Golfnetz zu Hause: was Käufer bereuen, vom Gartensitzplatz bis zur Nachtruhe im Bastelraum
Die meisten Enttäuschungen mit einem Übungsnetz haben mit dem Netz selbst wenig zu tun: Sie liegen am Raum, an der Wand dahinter, am Boden darunter und an den Nachbarn darüber. Was fünf Netze im Schweizer Handel kosten, was Käuferinnen und Käufer öffentlich bereuen und wo ein Netz in einer Schweizer Wohnsituation hingehört.
Kurz gefasst
- Im Oktober 2026 kosteten in der Schweiz das Leadbetter Driving Net CHF 119.90 (regulär CHF 159.90), das Longridge Deluxe Practice Net CHF 175.00, das Longridge Pop Up Return Net CHF 265.00, das Second Chance Driving Net CHF 499.00 und der Longridge Master Cage CHF 599.00.
- Für Netze von The Net Return, Spornia, IZZO oder Rukket fand sich kein Frankenpreis; von The Net Return gab es nur Seitenteile für CHF 450.00.
- Rund 2,5 bis 3 Meter vor dem Netz stehen, drinnen nie ohne Seitenschutz schlagen, die Höhe mit dem Driver prüfen und die Nachtruhe der Hausordnung einhalten.
- Gelobt werden die kurzen Übungseinheiten, die Rückgabe locker hängender Netze und der schnelle Aufbau; kritisiert werden Rückpraller, zu kleine Fangflächen, die Haltbarkeit draussen und fehlende Rückmeldung zum Ballflug.
Ein Übungsnetz gehört zu den Golfartikeln, die am schnellsten gekauft und am schnellsten bereut werden. Es sieht einfach aus: ein Rahmen, ein Netz, eine Tasche. Wer aber liest, was Käuferinnen und Käufer nach ein paar Wochen schreiben, stösst immer wieder auf dieselben Enttäuschungen. Und kaum eine davon hat mit dem Netz selbst zu tun. Sie haben mit dem Raum zu tun, in dem es steht, mit dem Boden darunter, mit der Wand dahinter, mit den Nachbarn darüber und mit der Frage, was man eigentlich üben wollte.
Diese Seite stellt fünf Netze vor, die im Oktober 2026 im Schweizer Handel angeboten wurden, vom Faltnetz für gut CHF 100 bis zum Stahlkäfig für knapp CHF 600. Sie fasst zusammen, was Golferinnen und Golfer öffentlich über solche Netze berichten, und sie fragt, wo ein Netz in einer Schweizer Wohnsituation überhaupt hingehört. Ein Test ist das nicht. Niemand von Panxis Golf hat eines dieser Netze aufgebaut oder einen Ball hineingeschlagen.
Warum Netze selten am Netz scheitern
Die Klagen über Übungsnetze lassen sich grob in drei Gruppen teilen. Die erste betrifft die Sicherheit: Bälle, die zurückkommen, und Bälle, die gar nicht erst im Netz landen. Die zweite betrifft die Haltbarkeit: Löcher im Zielbereich, Stangen, die brechen, ein Netz, das nach einem Sommer im Garten brüchig wird. Die dritte betrifft den Nutzen: Man schlägt Ball um Ball und weiss danach nicht, ob man besser geworden ist.
Bei allen drei Gruppen liegt die Ursache meist ausserhalb des Produkts. Ein Netz, das zu straff gespannt in einem engen Keller steht, schickt den Ball zurück, egal wie gut es verarbeitet ist. Ein Netz ohne Seitenschutz vor dem Garagentor ist bei einem Shank keine Sicherheit, sondern ein Wegweiser. Und ein Netz, das den Ball nach einem Meter auffängt, sagt nichts über Richtung und Kurve. Wer das vor dem Kauf weiss, wählt anders, und oft günstiger.
Leadbetter Driving Net: das leichte Faltnetz
Das günstigste Netz in dieser Auswahl ist zugleich das breiteste. Es ist ein klassisches Faltnetz, das man im Garten oder in der Garage aufstellt und nach der Übung wieder in die Tasche packt.
- Masse laut Produktbeschreibung: 3,5 Meter breit, 2,2 Meter hoch, 1,45 Meter tief.
- Einsatz: für drinnen und draussen beschrieben, für Drives, Pitches und Eisenschläge, mit Übungs- und normalen Golfbällen.
- Lieferumfang: Tragetasche für Transport und Lagerung.
- Nicht angegeben: Seitennetze, Ballrückgabe, Zielscheibe und Garantiedauer werden in der Beschreibung nicht erwähnt.
Preis in Franken. Abgelesen im Oktober 2026 bei einem Schweizer Händler: CHF 119.90 in einer Aktion, regulär CHF 159.90.
Die Breite von 3,5 Metern ist das eigentliche Argument. Ein breites Netz fängt mehr verzogene Bälle auf als ein schmales, und genau daran scheitern viele günstige Netze. Wer es in einer Einzelgarage aufstellen will, misst zuerst: In vielen Garagen bleibt neben 3,5 Metern Netz kaum Platz für den Schwung.
Longridge Deluxe Practice Net: der Klassiker mit Zielblatt
Longridge ist eine britische Marke, die in Schweizer Golfgeschäften seit Jahren mit Trainingszubehör vertreten ist. Das Deluxe Practice Net ist ihr Standardnetz für den Garten.
- Masse laut Hersteller: 305 Zentimeter breit, 213 Zentimeter hoch, 151 Zentimeter tief.
- Zielblatt: abnehmbares Ziel mit 18 nummerierten Löchern, zufällig verteilt, damit man eine Art Runde von Loch 1 bis 18 spielen kann.
- Boden: eingebaute Bodenplane.
- Lieferumfang: Tragetasche. Eine Übungsmatte ist separat erhältlich.
- Einsatz: laut Hersteller für Chips, Abschläge und Eisen.
Preis in Franken. Abgelesen im Oktober 2026 bei einem Schweizer Händler: CHF 175.00.
Das Zielblatt ist mehr als eine Spielerei. Es löst, wenn auch grob, eines der Probleme, über die Netzbesitzer am häufigsten klagen: dass man nicht weiss, wohin der Ball gegangen wäre. Ob man das Loch 7 trifft oder knapp daneben, ist zumindest eine Rückmeldung zur Startrichtung. Über die Kurve sagt es nichts.
Longridge Pop Up Return Net: in Sekunden auf, mit Rückgabe
Ein Pop-up-Netz steht auf einem Rahmen aus Federstahl, der sich beim Auspacken von selbst aufspannt. Das Modell von Longridge hat zusätzlich ein geformtes Innennetz, das den Ball auffängt und zurückrollen lässt.
- Masse laut Hersteller: ausgezogen 2,7 auf 1,8 Meter, zusammengefaltet 79 auf 79 auf 8 Zentimeter.
- Gewicht: 7 Kilo.
- Material: Polyesternetz, Rahmen aus Federstahl, vom Hersteller als unzerbrechlich beschrieben.
- Ballrückgabe: das Innennetz rollt den Ball zum Spieler zurück.
- Zubehör: Heringe und Spannschnüre für windige Tage, Aufbauanleitung in die Tasche eingenäht. Laut Hersteller auch für Fussball, Baseball und Cricket nutzbar.
Preis in Franken. Abgelesen im Oktober 2026 bei einem Schweizer Händler: CHF 265.00.
Mit 79 Zentimetern im Quadrat und acht Zentimetern Dicke passt das gefaltete Netz hinter einen Kasten oder in ein Kellerabteil. Das ist in einer Mietwohnung viel wert. Der Preis dafür ist die Fläche: 2,7 auf 1,8 Meter ist die kleinste Fangfläche dieser Auswahl, und das Netz ist niedriger als die anderen.
Second Chance Driving Net: Stahlrahmen und Seitennetze
Dieses Netz wird im Schweizer Handel unter der Marke Second Chance angeboten, in der Beschreibung heisst es On Par Deluxe Home Golf Driving Net. Es ist das einzige Netz dieser Auswahl, bei dem Seitennetze zum Lieferumfang gehören.
- Masse laut Produktbeschreibung: 2,5 auf 2,5 Meter, 0,94 Meter tief.
- Gewicht: 16,7 Kilo.
- Rahmen und Netz: verstärktes Stahlrohr, pulverbeschichtet in schwarzem Satin, Netz aus hochfestem Nylongewebe.
- Seitenschutz: zwei seitliche Netze gegen Shanks und Hooks.
- Montage: Druckknopfsystem für Auf- und Abbau.
- Weiteres: Ballrückgabe, für innen und aussen beschrieben.
Preis in Franken. Abgelesen im Oktober 2026 bei einem Schweizer Händler: CHF 499.00.
Die Tiefe von 94 Zentimetern ist ein Vorteil für Räume, die nicht lang sind: Das Netz selbst frisst weniger vom Abstand, den man zwischen Ball und Netz braucht. Mit 16,7 Kilo ist es aber kein Netz, das man nach jeder Sitzung wegräumt. Es steht, und das muss der Raum erlauben.
Longridge Master Cage Practice Net: der Käfig
Das grösste und teuerste Netz ist kein Netz mehr, sondern ein Käfig: drei Seiten und ein Dach, unter dem man steht.
- Masse laut Hersteller: 3 auf 3 auf 3 Meter.
- Rahmen: Stahlrahmen, vom Hersteller als stark und hart beschrieben.
- Material: wasserbeständig, für das Training im Freien gedacht.
- Ziel: austauschbare Zielscheiben.
- Gewicht: 36,9 Kilo als Verpackungseinheit.
- Einsatz: laut Hersteller auch für andere Sportarten.
Preis in Franken. Abgelesen im Oktober 2026 bei einem Schweizer Händler: CHF 599.00. Das Netz war nicht an Lager und wurde auf Bestellung angeboten.
Drei Meter Höhe sind mehr, als die meisten Keller und viele Garagen haben. Der Käfig ist darum vor allem ein Gartennetz, für Einfamilienhäuser mit genügend Rasen. Dort bietet er, was keines der kleineren Netze kann: Ein getoppter oder gesockelter Ball bleibt drinnen.
Und die Netze aus den amerikanischen Vergleichen?
In amerikanischen Ratgebern dominieren Marken wie The Net Return, Spornia, IZZO oder Rukket. Im Schweizer Golfhandel war davon im Oktober 2026 wenig zu finden. Von The Net Return lagen bei einem Schweizer Händler die Seitenteile für das Pro Series V2 Mini vor, ohne Netz, für CHF 450.00. Ein Frankenpreis für das Netz selbst liess sich nicht finden. Wer eines dieser Netze im Ausland bestellt, rechnet mit Zoll, Mehrwertsteuer, Versand eines sperrigen Pakets und einer Garantie, die im Schadenfall eine Rücksendung über die Grenze bedeutet.
Die fünf Netze im Überblick
| Netz | Fangfläche (B x H) | Tiefe | Rahmen | Seitenschutz | Ballrückgabe | Preis Schweiz, Oktober 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leadbetter Driving Net | 3,5 x 2,2 m | 1,45 m | Faltrahmen | nicht angegeben | nicht angegeben | CHF 119.90 (regulär CHF 159.90) |
| Longridge Deluxe Practice Net | 3,05 x 2,13 m | 1,51 m | Faltrahmen | nein | nein | CHF 175.00 |
| Longridge Pop Up Return Net | 2,7 x 1,8 m | nicht angegeben | Federstahl, Pop-up | nein | ja | CHF 265.00 |
| Second Chance Driving Net | 2,5 x 2,5 m | 0,94 m | Stahlrohr | zwei Seitennetze | ja | CHF 499.00 |
| Longridge Master Cage | 3 x 3 m, mit Dach | 3 m | Stahl | Käfig | nein | CHF 599.00 |
Was Golferinnen und Golfer sagen
Deutschsprachige Erfahrungsberichte zu einzelnen Netzmodellen sind selten. Die folgenden Punkte stammen aus Diskussionen in englischsprachigen Golfforen, aus Kundenbewertungen bei Händlern und aus Ratgebern, und sie betreffen meist Netze allgemein, nicht ein bestimmtes Modell dieser Seite. Es sind wiederkehrende Eindrücke, keine Zählungen, und niemand wird namentlich zitiert.
Gelobt wird:
- Die Viertelstunde am Abend. Der grösste Vorteil eines Netzes, sagen Besitzer, ist nicht der einzelne Schlag, sondern die Häufigkeit. Statt einmal pro Woche auf die Range zu fahren, schlägt man an vier Abenden je eine Viertelstunde, mit einem einzigen Gedanken im Kopf. Für Spielerinnen und Spieler, die an einer Bewegung arbeiten, zählt das mehr als jeder Kübel Bälle.
- Die Rückgabe bei locker hängenden Netzen. Netze, deren Fangnetz nicht straff gespannt ist, sondern wie ein Sack hängt und den Ball nach unten zur Rampe führt, werden für ihre Rückgabe gelobt. Man bleibt in der Ansprechposition, legt den nächsten Ball hin und verliert den Rhythmus nicht.
- Der schnelle Aufbau guter Faltnetze. Bei Pop-up-Netzen und Netzen mit Federstahl oder Steckrahmen wird oft hervorgehoben, dass sie in wenigen Minuten stehen. Wer das Netz jedes Mal aufstellen muss, weil der Raum geteilt ist, übt eher, wenn der Aufbau nicht selbst zur Übung wird.
Kritisiert wird:
- Der Ball kommt zurück. Das ist die Klage, die am meisten Sorgen macht. Ein zu straff gespanntes Netz, eine harte Zielscheibe vor einem dünnen Netz oder ein Netz, das zu nahe steht, schicken den Ball in Richtung Spieler zurück. Besitzer raten, das Netz locker hängen zu lassen und Abstand zu halten, und sie berichten, dass Rahmenstangen, die getroffen werden, Bälle in alle Richtungen ablenken.
- Das Netz ist zu klein für die Fehler. Ein Netz von zwei Metern Breite fängt die guten Schläge. Die schlechten, der Shank, der getoppte Ball, der Ball von der Ferse, gehen daneben. Viele Klagen enden mit einer Delle in der Garagentür, einem Riss in einer Scheibe oder einer Schramme am Auto. Wer drinnen übt, kauft Seitennetze oder hängt alte Teppiche und Decken auf.
- Die Haltbarkeit draussen. Netze, die den Sommer über im Garten stehen, werden von Sonne und Regen mürbe. Im Zielbereich, wo jeder Ball an derselben Stelle einschlägt, entstehen Löcher, und Fiberglasstangen günstiger Netze brechen. Bei Pop-up-Netzen kommt eine eigene Klage dazu: Aufspringen geht in Sekunden, wieder zusammenfalten braucht Übung, und manche schaffen es nie ohne Anleitungsvideo.
- Man übt ohne Rückmeldung. Ein Ball, der nach zwei Metern im Netz landet, verrät die Startrichtung, aber nicht die Kurve und nicht die Länge. Wer nur Bälle ins Netz schlägt, schleift im schlechtesten Fall einen Fehler ein. Besitzer ergänzen das Netz darum mit einem Zielblatt, einer Ausrichtungsstange am Boden, einem Natel, das den Schwung filmt, oder einem kleinen Messgerät.
Zwei weitere Punkte tauchen regelmässig auf, auch wenn sie nicht das Netz betreffen. Der erste ist die Matte: Eine dünne, harte Abschlagmatte verzeiht einen fetten Schlag, den der Rasen bestraft hätte, und sie schont das Handgelenk nicht. Um Matten geht es in einem eigenen Beitrag. Der zweite ist die Rückgabe auf schiefem Boden: Netze mit Ballrückgabe rollen den Ball auf einem unebenen Gartensitzplatz oder einem Garagenboden mit Gefälle zum Abfluss nicht dorthin, wo man ihn erwartet.
Ein unabhängiger Vergleich mehrerer neuer Netze ist bei Golf Monthly erschienen. Wer wissen will, wie sich Netze im direkten Vergleich verhalten, findet dort die Einschätzungen der Redaktion; die Modelle dieser Seite sind nicht alle darunter.
Wo das Netz in der Schweiz stehen kann: Gartensitzplatz, Bastelraum, Einstellhalle und die Nachbarn
Amerikanische Ratgeber stellen das Netz in den Garten hinter dem Haus oder in die Doppelgarage. In der Deutschschweiz wohnen viele zur Miete, oft in einem Mehrfamilienhaus, und für ein Netz kommen ganz andere Orte in Frage. Wo genau, entscheiden weniger die Masse als die Regeln des Hauses.
Der Gartensitzplatz. Wer im Erdgeschoss wohnt, hat oft einen Sitzplatz mit einem Stück Rasen davor. Das ist der naheliegendste Ort, aber selten der eigene: Der Rasen gehört in vielen Liegenschaften zur gemeinsamen Umgebung, und ein Netz, das den ganzen Sommer dort steht, sieht die Verwaltung nicht gern. Ein Faltnetz, das nach der Sitzung wieder in die Tasche kommt, löst das Problem. Schauen Sie vor allem, was hinter dem Netz liegt: das Schlafzimmerfenster der Nachbarn, ein Velounterstand, eine Strasse. Und schlagen Sie nie quer über einen Weg, auf dem Kinder spielen.
Der Balkon. Für volle Schwünge ist ein Schweizer Balkon fast immer zu klein, und ein Ball, der über das Geländer geht, fällt im schlechtesten Fall mehrere Stockwerke tief. Was dort geht, ist Putten und kurzes Chippen in ein kleines Chippingnetz, mit weichen Übungsbällen.
Der Bastelraum und der Keller. Ein gemeinsamer Bastel- oder Hobbyraum ist für viele Mieter der beste Ort für ein Netz, sofern er hoch genug ist. Ein Kellerabteil mit Lattenverschlag ist dafür meist zu eng. Hier zählt ein Mass mehr als jedes andere: die Höhe. Nehmen Sie den Driver, stellen Sie sich an die Stelle, und schwingen Sie langsam bis ganz oben. Stösst der Schläger an die Decke, an ein Rohr oder an eine Lampe, bleibt es bei Wedges und kurzen Eisen. Das ist kein Verlust: Mit einem Netz im Keller übt man ohnehin besser an der Bewegung als an der Länge.
Die Einstellhalle und die Einzelgarage. Eine abschliessbare Einzelgarage ist ein guter Ort, weil sie Tiefe hat und niemand durchfährt. In einer offenen Einstellhalle ist das anders: Autos fahren ein und aus, ein Querschläger springt auf dem Betonboden weit, und was dauerhaft neben dem Parkplatz steht, regeln Mietvertrag und Hausordnung. Ein schweres Netz mit Stahlrahmen, das nicht wegzuräumen ist, gehört dort nur hin, wenn die Verwaltung zugestimmt hat.
Der Abstand. Unabhängig vom Ort gilt: Stellen Sie sich rund 2,5 bis 3 Meter vor das Netz, nicht näher. Zu nahe heisst Rückpraller, zu weit heisst, dass die Fehlschläge am Rand vorbeigehen. Drinnen schlagen Sie nie ohne Seitenschutz, und prüfen Sie hinter dem Netz, was ein Ball treffen würde, der durch ein Loch geht: Sicherungskasten, Heizungsrohre, ein Fenster.
Die Nachtruhe und der Lärm. Ein Ball, der ins Netz klatscht, ist leise. Ein Ball, der auf den Rahmen trifft, ist es nicht, und der dumpfe Schlag des Schlägers auf eine Matte auf Betonboden wandert durch das ganze Haus. Viele Hausordnungen sehen eine Nachtruhe ab 22 Uhr vor, oft dazu eine Mittagsruhe und ruhige Sonntage. Eine einheitliche Regel für die ganze Schweiz gibt es nicht; massgebend sind Mietvertrag, Hausordnung und die Polizeiverordnung der Gemeinde. Ein Gespräch mit den Nachbarn vor der ersten Sitzung erspart oft einen Brief der Verwaltung.
Die Saison. Ein Netz im Garten ist ein Sommernetz. Wer es über den Winter draussen lässt, setzt es Schnee, Frost und im Föhngebiet auch heftigen Windböen aus, und ein Netz ohne Heringe wird bei Sturm zum Segel. Räumen Sie es im Herbst weg, trocknen Sie es vor dem Einpacken, und lagern Sie es nicht feucht im Keller, sonst riecht die Tasche im Frühling nach Moder. Umgekehrt ist der Winter die Zeit für das Netz im Bastelraum, wenn die Sommergrüns gesperrt sind.
Die Versicherung. Geht ein Ball doch einmal in die Scheibe der Nachbarn, stellt sich die Frage nach der Haftpflicht. Ob und wie Ihre Privathaftpflichtversicherung einen solchen Schaden übernimmt, steht in Ihrer Police; fragen Sie im Zweifel vorher nach, statt danach.
Wer die Seite über Golfsimulatoren unter CHF 1’000 gelesen hat, kennt einige dieser Fragen schon. Dort geht es um das, was ein Netz allein nicht kann: messen, wohin der Ball geflogen wäre.
So wählen Sie das richtige Netz
- Messen Sie den Raum, bevor Sie das Netz auswählen. Breite, Höhe mit dem Driver in der Hand, Abstand von 2,5 bis 3 Metern vor dem Netz plus die Tiefe des Netzes selbst. Was danach übrig bleibt, ist Ihr Platz für das Netz.
- Kaufen Sie Breite statt Extras. Ein breites Netz oder eines mit Seitennetzen verhindert mehr Ärger als jede Ballrückgabe. Wer drinnen übt, rechnet Seitenschutz von Anfang an ein.
- Überlegen Sie, wie oft Sie auf- und abbauen. Wer den Raum teilt oder den Rasen der Liegenschaft nutzt, braucht ein Netz, das in Minuten steht und in einer Tasche verschwindet. Wer einen eigenen Raum hat, kann ein schweres Netz mit Stahlrahmen stehen lassen.
- Lassen Sie das Netz locker. Ein straff gespanntes Netz sieht ordentlicher aus und ist gefährlicher. Prüfen Sie nach dem Aufbau mit ein paar halben Schlägen, wohin der Ball fällt.
- Denken Sie an die Rückmeldung. Ein Zielblatt, eine Ausrichtungsstange und ein Natel auf einem Stativ kosten wenig und machen aus Bällen ins Netz eine Übung. Wer mehr will, schaut sich einen kleinen Launch Monitor an.
- Fragen Sie nach Garantie und Ersatzteilen. Netze und Zielblätter nutzen sich ab. Fragen Sie im Fachgeschäft, ob es Ersatznetze oder Ersatzstangen gibt und wer in der Schweiz eine Reklamation bearbeitet. Bei einer Occasion lohnt ein Blick auf den Zielbereich und die Stangen, bevor Sie bezahlen.
Ein Netz für CHF 120 an einem gut gewählten Ort bringt mehr als ein Käfig für CHF 600 im falschen Raum. Die Frage ist nicht, welches Netz das beste ist, sondern welches in Ihr Haus, zu Ihren Nachbarn und zu dem passt, was Sie im Winter wirklich üben wollen.
Wie diese Seite entstanden ist
Diese Seite stellt Produkte vor und fasst öffentlich zugängliche Meinungen zusammen. Sie ist kein Test: Niemand von Panxis Golf hat diese Netze aufgebaut, benutzt oder einen Ball hineingeschlagen. Die technischen Angaben stammen aus den Produktbeschreibungen der Hersteller, wie sie Schweizer Händler auf ihren Produktseiten wiedergeben: Longridge für das Deluxe Practice Net, das Pop Up Return Net und das Master Cage Practice Net, Second Chance beziehungsweise On Par für das Driving Net, Leadbetter für das Driving Net, The Net Return für die Seitenteile. Wo eine Angabe in der Beschreibung fehlt, steht sie hier als nicht angegeben.
Die Preise wurden am 29. Oktober 2026 in Schweizer Franken abgelesen: auf golfimport.ch für das Longridge Deluxe Practice Net, das Longridge Pop Up Return Net, das Longridge Master Cage Practice Net, das Second Chance Driving Net und die Seitenteile Net Return Pro Series V2 Mini, auf golfersparadise.ch für das Leadbetter Driving Net, dort mit Aktionspreis und regulärem Preis. Ein Frankenpreis für Netze von The Net Return, Spornia, IZZO oder Rukket liess sich im Schweizer Golfhandel nicht finden; diese Preise fehlen deshalb. Euro- oder Dollarpreise rechnen wir nicht um. Preise und Aktionen ändern sich oft, vor den Festtagen besonders.
Die Angaben zur Nachtruhe stützen sich auf Angaben des Bundesportals ch.ch und des Mieterverbands; massgebend bleiben Ihr Mietvertrag, Ihre Hausordnung und Ihre Gemeinde. Zur Versicherung macht diese Seite keine Aussage über einzelne Policen.
Die Meinungen stammen aus öffentlichen Diskussionen im Forum von Golf Monthly, aus Kundenbewertungen bei Händlern im Vereinigten Königreich und in den USA, aus Ratgebern von Golf.com, Golf Monthly und vergleich.org sowie aus Hinweisen der Hersteller zu Seitenschutz und Aufbau. Einige davon wurden nur über Auszüge gelesen, und mehrere dieser Seiten verkaufen Netze selbst. Niemand wird namentlich zitiert, nichts wurde gezählt, und keine Einschätzung wird als Statistik ausgegeben. Diese Seite enthält keine kommerziellen Links, und Panxis Golf erhält keine Provision. Sollte ein Inhalt auf dieser Website einmal von einer Marke bezahlt sein, trägt er zuoberst auf der Seite, vor der ersten Zeile, einen Werbehinweis.






