache.
Drei Gewohnheiten auf dem Platz
Erstens: ausziehen, wenn kein voller Schlag kommt. Beim Putten ziehen die meisten den Handschuh ab, beim Chip, beim Gehen und beim Warten am Tee kaum jemand. An einem heissen Sommertag im Mittelland bedeutet das vier Stunden im eigenen Schweiss. Und bitte nicht in die Hosentasche stecken; mit dem Klettverschluss am Tragriemen oder am Trolley befestigt, trocknet er an der Luft.
Zweitens: zwei Handschuhe abwechseln. Einer für die ersten neun Loch, einer für die zweiten, bei Hitze auch früher wechseln. So ist jeder nur halb so lange feucht. Mit der Staffel kostet der zweite Handschuh ohnehin weniger als der erste.
Drittens: auf der Driving Range den alten tragen. Golf Monthly empfiehlt, zum Einspielen einen ausgedienten Handschuh zu verwenden und den neuen für die Runde zu schonen. Auf der Range kommen in einer Stunde schnell mehr volle Schwünge zusammen als auf achtzehn Loch. Wer seine Übungseinheit besser planen möchte, findet Anregungen in unserem Beitrag zur Übungsstunde auf der Driving Range.
Pflege zu Hause
Nach der Runde kommt der Handschuh aus dem Bag, nicht erst vor der nächsten. Legen Sie ihn flach hin und lassen Sie ihn bei Raumtemperatur trocknen, weder auf dem Heizkörper noch auf dem Fenstersims in der Sonne. Ist er noch leicht feucht, ziehen Sie ihn kurz an und machen ein paar Mal eine Faust; so trocknet das Leder in der Form Ihrer Hand. Golf Monthly rät, ihn danach wieder in die Originalverpackung zu legen, wo er flach bleibt.
Zwei weitere Punkte: Wischen Sie sich den Schweiss nicht mit dem Handschuh von der Stirn, dafür gibt es das Tuch am Bag. Und waschen Sie Leder nur selten, von Hand, mit kühlem Wasser und milder Seife. Die Waschmaschine ist für die meisten Lederhandschuhe das Ende.
Wann es Zeit für einen neuen ist
Ein Loch ist nicht das einzige Zeichen. Wenn die Handfläche speckig glänzt, wenn das Leder hart geworden ist oder wenn Sie merken, dass Sie den Griff stärker zudrücken, um den Schläger zu halten, hat der Handschuh ausgedient. Der zusätzliche Griffdruck kostet mehr als ein neuer Handschuh.
Auch die Grösse entscheidet über die Lebensdauer. Ein passender Handschuh sitzt straff über der Handfläche, an den Fingerspitzen lässt sich kein Stoff zusammenkneifen. Laut Golf Monthly verschleisst ein zu grosser Handschuh schneller, weil die Hand darin rutscht. Wie Griff und Handstellung aussehen sollten, erklärt unser Beitrag zu Griff und Stand.
Regenhandschuhe und Winterhandschuhe
Beide ergänzen den normalen Handschuh, keiner ersetzt ihn. Der RainGrip wird laut Herstellerbeschreibung mit einer wasseraufnehmenden Handfläche aus Sure-Grip-Autosuede beschrieben, die bei Regen sicheren Halt bietet, und mit schnell trocknendem Quick-Dry-Material auf der Rückseite der Finger. Anders als Leder greift er besser, je nasser er wird. Wer nur mit einer Hand einen Handschuh trägt, kann den Einzelhandschuh für CHF 26.00 nehmen; das Paar für CHF 36.00 lohnt sich für alle, die bei Regen beide Hände am nassen Griff haben.
Der WinterSof tauscht Gefühl gegen Wärme. Die Herstellerbeschreibung nennt winddichtes, leichtes Fleece, eine lange Strickmanschette, die das Handgelenk warm hält, und eine Teehalterung auf dem Handrücken. Wer im Spätherbst und Winter spielt, findet im Paar für CHF 40.00 die günstige Lösung, im StaSof Winter für CHF 76.00 die Variante mit Lederhandfläche und mehr Feingefühl.
Was Golferinnen und Golfer sagen
In Golfforen, in öffentlichen Händlerbewertungen und in Diskussionen in sozialen Netzwerken tauchen beim Thema Handschuh stets dieselben Punkte auf. Die folgende Übersicht fasst wiederkehrende Themen zusammen und zählt nichts.
Was gelobt wird.
- Die ersten Runden mit neuem Leder. Ein frischer Cabretta-Handschuh wird oft als der Moment beschrieben, in dem der Griff am sichersten wirkt.
- Günstige Kunstfaser in grösserer Zahl. Viele sind vom Leder zur Kunstfaser zurückgekehrt und finden, mehrere günstige Handschuhe brächten mehr als ein teurer.
- Der Wechsel auf halber Runde. Wer zwei Handschuhe dabeihat, schreibt, dass beide länger halten und die zweiten neun Loch mit trockener Hand angenehmer sind.
Was kritisiert wird.
- Teures Leder, kurzes Leben. Oft beklagt: ein Premiumhandschuh, der nach wenigen Wochen Löcher hat oder steif geworden ist.
- Grössen, die nicht übereinstimmen. Dieselbe Grösse passe je nach Modell oder Farbe anders; viele empfehlen, im Laden anzuprobieren.
- Durchnässtes Leder bei Hitze. An schwülen Tagen sei ein Lederhandschuh nach wenigen Loch nass, der häufigste Grund für den Umstieg auf Kunstfaser.
- Der Klettverschluss gibt zuerst auf. Die Lasche hält nicht mehr, obwohl der Rest noch brauchbar wäre.
Wo Sie in der Schweiz Golfhandschuhe kaufen
Den ersten Handschuh einer neuen Grösse oder eines neuen Modells kaufen Sie am besten dort, wo Sie ihn anprobieren können: im Pro-Shop Ihres Clubs oder in einer Filiale. Angesichts der vielen Klagen über uneinheitliche Grössen ist das mehr wert als ein paar Franken Rabatt.
Kennen Sie Ihre Grösse, spielt die Staffel eines Schweizer Händlers ihre Stärke aus. Auf jeder Produktseite ist die Verfügbarkeit in den Filialen abrufbar. Schweizweit portofrei liefert der Shop laut eigener Angabe ab CHF 250.–; vier Lederhandschuhe und ein Paar Winterhandschuhe ergeben zusammen CHF 163.84 und bleiben darunter, wer Bälle für die Saison dazunimmt, kommt der Schwelle näher.
Eine vernünftige Ausstattung für eine Deutschschweizer Saison: zwei Alltagshandschuhe zum Abwechseln, Kunstfaser für alle, die stark schwitzen, Leder für jene, die Gefühl über alles stellen und bereit sind, es zu pflegen. Dazu ein RainGrip, einzeln oder als Paar, und für Herbst und Winter ein WinterSof. Und vor allem: den Handschuh zwischen den Schlägen ausziehen.
Wie diese Seite entstanden ist
Dies ist ein Ratgeber und eine Auswertung öffentlicher Meinungen, kein Test. Die Preise und Mengenrabatte wurden im September 2026 auf den deutschsprachigen Produktseiten von Golfimport gelesen, in Franken; es handelte sich jeweils um reguläre Preise. Materialien und Eigenschaften stammen aus den Herstellerbeschreibungen von FootJoy, wie Golfimport sie wiedergibt. Der Richtwert von 15 bis 20 Runden und mehrere Pflegehinweise stammen aus einem veröffentlichten Ratgeber von Golf Monthly. Was Golferinnen und Golfer sagen, wurde in Golfforen, in öffentlichen Händlerbewertungen und in Diskussionen in sozialen Netzwerken gelesen; niemand wird mit Namen zitiert, nichts wird gezählt, und kein Eindruck wird als Statistik ausgegeben.
Niemand von der Redaktion hat einen dieser Handschuhe benutzt. Auf dieser Seite gibt es keinen kommerziellen Link, keine Partnerschaft und keine Kommission. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er eine Werbekennzeichnung zuoberst auf der Seite, vor der ersten Zeile.






