Layout of Golfclub Erftaue from OpenStreetMap survey data (ODbL licence).
Golfclub Erftaue
Löcher
18
Von
72
Länge
6.259 m (Weiß), 6.003 m (Gelb), 5.617 m (Blau), 5.300 m (Rot), 4.925 m (Orange), 4.230 m (Magenta), 3.901 m (Grün)
Greenfee
—
Beste Saison
Ganzjährig
Der Golfclub Erftaue liegt im Süden der Stadt Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss, im Stadtteil Frimmersdorf, unter der Anschrift Zur Mühlenerft 1, 41517 Grevenbroich. Bis zum Ortskern von Frimmersdorf sind es aus den Koordinaten gerechnet knapp zwei Kilometer Luftlinie, bis zum Bahnhof Grevenbroich gut sieben, bis zum Bahnhof Bedburg (Erft) etwa viereinhalb Kilometer. Der Platz liegt damit unmittelbar an der Grenze zum Rhein-Erft-Kreis; die Tourismusseite des Rhein-Erft-Kreises beschreibt ihn als Platz „zwischen Bedburg und Grevenbroich“. Der Club selbst wirbt mit der Lage im Städtedreieck Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach. In OpenStreetMap ist die Anlage als „Golfclub Erftaue“ verzeichnet, Betreiber ist der Golfclub Erftaue e.V.
Der Name verweist auf die Erft und ihre Aue, der Straßenname auf die Mühlenerft, einen Arm der Erft, der laut Forschungsstelle Rekultivierung zwischen Bedburg und Kaster im alten Flussbett verläuft. Die Gegend ist vom Braunkohlebergbau geprägt. Nach dem Kulturlandschaftsportal KuLaDig des Landschaftsverbands Rheinland wurde die Erft wegen des Tagebaus Frimmersdorf seit 1942 fünfmal verlegt; ihren heutigen Verlauf hat sie seit 1976. Die rekultivierte Erftaue zieht sich heute als grünes Band aus Wäldern und Wiesen von Bedburg bis Frimmersdorf. Westlich davon liegt nach der Beschreibung der Forschungsstelle Rekultivierung eine Agrarebene auf dem Niveau der ursprünglichen Landschaft, in deren Norden ein Golfplatz entstanden ist. Ob das Golfgelände selbst rekultivierte Tagebaufläche ist, sagt keine der Quellen, die wir lesen konnten. In der Nachbarschaft stehen zwei Großkraftwerke: das Kraftwerk Frimmersdorf gut drei Kilometer nördlich, dessen letzte Blöcke nach Wikipedia am 30. September 2021 endgültig stillgelegt wurden, und das von RWE betriebene Braunkohlekraftwerk Neurath gut drei Kilometer östlich.
Der Verein wurde nach eigenen Angaben 1991 als gemeinnütziger Verein gegründet und gehört seitdem zu den mitgliederstärksten Vereinen in Grevenbroich; viele Mitglieder kommen aus dem Rhein-Erft-Kreis und den umliegenden Großstädten. Den 18-Loch-Platz geben Golf Post und der Albrecht Golf Führer (1Golf) als 1997 eröffnet an. Als Architekten nennen der regionale Golfführer GolfDates und laut Suchauszug auch die Clubbroschüre von 2022 Karl F. Grohs. Die Fläche der Anlage beziffern Rhein-Erft Tourismus und Exklusiv Golfen mit 90 Hektar, GolfDates und der Händler Golf24 mit rund 85 Hektar. Die Fläche des Platzumrisses in OpenStreetMap haben wir mit rund 84 Hektar berechnet.
Die Zahlen im Überblick
Der Platz ist ein Par 72 mit Par 36 auf beiden Neunen: vier Par 3, vier Par 5 und zehn Par 4. Die Besonderheit steht auf der aktuellen Scorekarte des Clubs: Statt der üblichen drei gibt es sieben Abschläge, mit Buchstaben von A bis G und Farben gekennzeichnet. Laut Scorekarte misst der Platz von Weiß (A) 6.259 Meter, von Gelb (B) 6.003, von Blau (C) 5.617, von Rot (D) 5.300, von Orange (E) 4.925, von Magenta (F) 4.230 und von Grün (G) 3.901 Meter. Von jedem dieser Abschläge bleibt der Platz ein Par 72. Hintergrund ist das Projekt „Platzvielfalt“ des Deutschen Golf Verbands, an dem der Club teilnimmt. Die Idee: Wer den Abschlag nach der eigenen Drivelänge wählt und nicht nach Tradition, soll die Grüns in vernünftiger Schlagzahl erreichen. An der Driving Range helfen farbige Punkte an den Entfernungsmarkierungen, die eigene Drivelänge einem Abschlag zuzuordnen.
Die Course-Handicap-Tabellen des Clubs (erstellt im Mai 2026) führen für Herren alle sieben Abschläge: Weiß mit Course Rating 73,3 und Slope 131, Gelb mit 71,7 und 133, Blau mit 69,5 und 129, Rot mit 67,8 und 119, Orange mit 66,0 und 117, Magenta mit 62,8 und 103, Grün mit 61,8 und 99. Damen spielen von Blau mit 75,9 und 131, von Rot mit 73,5 und 130, von Orange mit 71,2 und 127, von Magenta mit 66,8 und 116 und von Grün mit 64,8 und 110. Dazu kommen eigene Tabellen für Neun-Loch-Wettspiele auf den Löchern 1 bis 9 und 10 bis 18.
Die Slope-Werte von den klassischen Abschlägen liegen deutlich über dem Normwert von 113. Für Spielerinnen und Spieler mit höherem Handicap ist der Platz von dort also verhältnismäßig schwer. Ein Herr mit Handicap-Index 20,0 erhält nach der Tabelle von Gelb ein Course Handicap von 23, eine Dame mit demselben Index von Rot eines von 25. Von den kurzen Abschlägen sieht es anders aus: Von Grün bekommt derselbe Herr ein Course Handicap von 7, weil Course Rating und Slope dort weit unter dem Par liegen. Das ist kein Rechenfehler, sondern genau der Sinn des Projekts: Wer weiter vorne abschlägt, spielt mit weniger Vorgabeschlägen.
Was der Platz verlangt
Der Club beschreibt seine Anlage als Meisterschaftsplatz in „leicht moduliertem Gelände“, anspruchsvoll durch das Design, körperlich aber für jeden zu bewältigen. Die Fairways gelten als großzügig; Wasser kommt nach Golf Post an neun Bahnen ins Spiel. Exklusiv Golfen nennt die Spielbahnen „überwiegend lang“ und hebt Bunker, Wasser und manches Dogleg hervor. Die Platzübersicht im Birdiebook des Clubs zeigt eine Anlage in zwei Teilen: Die Löcher 4, 5, 6, 14, 15 und 16 liegen östlich einer Linie, die das Gelände durchschneidet, die übrigen zwölf westlich davon. Die Scorekarte erklärt alle den Platz umgebenden Wirtschaftswege zur Ausgrenze. Entfernungen sind mit Pfählen und Bodenplatten markiert, gemessen bis zum Grünanfang.
Die folgenden Beschreibungen stützen sich auf die Bahnbeschreibungen des Clubs, die Scorekarte und das Birdiebook. Längen stehen für Gelb, in Klammern für Weiß und Rot. Die Vorgabenreihenfolge (Hcp) stammt von der aktuellen Scorekarte; sie weicht von der älteren Reihenfolge ab, auf die sich die Texte des Clubs beziehen (siehe unten).
Die erste Neun
Die 1 ist ein Par 4 von 347 Metern (361 und 307), das der Club als leichtes Dogleg beschreibt. Wer zu weit rechts spielt, landet im abfallenden Rough, links liegen Bunker. Wer vor diesen Bunkern ablegt, hat nach Angaben des Clubs noch mehr als 160 Meter ins Grün. Das Grün hat zwei Ebenen; bei Gegenwind und Fahne oben „zeigt dieses Par 4 seine Zähne“. Die 2 ist ein Par 5 von 472 Metern (505 und 416) mit zwei Knicken. Der Club rät zum Abschlag auf die linke Seite, weg von den Bäumen rechts. Auf den letzten 100 Metern verengt sich das Fairway, vor dem 31 Meter langen Grün liegen Bunker.
Die 3 ist ein Par 4 von 367 Metern (392 und 323) und auf der aktuellen Scorekarte Hcp 3. Starke Spieler kürzen nach dem Text des Clubs über die rechte Seite ab und umgehen so den Bunker links; für Bogey-Spieler lohnt die defensive Variante, weil die Rechtskurve zum Abkürzen verleitet. Am linken Grünrand liegen zwei Bunker. Die 4 ist nach der neuen Reihenfolge das schwerste Loch des Platzes (Hcp 1), ein Par 4 von 352 Metern (371 und 310) mit Wasser im Knick. Wer vom gelben Abschlag 187 Meter Carry schafft, vom roten 145 Meter, kann das Wasser überspielen. Alle anderen platzieren den Drive zwischen Hügel und Wasser, der zweite Schlag kommt meist aus leichter Schräglage. Eine öffentliche Bewertung warnt genau hier: Es sei verführerisch, über das Wasser links zu spielen, aber allzu häufig verschwänden die Bälle darin.
Die 5 ist das erste Par 3, 146 Meter von Gelb und Weiß, 128 von Rot. Vorne rechts liegt Wasser, links und hinter dem Grün Sand. Der Club hält das Grün auch für höhere Handicaps für erreichbar, empfiehlt je nach Fahne aber auch das Vorlegen. Die 6 ist ein Par 4 von 371 Metern (389 und 326). Wer rund 220 Meter weit schlägt, kommt zwischen Fairwaybunkern und Buschkante zum Liegen und hat einen kurzen Weg ins Grün. Es ist nach Angaben des Clubs das einzige Grün ohne Hindernis. Die 7 ist ein Par 3 von 168 Metern (185 und 146), das je nach Wind und Fahne für viele nur mit Holz oder Hybrid zu erreichen ist. Hier sind nach Angaben des Clubs ausnahmsweise die Damen im Nachteil: Direkt vor dem roten Abschlag liegt ein Wasserhindernis.
Die 8 ist ein kürzeres Par 5 von 462 Metern (503 und 417) mit doppeltem Dogleg. Der Drive gehört nach links, weg vom Fairwaybunker rechts, der zweite Schlag in den zweiten Knick; von dort bleiben nach Angaben des Clubs rund 100 Meter. Das Grün schützen drei Bunker, drei Putts sind dort je nach Fahne „an der Tagesordnung“. Die Scorekarte weist eine eigene Ausgrenze zwischen der 8 und den Bahnen 7 und 11 aus, die nur für die 8 gilt. Die 9, ein Par 4 von 338 Metern von Weiß, Gelb und Blau und 303 von Rot, nennt der Club die Lieblingsbahn vieler Spieler. Der Abschlag liegt erhöht, die Wasserkante folgt von Gelb erst nach 250 Metern, von Rot nach 214. Zum Grün knickt die Bahn nach links; wer zu weit rechts spielt, ist im Wasser. Ein langer Bunker vor dem Wasser „verhindert des Öfteren Schlimmeres“.
Die zweite Neun
Die 10 ist ein Par 4 von 340 Metern (354 und 296), das vom Wasser geprägt ist. Je direkter der Abschlag Richtung Grün zielt, desto länger muss er sein; zwischen dem Fairwaybunker links und dem Wasser ist wenig Platz. Zum Grün steigt die Bahn leicht an, was nach Angaben des Clubs bei der Schlägerwahl oft unterschätzt wird. Wer mit einem Slice spielt, hat hier laut Club „keinen Spaß“. Die 11 ist ein kurzes Par 4 von 322 Metern von Weiß und Gelb, 284 von Rot. Lange Spieler können über das Wasser links abkürzen; ein Drive von 208 Metern von Gelb, 174 von Rot, nimmt die Bunker aus dem Spiel. Der sichere Weg führt über die rechte Fairwayseite. Das Wasser begleitet die Bahn links bis kurz vor das gut verbunkerte Grün.
Die 12 ist ein Par 3 von 170 Metern (170 und 145) mit Bunkern rechts, vorne links und links neben dem Grün. Der Club nennt sie sein längstes Par 3 und warnt besonders vor einer Fahne hinter dem rechten Bunker; viele Bogey-Spieler legen deshalb vor. Die 13 ist ein Par 4 von 337 Metern (352 und 297) vom erhöhten Abschlag auf eine bebunkerte Landezone. Die eigentliche Schwierigkeit ist der Schlag auf das stärker geneigte Grün, das Wasser verteidigt. Weil es in Clubhausnähe liegt, lässt sich die Runde hier abkürzen oder die Löcher 10 bis 13 als kleine Schleife spielen. Die 14 ist ein Par 3 von 152 Metern von Gelb und Weiß und 133 von Rot, auf der Scorekarte Hcp 18 und damit das leichteste Loch. Rund um das Grün liegen Bunker; leicht ist das Loch laut Club nur, wenn der Abschlag auf dem Grün liegt.
Die 15 ist die längste Bahn, ein Par 5 von 495 Metern (520 und 435), nach der neuen Reihenfolge Hcp 2. Sie wechselt zweimal die Richtung, links begrenzt eine Ausgrenze. Alle drei Bunker der Bahn liegen um das zweistufige Grün. Die 16, ein Par 4 von 367 Metern (385 und 321), knickt nach links. Ein Drive von rund 200 Metern von den Herrenabschlägen, 160 von den Damenabschlägen, erreicht den Knick, danach braucht es einen platzierten zweiten Schlag auf das Grün, das rechts ein Bunker bewacht. Eine Bewertung rät knapp: „Bahn 16 etwas rechts halten“. Die 17 ist ein Par 5 von 456 Metern (473 und 410), für ein Par 5 kurz. Wasser liegt in Drivelänge und ein zweites Mal kurz vor dem Grün. Der Club empfiehlt den Abschlag auf die linke Seite vor den Bunker und einen zweiten Schlag bis etwa 70 Meter vor das Grün.
Die 18 ist ein Par 4 von 341 Metern von Weiß, Gelb und Blau und 303 von Rot. Ihr Grün ist das Markenzeichen des Platzes. Der Club spricht vom Inselgrün, Rhein-Erft Tourismus und Exklusiv Golfen genauer von einem Grün auf einer Halbinsel, das nur über das Wasser angespielt werden kann; das Birdiebook zeigt einen Steg hinüber. Die Sonnenterrasse des Clubhauses blickt auf dieses Grün.
Was das für das eigene Spiel bedeutet
Von Gelb ist die Erftaue ein vollwertiger Par-72-Platz mit über 6.000 Metern, auf dem lange Schläge zählen: Mehrere Bahnen belohnen einen Drive, der ein Hindernis oder einen Knick überwindet, und vier Par 5 zwischen 456 und 495 Metern verlangen Länge. Das Wasser liegt meist seitlich und in der Landezone, besonders auf der 4, 9, 10, 11 und 17; vor dem Abschlag lohnt ein Blick ins Birdiebook. Wer den Ball nicht sicher 190 Meter weit trägt, fährt mit den sicheren Routen besser, die der Club für fast jede Bahn beschreibt. Wichtig ist auch die Wahl des Abschlags: Der Club lädt ausdrücklich dazu ein, weiter vorne abzuschlagen, wenn die Länge fehlt.
Übungsanlage und Clubhaus
Zum Üben gibt es nach Angaben des Clubs eine Driving Range, ein Puttinggrün und Übungsbunker. Die Platz- und Spielordnung nennt außerdem ein Pitchinggrün am ersten Abschlag und ein Chippinggrün an der Golfschule; beide dürfen nur mit eigenen Bällen angespielt werden. Rangebälle gibt es über Token aus dem Sekretariat. Rhein-Erft Tourismus beschreibt die Range mit 25 teils überdachten Abschlagplätzen und einer Flutlichtanlage für die dunkle Jahreszeit; der Eintrag wurde zuletzt 2022 geprüft. Eine Zusammenfassung von Google-Bewertungen bei Wanderlog spricht von einer Range mit bis zu 300 Metern Länge. Neben der Driving Range liegt ein Kleinkinderspielplatz. Die Golfschule des Clubs bietet Schnupper-, Platzreife- und Themenkurse sowie Einzelunterricht an; von Mitte bis Ende Oktober finden laut FAQ des Clubs sonntags Schnupperkurse statt. Die Nachwuchsarbeit des Clubs wurde 2016 vom Deutschen Golf Verband zertifiziert.
Im Clubhaus liegt das Restaurant „Il Sole“, das nach der Platzinfo des Clubs von 10 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet ist. Die Sonnenterrasse blickt auf das Grün der 18. Auf der Anlage gibt es nach Angaben des Clubs eine Ladestation für Elektroautos. E-Carts stehen in begrenzter Zahl zur Verfügung und dürfen erst ab 16 Jahren gefahren werden, Trolleys können gemietet werden.
Was Golferinnen und Golfer sagen
Die Bewertungen sind auf viele Portale verteilt und meist kurz. Golf Post zählt 43 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,7 von 5; die Teilnoten lauten Landschaft 4,3, Platzzustand 4,6, Willkommenskultur 4,5, Preis-Leistung 4,5 und Gastronomie 3,6. Bei Hole19 steht ein Schnitt von 4,6 aus 68 Bewertungen, fast alle ohne Text. Der Albrecht Golf Führer zeigt laut Suchauszug 4,3 von 5 Sternen aus neun Bewertungen, Tripadvisor 4,2 aus sechs. Deutlich verhaltener fällt das Bild beim Golfführer Expertgolf aus: 3,7 aus 16 Bewertungen.
Was gelobt wird
Am häufigsten genannt wird der Pflegezustand. Mehrere Bewertungen beschreiben den Platz als stets gut gepflegt, sportlich herausfordernd, aber fair, mit schnellen, gut rollenden Grüns und breiten Fairways. Die Zusammenfassung der Google-Bewertungen hebt hervor, dass der Platz flach genug ist, um ohne Cart gespielt zu werden. Gelobt werden die Willkommenskultur der Mitglieder und das freundliche Personal, auf Golf Post auch die Landschaft. Die Terrasse taucht in mehreren Bewertungen auf, meist mit dem Sonnenuntergang nach der Runde, einige loben auch die Küche. Dass es keine Startzeiten gibt, sehen manche Gäste als Vorteil.
Was kritisiert wird
Die Gastronomie erhält bei Golf Post die mit Abstand schwächste Teilnote. Eine Bewertung von 2019 fand den Pflegezustand nur durchschnittlich und schlechter als in den Vorjahren; spätere Bewertungen loben ihn wieder. Eine Bewertung nennt das Layout gepflegt, aber wenig spektakulär. Wenn das Rough hoch steht, wird nach einer Bewertung die Ballsuche schwierig. Die Startreihenfolge über die Ballspirale empfinden manche Gäste als kleine Unannehmlichkeit, weil sich die Wartezeit nicht planen lässt; eine Bewertung rät, die frühen Morgenstunden zu nutzen. Eine englischsprachige Bewertung erwähnt den gelegentlich unschönen Blick auf den Rauch der nahen Braunkohlekraftwerke; das Kraftwerk Frimmersdorf ist inzwischen stillgelegt, das Kraftwerk Neurath nicht.
Für wen sich der Platz eignet
Der Club spricht ausdrücklich Golferinnen und Golfer jeder Spielstärke an, und die sieben Abschläge machen das glaubwürdig: Von Weiß und Gelb ist die Erftaue mit Slope-Werten über 130 ein fordernder Platz für gute Spieler, von Orange, Magenta und Grün ein Par 72 von 3.901 bis 4.925 Metern, auf dem auch Einsteiger, Jugendliche und Spieler, die an Länge verloren haben, eine volle Runde mit erreichbaren Grüns spielen. Wer einen ruhigen, flachen Platz sucht, den man gut zu Fuß gehen kann, ist hier richtig. Wer Wasser nicht mag, sollte die Bahnen 4, 9, 10, 11 und 17 vorher studieren.
Für Gäste aus Düsseldorf, Köln oder Mönchengladbach ist die Lage praktisch, das Spiel ohne Startzeiten erlaubt kurzfristige Runden. Am Wochenende ist das allerdings eingeschränkt (siehe unten). Für eine kürzere Runde bietet sich die Schleife über die Löcher 10 bis 13 an, die nahe am Clubhaus endet.
Anfahrt und Zugang
Die Anschrift lautet Zur Mühlenerft 1, 41517 Grevenbroich. Aus Richtung Düsseldorf, Neuss und Krefeld führt die Anfahrt laut Club über die A 46 bis zur Ausfahrt Grevenbroich, dann rund neun Kilometer über die L 116 Richtung Bergheim und Bedburg bis zur Ausfahrt Frimmersdorf-Kraftwerke. Aus Richtung Aachen, Düren, Köln und Mönchengladbach geht es über die A 61 bis zur Ausfahrt Bedburg und weiter über die L 213 und L 116 Richtung Grevenbroich bis zur selben Ausfahrt. Von dort über die Kreuzung, nach etwa 100 Metern links und der Beschilderung folgen. Zu Bus und Bahn macht der Club keine Angaben; die nächsten Bahnhöfe sind Bedburg (Erft) und Grevenbroich.
Startzeiten gibt es nicht. Gäste melden sich im Sekretariat an und werfen nach Angaben des Clubs einen Ball pro Flight in die Ballspirale am ersten Abschlag; abgeschlagen wird in der Reihenfolge der Bälle. Der Club bittet Gäste, sich vorher telefonisch anzumelden (Telefon 02181 280637). Das Sekretariat ist laut Startseite von 9 bis 16 Uhr besetzt; wer außerhalb dieser Zeit kommt, findet nach den FAQ im Vorraum des Clubhauses Umschläge für das Greenfee und Scorekarten. Nach der Platz- und Spielordnung vom Mai 2024 dürfen Gäste spielen, die Mitglied eines anerkannten Golfclubs oder der VcG sind und eine Stammvorgabe von „mindestens 36“ haben; der Vorstand kann im Einzelfall Ausnahmen erlauben. An Wochenenden und Feiertagen erhalten Gäste nur nach Voranmeldung und je nach Andrang eine Spielzusage, und Zweierflights müssen dann Drei- und Viererflights vorlassen. Bei Turnieren ist der Platz ganz oder teilweise gesperrt; ob er frei ist, zeigt die Platzbelegung auf der Startseite des Clubs.
Hunde sind nach der Hundeseite des Clubs an jedem Tag ab 13 Uhr außerhalb des Turnierbetriebs erlaubt, angeleint, ohne Schleppleine und höchstens einer pro Flight. Der Platz ist ganzjährig bespielbar. Am 28. Oktober 2026 meldete der Club: Platz geöffnet, Sommergrüns, Driving Range geöffnet, E-Carts und Trolleys erlaubt.
Greenfee
Tarife regelt der Club. Die Preisliste unterscheidet zwischen 9 und 18 Löchern, zwischen Werktagen und Wochenende oder Feiertag und danach, ob der Ausweis des Heimatclubs die R-Kennzeichnung trägt; VcG-Mitglieder zahlen den Tarif ohne R-Kennzeichnung. Es gibt Ermäßigungen für Jugendliche, Studierende und Gäste im Flight mit Mitgliedern, ein Mehrfachangebot sowie eigene Gebühren für Range, Trolley und Buggy. Mitglieder der Partnerclubs der Kooperation „Premium Golf Niederrhein“ haben eine begrenzte Zahl greenfeefreier Runden. Siehe die Seite des Clubs.
Wie diese Seite entstanden ist
Die Fakten stammen aus öffentlichen Quellen: OpenStreetMap für Lage, Namen und Umriss der Anlage; die Seiten des Clubs für Gründung, Anschrift, Anfahrt, Übungsanlage, Gastronomie, Gästeregeln und aktuelle Platzinfo, darunter die Bahnbeschreibungen, die Scorekarte für Längen, Par und Vorgabenreihenfolge, die Course-Handicap-Tabellen für Course Rating und Slope, die Seite zur Platzvielfalt, die Platz- und Spielordnung und das Birdiebook von 2021; KuLaDig und die Forschungsstelle Rekultivierung für Erft, Mühlenerft und Tagebau; Wikipedia für die Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath; Rhein-Erft Tourismus, Exklusiv Golfen, GolfDates und Golf24 für Fläche, Architekt, Halbinselgrün und Range; Golf Post für Eröffnungsjahr, Wasserbahnen und Bewertungen. Entfernungen haben wir als Luftlinie aus den Koordinaten berechnet.
Einige Quellen weichen voneinander ab. Die Vorgabenreihenfolge hat sich geändert: Die Texte des Clubs nennen die 3 die schwierigste und die 16 die zweitschwierigste Bahn, so wie im Birdiebook von 2021 und bei All Square; auf der aktuellen Scorekarte sind die 4 und die 15 Hcp 1 und 2. Die Beschreibung der 12 als längstes Par 3 stimmt nur noch von Gelb (170 zu 168 Metern); von Weiß und Rot ist inzwischen die 7 länger. Auf der Clubseite steht unter Bahn 18 versehentlich der Text der 16; wir beschreiben die 18 nach Birdiebook und Verzeichnissen. Ältere Wertungen bei All Square (Weiß 72,9 und 131, Gelb 71,6 und 129, Damen Rot 73,5 und 128) folgen nicht mehr den Tabellen des Clubs von 2026, denen wir folgen. Rhein-Erft Tourismus nennt orange Abschläge von 4.145 Metern für Kinder und Jugendliche; die aktuelle Scorekarte führt Orange mit 4.925 Metern. Bei der Fläche nennen die Verzeichnisse 85 oder 90 Hektar. Bei den Gästen nennt GolfDates Handicap 54 mit Clubausweis, die Platz- und Spielordnung eine Stammvorgabe von „mindestens 36“, Golf24 ebenfalls die Zahl 36; wir empfehlen, vor dem Besuch nachzufragen. Für die Gastronomie nennt der Club zwei verschiedene Festnetznummern, die E-Mail-Adresse in OpenStreetMap ist eine andere als die auf der Clubseite.
Den Architekten Karl F. Grohs kennen wir aus GolfDates und aus einem Suchauszug der Clubbroschüre von 2022; die Broschüre selbst war bei Yumpu für uns nicht abrufbar, und die Seiten des Clubs nennen keinen Architekten. Ein genaues Eröffnungsdatum und die Baugeschichte haben wir nicht gefunden. Der Albrecht Golf Führer (1Golf), Tripadvisor und GolfPass waren für uns gesperrt; ihre Angaben kennen wir nur aus Suchauszügen. Die Seiten des Clubs, Scorekarte, Tabellen und Birdiebook, KuLaDig, Wikipedia, Golf Post, Hole19, All Square, Expertgolf, Wanderlog, Rhein-Erft Tourismus, Exklusiv Golfen, GolfDates und Golf24 wurden direkt gelesen. Die Beschreibung der Bahnen beruht auf den Texten und Grafiken des Clubs, nicht auf einer Begehung. Der Meinungsteil fasst öffentliche Bewertungen zusammen, gelesen im Oktober 2026; wir geben wiederkehrende Punkte wieder, nicht einzelne Stimmen, und nennen niemanden namentlich.
Wir haben diesen Platz nicht gespielt, und diese Seite ersetzt das nicht. Der Club hat für diese Seite nicht bezahlt, sie vor der Veröffentlichung nicht gesehen und keinen Einfluss auf ihren Inhalt. Wenn Sie den Platz kennen und hier etwas falsch oder veraltet ist, schreiben Sie uns, wir korrigieren es.
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