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Technik

Drei-Putts abstellen: die Länge entscheidet

Drei Putts sind ein Längenproblem. Ein Tee einen Meter hinter dem Loch macht den Korridor zum Ziel, und das ist der günstigste Gewinn der Saison.

La rédaction Panxis Golf, Deutschland-Desk (Thomas Berger) · · 7 min
Zwei Golfer auf dem Grün, einer hält die Fahne
Photo Jopwell / Pexels

Kurz gefasst

  • Aus zwölf Metern ist das Loch für den zweiten Putt einen Meter breit.
  • Ein Ball dreißig Zentimeter dahinter hatte eine Linie, ein kurzer Ball keine.
  • Leiter auf sechs, neun und zwölf Meter, auf dem Grün von heute.
  • Die Füße melden Gefälle vor den Augen, und Gefälle schlägt jeden Break.
  • Nach dem Aerifizieren fest durch den Break putten.

Drei Putts sind kein Bewegungsproblem, sondern ein Längenproblem. Wer jeden langen Putt auf einen Meter legt, schreibt bessere Scores als jemand mit schönerem Schwung, der zwei Meter vorbeirollt, und die Länge lässt sich sehr viel leichter trainieren als die Linie.

Es ist außerdem der Bereich, in dem die kleinste Menge Übung die größte Veränderung bringt, weil ihn fast niemand trainiert. Zehn Minuten auf dem Übungsgrün vor der Runde, ausschließlich mit Putts über zwanzig Meter, sind für die meisten Amateure mehr wert als eine Stunde auf der Range.

Aus der Distanz zählt die Linie weniger

Aus zwölf Metern ist das Loch für den zweiten Putt praktisch einen Meter breit. Dreißig Zentimeter Linienfehler lassen eine Formalität übrig, zwei Meter Längenfehler einen ernsten zweiten Putt.

Teilen Sie Ihre Übungszeit entsprechend ein, und auch Ihre Lesezeit. Der Instinkt sagt, man solle einen Zwölf-Meter-Putt gründlich lesen und dann mit der Geschwindigkeit schlagen, die sich gerade einstellt. Genau umgekehrt ist es richtig: Die Linie eines langen Putts verdient fünf Sekunden, die Länge alles Übrige.

Ein Korridor statt eines Lochs

Stecken Sie einen Tee einen Meter hinter das Loch und lassen Sie jeden langen Putt zwischen beiden liegen. Dieser Korridor ist das Ziel, nicht das Loch.

Zwei Dinge passieren. Sie bekommen ein erreichbares Ziel, und die Übung erzeugt Erfolge statt einer Serie knapper Fehlschläge. Und Sie beenden die Gewohnheit, jeden Putt sterben zu lassen, die die häufigste Amateurgewohnheit überhaupt ist und jede Chance auf ein Fallen des Balls entfernt.

Ein Ball, der dreißig Zentimeter hinter dem Loch liegen bleibt, hat die beste verfügbare Linie genommen, weil er sie in den letzten Metern gehalten hat, in denen der Break am stärksten wirkt. Ein Ball, der davor stehen bleibt, hat gar keine genommen.

Die Leiter, zehn Minuten vor dem Start

Bälle auf sechs, neun und zwölf Meter zum selben Loch, der Reihe nach und dann rückwärts.

Sie wollen nichts lochen. Sie eichen die Länge der Bewegung auf die Grüngeschwindigkeit von heute, und das ist die einzige Größe, die bei einem langen Putt zählt. Halten Sie das Tempo gleich und verändern Sie nur die Länge des Rückschwungs, wie bei einem Pendel: Eine über Handgeschwindigkeit gesteuerte Länge bricht unter Druck zusammen.

Im April sind deutsche Grüns nach dem Winter langsam und oft noch in Erholung, im August können dieselben Flächen doppelt so schnell laufen. Auch innerhalb eines Tages ändert sich das: Ein betautes Grün um acht Uhr ist deutlich langsamer als dasselbe Grün um vierzehn Uhr.

Das Gefälle mit den Füßen lesen

Gehen Sie vom Ball zum Loch entlang der Linie und achten Sie auf Ihre Fußgelenke statt auf Ihre Augen.

Die Füße melden Steigung und Gefälle lange vor den Augen, und das verändert die Länge stärker als jeder sichtbare Break. Auf einem Grün mit echtem Gefälle verlangt derselbe Zehn-Meter-Putt in eine Richtung die doppelte Bewegung und in die andere die halbe.

Tun Sie es, während Ihre Mitspieler putten: Dann kostet es der Gruppe keine Zeit.

Schauen Sie auf das Loch, nicht auf den Ball

Fünf Putts aus zwölf Metern mit Blick zum Loch: Fast alle kommen näher.

Der Grund ist, dass ein langer Putt eine Distanzschätzung ist, und das Gehirn schätzt besser, wenn es das Ziel sieht. Niemand würde jemandem einen Ball zuwerfen und dabei auf die eigene Hand starren.

Sie müssen auf dem Platz nicht so putten, auch wenn gute Spieler es tun. Sie brauchen die Rückmeldung: Der Unterschied zwischen diesen fünf Putts und Ihren üblichen entspricht der Menge an Steuerung, die Ihre Hände unbemerkt hinzugefügt haben.

Wintergrüns rechnen anders

Ab November spielen viele deutsche Clubs auf Provisorien oder auf nassen, langsamen Hauptgrüns. Eine im August geeichte Bewegung lässt dann alles kurz.

Zehn Minuten auf der Übungsfläche vor der Runde sind im Winter wertvoller als zu jeder anderen Jahreszeit, und wenn auf Wintergrüns gespielt wird, ist die Geschwindigkeit ohnehin eine völlig andere und muss jedes Mal neu gefunden werden.

Umgekehrt gilt für die zwei bis drei Wochen nach dem Aerifizieren: Die Putts springen, nehmen weniger Break an und laufen über Sand langsamer. Die richtige Antwort ist, fest durch den Break zu putten und zu akzeptieren, dass einige gut geschlagene Putts ohne Ihr Zutun vom Weg abkommen.

Der zweite Putt ist ein Schlag, keine Formalität

Die meisten Drei-Putts bestehen aus einem schlechten langen Putt und einem verschobenen Meterputt, und der Meterputt wird verschoben, weil er ärgerlich und ohne Routine geschlagen wird.

Behandeln Sie ihn als eigenen Schlag: markieren, lesen, dieselbe Routine wie am ersten Abschlag. Wer zehn Sekunden mehr für den Putt aufwendet, den er nicht hätte haben sollen, locht die große Mehrheit davon.

Wo in Deutschland geübt werden kann

Das Übungsgrün der Anlage, die Sie gleich spielen, ist die ganze Antwort, und es ist im Greenfee oder im Beitrag überall enthalten. Zehn Minuten früher zu kommen ist der gesamte Aufwand.

Zu Hause ist eine Puttingmatte für Bewegung und Startlinie wirklich nützlich und für die Länge völlig nutzlos, weil eine Matte genau eine Geschwindigkeit hat und ein Golfplatz nicht. Nutzen Sie die Matte für Meterputts und das Übungsgrün für alles Längere.

Ob das Problem an der Länge oder an der Bewegung liegt, klärt eine Messung: Die Fitting-Bereiche der großen Golfzentren und mancher Fachgeschäfte messen Schlagflächenstellung und Startrichtung, meist im Rahmen eines Putter-Fittings, und ein PGA-Professional sagt Ihnen in zwanzig Minuten, welche der beiden Sie Schläge kostet.

Panxis Golf unterhält keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Händlern oder Anlagen.

Was der Putter dabei leistet, und was nicht

Ein angepasster Putter bringt den Ball auf die gewählte Linie. Über die Länge entscheidet nichts am Schläger, sondern ausschließlich die Bewegung.

Weil Drei-Putts überwiegend ein Längenproblem sind, kauft sich niemand aus ihnen heraus. Wer wegen dreier Putts pro Runde einen neuen Putter erwägt, löst das falsche Problem, und zehn Minuten lange Putts vor jeder Runde wirken deutlich stärker als jede Anschaffung.

Was ein Fitting löst, ist die Startlinie, und die entscheidet über Putts innerhalb von drei Metern. Zwei Dinge kann jeder ohne Termin prüfen: Steht die Spitze des Putters bei der Ansprechposition in der Luft, zielt die Schlagfläche nach links; steht die Ferse hoch, zielt sie nach rechts. Und ein Putter, der auf dem Finger balanciert mit der Fläche nach oben zeigt, passt zu einer geraden Bewegung, während eine hängende Spitze zu einem bogenförmigen Schwung passt.

Der Meterputt danach

Ein guter langer Putt endet in einem Meterputt, und der wird häufiger verschoben als er sollte, weil er als Nebensache behandelt wird.

Üben Sie ihn mit einer Konsequenz: zehn in Folge vor dem Start, und bei jedem Fehlschlag beginnt die Zählung von vorn. Dieses leichte Unbehagen ist genau das, was das Training auf den Platz überträgt, und es dauert keine fünf Minuten.

Drei Dinge für die nächste Runde

  • Zählen Sie Drei-Putts statt Gesamtputts. Diese Zahl sagt, ob die Länge Ihr Problem ist.
  • Legen Sie jeden Putt über acht Meter lieber hinter als vor das Loch.
  • Zehn Minuten Übungsgrün vor jeder Runde, nur lange Putts.
  • Gehen Sie die Linie ab, während die anderen putten, und glauben Sie Ihren Füßen.
  • Geben Sie dem zweiten Putt dieselbe Routine wie dem ersten.

Niemand locht lange Putts mit Absicht. Sie absichtlich nahe zu legen, ist eine Fähigkeit und der günstigste Gewinn Ihrer Saison: Sie kostet kein Material, keine Trainerstunde und keine zusätzliche Zeit auf dem Platz, sondern nur die Entscheidung, zehn Minuten früher da zu sein.

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