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Ausrüstung

Neue Griffe vor dem Saisonstart: Verschleiss erkennen, Frankenpreise und was Sie im Pro-Shop fragen

Ein Griff geht nicht kaputt, er wird glatt. Wer im Februar oder März wechselt, statt im April zu merken, dass das Eisen in der Hand dreht, spielt die ersten Runden entspannter.

La rédaction Panxis Golf, Deutschschweiz-Desk (Reto Brunner) · · 8 min
Golferin hält den schwarzen Griff eines senkrecht aufgestellten Schlägers mit beiden Händen, auf einem schattigen Weg
Photo Mikhail Nilov / Pexels

Kurz gefasst

  • Ein Schweizer Händler führte im September 2026 den Golf Pride Tour Velvet zu CHF 14.50 und den MCC Plus4 zu CHF 24.50 pro Griff, ohne Montage.
  • Für dreizehn Schläger ergibt das CHF 188.50 oder CHF 318.50; den Arbeitspreis pro Schläger sollten Sie vorher erfragen.
  • Richtwert: rund 40 Runden, Range- und Indoor-Einheiten zählen mit; Golf Pride empfiehlt mindestens einen Wechsel pro Jahr.
  • Glanz, harter Gummi und ein Schläger, der an feuchten Morgen dreht, sind die deutlichsten Zeichen; beim Wechsel lässt sich die Griffstärke gleich anpassen.

Ein Oktobermorgen im Mittelland, Nebel über dem Fairway, das Gras nass vom Tau. Beim zweiten Schlag dreht sich das Eisen 7 ein wenig in der Hand, und der Ball landet rechts im Rough. Schuld ist selten der Schwung allein. Oft ist es ein Griff, der seit drei Saisons nicht mehr gewechselt wurde und inzwischen so glatt ist wie ein Treppengeländer.

Griffe gehen nicht kaputt wie ein Schaft. Sie werden unmerklich hart und rutschig, und die Hände gleichen das aus, indem sie fester zupacken. Dieser Beitrag erklärt, woran Sie das früh erkennen, welcher Rhythmus sich für eine Deutschschweizer Saison anbietet, was zwei gängige Griffe in Franken kosten und was Sie im Pro-Shop oder in der Werkstatt fragen sollten. Die Preise stammen von einem Schweizer Händler, gelesen im September 2026. Niemand von der Redaktion hat einen der Griffe aufgezogen oder damit gespielt.

Woran ein Griff sein Ende verrät

Nehmen Sie nicht das Holz 3 zur Hand, das selten aus dem Bag kommt, sondern die Schläger, die am meisten arbeiten: mittlere Eisen, Wedges, Driver. Dann gehen Sie diese Fragen durch.

  • Glänzt er? Neuer Gummi ist matt. Wo Daumen und Handballen liegen, bildet sich mit der Zeit ein speckiger Glanz.
  • Gibt er noch nach? Ein Daumennagel sollte eine kleine Delle hinterlassen. Bleibt der Gummi hart, hat er seine Elastizität verloren.
  • Spüren Sie die Struktur? Feines Muster und Cord nutzen sich genau dort ab, wo Sie greifen. Was der ruhende Daumen nicht mehr fühlt, fühlen die Hände im Schwung auch nicht.
  • Zeigen sich Risse? Am Griffende oder am unteren Rand beim Schaft. Dann ist der Wechsel längst überfällig.
  • Müssen Sie ihn abtrocknen? Wer an einem schwülen Sommertag am Zürichsee oder nach einem Regenschauer vor jedem Schlag das Tuch braucht, spielt mit Gummi ohne Haftung.

Der Grund liegt meist im Material selbst. Hitze, UV-Licht, Schweiss und Hautfett härten die Mischung aus, auch wenn Sie wenig spielen. Ein Griff kann darum erledigt sein, ohne ein einziges Loch zu zeigen.

Welcher Rhythmus zu einer Schweizer Saison passt

Einen einfachen Richtwert nennen die Griffhersteller selbst. GOLF.com hat ihn 2020 zusammengefasst: Ein Satz Griffe hält rund 40 Runden, und jede Übungseinheit auf der Range zählt dabei wie eine Runde. Golf Pride rät, mindestens einmal jährlich neue Griffe aufzuziehen. Tourprofis wechseln laut demselben Beitrag alle sechs Wochen bis zwei Monate; das braucht im Club niemand.

In der Deutschschweiz dauert die Saison im Flachland meist von April bis Oktober, in den Bergen ist sie kürzer. Wer in Samedan oder Andermatt nur im Sommer spielt, erreicht die 40 Runden womöglich nicht in einem Jahr. Wer dagegen im Winter regelmässig in einer Indoor-Anlage in Zürich, Basel oder Bern Bälle schlägt, zählt diese Einheiten besser mit, denn in einer Stunde auf der Matte kommen mehr volle Schwünge zusammen als auf achtzehn Loch.

Was den Zeitpunkt zusätzlich nach vorn rückt:

  • Ein Bag, das im Sommer im parkierten Auto liegt. Hitze ist der schnellste Weg zu hartem Gummi.
  • Eine Winterlagerung im Estrich, der im Sommer aufheizt, statt im kühlen, trockenen Keller.
  • Starkes Schwitzen an den Händen, das mit Salz und Fett den Gummi angreift.

Praktisch heisst das: Planen Sie den Wechsel für Februar oder März. Die Werkstätten haben dann mehr Luft als im April, und Sie starten nicht mit rutschigen Griffen in die ersten Clubturniere.

Zwei Griffe von Golf Pride, zwei Preisstufen

Im Laden wird Ihnen fast immer eines von zwei Modellen gezeigt.

  • Tour Velvet. Reiner Gummi, laut Herstellertext der populärste Griff im Golf, mit einer exklusiven Gummimischung und einem computerentworfenen, rutschfesten Oberflächenmuster. Die Midsize-Version ist um 1/16 Zoll dicker als das Original. Bei einem Schweizer Händler waren im September 2026 die Grössen Junior, Lady Standard, Man Standard und Midsize gelistet, zu CHF 14.50 pro Griff.
  • MCC Plus4. Ein Hybrid: oben Gummi mit gebürstetem Baumwollcord gegen nasse Hände, unten eine weichere Mischung. Die untere Hand ist laut Golf Pride im Durchmesser 4,6 Prozent grösser als beim ursprünglichen MCC, was den Griffdruck senken soll. Derselbe Händler führte ihn im September 2026 in Lady Standard, Man Standard und Midsize zu CHF 24.50 pro Stück.

Rechnen Sie mit dreizehn Schlägern ohne Putter, kommen Sie auf CHF 188.50 für Tour Velvet und auf CHF 318.50 für MCC Plus4, jeweils ohne Montage. Der Aufpreis von CHF 130.– für den ganzen Satz ist der Preis für den Cord und die dickere untere Hand. Ob sich das lohnt, hängt vor allem davon ab, wie oft Sie bei Nässe spielen und ob Sie einen Handschuh tragen.

Was neue Griffe tatsächlich verändern

Golf Pride wird bei GOLF.com mit der Aussage zitiert, zwei Jahre alte, abgenutzte Griffe könnten im Schnitt drei bis vier Schläge pro Runde kosten. Das ist eine Herstellerangabe, keine unabhängige Studie. Versprechen kann diese Zahl niemand.

Nachvollziehbar ist hingegen, was dahintersteckt. Rutscht der Griff, packen die Hände fester zu. Das spannt die Unterarme, bremst die Hände im Treffmoment und macht die Schlagfläche unberechenbarer. Wie locker Sie den Schläger halten dürfen, zeigt unser Beitrag zu Griff und Stand. Erwarten Sie also keine Wunder beim Handicap, aber einen entspannteren Griff, vor allem an feuchten Tagen.

Die Grösse gleich mitändern

Beim Wechsel lässt sich die Griffstärke ohne Mehrkosten für neue Schläger anpassen. Ein zu dünner Griff lässt die Finger in den Handballen drücken und macht die Hände oft zu aktiv. Ein zu dicker erschwert das Lösen. Wer grosse Hände hat, greift häufig zu dünn, ohne es zu merken, und wer mit steifen Fingern oder Arthrose spielt, profitiert von Midsize, weil sich die Hand weniger schliessen muss. Unser Beitrag zum Material ab fünfzig geht darauf genauer ein.

Zusätzliche Lagen Band unter dem Griff machen ihn dicker, aber auch schwerer, was den Schlägerkopf leichter wirken lässt. Lassen Sie deshalb zuerst einen einzigen Schläger umrüsten und schlagen Sie damit ein paar Körbe, bevor der Rest folgt.

Selber aufziehen: was es braucht

Viele Golferinnen und Golfer wechseln ihre Griffe inzwischen selbst, gern an einem Winterabend. Nötig sind ein Messer mit Hakenklinge, doppelseitiges Griffband, Lösungsmittel und ein Schraubstock mit Gummieinsatz. Der alte Griff wird aufgeschnitten, das alte Band entfernt, das neue gewickelt, Lösungsmittel hineingegeben, und der neue Griff muss aufgeschoben und ausgerichtet sein, bevor es verdunstet. Die ersten Schläger dauern, danach geht es rasch.

In der Werkstatt ist das Risiko eines schiefen Logos oder eines nicht ganz aufgeschobenen Griffs kleiner. Den Arbeitspreis pro Schläger nennt nicht jeder Anbieter online; fragen Sie ihn vorher ab, damit die Rechnung keine Überraschung wird.

Was Golferinnen und Golfer sagen

In Foren, in öffentlichen Händlerbewertungen und in Diskussionen in sozialen Netzwerken tauchen zum Griffwechsel stets ähnliche Punkte auf. Hier eine Zusammenfassung wiederkehrender Themen, ohne Zählung.

Was gelobt wird.

  • Alte Schläger, neues Gefühl. Häufig zu lesen: Erst mit frischen Griffen habe man gemerkt, wie glatt die alten geworden waren.
  • Cord bei Tau und Regen. Wer früh am Morgen oder im Herbst spielt, lobt den Halt des Cords, wenn Gras und Handschuh feucht sind.
  • Die eigene Werkbank. Wer es selbst gelernt hat, wechselt nach eigenen Angaben öfter, weil der Aufwand kleiner geworden ist.

Was kritisiert wird.

  • Die Summe für den ganzen Satz. Hybridgriffe für dreizehn Schläger ergeben schnell einen Betrag über CHF 300.–, ein häufiger Grund, beim reinen Gummi zu bleiben.
  • Rau an der nackten Hand. Wer ohne Handschuh spielt, empfindet Cord als unangenehm.
  • Uneinheitliche Arbeit. Verdrehte Logos und ungleiche Bandlagen kommen in Berichten über Werkstattwechsel regelmässig vor.
  • Grösse ohne Anprobe. Einige bereuen nach der ersten Runde, Midsize oder Undersize ungesehen bestellt zu haben.

Wo Sie in der Deutschschweiz Griffe wechseln lassen

Den Griffwechsel bieten der Pro-Shop Ihres Clubs, die Shops der grossen öffentlichen Golfanlagen, Golffachgeschäfte mit eigener Werkstatt und Online-Händler an, denen Sie die Schläger zuschicken oder in eine Filiale bringen. Der Pro Ihres Clubs kennt Ihren Schwung und kann die Stärke gleich an Ihrer Hand beurteilen. Eine Werkstatt mit Fitting-Angebot ist die bessere Wahl, wenn Sie die Stärke ändern oder Griffe mischen möchten. Beim Versand rechnen Sie einige Werktage ohne Schläger ein und klären ab, ob eine Versandschachtel gestellt wird und was der Transport kostet.

Fragen Sie in jedem Fall nach dem Preis pro Schläger inklusive Montage, nach dem Lagerbestand in Ihrer Grösse, nach der Zahl der Bandlagen, falls Sie dicker greifen möchten, und ob der Griff zur Schlagfläche ausgerichtet wird. Nehmen Sie einen Schläger zur Anprobe mit. Wer clubfrei spielt, hat keinen eigenen Pro vor Ort; dann ist die Werkstatt eines Fachgeschäfts oft die naheliegende Adresse.

Und dazwischen: Waschen Sie die Griffe im Sommer alle paar Runden mit lauwarmem Wasser, milder Seife und einer weichen Bürste, trocknen Sie sie an der Luft, nicht auf dem Heizkörper. Der Golfhandschuh verträgt diese Behandlung deutlich schlechter; Gummi ist robuster als Leder.

Wie diese Seite entstanden ist

Dies ist ein Ratgeber und eine Zusammenfassung öffentlicher Meinungen, kein Test. Die Preise wurden im September 2026 auf den deutschsprachigen Produktseiten von Golfimport gelesen, in Franken und ohne Montage; einen Arbeitspreis für die Montage pro Schläger zeigte der Shop auf diesen Seiten nicht an. Beschreibungen, Grössen und Materialien stammen aus den Herstellerangaben von Golf Pride, wie der Händler sie wiedergibt. Der Richtwert von 40 Runden, der Rhythmus der Tourprofis und die Herstellerangabe von drei bis vier Schlägen stammen aus einem Beitrag von Jonathan Wall auf GOLF.com vom 31. Mai 2020. Was Golferinnen und Golfer sagen, wurde in Golfforen, in öffentlichen Händlerbewertungen und in Diskussionen in sozialen Netzwerken gelesen; niemand wird namentlich zitiert, nichts wird gezählt, und kein Eindruck wird als Statistik dargestellt.

Niemand von der Redaktion hat einen dieser Griffe aufgezogen oder damit gespielt. Auf dieser Seite gibt es keinen kommerziellen Link, keine Partnerschaft und keine Kommission. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er eine Werbekennzeichnung zuoberst auf der Seite, vor der ersten Zeile.

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