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Ausrüstung

Golfnetz-Fehlkauf vermeiden: vier Übungsnetze für Keller, Garage, Mietwohnung und die Ruhezeiten

Die meisten Käufer bereuen beim Übungsnetz nicht das Netz, sondern den Raum, den Rahmen oder die Matte. Diese Seite stellt vier Netze aus dem deutschen Golfhandel vor, nennt Euro-Preise vom Oktober 2026 von 124,95 € bis 479,99 €, sammelt Lob und Kritik aus öffentlichen Bewertungen und zeigt, was Keller, Garage, Mietwohnung und Garten erlauben. Sie ist kein Test.

La rédaction Panxis Golf, Deutschland-Desk (Thomas Berger) · · 15 min
KI-generierte Illustration: Ein Golfer, von hinten gesehen, beendet seinen Schwung auf einer Abschlagmatte in einer Garage, vor einem schwarzen Übungsnetz mit weisser Zielfläche
Illustration générée par intelligence artificielle (OpenAI)

Kurz gefasst

  • Vorgestellt werden Silverline Golf Practice Net (124,95 €), Pure2Improve-Pop-up-Übungsnetz (199,95 €), SimSpace Deluxe Practice Net mit 2,5 m (349,99 €) und die 3 m breite Ausführung Wide (479,99 €), Preise vom Oktober 2026.
  • Die häufigsten Reuepunkte: Rückprall, zu schmale Netze ohne Seitenschutz, zu niedrige Decken für den Driver, gerissene Trefferzonen, Lärm und Billigmatten.
  • In der Einzelgarage reicht die Breite für 2 bis 2,5 m Netz, nicht für 3 m mit Sicherheitsabstand; in der Mietwohnung zählen Nachtruhe ab 22 Uhr und der Nachbar darunter.
  • Gelobt werden die tägliche Viertelstunde am Netz, schwere Stahlrahmen, die ohne Heringe stehen, und Faltnetze, die in wenigen Handgriffen aufgebaut sind.

Ein Übungsnetz wirkt wie der einfachste Kauf im ganzen Golfsport. Ein Gestell, ein Netz, ein paar Heringe, fertig ist die Driving Range hinter dem Haus. Wer sich durch Kundenbewertungen und Golfforen liest, stößt trotzdem immer wieder auf dieselben enttäuschten Sätze: Der Ball kam zurück, das Netz war zu klein, die Kellerdecke zu niedrig, der Nachbar zu nah. Auffällig ist, wie selten das Netz selbst schuld ist. Meistens passt es nicht zum Raum, zum Rahmen, zur Matte oder zu dem, was sein Besitzer eigentlich üben wollte.

Diese Seite stellt vier Übungsnetze vor, die im Oktober 2026 im deutschen Golfhandel zu haben waren, vom Faltnetz für gut 120 € bis zum drei Meter breiten Stahlrahmen für knapp 480 €. Sie nennt die Angaben der Hersteller, die Euro-Preise vom Oktober und fasst zusammen, was Käuferinnen und Käufer öffentlich loben und bereuen. Ein Test ist das nicht: Bei Panxis Golf hat niemand eines dieser Netze aufgebaut oder einen Ball hineingeschlagen.

Warum so viele Netzkäufe enttäuschen

Liest man Erfahrungsberichte quer, ergibt sich ein klares Muster. Die Klagen drehen sich um sieben Punkte, und nur zwei davon betreffen das Netz im engeren Sinn.

  • Der Rückprall. Ein straff gespanntes Netz, eine harte Zielscheibe oder ein zu kurzer Abstand, und der Ball kommt mit Tempo zurück. Das ist der Moment, in dem viele Käufer zum ersten Mal über eine Schutzbrille nachdenken.
  • Die Fläche. Ein Netz von zwei Metern Breite fängt gute Schläge zuverlässig. Den getoppten Ball, den Shank, den Schlag von der Hacke fängt es nicht. Die landen dann in der Garagenwand, der Kellertür oder dem Auto.
  • Die Decke. Mit Wedges klappt es fast überall. Beim Driver schlägt der Schlägerkopf im Durchschwung an Decke, Lampe oder Torantrieb.
  • Der Verschleiß. Die Mitte des Netzes, wo jeder Ball einschlägt, wird dünn und reißt irgendwann. Draußen gelassene Netze leiden unter Sonne und Regen. Und wo das Gestell aus dünnen Stangen besteht, leidet es bei Wind und häufigem Auf- und Abbau.
  • Der Lärm. Der Knall des Treffmoments und das Klatschen ins Netz sind lauter, als man denkt, vor allem in einer hallenden Garage oder zwischen Reihenhäusern.
  • Die Matte. Eine dünne Billigmatte verzeiht Schläge, die auf dem Platz fett geworden wären, und stößt bei jedem Fehler unangenehm in Handgelenk und Ellbogen.
  • Die fehlende Rückmeldung. Ein Netz sagt Ihnen nicht, wohin der Ball geflogen wäre. Wer nur schlägt, ohne zu wissen, was passiert, schleift womöglich einen Fehler ein.

Wer diese Liste vor dem Kauf durchgeht, spart sich die meisten Enttäuschungen. Dazu gleich mehr. Zuerst die vier Netze.

Silverline Golf Practice Net: das günstige Faltnetz

Das Silverline-Netz ist das einfachste Modell dieser Auswahl und das günstigste aus dem Golfhandel. Es ist als Netz für den eigenen Garten beschrieben und spannt sich über biegsame Stangen auf, ähnlich wie ein Zelt.

  • Maße laut Produktbeschreibung: rund 310 x 210 x 150 cm. In einer älteren Antwort auf eine Kundenfrage ist für das aufgebaute Netz von etwa 3,55 Meter Breite, 2 Meter Höhe und 1,45 Meter Tiefe die Rede. Rechnen Sie also mit etwa drei Metern Breite und zwei Metern Höhe.
  • Gestell: Expanderstangen, die sich ohne Werkzeug zusammenstecken lassen.
  • Bälle: laut Beschreibung mit normalen Golfbällen nutzbar.
  • Nicht angegeben: Netzmaterial, Gewicht, Garantie und Ballgeschwindigkeit. Eine Abschlagmatte gehört nicht zum Lieferumfang.

Preis: abgelesen im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler: 124,95 €.

Für dieses Geld bekommen Sie eine breite Fangfläche, aber keine Seitennetze und keinen Rahmen, der viel Gewicht hätte. Draußen hängt die Stabilität stark davon ab, wie fest die Heringe sitzen.

Pure2Improve Pop-up-Übungsnetz: in Sekunden stehend, mit Zielscheibe

Pure2Improve ist eine niederländische Marke für Trainingshilfen, die im deutschen Handel breit vertreten ist. Das hier vorgestellte Netz läuft beim Händler als Pop-up-Abschlagnetz unter der Herstellernummer P2I150180. Es springt aus der Tasche auf und muss nur noch an wenigen Stellen verbunden werden.

  • Maße laut Händlerseite: 213 x 121 x 121 cm. Andere europäische Händler beschreiben dasselbe Modell als quadratisches Netz von rund 2,13 x 2,13 Meter Frontfläche bei gut 1,2 Meter Tiefe. Lassen Sie sich die Frontmaße vor dem Kauf bestätigen.
  • Zielscheibe: 60 cm Durchmesser in der Mitte des Netzes.
  • Lieferumfang: Netz, vier Halterungen zur Befestigung und eine Tragetasche.
  • Einsatz: drinnen und draußen, mit normalen Golfbällen.
  • Nicht angegeben: Netzmaterial, Rahmenmaterial, Gewicht und Garantie.

Preis: abgelesen im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler: 199,95 €.

Pop-up-Netze sind für Menschen gedacht, die ihr Netz nicht dauerhaft stehen lassen können: Garage morgens frei fürs Auto, Garten am Wochenende frei für den Grill. Der Preis dafür ist eine kleinere Fläche als beim Silverline-Netz und ein leichtes Gestell, das bei Wind draußen gut verankert sein will.

SimSpace Deluxe Practice Net: Stahlrahmen mit Seitennetzen

SimSpace kommt aus Blackpool in England und baut Netze und Gehäuse für Heimsimulatoren. Das Deluxe Practice Net ist ein kastenförmiger Rahmen aus Stahlrohr mit schräg abfallendem Dach und seitlichen Netzen, also schon deutlich mehr Gerüst als ein Faltnetz.

  • Maße laut Hersteller: 2,5 Meter breit, 2,5 Meter hoch, 0,94 Meter tief.
  • Material: hochfestes Nylongewebe auf verstärktem Stahlrohr.
  • Gewicht: 16,7 kg laut Herstellerangabe.
  • Seitennetze: vorhanden, mit Säcken, die das Netz spannen und am Boden halten. Die Füllung, also Sand oder Kies, ist nicht enthalten.
  • Aufbau: laut Hersteller 10 bis 20 Minuten zu zweit.
  • Abstand: Der Hersteller empfiehlt mindestens 50 cm frei hinter dem Netz und 20 cm auf jeder Seite, weil das Netz beim Aufprall nachgibt.
  • Lagerung: trocken und warm, wenn es nicht genutzt wird. Längeres Stehen im Freien schadet dem Netz laut Hersteller.

Preis: abgelesen im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler: 349,99 €; bei einem zweiten deutschen Händler stand dasselbe Netz mit 349,00 €. Eine Abschlagmatte gehört nicht dazu.

Wer später einen Launch-Monitor und einen Beamer ergänzen will, kann vor das Netz eine passende Projektionsleinwand von 2,4 x 2,5 Metern hängen; sie kostete im Oktober 2026 bei einem deutschen Händler 119,95 €. Wie sich ein solcher Heimsimulator unter 1.000 € zusammensetzen lässt, steht in unserem Beitrag Golfsimulator unter 1.000 €.

SimSpace Deluxe Practice Net Wide: drei Meter für Fehlschläge

Die breite Ausführung ist dasselbe Prinzip mit einem halben Meter mehr Breite. Gerade dieser halbe Meter ist der Punkt, an dem viele Käufer der schmalen Netze später sagen, sie hätten gleich größer kaufen sollen.

  • Maße laut Hersteller: Rahmen 3 Meter breit, 2,5 Meter hoch und etwa 0,9 Meter tief; die Händlerseite nennt 3 x 2,5 x 0,94 Meter.
  • Seitennetze: laut Hersteller 3 Meter lang, mit Säcken zum Befüllen.
  • Aufbau: werkzeuglos, laut Hersteller in 10 bis 20 Minuten zu zweit.
  • Einsatz: drinnen und draußen; auch hier rät der Hersteller, das Netz nicht dauerhaft im Freien zu lassen.
  • Nicht angegeben: das Gewicht der breiten Version und eine Garantiedauer auf den Händlerseiten.

Preis: abgelesen im Oktober 2026 bei einem deutschen Golfhändler: 479,99 €; bei einem zweiten deutschen Händler stand es mit 479,00 €.

Drei Meter Breite verlangen einen Raum von mindestens 3,40 Metern, wenn Sie die vom Hersteller empfohlenen 20 cm Luft je Seite einhalten. Eine übliche Einzelgarage ist innen schmaler. Dazu unten mehr.

Die vier Netze im Überblick

Netz Bauart Fläche (B x H) laut Angaben Seitenschutz Preis Deutschland, Oktober 2026
Silverline Golf Practice Net Faltnetz mit Expanderstangen ca. 3,1 x 2,1 m nein 124,95 €
Pure2Improve Pop-up-Übungsnetz (P2I150180) Pop-up mit Zielscheibe 60 cm ca. 2,1 m breit, Höhe je nach Quelle nein 199,95 €
SimSpace Deluxe Practice Net Stahlrohrrahmen, 16,7 kg 2,5 x 2,5 m ja, mit Sandsäcken 349,99 €
SimSpace Deluxe Practice Net Wide Stahlrohrrahmen 3 x 2,5 m ja, 3 m 479,99 €

Die Preise sind Ladenpreise einschließlich Mehrwertsteuer, ohne Versand und ohne Matte. Rechnen Sie für eine brauchbare Abschlagmatte einen eigenen Posten ein; um die Matte geht es auf dieser Seite nur am Rand.

Was Golferinnen und Golfer sagen: Lob und Kritik

Deutschsprachige Erfahrungsberichte zu Übungsnetzen finden sich vor allem in Kundenbewertungen und Fragen auf Händlerseiten, seltener in Foren. Ausführlichere Berichte stammen meist aus englischsprachigen Golfforen und Besprechungen. Zusammengefasst ergibt sich ein recht einheitliches Bild.

Was gelobt wird:

  • Die Viertelstunde am Abend. Am häufigsten loben Besitzer nicht ein bestimmtes Netz, sondern was es möglich macht: täglich ein paar Minuten Bälle schlagen, ohne zur Range zu fahren, auch im Winter. Manche berichten, dass sie im Frühjahr sauberer treffen als in den Jahren ohne Netz.
  • Stabile Rahmen, die liegen bleiben. Beim SimSpace Deluxe heben Besprechungen das Gewicht des Stahlrahmens hervor. Die Besprechung bei Plugged In Golf beschreibt, dass das Netz ohne Heringe und Zusatzgewichte stehen blieb und das schräge Dach die Bälle nach dem Aufprall nach unten fallen lässt, statt sie zurückzuwerfen. Golf Monthly zählt es zu den robustesten Netzen für zu Hause.
  • Schnell aufgebaut, schnell verstaut. Bei den Faltnetzen loben Käufer, dass sie in wenigen Handgriffen stehen und drinnen auch ohne Bodenbefestigung halten.

Was kritisiert wird:

  • Die Mitte reißt zuerst. Netze verschleißen dort, wo jeder Ball einschlägt. In englischsprachigen Foren berichten Besitzer von Löchern im Trefferbereich im zweiten Jahr; manche nähen eine zweite Lage Gewebe auf. Bei einem günstigen Faltnetz klagt ein Käufer, dass die Zielfolie nach einem Jahr gerissen war und sich einzeln nicht nachkaufen ließ. Lassen Sie ein Netz draußen stehen, kommen Sonne und Regen dazu; der Hersteller der SimSpace-Netze rät selbst davon ab.
  • Fehlschläge außerhalb des Netzes. Die teuerste Klage überhaupt. In Forenfäden berichten Besitzer von zerbrochenen Fensterscheiben nach einem Hook oder Shank, obwohl ein Netz stand. Seitennetze sind genau deshalb der meistgenannte Grund, warum Käufer zum größeren Modell raten.
  • Aufbau und Abbau dauern beim Rahmen. Beim Stahlrahmen beschreiben Besprechungen das Einfädeln der Netzhülsen über die Rohre als mühsamsten Schritt und den ersten Aufbau als deutlich länger als die Herstellerangabe. Der Abbau ist so aufwendig, dass solche Netze eher in Keller oder Garage stehen bleiben sollten. Bei Plugged In Golf wird außerdem erwähnt, dass der Rahmen wegen lockerer Steckverbindungen leicht zur Seite kippen kann.
  • Kein Ballflug, keine Antwort. Wer ins Netz schlägt, sieht nicht, ob der Ball nach rechts gedreht oder zu hoch gestartet wäre. Besitzer empfehlen deshalb eine Zielscheibe, Ausrichtstäbe auf der Matte oder einen kleinen Launch-Monitor, wenn das Netz mehr sein soll als Bewegungstherapie.
  • Kälte und Lärm. Im Winter berichten Golfer von Bällen, die in der kalten Garage reißen, und in Simulatorforen von Nachbarn, die sich über das Klatschen am Abend beschweren.

Niemand wird hier namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und keiner dieser Eindrücke ist eine Messung. Wiedergegeben ist, was in Kundenbewertungen, Forenfäden und Besprechungen am häufigsten wiederkehrt.

Wo in Deutschland das Netz stehen kann: Keller, Garage, Mietwohnung, Garten und die Ruhezeiten

Welches Netz passt, entscheidet in Deutschland zuerst die Wohnform. Wer zur Miete im Mehrfamilienhaus wohnt, hat andere Möglichkeiten als jemand mit Einfamilienhaus, Keller, Garage und Garten. Jeder dieser Orte hat seine eigenen Fallen.

Der Keller. Im Einfamilienhaus ist er der naheliegende Platz: trocken, frostfrei, außer Hörweite der Nachbarn. Das Problem ist die Höhe. Für einen vollen Driverschwung nennen Aufbauratgeber 2,70 bis 3 Meter, und Kellerräume in älteren Häusern liegen oft deutlich darunter, mit Heizungsrohren, Lampen und Unterzügen als zusätzlichen Hindernissen. Machen Sie vor dem Kauf die Probe: Driver nehmen, langsam ausholen, langsam durchschwingen. Reicht es nur für Eisen, ist ein kleineres Netz in der Regel die bessere Wahl als ein großes, das bis an die Decke reicht. Lassen Sie außerdem Feuchtigkeit nicht im Netz stehen. Ein Netz, das in einem klammen Kellerraum dauerhaft gespannt ist, riecht im Frühjahr und altert schneller.

Die Garage. Eine übliche Einzelgarage ist von außen rund 6 Meter lang und 3 Meter breit, innen entsprechend schmaler. Die Länge reicht für Netz, Matte und Abstand. Die Breite reicht für ein Netz von 2 bis 2,5 Metern, aber nicht für die breite SimSpace-Version mit ihrem Sicherheitsabstand, und schon gar nicht, solange das Auto daneben steht. Der Shank geht in diesem Fall nicht in die Wand, sondern in die Fahrertür. Messen Sie die Höhe unter dem Torantrieb, nicht in der Mitte des Raums. In einer Doppelgarage ist die Lage entspannter, sofern das zweite Auto für die Dauer der Übung draußen parkt. Im Januar ist eine unbeheizte Garage kalt: Bälle springen dann schlechter ab und können reißen. Holen Sie die Bälle zwischen den Einheiten ins Haus.

Die Tiefgarage und der Stellplatz. In Mehrfamilienhäusern scheitert das Netz am Stellplatz meist schon an den Regeln. Tiefgaragen sind in der Regel zum Abstellen von Fahrzeugen da, und die Hausordnung oder die Gemeinschaftsordnung der Eigentümer regelt, was dort sonst stehen darf. Fragen Sie die Hausverwaltung, bevor Sie dort aufbauen. Ein Ball, der durch die Tiefgarage springt, trifft im Zweifel das Auto eines Nachbarn.

Die Mietwohnung. Hier entscheiden Deckenhöhe und Nachbarn. In vielen Altbauwohnungen ist die Decke hoch genug, in vielen neueren Wohnungen reicht die Raumhöhe für den Driver nicht. Wichtiger ist der Lärm. Der Treffmoment auf der Matte überträgt sich als dumpfer Schlag in den Boden, und unter Ihnen wohnt jemand. Die meisten Hausordnungen kennen eine Nachtruhe ab 22 Uhr, manche zusätzlich eine Mittagsruhe, und an Sonn- und Feiertagen gilt in Deutschland ohnehin besondere Rücksicht. Wer in der Wohnung schlägt, legt die Matte auf eine dämpfende Unterlage, übt am frühen Abend und spricht vorher mit den Nachbarn darunter. Frei stehende Netze haben einen Vorteil: Sie brauchen keine Bohrlöcher in Wand und Decke, über die Sie sonst mit dem Vermieter reden sollten.

Der Garten. Draußen ist Platz für die breiten Netze und den vollen Schwung. Dafür kommen Wind, Sonne und Regen dazu, und der Abstand zum Nachbargrundstück wird zum Thema. Stellen Sie das Netz so, dass hinter ihm nichts Zerbrechliches steht: kein Wintergarten, keine Terrassentür, kein Gewächshaus, kein Auto. In Reihenhaussiedlungen mit schmalen Gärten ist die Fläche schnell zu klein, um einen schlechten Schlag sicher zu fangen; ein Netz mit Seitenschutz ist hier keine Komfortfrage. Bauen Sie leichte Netze bei Sturmwarnung ab und lagern Sie alle Netze über den Winter trocken, wenn Sie sie nicht nutzen.

Wenn doch etwas passiert. Eine zerbrochene Scheibe beim Nachbarn ist ein Schaden an fremdem Eigentum. Prüfen Sie in den Bedingungen Ihrer privaten Haftpflichtversicherung, ob und wie Schäden beim Golftraining auf dem eigenen Grundstück abgedeckt sind, und fragen Sie im Zweifel nach. Schäden am eigenen Haus und Auto zahlt diese Versicherung ohnehin nicht.

Was ein Netz nicht ersetzt. Ein Netz ist ein Trainingsgerät für Bewegung und Treffmoment, kein Ersatz für die Driving Range oder den Platz. Viele deutsche Clubs haben im Winter überdachte, teils beheizte Abschlagplätze, und wer gerade an der DGV-Platzreife arbeitet, lernt das Spiel mit Ballflug, kurzem Spiel und Putten weiterhin auf der Anlage. Zu Hause festigen Sie, was der Pro Ihnen dort gezeigt hat.

Wo kaufen. Golffachgeschäfte mit Filialen führen große Netze teils nur im Onlineshop, beraten im Laden aber zu Maßen und Zubehör. Bei Online-Händlern zählen im Herbst die Lieferzeiten: Stahlrahmen kommen als lange, schwere Pakete. Beim Kauf im Internet haben Sie in Deutschland ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, manche Händler gewähren freiwillig längere Rückgabefristen. Gegenüber dem Händler gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Fragen Sie vor dem Kauf, ob Ersatznetze, Zielscheiben und Seitennetze einzeln nachgekauft werden können, denn genau diese Teile verschleißen zuerst.

So wählen Sie das passende Netz

  1. Messen Sie zuerst den Raum. Breite, Höhe, Tiefe, dazu die Höhe am niedrigsten Punkt über Ihrem Schwung. Ziehen Sie den Sicherheitsabstand ab, den der Hersteller verlangt.
  2. Kaufen Sie lieber breiter als höher. Die meisten Schäden entstehen durch seitlich verzogene Bälle, nicht durch zu hohe. Seitennetze sind in Innenräumen Pflicht, nicht Zubehör.
  3. Halten Sie Abstand. Stellen Sie sich etwa 2,5 bis 3 Meter vor das Netz, nicht näher. Je kürzer der Abstand, desto steiler kommt ein Rückpraller zurück und desto weniger Zeit bleibt Ihnen.
  4. Prüfen Sie, was hinter dem Netz liegt. Netze geben beim Aufprall nach. Fenster, Regale und Autos gehören nicht direkt dahinter.
  5. Entscheiden Sie: stehen lassen oder wegräumen. Ein Stahlrahmen lohnt sich, wenn er dauerhaft aufgebaut bleibt. Wer jeden Abend abbaut, ist mit einem Pop-up besser bedient.
  6. Planen Sie Matte und Rückmeldung mit ein. Eine gute Matte schont die Gelenke, eine Zielscheibe oder ein Launch-Monitor sagt Ihnen, was der Ball getan hätte. Beides verändert den Nutzen eines Netzes stärker als ein halber Meter mehr Fläche.
  7. Fragen Sie nach Ersatzteilen. Ein Netz, dessen Zielfläche sich nicht ersetzen lässt, ist nach dem ersten Loch ein Fall für den Sperrmüll.

Am Ende ist das beste Übungsnetz das, das in Ihren Raum passt und dort jeden Abend stehen kann. Dann wird aus einem Kauf eine Gewohnheit, und das ist der Teil, den kaum ein Käufer bereut.

Wie diese Seite entstanden ist

Diese Seite stellt Produkte vor und fasst öffentlich zugängliche Meinungen zusammen. Sie ist kein Test: Niemand bei Panxis Golf hat diese Netze aufgebaut, benutzt oder vermessen, und kein Ball wurde von uns hineingeschlagen. Die technischen Angaben stammen von den Herstellern, wie sie auf deren Seiten stehen oder von Händlern wiedergegeben werden: SimSpace Golf für das Deluxe Practice Net und die breite Ausführung (Maße, Material, Gewicht, Aufbauzeit, Sicherheitsabstände und Lagerhinweise, laut den Produktseiten von simspacegolf.com), Pure2Improve und Silverline nach den Produktbeschreibungen beim Händler, da sich für diese beiden Netze keine ausführlichere Herstellerseite fand. Material, Gewicht und Garantie der Netze von Silverline und Pure2Improve sind dort nicht angegeben, daher nennen wir sie nicht. Garagenmaße stammen aus Bauratgebern, Raumhöhen für den Driver aus Aufbauratgebern für Heimsimulatoren; beide schwanken je nach Quelle.

Die Preise wurden am 29. Oktober 2026 in Euro abgelesen: für das SimSpace Deluxe Practice Net (349,99 €) und die Ausführung Wide (479,99 €) bei All4Golf (all4golf.de), für das Silverline Golf Practice Net (124,95 €), das Pure2Improve-Pop-up-Übungsnetz (199,95 €), die SimSpace-Projektionsleinwand (119,95 €) und die Vergleichspreise der beiden SimSpace-Netze (349,00 € und 479,00 €) bei Golf House (golfhouse.de). Preise ändern sich häufig, besonders vor Weihnachten.

Die Meinungen stammen aus Kundenbewertungen und Kundenfragen auf den Produktseiten deutscher Händler, aus Besprechungen von Plugged In Golf und Golf Monthly, aus Forenfäden bei The Sand Trap und im Golf Simulator Forum sowie aus Herstellerangaben, die als solche gekennzeichnet sind. Einige Quellen konnten nur über Suchauszüge gelesen werden. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, keine Einschätzung wird als Statistik ausgegeben. Diese Seite enthält keine kommerziellen Links, und Panxis Golf erhält keine Provision. Sollte ein Inhalt dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er oben auf der Seite, vor der ersten Zeile, einen Werbehinweis.

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