Freizeitgolf: macht die Indoor-Box Golfer?
Von November bis März ist die Box die einzige Hürde, die es gibt. Entscheidend sind die ersten neun Löcher im Frühjahr.
Beheizte Abschlagboxen mit Zielscheiben, Bildschirm und Gastronomie sowie Indoor-Anlagen in den Städten sind die sichtbarste Wachstumsgeschichte im deutschen Golf. Ob daraus Golferinnen und Golfer werden oder nur gute Abende, streiten Clubs seit einem Jahrzehnt.
Was diese Orte wirklich sind
Verkauft wird Zieltraining mit einem Getränk und einem Bildschirm. Der Ball wird verfolgt, die Ziele werden gezählt, der golferische Gehalt ist echt, aber gegenüber dem Abend nebensächlich. In Deutschland ist der Weg vor allem über Indoor-Anlagen und Simulatorboxen gelaufen, weniger über mehrstöckige Ranges.
Das Argument dafür
Für jemanden, der nie einen Schläger gehalten hat, ist eine Box mit Freunden eine ungleich niedrigere Hürde als ein erster Abschlag unter fremden Blicken, und von November bis März ist sie ohnehin die einzige verfügbare. Ein Teil dieser Leute steht im Frühjahr auf einem Platz.
Das Argument dagegen
Eine Box lehrt, einen Ball von einer ebenen Matte auf ein Ziel zu schlagen, ohne Konsequenz. Sie lehrt nichts über eine Hanglage, eine Vierstundenrunde, Etikette, Regeln oder das besondere Elend eines verlorenen Balls.
Was die Zahlen nicht entscheiden
Beides stimmt gleichzeitig: Diese Anlagen haben viele Menschen mit einem Golfschläger in Kontakt gebracht, und die meisten werden keine Mitglieder. Die interessante Frage ist der nächste Schritt, und die Clubs, die konvertieren, werben im März mit einer kurzen, günstigen Schnupperrunde, während die Leute noch drinnen sind.
Wenn Sie in einer Box angefangen haben
Das Schwierigste haben Sie bereits. Was fehlt, ist der Platz, und der schnellste Weg ist ein Kurzplatz oder neun Löcher zu einer ruhigen Zeit, mit jemandem, der Ihnen sagt, wo Sie stehen sollen. Die Platzreife lässt sich an einem Wochenende erwerben.
Wenn Sie Clubmitglied sind
Dieses Publikum ist der größte Pool an möglichen Spielern, zu dem Ihr Club je Zugang hat, und man erreicht ihn nicht mit einem Angebot, das mit einem Jahresbeitrag beginnt. Neun Löcher, Randzeiten und ein Schnupperabend funktionieren.
Die praktische Sicht
- Eine Box ist ein ausgezeichneter Ort, einen Schwung zu bauen, und ein schlechter, Golf zu lernen.
- Der entscheidende Schritt sind die ersten neun Löcher, nicht der erste Ballkorb.
- Simulatorzeit im Winter ist echtes Training, wenn man mit einem Plan hingeht.
Freizeitgolf ist weder Bedrohung noch Zubringer, sondern eine weit offene Tür.



