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Jahreszeit

Saisonstart planen: sechs Wochen Vorbereitung auf die erste Runde

Einen offiziellen Saisonstart gibt es auf vielen Schweizer Anlagen nicht, gespielt wird, sobald die Witterung es zulässt. Wer das Datum seiner ersten Runde selbst setzt und sechs Wochen zurückrechnet, beginnt im Frühling dort, wo er im Herbst aufgehört hat.

La rédaction Panxis Golf, Deutschschweiz-Desk (Reto Brunner) · · 7 min
Blühender Baum am Fairway im Frühling
Photo Luka Franzi / Pexels

Kurz gefasst

  • Zuerst das Datum der ersten Runde festlegen, am besten neun Löcher.
  • Woche 1 bis 2 Beweglichkeit und halbe Schwünge, Woche 3 bis 4 Chippen und Putten.
  • Woche 5 bis 6 Trageweiten messen: In den Migros Golfparks sind Range und Trackman Range gratis.
  • Griffe alle 40 bis 60 Runden wechseln, bei einem Schweizer Händler ab CHF 8 pro Griff.
  • Die Stunde mit der Lehrperson gehört in den März, nicht in den Juni.

In der Schweiz beginnt die Golfsaison nicht an einem festen Tag. Die Migros Golfparks definieren ihre Spielsaison in ihrem Reglement als Kalenderjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember, und ob gespielt wird, entscheidet die Witterung. Der Engadine Golf Club meldet auf seiner Website, ob die Anlagen in Samedan und Zuoz-Madulain geöffnet sind und Carts fahren dürfen. Den Saisonstart legen Sie also selbst fest, und genau deshalb lohnt es sich, von diesem Datum aus rückwärts zu planen.

Sechs Wochen reichen. Wer sie nutzt, beginnt im Frühling dort, wo er im Herbst aufgehört hat. Wer sie auslässt, spielt die ersten vier Runden, um herauszufinden, was der Winter gekostet hat, und merkt dabei meist nicht, dass es selten der Schwung ist, sondern Beweglichkeit, Distanzgefühl und ein Bag, in das seit Oktober niemand geschaut hat.

Zuerst das Datum, dann der Plan

Buchen Sie die erste Startzeit, bevor Sie mit der Vorbereitung beginnen. Ein Termin im Kalender ist der zuverlässigste Grund, im Februar tatsächlich zu üben. In den Migros Golfparks sind langfristige Buchungen frühestens sieben Tage im Voraus ab 07.00 Uhr möglich. Sechs Wochen vorher reicht also ein fester Eintrag in der eigenen Agenda, gebucht wird dann in der Woche davor.

Nehmen Sie für diese erste Runde neun Löcher. In Otelfingen kostet eine 9-Loch-Runde von Montag bis Freitag CHF 55, Mitglieder der Migros GolfCard erhalten CHF 5 Reduktion. Neun Löcher reichen, um nach der Winterpause wieder ins Spiel zu finden, und die Runde endet, solange sie noch Freude macht.

Woche 1 und 2: den Körper zurückholen

Die ersten beiden Wochen gehören der Rotation, nicht dem Ballflug. Zwei kurze Einheiten pro Woche ohne Schläger genügen: ein Schläger quer über den Schultern, Füsse in Schwungstellung, langsam nach links und rechts drehen, dazu ein Ausfallschritt, der das hintere Hüftgelenk öffnet. Golf verlangt Beweglichkeit in der Brustwirbelsäule und in den Hüften, und beides geht über einen Winter am Schreibtisch verloren.

Auf der Range folgen halbe Schwünge mit kurzen Eisen, zwanzig Bälle am Stück, und Schluss, bevor etwas zieht. Der Driver bleibt im Bag. Die typischen Rückenbeschwerden im Frühling entstehen selten auf dem Platz, sondern bei der ersten Stunde mit vollen Schwüngen nach vier Monaten Pause.

Das ist kein medizinischer Rat. Wer Beschwerden hat, lässt sie abklären, bevor er beginnt. Ein kurzer Rückschwung im April ist aber meist die Folge eines bewegungsarmen Winters und kein Technikfehler.

Woche 3 und 4: das kurze Spiel, das den Score macht

Chippen und Putten überstehen eine Pause besser als der volle Schwung und kommen mit wenig Aufwand zurück. Zwei Wochen konsequente Arbeit hier zeigen sich deshalb direkt auf der Karte.

Zu Hause genügt eine Puttmatte, allerdings nur für Startlinie und Bewegung: Eine Matte hat genau eine Geschwindigkeit, ein Grün im April eine ganz andere. Legen Sie sich eine Regel fest, etwa zehn Meterputts in Folge, bei jedem Fehler von vorne. Für die Chips reichen ein Eisen 8, eine ebene Fläche und zwanzig kurze Bewegungen mit dem Gewicht auf dem vorderen Fuss.

Wer lieber mit Anleitung übt: Die Migros Golf Academy bietet Masterclasses von 50 Minuten zu einzelnen Themen an, etwa «Wedge Game» und «Tour Putting», je CHF 55 inklusive Rangebälle, ab drei Teilnehmenden und mit mindestens der Platzerlaubnis. Zwei solche Termine in diesen zwei Wochen sind eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Üben.

Woche 5 und 6: Distanzen messen

Jetzt kommt der Ball wieder ins Spiel. Ziel dieser Wochen ist eine Tabelle mit Ihren Trageweiten, und zwar mit der Trageweite, nicht der Gesamtweite: Über einen Bunker zählt nur, wo der Ball landet.

In den Migros Golfparks ist die Driving Range gratis, ebenso die Ballverfolgung mit Trackman Range, bezahlt werden nur die Bälle, in Otelfingen CHF 3.50 für 20 Bälle mit der Gästekarte. Die kostenlose App zeigt Carry und Gesamtdistanz, Ballgeschwindigkeit, Startwinkel und seitliche Abweichung. Alternativ messen Sie auf einer ruhigen Range mit dem Entfernungsmesser oder buchen eine Stunde am Launchmonitor.

Rechnen Sie den Frühling gleich ein. Bei tiefen Temperaturen und weichem Boden verlieren alle Schläger an Länge, die langen mehr als die kurzen. Ein Schläger mehr ist im März die Regel, nicht die Ausnahme, und wer das in die Tabelle schreibt, erlebt es auf den ersten drei Löchern nicht als Überraschung. Dazu gehört auch die Frage nach den Wedge-Abständen und der Lücke unter dem Pitching Wedge.

Das Bag in der Werkstatt, solange Zeit ist

Parallel zu Woche 5 und 6 geht das Material in Ordnung. Ein Schweizer Golfhändler empfiehlt als Faustregel, Griffe alle 40 bis 60 Runden oder spätestens einmal pro Saison zu wechseln, weil sie auch durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Lagerung ihre Haftung verlieren. Der Wechsel kostet dort CHF 8 pro Griff mit einem Griff aus dem Sortiment oder CHF 12 mit einem selbst mitgebrachten Griff. Die Schläger sind nach wenigen Tagen wieder abholbereit.

Wer mit einem Trolley unterwegs ist, denkt an den Winterservice: Ein Schweizer Händler nennt für Push-Trolleys ab CHF 169, für Elektro-Trolleys ab CHF 269 mit Akku-Prüfung und Software-Update. Schaftwechsel, Schaftkürzungen und Reparaturen an Köpfen übernehmen die Filialen ebenfalls. Loft und Lie älterer Eisen lassen sich in der Werkstatt prüfen, und was ein Fitting zusätzlich zeigt, steht in einem eigenen Beitrag.

Zu Hause bleibt nur eines, das niemand für Sie erledigt: das Bag komplett ausleeren. Ein feuchtes Handtuch vom Herbst, ein steifer Handschuh, Bälle mit Schnitten und fehlende Tees tauchen dabei fast immer auf. Softspikes mit abgerundeten Spitzen gehören ersetzt, Regenzeug und Ersatzhandschuh kontrolliert, bevor der erste nasse Vormittag kommt.

Wann die Lehrperson dazukommt

Eine Schwungänderung fühlt sich zwei bis drei Wochen lang falsch an. Im März kostet das nichts, im Juli kostet es Scores. Die Stunde gehört deshalb in diese sechs Wochen und nicht in die Hochsaison.

Das Angebot der Migros Golf Academy zeigt die Spannweite. Eine Privatlektion kostet CHF 65 für 25 Minuten und CHF 120 für 50 Minuten. Der Refresher-Kurs ist ein Tageskurs zum Saisonstart mit sechs Lektionen zu je 50 Minuten, Putting, Chipping, Pitching, Bunker und langen Schlägen, Trackman und Videoanalyse, inklusive Mittagessen mit dem Pro, für CHF 360 ab drei Personen. Wer eine längere Pause hinter sich hat, kann eine Standortbestimmung von 75 Minuten für CHF 180 buchen, nach der die Lehrperson das weitere Vorgehen empfiehlt. Und wer früh dran ist, belegt im Winter die Trainingsserie mit fünf Terminen zu je 75 Minuten für CHF 365.

In den Migros Golfparks unterrichten ausschliesslich PGA-Professionals. Die Swiss PGA, der 1943 gegründete Berufsverband der Schweizer Golflehrer, zählt laut Swiss Golf mehr als 340 Mitglieder. Buchen Sie nach Möglichkeit mehrere Termine über die sechs Wochen statt einer einzelnen Stunde, und gehen Sie aus jedem Termin mit einer Übung, einer Ballzahl und einer Häufigkeit.

Wo Sie die Arbeiten in der Deutschschweiz erledigen

Werkstattarbeiten übernehmen spezialisierte Golfgeschäfte in der ganzen Deutschschweiz. Ein Club Fitting mit Trackman- und Foresight-Technologie wird bei manchen nach Zeitaufwand verrechnet und beim Kauf der gefitteten Schläger vollständig angerechnet.

Für Range und Unterricht decken die Migros Golfparks Holzhäusern, Moossee, Oberkirch, Otelfingen und Waldkirch den grössten Teil der Deutschschweiz ab. Den aktuellen Platzzustand, auch ob Greens, Abschläge, Trolleys und Carts freigegeben sind, veröffentlichen sie auf ihrer Website. Ein Blick darauf erspart im März manche vergebliche Fahrt.

Panxis Golf unterhält keine geschäftlichen Beziehungen zu Migros Golf oder dem Engadine Golf Club.

Die erste Runde zählt nicht

Spielen Sie sie von einem Abschlag weiter vorne, als Sie es im Sommer tun würden. Warum das keine Niederlage ist, erklärt der Beitrag zu den Abschlägen. Wärmen Sie sich vorher richtig auf, wie im Beitrag zum Aufwärmen beschrieben, und schreiben Sie keine Karte.

Handicapwirksame Runden kommen zwei Wochen später. Dann lohnt sich General Play über die Swiss Golf App, mit der Sie seit 2023 auch eine Freundschaftsrunde vorgabewirksam erfassen können, sofern Marker und Spieler das Resultat bestätigen.

Der Plan auf einen Blick

  • Vor Woche 1: Datum der ersten Runde festlegen, neun Löcher.
  • Woche 1 bis 2: Beweglichkeit und halbe Schwünge mit kurzen Eisen.
  • Woche 3 bis 4: Chippen und Putten, drei kurze Einheiten pro Woche.
  • Woche 5 bis 6: Trageweiten messen, Griffe wechseln, Bag ausleeren.
  • Die Stunde mit der Lehrperson in diese sechs Wochen legen, nicht in den Juni.

Nichts davon ist spektakulär. Zusammen sind es etwa zwei Stunden pro Woche, und es ist der einzige Vorsprung im Golf, den man sich ohne Talent verschaffen kann.

Wie diese Seite entstanden ist

Die Preise für Griffwechsel und Trolley-Service stammen von Golfers Paradise (Schweiz). Panxis Golf hat keine geschäftlichen Beziehungen zu diesem Händler.

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